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7 Fallen des Shaytan

Shaykh Ibn
Qayyim Al-Jawziyya ~ 7 Fallen des
Shaitans

Der
Mensch sollte über denjenigen nachdenken, der ihn zum Ungehorsam
überredet, ihm die schlechten Taten schön erscheinen lässt und
dessen Pflicht es ist, eben nur dies zu tun. Das ist der Schaytan,
welcher für ihn zuständig ist. Aus diesem Grund müssen wir gut über
ihn nachsinnen. Der Mensch muss ihn als seinen Feind ansehen,
vorsichtig ihm gegenüber sein, sich vor ihm in acht nehmen und im
Klaren darüber sein. Ebenfalls muss man darauf achten, was der
Schaytan einem heimlich vorbereitet, ohne dass man es merkt. Dieser
Verfluchte will den Menschen ins Unglück stürzen, durch eine, von
den sieben folgenden Methoden bzw. Fallen, die er ihm auf dem
Geraden Weg stellt.

Man sollte wissen, dass es kleinere
und größere (leichtere und schwerere) Hindernisse gibt. Jedoch wird
der Schaytan nicht aufhören, dir die größere Falle zu stellen,
damit du in sie hinein fällst, bis er vollkommen machtlos wird,
dies zu tun.
1. Falle: der
Kufr
Kufr oder Unglaube
(Glaubensverweigerung) an Allah subhanahu wa ta’ala, Seine
Religion, die Begegnung mit Ihm, Seine vollkommenen Eigenschaften
und an das, worüber uns die Gesandten berichtet haben. Falls der
Schaytan in dieser Sache erfolgreich ist, wird er sehr zufrieden
sein, sein Feuer (der Begeisterung) für dich wird sich abkühlen,
und er wird sich ausruhen können. Falls du jedoch, durch das Licht
des Iman und die Reinheit der Rechtleitung, dieses Hindernis
überwindest, wird er, der Verfluchte, dir mit dem nächsten
entgegentreten.

2. Falle: die Neuerung in der
Religion (Bid’a)
Dies erreicht
er, indem er dich entweder von einem Glauben überzeugt, dir einen
Glauben einflößt, der im Gegensatz zur Wahrheit steht, nach welcher
Allah subhanahu wa ta ‘ala Seinen Gesandten geschickt hat, und nach
welcher Er sein Buch offenbart hat. Oder er überzeugt dich davon,
dass du deine ‘Ibadah an etwas bzw. jemand anderen richtest, was
Allah subhanahu wa ta ‘ala, verboten hat, wie z.B. Statuen und
Bilder. Dieses stellt eine Neuerung in der Religion dar, und Allah
wird davon nichts annehmen. Diese zwei Neuerungen sind häufig
unzertrennlich und geschehen nur selten vereinzelt, jede für sich.
Aus diesem Grund haben bestimmte Gelehrte gesagt: „Die Neuerung des
Wortes und die Neuerung der Tat haben eine Ehe geschlossen, welcher
sich das „Brautpaar“ hingegeben hat, so dass auf die Welt
unzüchtige Kinder kamen, welche die islamischen Länder verwüsten,
und wegen welchen Diener und Städte Allah subhanahu wa ta ‘ala
bitten, Er möge sie davor bewahren“. Ibn Taymiyya
rahimehullah sagte: „Der Kern von Kufr hat die sündige Neuerung
geheiratet, so gebären sie zusammen das Verderben dieser und
jenseitiger Welt.“ Falls du
diese Hürde meisterst und dich von ihr, durch das Licht der Sunnah,
befreist, und dich zudem noch mit aufrichtigem Gehorsam beschützt
und mit dem, was unsere tugendhaften Vorfahren gefolgt sind, die
ehrenhaften Sahaba und Tabi’in, dann wisse, dass in den
vorausgehenden Zeiten, sich nur schwer jemand davor, in diese Falle
retten wird. Doch falls du dich trotzdem rettest, erst da werden
dich die Neuerungsträger umzingeln und anfallen. Sie werden dabei
rufen, dass du derjenige bist, der Neuerungen in die Religion
bringt.

Die dritte Falle – die großen
Sünden
Falls dich Allah
subhanahu wa ta ‘ala rechtleitet und du diese Hürde überstehst,
dann kommt schon die Dritte. Die dritte Hürde sind die großen
Sünden, al-Kabair. Der Schaytan lässt dir die großen Sünden schön
erscheinen, schmückt sie aus, ködert dich damit, und öffnet dir
danach die Tür der Hoffnung, indem er sagt: „Der Glaube ist nur das
aufrichtige Bezeugnis mit der Zunge. Ihn können deine Taten nicht
zerstören.“ So lange der Mensch lebt, flüstert der Schaytan ihm
Worte zu, wie: „Die Sünden schaden nicht, wenn du gläubig bist,
genauso wie die guten Taten nichts wert sind, wenn du ein Muschrik
(Götzendiener) bist.“ Trotzdem ist die Neuerung dem Schaytan
lieber. Sie ist ein Unheil und ein Hindernis für den Menschen, weil
sie dem Glauben schadet und weil sie die Verneinung dessen ist, was
Allah dem Gesandten (sallAllahu alayhi wa sallam) offenbart hat.
Ein Neuerungsträger, derjenige welcher die Neuerung ausübt, bereut
weder diese Sache, noch will er sie verlassen. Im Gegenteil, er
ruft andere sogar dazu auf. Die Neuerung beinhaltet das Sprechen
über Allah subhanahu wa ta ‘ala ohne Wissen. Sie vernichtet die
Sunnah und greift diejenigen an, die der Sunnah folgen. Die
Neuerung versucht das Licht Allahs zu löschen. Sie versucht
diejenigen gut darzustellen, von denen sich der Erhabene abgewandt
hat, und sie wendet sich von denjenigen ab, welche bei Allah gut
angesehen sind. Die Neuerung nimmt das an, was Allah subhanahu wa
ta ‘ala und Sein Gesandter abgelehnt haben und lehnt das ab, was Er
angenommen hat. Die Neuerungsträger beschützen diejenigen, die
gegen Allah subhanahu wa ta ‘ala kämpfen, und greifen diejenigen
an, welche Er beschützt. In der Neuerung wird das erlaubt, was
Allah verboten hat, und jenes verboten, was Er erlaubt hat. Die
Wahrheit wird verleugnet, die Lüge wird zur Wahrheit ausgerufen und
bekämpft die Wahrheit. Dabei werden die Wahrheiten umgestürzt und
die Herzen verblendet. Allahs Religion wird negiert. Es wird nach
den Schwächen des Rechten Weges gesucht, und es wird langsam
versucht den Glauben vollkommen zu ändern. [1] Alle Neuerungen
beginnen mit kleinen Dingen, um sich so allmählich auch in die
größeren Dinge einzuschleichen. Und dies geschieht so lange, bis
sie diejenigen, die sie verrichten, völlig vom Glauben entfernen.
Ihre Haupteigenschaften sind demnach die Allmählichkeit und ihre
stadienhafte Steigerung (Entwicklung). Sie entwickelt sich vom
Kleinen zum Größeren, bis sie letztendlich den Gläubigen vom
Rechten Weg abbringt, genauso wie man ein Haar aus dem Teig ziehen
würde. „… Und wem Allah kein Licht
schafft, für den gibt es kein Licht.“
(24:40) Falls dich Allah
subhanahu wa ta ‘ala vor diesem Hindernis bewahrt, oder du dich mit
aufrichtiger Reue davon rettest, wird der Schaytan mit der nächsten
Falle kommen. [1] Die verdorbenste und schädlichste Neuerung ist
blinder Glaube. Sodass die Taten im Bereich des Glaubens, der
‘Ibadah, der Vorschriften und des Dhikr, die von den Vorfahren
geerbt wurden, keinen Wert haben. Diese Taten schöpfen nämlich ihr
Licht aus der Erklärung von Allahs Worten und den Worten Seines
Gesandten (sallAllahu alayhi wa sallam). Und genau deswegen begehen
die früheren und heutigen Völker Schirk in ihrem Glauben (weil sie
blind folgen und ihr Wissen nicht aus Allahs Worten und aus den
Seines Gesandten (sallAllahu alayhi wa sallam) schöpfen.

Das vierte
Falle – die kleinen Sünden
Das
vierte Hindernis (die vierte Falles des Schaytan) sind die kleinen
Sünden. Mit diesen wird der Schaytan sich doppelt an dir rächen. Er
wird sich dir mit Worten nähern wie: „Was ist denn bloß mit dir
los, Mensch. Wieso überlässt du dich nicht den kleinen Sünden, wenn
du schon den großen Sünden abgesprochen hast. Oder ist dir etwa
nicht bekannt, dass die kleinen Sünden durch gute Taten und das
Fernhalten von großen Sünden gelöscht werden?“ Er wird so lange auf
dich einreden, bist du in kleinen Sünden beständig bist (sie also
dauerhaft tust). Doch jemand, der in kleinen Sünden beständig ist,
ist in einer schwierigeren Lage, als derjenige, welcher eine große
Sünde begeht, sich fürchtet und sie bereut. Das Bestehen auf
kleinen Sünden, ist abscheulicher als die Sünde selbst. Die große
Sünde verschwindet, falls du sie ehrlich bereust und Allah
aufrichtig um Vergebung bittest. Die kleine Sünde verwandelt sich
jedoch in eine große, falls du beständig in ihrem Tun bist. Der
Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte:
„Nehmt euch vor kleinen
Sünden in Acht …“ Daraufhin
erwähnte er das Beispiel von Leuten, die sich auf einem verlassenen
Ort niederlassen. Dort benötigen sie Holz, so dass einer von ihnen
Äste holen geht. Das tun auch die anderen, bis sie schließlich viel
Holz einsammeln, ein Feuer anzünden und ein Brot darauf backen.
Genauso ist es mit den kleinen Sünden, welche der Mensch
unterschätzt. Diese häufen sich an, bis sie ihn endlich ins
Verderben führen. (Ahmad, Tabarani und andere) Falls der Mensch
sich vor dieser Falle rettet, und zwar mit Vorsicht, mit ständigem
Istighfar (Allah um Vergebung bitten) und Reue, begegnet ihm das
fünfte Übel.

Die fünfte Falle – die
erlaubten Dinge
Das fünfte
Falle des Schaytan sind die so genannten mubah- (erlaubten) Dinge.
Das sind erlaubte Dinge, die, wenn wir sie tun, wir keine Sünde
sind. Der Schaytan versucht dich mit ihnen zu beschäftigen, anstatt
dass du deine Gehorsamkeit mit guten Taten erhöhst, dich ihnen
verstärkt zuwendest und dich mit ihnen versorgst. So versucht er
dich schrittweise dazu zu bringen, dass du die Sunnah-Taten
vernachlässigst und danach ebenso die Taten, welche wadschib
(verpflichtend) sind. Sein geringster Nutzen von diese Methode ist,
dass der Mensch sich auf diese Weise große Nutzen sowie Belohnungen
entgehen lässt. Wüsste der Mensch um den Nutzen und Wert dieser
‘Ibadah-Taten Bescheid, so würde er sie niemals verlassen, jedoch
weiß er es nicht. Falls der Mensch diese Hürde durch das Licht der
Rechtleitung überwindet und seine Aufmerksamkeit und Vorsicht
festigt, sich das Wissen vom Wert der guten Taten aneignet, welche
man oft verrichten sollte, dann wird er sich davor retten können,
falls er kurz in diesem „Hafen“ verweilen sollte. Ist die Falle nun
überwunden, wartet der Schaytan schon bereits am nächsten
Hindernis.

Die sechste Falle – Den
Vorrang den guten vor besseren Taten geben
Die sechste Falle ist, dass man den beliebten Taten
Vorrang gibt, vor guten und frommen Taten. Der Schaytan verführt
den Menschen dazu, diese Taten zu verrichten. Er verschönert sie
ihm, schmückt sie aus und hebt ihren Wert und ihre Bedeutung
hervor. Alles dies tut er, nur um den Menschen von besseren und
nützlicheren Taten abzubringen, welche eine größere Belohnung und
einen größeren Nutzen bringen. Wenn der Schaytan nämlich einsieht,
dass er den Menschen nicht davon abbringen kann, gute Taten zu
verrichten, setzt er sich ein anderes Ziel. Er versucht die
Belohnung für die guten Taten zu vermindern, sowie die Stellung der
‘Ibadah desjenigen, der sie verrichtet. Er beschäftigt ihn sodann
mit weniger wertvollen Dingen. So tut der Mensch das Gute und nicht
das Beste. Er verrichtet das, was Allah subhanahu wa ta ‘ala
gefällt und nicht das was Allah am meisten gefällt. Er tut das,
womit Allah subhanahu wa ta ‘ala zufrieden ist und nicht das, womit
Er am zufriedensten ist. Doch dann muss man sich fragen, wo solche
Menschen zu finden sind (welche die besten Taten verrichten, die
Dinge die Allah am Meisten gefallen und mit denen Er am
zufriedensten ist.) In der heutigen Welt sind diese Menschen in der
Minderheit. Die meisten Menschen sind schon vor den genannten
Hürden stehen geblieben. Diese Hürde überwindet nur derjenige,
welcher sich ausgezeichnet mit dem Wert der Taten auskennt, und mit
ihrer Wertschätzung bei Allah subhanahu wa ta ‘ala. So ein Mensch
erkennt den Unterschied zwischen beliebten und guten Taten,
zwischen den nebensächlichen und wichtigsten Taten, zwischen den
weniger wertvollen und mehr wertvolleren Taten, zwischen guten und
ausgezeichneten Taten usw… Wahrlich können alle Worte und jede Tat
gut sein, aber sie können auch die Besten sein. Sie können
nebensächlich, aber auch die Hauptsache sein. Sie können wichtig
sein, jedoch auch am Wichtigsten. Genauso wie einige Taten das
Höchste aller Dinge darstellen und andere wiederum nicht, wie es in
authentischen Überlieferungen des Gesandten Allahs sallAllahu
alayhi wa sallam gesagt wird: „Das beste Istighfar ist, dass der
Diener spricht „Oh Allah, du bist mein Herr und ich bin dein
Diener. Es gibt keinen Gott, außer Dir …“ In einem Hadith steht:
„Der Jihad ist der Gipfel des
Islam“ (Tirmidhi), oder in
einer anderen Überlieferung: „Gute Taten haben sich
untereinander gerühmt, doch die Sadaqa (Spende) hat sie in allem
übertroffen.“ Deswegen
überwinden diese Hürden nur die ausgesuchtesten unter den Guten und
Aufrichtigen, die besten Gelehrten und diejenigen, welche den
höchsten Sieg errungen und jeder Tat den Platz zugewiesen haben,
der ihr gebührt.

Die siebte Falle – die Armee
des Schaytan
Nach dieser Falle
kommt nur noch eine letzte Hürde, welche der Schaytan zwangsläufig
stellt. Wenn sie jemand überwinden könnte, dann wären es die
Gesandten, die Propheten Allahs, sowie die edelsten Seiner Diener.
Diese Falle ist nämlich die Armee des Schaytans, welche er dazu
benutzt, den Menschen auf alle möglichen Arten in Unruhe zu
versetzen und zu stören. Sie tun dies Mit der Hand, mit der Zunge,
mit dem Herzen und abhängig von der Stufe eines Menschen in der
Religion und im Guten, tun sie es auch mit guten Taten. Wenn auch
immer sich der Mensch in seinem Glauben erhebt, stürzt sich der
Schaytan auf ihn, treibt seine Armee und seine Verbündeten auf ihn.
Je mehr der Mensch sich dem Glauben widmet, beständig im Glauben
wird und verstärkt zu Allah subhanahu wa ta ‘ala aufruft, desto
stärker treibt der Schaytan seine Gewissenlosen an, ihn anzufallen.
In so einer Situation tritt der Mensch in einen Krieg ein. Er
kämpft im Namen Allahs und kämpft gegen Seinen Feind. Diese ‘Ibadah
können nur herausragende Gläubige empfinden. Diese ‘Ibadah wird als
‘Ibadah des Stolzes und des Trotzes bezeichnet. Ihr widmen sich nur
die herausragendsten und scharfsinnigsten Gläubigen. Und die
liebste Tat bei Allah ist soeben die, dass Sein Diener sich erzürnt
und dem Feind trotzt. Auf eine solche Art von ‘Ibadah, hat Allah
subhanahu wa ta ‘ala auf mehreren Stellen im Qur’an hingewiesen.
Eines von den Beispielen ist der folgende Vers:
„Wer auf Allahs Weg
auswandert, wird auf der Erde viele Zufluchtsstätten und Wohlstand
finden. Und wer sein Haus auswandernd zu Allah und Seinem Gesandten
verlässt, und den hierauf der Tod erfasst, so fällt es Allah zu,
ihm seinen Lohn (zu geben). Allah ist Allvergebend und Barmherzig.“
(An-Nisa, Vers 100) Hier
wurde der Auswanderer, der Mensch, der seine Zuflucht in die
‘Ibadah an Allah gefunden hat, als ein Trotzender bezeichnet, mit
welchem Allah Seinen Feinden trotzt. Deshalb liebt es Allah
subhanahu wa ta ‘ala, dass Sein Diener dem Feind trotzt und gegen
ihn kämpft, wie im Qur’an gesagt wird:
“Dies (ist), weil sie weder
Durst noch Mühsal noch Hunger auf Allahs Weg trifft, noch sie einen
Schritt unternehmen, der die Ungläubigen ergrimmen lässt, noch
einem Feind etwas Schlimmes zufügen, ohne dass ihnen dafür eine
rechtschaffene Tat aufgeschrieben würde. Gewiss, Allah lässt den
Lohn der Gutes Tuenden nicht verlorengehen.“ (At-Tauba, Vers
120) Seinen Gesandten und
seine Gefährten beschreibend, sagt Allah subhanahu wa ta ‘ala:
„Und ihr Gleichnis im
Evangelium ist das eines Getreidefeldes, das seine Triebe
hervorbringt und dann stärker werden lässt, so dass sie verdicken
und ebenmäßig auf ihren Halmen stehen, so dass es den Anbauern
gefällt. (Dies,) damit Er die Ungläubigen durch sie ergrimmen
lasse. Allah hat denjenigen von ihnen, die glauben und
rechtschaffene Werke tun, Vergebung und großartigen Lohn
versprochen.“ (Al-Fath, Vers
29) Daraus wird ersichtlich,
dass das Zeigen von Trotz gegenüber den Kuffar, das Hervorrufen von
ihrem Zorn, eine Handlung ist, die bei Allah subhanahu wa ta ‘ala
beliebt ist und welche Er von den Gläubigen fordert. Derjenige,
welcher diese Tat und das Ziel ausführt, vervollständigt seine
‘Ibadah. Der Gesandte Allahs hat ebenfalls zwei Sujud-as-Sahw
vorgeschrieben, falls der Betende im Gebet etwas versäumt und
sagte: „Mit ihnen wird das Gebet
vollständig, und diese zwei Sujud werden dem Schaytan trotzen und
ihn erniedrigen.“ (Muslim)
So haben sie auch den Namen „Sujud des Trotzes“ bekommen.
Derjenige, der seine ‘Ibadah an Allah richtet und Seinen Feinden
trotzt, er hat sich der Siddiqiyyah [die Stufe eines tugendhaften
Menschen, die niedriger als die Stufe der Gesandten ist, jedoch
höher als die Stufe der „Waly“] genährt. Soviel, wie der Mensch
seinen Herrn liebt, Ihm dient und gegen Seine Feinde kämpft, soviel
wird auch sein Anteil am genannten Trotz sein. Aus diesem Grund ist
auch das Stolzieren zwischen zwei Feindlagern (im Krieg) erlaubt.
So eine Tat erzürnt die Ungläubigen. Diese Form von ‘Ibadah kennt
erst nur ein kleiner Teil der Menschen. Und derjenige, welcher
einmal ihren Geschmack und Genuss gekostet hat, wird weinen, dass
er diese nicht früher ausgeführt hat. Und nur von Allah ersuchen
wir Hilfe und nur auf Ihn verlassen wir uns, denn Macht und Kraft
sind nur bei Allah. Derjenige, welche diese Stufe erreicht, der
trotzt dem Schaytan mit der aufrichtigen Reue, wenn dieser ihn bei
einer großen Sünde sieht. Und dieser Trotz führt zu einer noch
stärkeren Ergebenheit an Allah. Und
Allah subhana wa ta ´ala weiß es am
besten.

Auszug
aus dem Buch ‚Madaridsch
us-Salikin‘

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Was sind die Taten der Höllenbewohner

“Was sind die Taten der Höllenbewohner?”
Sheikh Al Islam Ibn Taymiyya (rahimahu lah) wurde gefragt: “Was sind die Taten der Höllenbewohner?”

Er antwortete: “Die Taten der Höllenbewohner sind:

Allah etwas beizugesellen,
bezweifeln des Gesandten Allahs (salla lahu ‘alaihi wa salam/Friede und segen sei auf ihm),
Kuffr (Undankbarkeit, Unglaube),
Neid,
Lügen,
Heimtücke,
Unterdrückung,
Außerehelicher Geschlechtsverkehr,
Verrat,
Trennen der Verwandschaftsbande,
Feigheit in den Zeiten des Jihad,
Geiz,
Widerspruch zwischen dem was im Herz ist und was man den Leuten zeigt,
Zweifel an der Barmherzigkeit Allahs,
sich sicher fühlen vor dem Plan Allahs,
In blinde Panik geraten, in den Zeiten der Krise,
Verschwendung in der Zeit des Überflusses,
Keine Abgaben für Allah,
Überschreiten von Allahs Grenzen,
Verletzen seiner Heiligkeit,
das Fürchten eines Geschöpfs, statt dem Schöpfer,
Angberei,
Gegen Quran und Sunna zu gehen, in Worten oder Taten,
Gehorchen eines Geschöpfs, bei Ungehorsam gegenüber dem Schöpfer,
Unterstützen der Falschheit,
Verspotten der Zeichen Allahs,
Zurückweisen der Wahrheit,
Vorenthalten von Wissen und Zeugenaussagen, welche zum Vorschein gebracht werden müssen,
Magie,
Eine Seele zu töten, ohne Grund und Gerechtigkeit, die Allah verboten hat.,
Das Verzehren des Besitzes der Waisen,
Zinsen,
Verlassen des Kampffeldes,
Verleumden des Rufes einer unschuldigen, tugendhaften, gläubigen Frau.

[Yaqadhat uli al-I`tibar, Seite 222]

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Fürchte Allah

Fürchte Allah

Das Problem ist, dass viele Leute heutzutage nicht ihre Hoffnung und Furcht in Allah setzen. Sie widersetzen sich Ihm, indem sie alle Arten der Sünden begehen, Tag und Nacht. Es gibt jene, die mit der Vorstellung geprüft werden, Sünden als unbedeutend zu betrachten, so siehst du solche, die bestimmte „kleine Sünden“ (Sagha’ir) als folgenlos ansehen, so mögen sie sagen: „Welchen Schaden kann es vielleicht haben, wenn ich auf fremde Frauen schaue oder ihnen die Hand gebe?“ Sie denken sich nichts dabei, wenn sie in Magazinen und Fernsehshows auf Frauen schauen. Einige von ihnen mögen sogar, wenn ihnen gesagt wird, dass es haram ist, frech fragen: „Wie schlecht kann es sein? Ist es eine große Sünde (Kabirah) oder eine kleine Sünde (Saghirah)?“

Vergleiche diese Haltung mit der, die in den folgenden Berichten von Imam Al-Bukhari, rahimahullah, berichtet wird:

1.) Anas, radiyallahu anhu, sagte: „Du tust Dinge, die in deinen Augen weniger bedeutend als ein Haar sind, doch zur Zeit des Propheten, salla llahu alaihi wa salam, pflegten wir sie als Dinge zu zählen, die einen Mann zerstören können.“

2.) Ibn Mas’ud, radiyallahu anhu, sagte: „Der Gläubige betrachtet seine Sünden, als säße er unter einem Berg, von dem er fürchtet, dass er auf ihn fallen könnte, während der Sünder seine Sünde betrachtet, als sei sie eine Fliege, die auf seiner Nase landet, und die er wegwischt.“

Können diese Menschen die Gefährlichkeit der Angelegenheit einschätzen, wenn sie das folgende Hadith des Propheten, salla llahu alaihi wa salam, lesen?

„Hütet euch vor den kleinen Sünden, die oft für unbedeutend gehalten werden, denn sie sind wie eine Gruppe Menschen, die am Grund eines Tales anhalten. Einer von ihnen bringt einen Stock, und ein anderer bringt einen Stock, bis sie genug gesammelt haben, um ihr Essen zu kochen. Diese kleinen Sünden werden den Menschen, wenn er zur Abrechnung gerufen wird, zerstören.“ Gemäß eines anderen Berichts sagte er: „Hütet euch vor kleinen Sünden, denn sie sammeln sich an, bis sie einen Menschen zerstören.“
(Berichtet von Ahmad, Sahih al-Jami, 2686-2687)

Quelle: Ich möchte bereuen, aber…
(von Sheikh Muhammad Salih Al-Munajjid)

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Ein Willkommen dem den Allah liebt

Ein Willkommen dem, den Allah liebt!

Zadhan war einer der großen Gelehrten und wurde zu Lebzeiten des Propheten, Friede und Segen auf ihn, geboren. Er war ein vertrauenswürdiger Überlieferer und hat zahlreiche Ahadith überliefert.

Zadhan erzählt:

Ich war ein Junge mit einer schönen Stimme und konnte gut auf einer Trommel (Daff) spielen. Einmal war ich bei einem Freund, wir tranken nabidh, und ich sang meinen Freunden etwas vor. Ibn Mas’ud war am Vorbeigehen und trat herein, er schlug auf den Getränkebehälter, den wir hatten und zerbrach die Trommel.

Dann sagte er: „O Junge! Wenn deine Stimme stattdessen beim Qur’anrezitieren zu hören wäre, wärst du der Mann!“ Und dann ging er seiner Wege. Ich fragte meine Freunde, „Wer war das?“. Sie sagten mir, es wäre Ibn Mas’ud. An diesem Punkt erfüllte Reue (tawbah) meine Seele, und ich rannte ihm weinend nach. Ich ergriff seine Kleidung, und er wandte sich mir zu, umarmte mich und weinte.

Er sagte: „Herzlich willkommen dem, den Allah liebt. Setz dich.“ Dann ging er hinein und brachte mir Datteln.

Danach führte Zadhan ein frommes Leben;
Adh-Dhahabi berichtet auch, dass er betend gesehen wurde, und er war gleich einem Stück Holz oder einem Baum in seiner Stille und Demut im Gebet.

[Siyar A’lam an-Nubala]

„Wahrlich Allah liebt diejenigen, die sich (Ihm) reuevoll zuwenden.” [2:222]

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Geduld bei Tyrannei und Unterdrückung

Geduld bei Tyrannei und Unterdrückung

Zu den Sitten und Manieren der Salaf gehörte ihre große Geduld gegenüber der Ungerechtigkeit und Tyrannei der Machthaber. Sie gaben zu, dass solche Situationen weit weniger waren, als sie aufgrund ihrer Sünden verdienten.

Allah, der Erhabene, sagte:

So lassen Wir die Ungerechten sich einander zuwenden als Vergeltung für die bösen Taten, die sie sich aufgebürdet haben. [6:129]

Und wenn Wir eine Stadt zu zerstören beabsichtigen, lassen Wir Unseren Befehl an ihre Wohlhabenden ergehen; wenn sie in ihr freveln, so wird der Richtspruch gegen sie fällig, und Wir zerstören sie bis auf den Grund. [17:16]

Umar ibn Abdul Aziz (rahimahullah) sagte: „Hajjaj ath-Thaqafi war eine Qual von Allah, dem Sündigen der Menschen gebührend.“

Eine andere Person schrieb an Muhammad ibn Yusuf (rahimahullah) und beschwerte sich über die Unterdrückung ihres Führers. Er antwortete darauf: „Wir haben deinen Brief erhalten, aber lieber Bruder, gewiss liegt es nicht außerhalb deiner Kenntnis, dass der Sünder kein Recht hat sich über seine Strafe zu beschweren. Alles was ich sehe ist, dass ihr im Elend der Sünden seid.“

So kann Allah, der Erhabene, einen Missetäter (zaalim) durch die Hand eines anderen Missetäters bestrafen, um schließlich beide ins Feuer zu treiben. Den Missetätern zu helfen und eine Neigung ihnen gegenüber ist indes verboten.

Und neigt euch nicht zu den Ungerechten, damit euch das Feuer nicht erfasse. [11:113]

Abdullah ibn Mas’ud (radhiyAllahu anh) sagte: „Wer auch immer einem Unterdrücker hilft oder ihm ein Argument beibringt, um das Recht eines gewöhnlichen Muslims zunichte zu machen, hat auf sich den Zorn Allahs gezogen.“

[Min Akhlaq as-Salaf von Ahmad Fareed]

Quelle: dieerbenderpropheten.wordpress.com

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Deine Fehler haben dich gefesselt

Spuren der Sünden

Von Al-Faḍl ibn Al-Qazzāz wird berichtet: “Ich hörte Al-Fuḍail ibn ʿIyād sagen: “[…] Wenn ich mich Allāh widersetzt habe, so erkenne ich es an dem Verhalten meines Esels und meines Bediensteten.” Einige sagten: “Im Benehmen meiner Frau und meines Viehs.” Wenn der Mensch sieht, dass das Auto immer eine Panne bekommt, oder wenn er sieht, dass sein Bediensteter und seine Frau ungehorsam werden, so soll er sich selbst überprüfen, denn vielleicht hat er das Recht Allāhs – ʿazza wa jalla – vernachlässigt. Von Isḥāq ibn Ibrāhīm wurde berichtet: “Wenn du es nicht schaffst in der Nacht aufzustehen und tagsüber zu fasten, so wisse, dass du bedürftig und gefesselt bist. Deine Fehler haben dich gefesselt.” Und dies ist so, wie manche sagten als sie folgendes gefragt wurden: “Wir schaffen es nicht nachts aufzustehen.” Sodann antworteten sie: “Eure Sünden haben euch entfernt und eure Fehler haben euch gefesselt.” Sufiān sagte: “Mir wurde es fünf Monate lang verboten, wegen einer Sünde, die ich beging, nachts aufzustehen.” Einige sagten: “Zu den Zeichen von jemanden, der in den Sünden ertrank, gehören, dass sich seine Brust für das Aufstehen in der Nacht und das Fasten am Tag nicht öffnet. Und dies außerhalb von Ramaḍān, denn alle Menschen fasten im Ramaḍān. So ist dies außerhalb von Ramaḍān. Und wenn der Mensch nicht in der Lage ist (nachts) aufzustehen, und zu fasten, so soll er wissen, dass er in die Sünden ertrunken ist.”

Quelle: http://www.islamweb.net

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Überprüfe dein Herz

Überprüfe dein Herz! Ist es Gesund?

Ich bezeuge das es keinen gibt, der das Recht hat angebetet zu werden ausser Allah.
Und ich bezeuge das Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.
Allahs Segen und Frieden auf dem Propheten, seiner Familie und seinen Gefährten. 
Übersicht:

→ Die drei Herzen
→ Die Gifte die das Herz verschmutzen
→ Die Spuren der Sünden
→ Die Auslöser der Krankheit kennen und meiden
→ Medikamente für das Kranke Herz

Das folgende ist eine Ermahnung in erster Linie an mich selber. Aber können wir diese Gedanken teilen und alle daraus profitieren. Was an dieser kleinen Zusammenfassung gut ist kommt von Allah – erhaben ist Er. Und was daran schlecht und fehlerhaft ist, kommt von mir selber und vom verfluchten Schaitan.

Da das Herz das Zuhause unseres Glaubens ist ist es sehr wichtig das es gesund ist.

Allah sagt im Qur’an (ungefähre Bedeutung, ash-Shu’araa, Aya 88f):

„Am Tage, an dem weder Vermögen noch Söhne helfen.
Sondern nur (gerettet wird), wer zu Allah mit reinem Herzen kommt.“

  DIE DREI HERZEN

Es gibt drei Arten von Herzen: Das gesunde Herz, das kranke Herz und das tote Herz.

Das gesunde Herz

Es schlägt nur für Allah. Es liebt für Allah. Es hasst für Allah. Es ist voller Demut, Dankbarkeit, Gottesfurcht und Ergebenheit seinem Schöpfer gegenüber. Es lebt für den Gottesdienst, und Ungehorsam ist ihm verhasst. Wenn es doch mal in die Sünde fällt, dann empfindet es einen stechenden Schmerz aus Reue. Es fürchtet niemanden und nichts mehr als Allah, gepriesen sei Er.
Haben wir solche Herzen? Was ist unser erster Gedanke wenn wir am Morgen aufwachen? Das Gebet? Wie wir das Wohlgefallen Allahs erreichen können? Oder weltliche Gedanken ?

Das kranke Herz

Das kranke Herz verrichtet auch gute Taten. Aber es hat zwei Rufer.
Heuchler haben beispielsweise kranke Herzen. Allah sagt (ungefaehre Bedeutung, 2:8 und 2:10):
„Manche Menschen sprechen wohl: „Wir glauben an Allah und den Juengsten Tag“ doch sind sie keine Glaeubigen.. ihre Herzen sind krank und Allah mehrt ihre Krankheit und für sie ist schwere Strafe bestimmt.“

Das tote Herz

Man erkennt es daran, dass die Person grosse Suenden begeht und sich noch nicht einmal schaemt dafuer. Manche Leute denken, es ist besser Sünden offen zu machen als versteckt. Dies ist jedoch keineswegs so. Denn wenn man die Sünde öffentlich begeht, verleitet dies vielleicht andere zur Nachahmung. Und es beweist auch noch, dass die Person ihre Gottesfurcht verloren hat. Wenn der Sünder seine miesen Taten im Verborgenen machen würde, könnte man wenigstens noch sagen, dass er sich schämt für seine Handlungen.

Dies sind also die drei Arten von Herzen.

Ein Beweis von Gottvertauen (Taqwa) und Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit ist das Meiden von Sünden.
Doch Sünden sind nicht nur so gefährlich, weil sie aufgeschrieben werden, sondern sie sind wie ein Gift. Ein Gift das das Herz schwächt. Es gibt Gifte die töten sofort. Andere Gifte wirken erst nach Tagen oder Jahren. Kommt drauf an wie stark das Gift ist. Die Sünden machen also unser Herz krank, solange bis das Herz tot ist!

„.. Doch ihre Herzen sind von dem verschmutzt, was sie getan haben.“
(ungefähre Bedeutung, al-Mutaffifiin, Aya14)

DIE GIFTE DIE DAS HERZ VERSCHMUTZEN :sterne:

Es gibt verschiedene Gifte für das Herz. Hier sind nicht alle aufgezählt.
Aber vier werden wir jetzt erwähnen, da sie besonders häufig sind:

Üble Nachrede / schlechtes Gerede

Dies ist eine schreckliche Suende die eine schreckliche Strafe nach sich zieht. Doch zusaetzlich fuehrt sie dazu, dass wir Yaum-al-Qiama dem Geschaedigten unsere guten Taten abgeben muessen bzw. von seinen Suenden aufgebrummt bekommen ! Möge Allah uns bewahren. Und das schlechte Gerede vergiftet unser Herz im grossen Stil.

Mu’ad berichete: Ich sagte: „O Gesander Allahs, unterrichte mich ueber eine Tat die mich ins Paradies bringt und mich vom Hoellenfeuer entfernt. Er erwiderte: „Wahrlich, du fragtest nach etwas Bedeutsamen, und dennoch ist es leicht für den, dem Allah – erhaben ist Er – es leicht macht: Du sollst Allah dienen und Ihm nichts beigesellen, die Pflichtgebete verrichten, die Zakat entrichten, den Ramadan fasten und die Hadsch zum Hause (Allahs) durchfuehren.“ Dann fuegte er hinzu: „Soll ich dir nicht die Pforten des Guten zeigen ? Das Fasten, es ist ein Schutz, das Almosen, es loescht die Missetat, wie das Wasser das Feuer löscht und das Gebet des Menschen mitten in der Nacht.“ Dann rezidierte er: „Ihre Seiten halten sich fern von (ihren) Betten, sie rufen ihren Herrn an in Furcht und Hoffnung und spenden von dem, was Wir ihnen gaben. Doch weiss niemand, was fuer eine Augenweide fuer sie verborgen ist als Lohn für dass, was sie zu tun pflegten.“ Dann sagte er: „Soll ich dich nicht ueber die Basis des Ganzen, dessen Tragpfeiler und dessen Gipfelspitze unterrichten ?“ Ich sagte „Doch, ja, o Gesandter Allahs !“ Er erklaerte: „Die Basis des Ganzen ist der Islam, seine Tragpfeiler sind die Pflichtgebete und seine Spitze ist der Einsatz für die Sache Allahs !“ Dann fuegte er hinzu: „Soll ich dich nicht über die wesentliche Voraussetzung des Ganzen unterrichten ?“ Ich sagte: „Doch ja, o Gesandter Allahs !“ Da ergriff er seine Zunge und sagte: „Halte diese von dir ab !“ Ich sagte: “ O Prophet Allahs, werden wir etwa für unser Gerede bestraft werden ?“ Da sagte er: „Wehe deiner Mutter ! Was sonst laesst die Leute ins Hoellenfeuer auf ihre Gesichter niederstürzten, ausser die Ernte ihrer Zungen ?“
(At-Tirmidi, mit dem Kommentar: guter bis starker Hadith)

Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete: Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) hat gesagt:
„Wer (wircklich) an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt, der soll Gutes spreche, sonst hat er zu schweigen !“
(Muslim und Al-Bukhari)

Zuviel essen :sterne:

Sich vollstopfen bis man fast platzt ist nicht nur ungesund und schlecht für die Figur, sondern auch schlecht für unseren Iman.

Schlechte Blicke

Den Blick senken ist eine Pflicht für Mann und Frau. Der verbotene Blick ist wie ein Pfeil des Schaitans. Wenn er das Opfer (in diesem Falle das Herz) nicht tötet, so fügt er ihm zumindest schwere Verletzungen zu.

Übermaessige Liebe zu Gemütlichkeit und Schlaf

Die übermässige Liebe zu Gemütlichkeit und viel Schlaf bringt den Menschen um gute Taten und verhärtet das Herz. Weniger schlafen und stattdessen die ruhigen Stunden der Nacht für die Ibada zu nutzen stärkt den Iman,

Schlechter Umgang

Dies ist besonders gefährlich, da dieser Punkt meist die oben erwähnten Punkte mit sich bringt.

Möge Allah uns davor bewahren und unsere Herzen heilen. Amin.

DIE SPUREN DER SÜNDEN

Die Sünden hinterlassen also Spuren im Herzen. Was sind diese Spuren? Was sind die Zeichen für ein krankes Herz?

Eigene Sünden als klein ansehen

Die eigentlich schlimmste Spur, die die Sünde hinterlaesst ist, dass man die eigenen Sünden als klein betrachtet. Dies ist ein Zeichen des Unterganges, gemäss Ibn al-Qayyim. Dies ist auch ein Zeichen, dass diese Person durch die ständige Sünde bei Allah, Erhaben ist Er, bedeutungslos geworden ist. Es ist auch eine Eigenschaft der Ungläubigen sich vor der Strafe Allahs sicher zu fühlen. So spricht der Ungläubige in Sura 18 (die Höhle), Vers 36 (ungefähre Bedeutung):
„Und ich glaube auch nicht, dass die Stunde je kommt. Und selbst wenn ich zu meinem Herrn zurückgeholt werden sollte, fände ich dort gewiss besseres im Tausch.“

Der Gläubige jedoch fürchtet Allah:
„..und die ihrer Herrn fürchtet und Furcht vor einer schlimmen Abrechnung haben.“
(ungefähre Bedeutung, ar-Ra’d:21)

„Siehe, jene welche in Ehrfurcht vor ihrem Herr erzittern.“ (ungefähre Bedeutung, al-Muminuun:57)

Die Sahaba hatten Angst vor der Hölle. Wenn über Heuchler gesprochen wurde, hatten sie Angst, dass sie gemeint sein könnten. Wenn hingegen über Fromme, Tugenhafte gesprochen wurde, dann hatten sie Zweifel, dass sie gemeint seien. Heutzutage ist es genau das Gegenteil. Wenn von den Paradiesbewohnern erzählt wird fühlen wir uns angesprochen. Wenn hingegen über die Strafe und die Qualen in der Hölle gesprochen wird, sind wir uns innerlich sicher das es nicht um uns geht. Wir zittern nicht vor Angst.
Dies ist eine gefährliche Spur. Denn wenn wir unsere Sünden nicht einmal erkennen, wie sollen wir sie dann aufrichtig bereuen ?

„Aber niemand kann sich sicher fuehlen vor Allahs Plan,ausser dem Volk, das verloren ist.“
(ungefähre Bedeutung, al-A’raaf:99)

Hier einige Beispiele von Sünden die zu den GROSSEN Sünden gehören und heutzutage weit verbreitet sind:

– Lügen
– üble Nachrede
– mit Unwissenheit über die Religion streiten
– sich vor der Strafe Allahs sicher fühlen
– Zinsen

Beraubung des Lebensunterhalts

Die Gelehrten sagen, dass Sünden die Versorgung zurückhalten. Gute Taten führen zu Allahs Wohlgefallen und Versorgung.

„Oh die die ihr glaubt. Wenn ihr Allah fuerchtet wird Er euch das Vermoegen zur Unterscheidung geben und euch eurer Missetaten vergeben und euch verzeihen. Und Allah ist voll grosser Huld.“
(ungefähre Bedeutung al-Anfaal:29)

Zur Zeit von Musa (Allahs Frieden auf ihm) gab es gemäss einer Überlieferung eine grosse Dürre. Musa versammelte sich mit mehreren 10000 der Bani Israil. Er machte Du’a zu Allah, damit Allah ihnen Regen schicken möge. Doch es fiel kein Regen. Musa (Friede auf ihm) fragte Allah nach dem Grund. Dieser antwortete, dass es in Musa’s Gemeinde einen Mann gäbe, der seit 40 Jahren sündigte. Wegen diesem Mann hat Allah, Erhaben ist Er, den Regen zurückgehalten. Dieser Mann sollte raus, dann werde Er Regen schicken. Musa (Friede auf ihm) verkündete dies also seiner Gemeinde. Doch niemand ging raus. Ein Mann hatte sich umgeschaut und als niemand raus ging wusste er, dass er gemeint war. Da überkam ihn die Reue. Er senkte den Kopf und begann zu weinen. Er weinte und weinte. Da begann es zu regnen. Musa (Allahs Friede auf ihm) war erstaunt. „Niemand ist rausgegangen und es regnet ?“ Allah erklärte ihm, dass er genau wegen der Person, aufgrund welcher Er den Regen zurückgehalten hat, Er nun reichlich Regen gesandt hatte. Denn die Person hat Tauba gemacht und diese wurde angenommen. Musa (Allahs Friede auf ihm) wollte, dass Allah ihm den Mann zeigt. Doch Allah antwortete, dass Er ihn nicht blossgestellt hatte als er noch ein Sündiger gewesen war. Wie könnte Er ihn nun zeigen, da er bereut hat?

Manche Menschen denken sich jetzt vielleicht: „Ach, ich begehe diese und jene Sünde aber Allah versorgt mich dennoch reichlich. Dann ist ja alles wunderbar.“ Doch dies ist noch schlimmer! Denn es ist ein Zeichen der Herabstufung bei Allah, subhana wa ta ‚ala.

Allah spricht im Qur’an (ungefähre Bedeutung, at-Tawba:55):
„Und lasse dich nicht von ihrem Vermögen und ihrern Kindern beeindrucken. Siehe, Allah wil sie in dieser Welt damit nur strafen, so dass ihre Seelen verscheiden, während sie ungläubig sind.“

Empfinden der Fremde

Hier gibt es zwei Arten. Die erste ist, dass man sich fremd fühlt unter Rechtschaffenden. Eine solche Person fühlt sich nicht wircklich wohl in einer lehrreichen Sitzung, wo tugendhafte Menschen sich an Allah, den Tod, den Jüngsten Tag usw. erinnern. Schaitan gibt ihm das Gefühl, diese Menschen würde ihn nicht moegen, er sei ein Aussenstehender, der nicht wirklich akzeptiert wird. Er beginnt viele Fehler an ihnen zu entdecken und sieht ihre Stärken nicht mehr. Er fühlt sich ihnen fremd. Dies kann dazu führen, dass er mit der Zeit nicht mehr an solche Orte geht. Dadurch verliert er viel Lohn und grosse Chancen.

Die zweite Art ist, dass die Sünden dazu führen das das kranke Herz sich fremd fühlt in der Ibada (gottesdienstlichen Handlungen).
Dieser Mensch fühlt sich nicht geborgen im Gebet. Er fühlt keine Demut, keine Ergriffenheit, keine Ehrfurcht. Es bereitet ihm kein Vergnügen Dhikr zu machen und er geniesst es nicht den Qur’an zu lesen. Die Worte des Qur’ans bringen ihn nicht zum Weinen. Er macht Du’aa, doch dies ruft in ihm keine Ergriffenheit hervor. Das Herz ist hart geworden. Er verrichtet diese Taten aeusserlich, doch ohne Hingabe und ohne Demut.
Hört wie Allah, subhana wa ta ‚ala, die wahren Gläubigen beschreibt (ungefähre Bedeutung, 23:1-2):
„Wohl ergeht es den Gläubigen. Die in ihren Gebeten voller Demut sind.“

Es wird überliefert, dass Hasan Al-Basri (möge Allah ihm gnädig sein) sagte sinngemäss: „Suche die Glückseeligkeit in drei Dingen: dem Gebet, dem Quran lesen und dem Gedenken Allahs (Dhikr). Wenn du die Glückseeligkeit in diesen drei Dingen nicht findest, dann wisse, dass die Tür zwischen dir und Allah geschlossen ist.“

Unfähigkeit zu Weinen

Die Sahaba (Allahs Wohlgefallen auf ihnen) haben geweint, wenn sie ueber das Jenseits nachgedacht haben. Sie brachen in Traenen aus, wenn sie Qur’an hörten oder lasen. Dies zeigt, dass ihre Herzen lebendig waren.

Die Unfähigkeit zu weinen ist eine Spur der Sünden, eine Bestrafung für die Sünden. Wir können keine Tränen mehr vergiessen für Allah, erhaben ist Er. Selbst wenn wir es versuchen, fällt es uns schwer.
Wir machen Tauba mit der Zunge aber unsere Herzen zittern nicht vor Gottesfurcht und unsere Augen werden nicht feucht aus Reue. Dies sind deutliche Beweise das unsere Herzen kalt und krank sind.

Allah, erhaben ist Er, sagt zu den Ungläubigen:
„Wundert ihr euch über diese Ankündigung? Und lacht anstatt zu weinen?“ (53:59-60)

Allah, subhana wa ta ‚ala, sagt ueber die Gottesfürchtigen (ungefähre Bedeutung, al-Israa:109):
„Und sie fallen weinend nieder auf ihr Angesicht und es lässt sie noch zunehmen an Demut.“

Kein Schmerzgefühl bei Sünden

Ein lebendiges Herz fühlt tiefen Schmerz wenn es in eine Sündenfalle getappt ist. Es fühlt sich schlecht und traurig aufgrund der Ungehorsamkeit gegenüber Allah, Erhaben ist Er. Es bereut aufrichtig und ist ernsthaft bestrebt sich zu bessern. Das man von der Sünde ablässt beweist, dass man in der Tauba aufrichtig war. Wie kann man behaupten, man bereue eine Sünde wahrhaftig und am nächsten Tag macht man sie gleich wieder ?

In einer Überlieferung wird von einem Jungen berichtet. Dieser wurde vom Propheten (Allahs Segen und Frieden auf ihm) losgeschickt um etwas zu erledigen. Der Junge kam an einem Haus vorbei und sah wie sich eine Frau badete. Da ihm der Anblick gefiel liess er seinem ersten Blick einen zweiten folgen. Doch da wurde er von Reue ueberwältigt. Der Junge begann zu weinen. Er sagte zu sich selber: „Ich bin ein Heuchler. Ich habe ein zweites Mal geguckt. Ich bin ein Heuchler !“ Er weinte und weinte. Er ging in die Berge und versteckte sich dort. Er schämte sich so sehr fuer diesen einen Blick, dass er nicht zum Propheten (Allahs Segen und Frieden auf ihm) zurück wollte. Dieser Junge fuehlte tiefen Schmerz aufgrund der Sünde.Dies ist ein Beweis dafür, dass sein Herz lebendig war. Das tote Herz fühlt diesen Schmerz nicht. Wie eine Leiche auch keine Schmerzen empfindet, wenn man sie tritt, da der Körper ja tot ist.

Auslöschung von Wissen

Ilm (Wissen) ist Licht. Und nach nützlichem Wissen zu streben ist Pflicht für jeden Muslim, Mann und Frau. Doch die Sünden löschen das Wissen aus. Das kann einerseits bedeuten, dass man grosse Mühe hat beim lernen:
Imam Schafi’i (möge Allah ihm barmherzig sein) klagte bei seinem Lehrer über Probleme beim Lernen. Dieser riet ihm: „Vermeide die Sünden.“
Oder aber auch, dass Wissen eigentlich da wäre, jedoch nicht praktiziert wird. Wissen, das nicht in die Tat umgesetzt wird, ist wie Wissen, welches gar nicht vorhanden ist. Oder es ist sogar noch schlimmer !
Muadh ibn Dschabal (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte sinngemäss: „Ihr könnt Ahlul Ilm sein soviel ihr wollt. Wenn ihr keine Taten macht, wird Allah (subhana wa ta ‚ala) euch mit eurem Ilm nicht belohnen.“

Verringerung des Alters

Ungehorsamkeit verringert das Alter. Manche Gelehrte sagten, dass damit tatsächlich die Anzahl der Lebensjahre gemeint sei. Daher das jemand weniger alt wird aufgrund der Sünden.
Andere sagen, die Verringerung des Alters bedeute, dass der Mensch keinen Segen aus dem Alter zieht, da er diese Zeit nicht mit Anbetung und Gehorsam gegenüber Allah verbringt. Daher ist dies eine tote Zeit für ihn. Da das Herz tot ist kann man den ganzen Menschen als tot bezeichen.

Einer Sünde folgt eine ähnliche Sünde

Ibn al-Qayyim sagte sinngemäss, dass die Strafe einer Sünde eine ähnliche Sünde ist, die ihr folgt.
Somit begeht man die Sünde immer öfter, bis man sich daran gewöhnt hat. Das schlechte Gewissen verstummt langsam. Dies geht soweit das man die Sünde am Ende als klein sieht. Je mehr man sich an diese gewöhnt hat, desto schwieriger wird es von ihr abzulassen und desto mehr verschmutzt sie das Herz.

Weiter sagte Ibn al-Qayyim sinngemäss: „Die Belohnung einer guten Tat ist eine ähnliche gute Tat die ihr folgt. Der Wohltäter strengt sich solange an bis er sich an das Verrichten der guten Tat gewöhnt hat. Dann schickt Allah, subhana wa ta ‚ala, ihm Engel die ihn beim Verrichten der guten Tat unterstützen.“

Es wir berichtet, dass Abu Bakr as-Siddiq (Allahs Wohlgefallen auf ihm) einen Stein in den Mund nahm, wenn er sein „Bedürfnis“ erledigen ging, um zu verhindern das seine Zunge Dhikr macht. So sehr hatte er seine Zunge an Dhikr gewöhnt.

An was haben wir unsere Zungen gewöhnt? Achten wir darauf das unsere Zunge ihre Pflichten erfüllt?

Die Pflichten der Zunge sind:

1. Das Glaubensbezeugnis, dass es keine Gottheit gibt, ausser Allah und das Muhammad (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sein
Gesandter ist.
2. Alles was fürs Gebet notwendig ist: Takbir, rezidieren der Fatiha usw.
3. Das Gute gebieten und das Schlechte verbieten
4. Die Wahrheit zu sagen und nicht zu lügen.

Ibn Mas’ud (Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden auf ihm) hat gesagt:
„Wahrlich, die Wahrhaftigkeit führt zur Rechtschaffenheit, und die Rechtschaffenheit für zum Paradies. Und wahrlich ein Mensch spricht nichts ausser der Wahrheit, bis er als Siddiq vermerkt wird. Gewiss ebenso führt das Lügen zu Lasterhaftigkeit und die Lasterhaftigkeit zum Höllenfeuer und der Mensch lügt und lügt, bis er bei Allah als Lügner vermerkt wird“
(Al-Bukhari und Muslim)

Es ist für die Zunge strengstens verboten üble Nachrede zu begehen !
Lohnt es sich wirklich etwas über jemanden zu sagen, wenn man damit Allahs Zorn riskiert ?

Anas (Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete: „Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden auf ihm) hat gesagt: „Während meiner Himmelfahrt kam ich an Menschen vorbei, derern Fingernaegel aus Kupfer waren und mit denen sie sich ihre eigenen Gesichter und Brueste zerfleischten. Ich sagte: „O Gabriel. wer sind diese ?“ Er sagte: „Diese sind die, die von anderen übel reden und ihre Ehre verletzen !“
(Abu Dawud)

Wie schmerzhaft ist doch bereits ein kleiner Kratzer. Wie unglaublich schmerzhaft muss diese Strafe sein! Und dies ist erst die Strafe in Barsakh (der „Zwischenstation“ zwischen dem Tod und dem Tag der Abrechnung). Die Strafe ab Yaum al-Qiyama wird noch viel härter sein. Möge Allah uns davor bewahren.

Was üble Nachrede ist, erklärt uns dieser Hadith von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen auf ihm): Der Gesandte Allahs sagte zu uns: „Wisst ihr was üble Nachrede ist?“ Man antwortete: „Allah und Sein Gesandter wissen es am besten.“ Er sagte: „Deine Erwähung von Dingen über deinen Bruder, die er nicht leiden mag.“ Man erwiderte: „Und wenn in meinem Bruder ist, was ich über ihn sage ?“ Er erklärte: „Wenn in ihm ist, was du über ihn sagst, ist es üble Nachrede. Und wenn in ihm nicht ist was du über ihn sagst, hast du ihn verleumdet !“
(Muslim)

Schwächt den Willen des Herzens Gutes zu tun und Taube zu verrichten

Dies ist eine der schlimmsten Spuren. Die Sünden führen dazu, dass das Herz sich an diese gewöhnt. Sogar wenn es die negativen Konsequenzen des Ungehorsams kennt, fühlt es sich zu schwach diese zu meiden. Das kranke Herz fühlt sich kraftlos Gutes zu verrichten. Es verspürt keinen Durst, keinen inneren Drang nach guten Taten. Das schlimmste ist, dass es Tauba macht, jedoch nur mit der Zunge. Die Tauba ist nicht aufrichtig.

Beraubung guter Taten

Die Sünden berauben den Menschen der guten Taten.
Ibn al-Qayyim sagte sinngemäss: „Wie jemand der Schlechtes gegessen hat und dadurch gehindert wird Gutes zu essen.“ Jemand hat zum Beispiel eine verdorbene Speise zu sich genommen. Dadurch ist ihm nun so übel, dass er nichts mehr essen kann. Selbst wenn er die leckersten Speisen vor sich hätte, würde er sie nicht runterkriegen, aufgrund des schlechten Essens das seine Magen verdorben hat. Genauso führen die Sünden zu immer weiteren Sünden und zu immer mehr Ungehorsam. Sie führen dazu das man immer mehr gute Taten unterlässt und sich immer weiter vom rechten Weg entfernt. Möge Allah uns davor bewahren.

Dunkelheit im Herzen
Die Sünden führen zu Dunkelheit im Herzen. Der Mensch geht auf dem Irrweg und merkt es nicht einmal. Wie ein Blinder, der in einer mondlosen Nacht umhergeht und dies nicht merkt, da er ja die Finsternis vom Tageslicht nicht unterscheiden kann. Dem Blinden nuetzt die Sonne nichts, da er nichts sieht.
Um das Licht der Rechtleitung, den Qur’an und die Sunna, verstehen zu können brauchen wir ein Herz das sehen kann. Die Sehkraft des Herzens ist der Iman. Doch je kranker das Herz ist, desto weniger profitiert es vom Licht der Rechtleitung.

Verdorbenheit des Verstandes

Je mehr Sünden man begeht desto weniger klar sieht man den rechten Weg. Der Verstand ist verdorben, denn er hält die Person nicht davon ab Schlechtes zu begehen. Die Person kennt die Wahrheit, aber sie ist nicht fähig, in dem Moment wenn sie der Sünde gegenüber steht, ihn einzusetzen.

Jemand der vor einer Tat seinen Verstand einsetzt und über die Wirkung und Folgen dieser Handlung ernsthaft nachdenkt, begeht diese Suende nicht. Das Begehen eine Sünde beweist die Verdorbenheit des Verstandes.
Das gesunde Herz hingegen hat einen klaren Verstand. Dieser meldet sich im richtigen Moment, um die Person somit vor Sünde zu bewahren. Er lässt die Person über die Folgen einer Handlung nachdenken, bevor die Person diese Handlung begeht. Beispielsweise die Konsequenzen für ein falsches Wort im falschen Moment, damit die Person ihren Mund kontrolliert.

DIE AUSLÖSER DER KRANKHEIT KENNEN UND MEIDEN

Das ist das Wichtigste. Denn solange man den Auslöser einer Krankheit nicht meidet, können auch die Medikamente keine entgültige Heilung bringen.

Hier sind 38 Gründe für Hartherzigkeit:

1. Zu viel lachen / spassen, Zerstreuung, Ablenkung
2. Keine Demut im Gebet
3. Unterlassen des Guten gebieten und Schlechten verbieten
4. Überflüssiger Wohlstand
5. Sunna und freiwillige Taten absichtlich unterlassen
6. Gehorsamkeit der Seele, die schlechtes gebietet
7. Überflüssiges Reden
8. Zeitverschwendung (vor dem Fernseher, am Computer, Einkaufsbummel usw.)
9. Nachsicht bei Lieben und Hassen für Allah
10. Sich von Verbotenem ernähren und kleiden
11. Versprechen nicht einhalten
12. Leichtsinnig, planlos, ohne nachzudenken handeln
13. Groll, Neid, Wetteifern im Diesseits, Hass
14. Hochmut, Selbstgefälligkeit
15. Gier, Habsucht, Geiz
16. Eifriges Streben nach dem diesseitigen Leben
17. Ärgern, schlechte Meinung über andere, Zorn
18. Lange Lebenserwartung
19. Zu wenig Gedenken an Allah, subhana wa ta’ala, Undankbarkeit
20. Spotten, sich über andere lustig machen, andere lächerlich machen
21. Lügen
22. Vernachlässigung der Pflichten und Zeiten des Gebets
23. Faulheit gegenüber Gehorsamkeit
24. Vergessen der vergangenen Sünden
25. Üble Nachrede, Verleumdung, Beschimpfung
26. Zu viel essen und trinken
27. Viel Schlaf (macht arm am Tage der Abrechnung)
28. Hinauszögern von guten Taten
29. Falsche Hoffnung (diesseitige Pläne)
30. Ständiger Umgang mit ungehorsamen Menschen
31. Abhängigkeit des Herzens von anderen ausser Allah, gepriesen sei Er
32. Unwissenheit über den Islam
33. Verlassen der Gemeinschaftsgebete ohne Entschuldigung (Achis)
34. Unrecht gegenüber Anderen / Schwachen
35. Keine Behutsamkeit gegenüber Unklarheiten im Islam (Halal oder Haram ? Lass es lieber)
36. Gesellschaft von Reichen (die abgelenkt sind von Sinn des Lebens)
37. Gehorsamkeit des Teufels und seinen Gefährten
38. Nachahmung der Wahrheitsbestreiter (Kufr)

DIE MEDIKAMENTE FÜR DAS KRANKE HERZ

Nachdem wir die häufigen Auslöser der Krankheit gesehen haben, kommen wir nun zu den Medikamenten. Die Arztneinen sollten regelmässig eingenommen werden und zwar über einen langen Zeitraum. Am besten lebenslänglich, um zu unserem Schöpfer mit einem gesunden Herzen zurückzukehren.

Hier nun einige Medikamente:

1. Mindestens jeden dritten Tag ‚Ilm aneignen

Beispielsweise:
– Einen Hadith auswendig lernen und nachlesen was die Gelehrten über diesen gesagt haben.
– Vorträge über die Strafe im Grab und die Qualen in der Hölle anhören. Dazu Notizen machen.

2. Wenigstens eine Stunde pro Tag für den Islam nutzen

Allah braucht diese Stunde nicht. Aber wir brauchen diese Stunde am Jüngsten Tag.
Was ist eine Stunde verglichen zu den 24h die wir zur Verfügung haben?

„Und ich habe die Menschen und die Dschinn NUR erschaffen damit sie Mir dienen!“
(ungefähre Bedeutung, adh-Dhaariaat:56)

3. Konzentriert den Qur’aan lesen und über die Ayat nachdenken

Versuch den Qur’an wirklich konzentriert zu lesen. Wenn es dir schwer fällt, dann lies lieber weniger, dafür mit Anwesenheit des Herzens. Denke über die Bedeutung der Ayaat nach. Welchen Bezug hat diese Aya zu meinem eigenen Leben? Lies zum Beispiel den Tafsir dazu. Versuche dabei zu weinen. Zwinge dich dazu!

Abu Umama (Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete, dass er den Gesandten Allahs (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagen hörte: „Lest immer den Qur’an (besinnlich), den er wird am Tage des Gerichtes fuer seine Begleiter als Fuersprecher eintreten.“
(Muslim)

4. Oft dem Tod gedenken

Unsere frommen Vorfahren haben sich oft an den Tod erinnert. Sie haben am Abend nicht den Morgen erwartet und so gelebt, als ob sie gleich sterben würden. Leider leiden wir heutzutage an einer schlimmen Krankheit: lange Lebenserwartung. Wir machen es uns in dieser wertlosen Dunia viel zu gemütlich, obwohl wir nur eine verachtenswerte, kurze Zeit hier verbringen. Wir müssen oft dem Tod gedenken, dem Genusszerstörer. Wir sollten auch möglichst oft an die Qualen im Grab, die Schrecken des Jüngsten Tages, das Paradies und die grauenvolle Strafe in der Hölle nachdenken.

5. Über Allahs Namen und Eigenschaften nachdenken

Dies ist ein wichtiges Mittel für Taqwa. Wie soll man etwas fürchten, dass man gar nicht kennt ?
Lerne zum Beispiel jede Woche einen der 99 Namen Allahs und was er wircklich bedeutet. Versuche nach diesem Wissen zu handeln.

6. Sich zur Rechenschaft ziehen

„Klug ist derjenige, der sich selbst zur Rechenschaft zieht und nach dem strebt, was ihm nach dem Tode zum Wohl gereicht wird; und unfaehig ist derjenige der Sklave seiner Begierden bleibt, und sich wuenscht von Allah belohnt zu werden, ohne dafuer etwas zu tun.“ sagte der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) gemäss der Ueberlieferung bei at-Tirmidhi.

7. Oft und aufrichtig Tawba machen

„Und diejenigen die, wenn sie etwas Schaendliches getan oder gegen sich gesündigt haben, Allahs gedenkten und fuer ihre Suenden um Vergebung flehen, und wer vergibt die Suenden wenn nicht Allah?“
(ungefähre Bedeutung Qur’an ali-‚Imraan: 135)

Verzweifle nicht, wenn die aufrichtige Reue dir schwer faellt. Bitte Allah, erhaben ist Er, um Traenen der Reue und um Schmerzen im Herzen fuer die begangenen Sünden. Sag Ihm, dass du so gerne ein aufrichtiger, bereuender Diener sein mchtest. Bitte Ihn um Hilfe.

„Jeder Mensch, der eine Sünde begeht, sich danach reinigt durch Wudu, zwei Raka’aat betet und Allah ta ‚ala um Vergebung bittet, dem werden seine Sünden verziehen.“, sagte der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) gemäss der Ueberlieferung von Nasai und Abu Dawud.

8. Du’a (Bittgebet)

Du’a ist Ibada. Mache oft Dua’a. Bitte Allah, Gepriesen sei Er, um Heilung deines Herzens.

Aischa (Allahs Wohlgefallen auf ihr) berichtete: Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) hat gesagt: „Das Bittgebet ist das Wesentliche des Gottesdienstes.“ (Abu Dawud und At-Tirmidi, Kommentar: guter bis starker Hadith)

9. Friedensgruß auf den Propheten (Allahs Segen und Frieden auf ihm)

Abdullah Ibn Amr Ibn al-‚Aas (Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete, dass er den Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagen hörte: „Wer um die Segnung Allahs fuer mich bittet, den wird Allah dafuer zehnfach segnen.“
(Muslim) Die Überlieferungen dazu sind zahlreich.

10. Rechtschaffene Taten verrichten

Die Taten die Allah am liebsten sind, sind die Taten die Er uns zur Pflicht gemacht hat. Besonders wichtig ist es daher das Pflichtgebet konzentriert und mit Hingabe zu verrichten.

Man sollte auch versuchen gute Werke zu vollbringen, von denen niemand weiss, dass man sie vollbringt, ausser Allah, Erhaben ist Er. Dies hält die Absicht (und somit auch die Belohnung) rein.

11. Dhikr (Allah Gedenken)

„Und das Gedenken an Allah ist das höchste (Gebot)..“ (ungefähre Bedeutung, al-Qasas:45)

„Und gedenke deines Herrn in deiner Seele in Demut und Furcht und ohne laute Worte morgens und abends; und sei nicht einer der Achtlosen!“ (ungefähre Bedeutung, al-A’raaf:205)

„Und gedenkt Allahs häufig, so dass ihr Erfolg habt!“ (ungefähre Bedeutung, al-Jumu’a:10)

Wer Dhikr macht, kann nicht gleichzeitig etwas schlechtes sagen. Deshalb ist Dhikr nicht nur eine Ibada sondern gleichzeitig auch ein Schutz. Wenn man unter Unkonzentriertheit und Waswas (Einflüsterungen des Satans) leidet, sollte man standhaft bleiben. Das Festhalten an der guten Tat wird den Schaitan besiegen, .

12. Das Gebet in der Nacht

„Sie (die Gottesfürchtigen) pflegten des Nachts nur wenig zu schlafen“
(ungefähre Bedeutung, adh-Dhaariyaat:17)

Das Gebet in der Nacht verbindet viele der oben aufgezählen Punkte, wie Dhikr, Qur’an lesen, Du’a machen, den Segenswunsch auf den Propheten (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sprechen usw.

Salim ibn ‚Abdullah ibn ‚Umra Ibn-ul-Khattab (Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete, dass sein Vater erzählte, dass Allahs Gesandter (Allahs Segen und Frieden auf ihm) gesagt hat: „Abdullah wäre ein vortrefflicher Mann, wenn er die freiwilligen Gebete des Nachtes verrichten wuerde!“ Salim sagte: „Danach pflegte Abdullah nachts nur wenig zu schlafen.“
(Al-Bukhari und Muslim)

Quelle: As-sunnah

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Krankheitsauswirkungen der Sünden

Von Ibn Al-Qayyim Al-Jauziyyah

Der große Gelehrte Ibn Al-Qayyim Al-Jauziyyah schrieb die folgenden Worte in einer seiner berühmten Abhandlung, namens „Al-Jawaab Al-Kaafi“, als Antwort auf einen von einer Privatperson an Ihn verfassten Brief, die einen Ratschlag auf die Frage wie sie sich von einer großen Sünde befreien kann, suchte. Werfen wir einen allgemeinen Blick auf die Folgen des Begehens von Sünden.

Eins: Die Abwendung von Wissen:
Wissen ist ein LICHT, welches Allah in die Herzen wirft, und
Ungehorsam (gegenüber Allah) löِscht dieses LICHT aus. Imaam Al-
Schaafi’i sagte: „Ich beklagte mich bei Waki’ über die Schwäche meines
Gedächtnisses, also forderte er mich auf den Ungehorsam (Ungehorsam gegenüber Allah, der durch das begehen von Sünden bewirkt wird) zu unterbinden und belehrte mich, dass Wissen LICHT ist und dass Allahs LICHT nicht den Ungehorsamen gegeben wird.

Zwei: Die Abwendung von Nahrung:
Ebenso wie TAQWAA (Gottesfurcht) Nahrung bringt, so verursacht das Verlassen von TAQWAA Armut. Es gibt nichts, dass in der Lage ist diese Nahrung zu bringen, wie das Verlassen von Ungehorsam.

Drei: Die Abwendung vom Gehorsam gegenüber Allah:
Auch wenn es keine andere Strafe für Sünden geben würde, als dass es den Sünder vom Gehorsam gegenüber Allah abwendet, so wäre dies ausreichend.

Vier: Ungehorsam schwächt das Herz und den Körper:
Das Schwächen des Herzens (durch Ungehorsam) ist eine Sache, die deutlich ist. Ungehorsam schwächt das Herz bis das Leben des Herzens vollkommen beendet ist.

Fünf: Ungehorsam reduziert die Lebensdauer und löscht jeden Segen
aus:
Ebenso wie Rechtschaffenheit die Lebensdauer erhöِht, so wird sie durch Sünden reduziert.

Sechs:
Ungehorsam sät seine eigenen Samen und hat seinen Ursprung in einem selbst bis man sich von ihm trennt. Und von ihm (Ungehorsam) herauszukommen wird schwer für den Diener.

Sieben:
Sünden schwächen den Willen und die Entschlossenheit des Herzens, so dass das Verlangen nach Ungehorsam erstarkt und das Verlangen nach Reue Stück für Stück schwächer wird, bis das Verlangen nach Reue vollkommen aus dem Herzen verschwindet.

Acht:
Jede Art von Ungehorsam ist eine Hinterlassenschaft eines Volkes inmitten der Völِker, welche Allah, der Mächtige und Majestätische, zerstöِrte. Homosexualität ist eine Hinterlassenschaft der Leute von Luut
(Allahs Frieden auf ihm). Das Nehmen von mehr als den eigentlichen
Anteil und das Geben von weniger, ist ein Erbe der Leute von Shu’ayb
(Allahs Frieden auf ihm). Das Suchen von Gröِße und Macht im Land
und das Verursachen von Korruption ist die Hinterlassenschaft der
Leute des Pharao. Hochmut, Arroganz und Tyrannei sind die
Hinterlassenschaft der Leute von Hud (Allahs Frieden auf ihm). Also
trägt der Ungehorsame den Umhang dieser (ungehorsamen) Völِker,
welche die Feinde von Allah subhanahu ua ta’ala waren.

Neun: Ungehorsam, vom Diener ausgehend, ist ein Anlass dafür, um von Allah in Verachtung gelassen zu werden.

Al-Hasan Al-Basri (möge Allah sich seiner erbarmen) sagte: „Sie werden verachtenswert in Allahs Angesicht, daher missachtet sie Allah. Wären Sie ehrenhaft in Allahs Angesicht, dann hätte Allah Sie geschützt.“
Allah, der Erhabene sagt:

„Hast du nicht gesehen, dass sich vor Allah anbetend niederwirft, wer in den Himmeln und auf Erden ist – ebenso die Sonne, der Mond und die Sterne, die Berge, die Bäume und die Tiere und viele Menschen? Für viele aber ist die Strafe fällig geworden. UUnd wer von Allah erniedrigt wird, dem kann keiner Ehre geben.U Wahrlich, Allah tut, was Er will.“ [Sura Al-Hajj:18]

Zehn:
Die Krankheitsauswirkungen des Sünders erreichen auch diejenigen, die um Ihn sind. (zum Beispiel: Die sich Ihm gesellen und somit auch an Seinen Sünden teilhaben.) Wie es auch bei den Tieren resultiert, wenn sie von einem Leid getroffen werden.

Elf:
Der Diener Allahs fährt mit seinen Sünden fort bis diese sehr leicht
für Ihn werden und sie Ihm unwesentlich erscheinen und diese Sünde ist eine Sünde der Zerstrِörung. Immer wenn eine Sünde in der Sicht des Dieners unwesentlich erscheint, wird sie im Angesicht Allahs groß!
Ibn Mas’ud (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte: „Gewiss, der Mu’min sieht seine Sünden, als stünde er am Fuße eines Berges, mit Angst erfüllt, dass dieser auf ihn stürzen wird. Während der Sünder seine Sünden wie eine Fliege betrachtet, welche an seiner Nase vorbei fliegt. Also versucht er sie loszuwerden indem er mit seiner Hand herum schwingt.“ (Al- Bukhary [ungefähre Übersetzung])

Zwölf:
Ungehorsam erntet Erniedrigung und Demut.
Ehre:Alles von ihr liegt in der Abhängigkeit von Allah.
Abdullah Ibn Al-Mubaarak sagte: Ich habe Sünden gesehen, die Herzen töteten, und Erniedrigung wird bei deren Fortführung (der Sünden) geerntet. Das Verlassen von Sünden belebt das Herz und die Vorbeugung gegenüber der Seele ist besser für dieses (das Herz).

Dreizehn:
Ungehorsam verdirbt den Intellekt (bzw. Verstand). Der
Intellekt hat Licht, und Ungehorsam löِscht dieses Licht aus. Wenn das
Licht des Intellekts erloschen ist, wird es schwach und mangelhaft.

Vierzehn:
Wenn der Ungehorsam ansteigt, wird das Herz des Gläubigen versiegelt, so dass er einer der Achtlosen wird. Allah, der Erhabene, sagt: „Nein, jedoch hat sich das, was sie zu erwerben pflegten, über ihren Herzen angesetzt“ [Sura Al-Mutaffifin:14] [ungefähre Übersetzung]

Fünfzehn:
Sünden bewirken die unterschiedlichsten Arten der Verderbnis, die im Land vorkommen. Verdorbenheit des Wassers, der Luft, der Pflanzen, der Früchte und der Wohnstätten. Allah, der erhabene, sagt: „Unheil ist auf dem Festland und auf dem Meer sichtbar geworden um dessentwillen, was die Hände der Menschen gewirkt haben, auf dass Er sie die (Früchte) so mancher ihrer Handlungen kosten lasse, damit sie umkehren.“ [Sura Ar-Rom:41] [ungefähre Übersetzung]

Sechzehn:
Das Verschwinden von Schamhaftigkeit, welches ein wesentlicher Bestandteil im Leben eines Herzens ist und auch die Basis allen Gutens.
Es ist authentisch vom Gesandten Allahs (Allahs Segen und Heil auf ihm) überliefert, dass er sagte:

„Schamhaftigkeit kann nur Gutes einbringen.“ (Al-Bukhari und Muslim)

Nach Muslim sagte er (Allahs Segen und Heil auf ihm):
„Schamhaftigkeit ist durch und durch gut.“, oder er sagte: „Jegliche Schamhaftigkeit ist gut.“ [ungefähre Übersetzung]

Ein Dichter sagte: „Und bei Allah, es ist nichts Gutes im Leben oder auf der Welt, wenn der Anstand verschwindet.“

Siebzehn:
Sünden schwächen und reduzieren die Verherrlichung Allahs, dem Allmächtigen im Herzen des Dieners.

Achtzehn:
Sünden sind der Grund dafür, dass Allah Seinen Diener
vergisst (also nicht beachtet, denn Allah ist der Allwissende und vergisst niemals etwas). Ihn verlassend und sich selbst überlassend, um sich selbst gegen seine Seele und seinen Schaytaan zu wehren. Und darin liegt die Zerstörِung, von der keine Erlösِung zu erhoffen ist.

Neunzehn:
Sünden entfernen den Diener vom Reich des Ihsaan (Gutes tun) und er ist nicht in der Lage die Belohnung derer zu erlangen, die gutes tun. Wenn Ihsaan das Herz erfüllt, wird das Herz vor dem Ungehorsam behütet.

Zwanzig:
Ungehorsam führt zum Einstellen von Allahs Huld und
rechtfertigt Allahs Strafe. Kein Segen höِrt auf den Diener zu erreichen, es sein denn in Folge einer Sünde und keine Strafe wird über ihn verhängt, es sei denn in Folge einer Sünde.

Ali (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte:
„Keine Prüfung Allahs kommt herab außer sie ist durch eine Sünde fällig geworden, und diese Prüfung kann nicht abgewendet werden außer durch Reue.“

Allah, der Erhabene, sagt:
„Und was euch an Unglück treffen mag, es erfolgt auf Grund dessen, Uwas eure Hände gewirkt haben. Und Er vergibt vieles.“
[Sura As-Schura:30] [ungefähre Übersetzung]

Und Allah, der Erhabene, sagt auch:
„Dies (ist so), weil Allah niemals eine Gnade ändern würde, die Er einem Volk gewährt hat, bis sie sich
selbst (zum Schlechten) verändern. Und Allah ist Allhörend,
Allwissend.“
[Sura Al-Anfal:53] [ungefähre Übersetzung]

Möِge Allah uns gnädig sein und uns helfen die Sünden zu verlassen, diedie Gründe unserer Probleme sind. Amin

[Der Großteil dieses Artikels wurde von Ibn Al-Qayyims „Al- Jawaab Al-Kaafi“ und die „Krankheitsauswirkungen der Sünden“ von Muhammad Saalih Ibn Al-’Utheimin abgeleitet.]

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Benehmen der Familie durch Sünden

Einer unserer frommen Vorfahren sagte: „Ich war Ungehorsam gegenüber Allah außerhalb meines Heimes um dann die Auswirkung dieser Sünde und Übertretung in dem Benehmen meiner Frau und meiner Familie zu sehen.

Und was euch an Unglück treffen mag, es erfolgt auf Grund dessen, was eure Einer unserer frommen Vorfahren sagte: „Ich war Ungehorsam gegenüber Allah außerhalb meines Heimes um dann die Auswirkung dieser Sünde und Übertretung in dem Benehmen meiner Frau und meiner Familie zu sehen.

Und was euch an Unglück treffen mag, es erfolgt auf Grund dessen, was eure Hände gewirkt haben. Und Er vergibt vieles. [Sura Asch-Schura (42) Ayah 30] Hände gewirkt haben. Und Er vergibt vieles. [Sura Asch-Schura (42) Ayah 30]

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Der plötzliche Tod

Es gab viele Vorfälle, in denen Menschen plötzlich in Umständen starben, die auf Übel hindeuteten; rechtschaffene Menschen wurden oft Zeugen solcher Ereignisse, ihr Glaube nahm in Folge zu, wodurch sie sich mehr auf das Jenseits vorbereiteten.

Zum Beispiel berichtete Ibn Rajab von Abdul Aziz bin Abi Rawwad, der sagte:
„Ich war bei einem Mann, der im Sterben lag. Er wurde aufgefordert die Schahada auszusprechen : „Niemand hat das Recht angebetet zu werden, außer Allah (und Muhammad ist der Gesandte Allahs)“. Seine letzten Worte waren: „Er glaubt nicht an das, was ihr sagt.“ Ich erkundigte mich nach ihm und fand heraus, dass er ein Alkoholiker war.“

Abdul Aziz sagte: „Schützt euch vor Sünden, denn es waren Sünden, die seinen Ruin brachten.“

Qurtubi berichtete von Rabi` bin Sabrah bin Ma`bad al-Juhani, einer frommen Person aus Basrah:
„Ich traf Leute aus Sham, die berichteten, dass einem Mann, der im Sterben lag gesagt wurde: „Sag, niemand hat das Recht angebetet zu werden, außer Allah.“
Seine Antwort war: „Ich trinke (Alkohol), also gebt mir etwas zu trinken.““

Und Ibn Qayyim berichtete in al-Jawab al-Kafi:
„Es wurde einigen von ihnen gesagt:: „Sag, niemand hat das Recht angebetet zu werden, außer Allah.“
Sie antworteten: „Ahh Ahh, ich kann es nicht sagen.““

[Übersetzt aus dem Englischen; Gems and Jewels von Abdul-Malik Mujahid]

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