Beiträge mit dem Schlagwort: Standhaftigkeit

Lass dich nicht entmutigen

Imam Ibn Qayyim al-Jawziyyah (rahimahullah) sagte: „[Solch eine Person] wird nicht durch diejenigen, die sich von ihr unterscheiden und sich ihr entgegenstellen, entmutigt, da sie geringer in Wichtigkeit und Bedeutung sind, auch wenn sie größer an der Zahl sein mögen, wie einige der Salaf sagten: „Folge den Wegen der Wahrheit und lass dich nicht durch die geringe Anzahl der Menschen, die das gleiche tun, entmutigen.“ Jedes Mal, wenn du dich durch dein Alleinsein auf diesem Weg entmutigt fühlst, dann baue auf diejenigen, die vor dir kamen und strebe danach mit ihnen gleichzuziehen und wende dich von allen anderen ab, da sie dir nicht im Geringsten bei Allah nützen werden. Wenn du sie zufällig irgendwo entlang des Weges, auf dem du bist, siehst, dann dreh dich nicht um, um sie anzublicken, denn wenn du dies tust, dann werden sie dich ablenken und lediglich deinen Fortschritt verzögern.“

[Madaridsch as-Salikin; 1/21]

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Geduld – die beste Verteidigung

Geduld ist wahrlich eine Tugend, mit der nur wenige gesegnet worden sind. Das arabische Word für Geduld ist ‚Sabr’, was vorbeugen, einschränken oder sich zurückhalten bedeutet. Genauer genommen bedeutet es, die Seele vor Panik, Wut oder Habsucht zurückzuhalten, die Beschwerden der Zunge einzuschränken und den Körper vor schlechten Taten zu bewahren.

Es ist allerdings schwierig, unvorhersehbaren Ereignissen gleichgültig gegenüber zu stehen, ob es sich um den Verlust eines Lebewesens, des Wohlstands oder Wohlergehens handelt. Dennoch sollten wir uns daran erinnern, dass keiner von uns unversehrt durch das Leben schreiten wird. Allâh sagt (in der ungefähren Bedeutung):„Wir haben den Menschen ja (zu einem Leben) in Mühsal erschaffen.“ (Sûra 90:4)
 
Wenn man mit diesem Wissen bewaffnet ist, wird es einfacher für die wahren Diener Allâhs, sich in schwierigen Situationen in Geduld zu üben. Die Geduld wird beim Einhalten der von Allâh festgelegten Gebote und Verbote verlangt.
 
Die Belohnungen von Allâh sind für jene, die sich diese seltene Eigenschaft aneignen. Allâh verspricht, indem Er sagt: „… Gewiss, den Standhaften wird ihr Lohn ohne Berechnung in vollem Maß zukommen.“ (Sûra 39:10)
 
Allerdings ist das Erlangen und Praktizieren der Geduld keine einfache Aufgabe. Da der Mensch dazu neigt das zu tun, wonach es ihm gelüstet, braucht man Geduld, um Allâh zu gehorchen und sich seinen Begierden zu widersetzen.
 
Wir sind durch unsere bloße Veranlagung zu Bequemlichkeit und Ungezwungenheit geneigt. Wir mögen keine Unterwerfung, Disziplin und harte Arbeit. Deshalb erfordert es Geduld, um die diversen Aufgaben und Pflichten einwandfrei auszuüben, die Allâh von uns wünscht.
 
Niemand möchte sein Leben in Gefahr bringen. Demzufolge erfordert es sehr viel Geduld, um für Allâhs Willen auf einem Schlachtfeld zu kämpfen. Wenn die Nächte kalt sind, würden wir uns lieber in unsere warmen bequemen Betten hineinkuscheln als aufzustehen, um das Gebet zu verrichten. Geduld braucht man somit täglich, um das Gebet in unserem Leben zu festigen.
 
Schlaf, Nahrungsmittel und Wohlstand gehören zu unseren anderen streng bewachten Schätzen. Aus diesem Grund machte Allâh die Zahlung der Zakâ (Almosen) zur Pflicht. Uns selbst überlassen würden die meisten von uns sich nicht einmal von einem Cent ihres Vermögens trennen oder einen Bissen Essen weggeben.
Ebenso braucht man Geduld, um gegen unser Ego zu kämpfen und zu der Stufe zu gelangen, für die uns Allâh erschaffen hat. In diesem Kampf gegen unser niedriges Selbst ist die beste Waffe, die der Diener Allâhs besitzen kann, die Geduld. Wir lieben es, Besitz zu horten und hassen es abzugeben, aber Allâh sagt:
 
„ … Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist, und vielleicht ist euch etwas lieb, während es schlecht für euch ist. Allâh weiß, ihr aber wisst nicht.“ (Sûra 2:216)
Geduld braucht man auch, um sich von verbotenen Dingen fernzuhalten. Diejenigen von uns, die im Westen leben, wissen, dass die Gesellschaft voller verbotener Dinge ist, die nur ein Anruf, eine Autofahrt, oder sogar nur ein Mausklick von uns entfernt sind.
Wir sehen unsere nichtmuslimischen Nachbarn und Arbeitskollegen freigebig an Dingen teilnehmen, die Allâh verboten hat und nur die Geduld hilft uns, unsere Begierde zu zügeln. Hierüber sagte der Gesandte Allâhs : „Die diesseitige Welt ist das Gefängnis des Gläubigen und das Paradies des Ungläubigen.“ (Muslim)
Deshalb sollten wir uns mit anderen Muslimen umgeben, weil uns das in der Tat viel Kraft gibt. Wenn wir versuchen, alleine unter den Ungläubigen zu leben, die öffentlich am Haram teilnehmen, wird unsere Geduld auf härteste Weise geprüft werden und es wird umso schwieriger, den Satan fernzuhalten. Allâh schreibt uns vor: „Halte dich geduldig zurück, zusammen mit denen, die ihren Herrn morgens und abends anrufen, im Begehren nach Seinem Angesicht. …“ (Sûra 18:28)
Wir werden auch dazu aufgerufen, schwierigen Situationen mit Geduld und Selbstkontrolle entgegenzutreten. Wenn jemand zu uns mit der Nachricht käme, dass wir etwas oder jemanden verloren hätten, sollten wir dies geduldig ertragen und nicht mit Wutausbrüchen, Panik oder großer Verzweiflung.
Wie wichtig es ist, von vornherein nach einem Unglück Geduld zu zeigen, ist im Ausspruch des Anas Ibn Mâlik  erklärt, in welchem er sagt: „Der Prophet  ging einst an einer Frau vorbei, die an einem Grab weinte. Er sagte ihr, sie solle Allâh fürchten und geduldig sein. Sie erwiderte ihm: „Geh weg! Du wurdest nicht von einem Unglück wie meinem heimgesucht. Sie hatte ihn nicht erkannt. Später teilte man ihr mit, dass es der Prophet Allâhs  gewesen war. Deshalb ging sie zu seinem Haus. Es gab keine Wächter vor dem Haus. Sie ging hinein, nachdem ihr es gestattet worden war, das Haus zu betreten, wandte sich an ihn und sagte: „Ich habe dich nicht erkannt. Er  sagte: Wahrlich, die Geduld beginnt mit dem Eintreffen eines Unglücks.“ (Al-Buchârî)
Das Unglück ist lediglich eine Prüfung Allâhs. Nur durch Prüfungen und Versuchungen kann das wahre Glück gefunden werden und dadurch auch die Süße des Imâns (Glaube/Überzeugung). Schwierigkeiten standzuhalten kann auch eine Quelle großer Belohnung sein und ein Mittel, sich von Sünden rein zu waschen.
Allâh teilt uns mit: „Und Wir werden euch ganz gewiss mit ein wenig Furcht und Hunger und Mangel an Besitz, Seelen und Früchten prüfen. Doch verkünde frohe Botschaft den Standhaften, die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen: „Wir gehören Allâh, und zu Ihm kehren wir zurück.” Sie sind es, denen Segnungen von ihrem Herrn und Erbarmen zuteil werden, und sie sind die Rechtgeleiteten.“ (Sûra 2:155-157)
Der Gesandte Allâhs  sagte: „Für jedes Unglück, dass den Muslim befällt, tilgt Allâh eine Sünde, auch wenn es sich um den Stich eines Dornes handelt oder etwas Geringeres.“(Al-Buchârî)
Als Muslime sollten wir versuchen, uns daran zu erinnern, dass in diesem Leben alles vergänglich ist.
Egal welche Schwierigkeiten wir haben, sie werden geschehen, weil Allâh verspricht:„Also gewiss, mit der Erschwernis ist Erleichterung, gewiss, mit der Erschwernis ist Erleichterung.“(Sûra 94:5-6)
Also lasst uns danach streben, so wie jene geduldigen Diener Allâhs zu sein; Diener, die dem Prophet Ayûb (Hiob)  gleichen, der weinend sagte: „Mir ist gewiss Unheil widerfahren, doch Du bist der Barmherzigste der Barmherzigen.” (Sûra 21:83)
Als Gegenleistung verspricht Allâh: „ … für sie gibt es Vergebung und großen Lohn.“ (Sûra 11:11)

Quelle: islamweb.net

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Konzentriere dich auf Dich!

Konzentriere dich auf Dich.
Damit meine ich, dass du dich hauptsächlich erst einmal mit diesem Thema beschäftigen sollst.
Verbringe nicht soviel Zeit damit auf Facebook zu lesen was es alles neues gibt. Verschwende nicht deine Zeit, arbeite hart an dir um schneller zum Ziel zu kommen.
Wenn du liest, dann nur den Quran und Dinge die deinem Charakter dienen.
Konzentriere dich auf deinen Plan eine neue Person zu werden und lass dich nicht wieder davon ablenken.

 
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Geduld führt dich zum Ziel

Geduld führt Dich zum Ziel

Und sucht Hilfe in der Geduld und dem Gebet.
(Al-Baqara, 153)

Die Geduld gehört zu den höchsten Tugenden eines Muslims. Sie verleiht ihm Ausdauer und eine ungeheure Stärke, den inneren wie äußeren Einflüssen entgegentreten zu können.
Standhafte Menschen erreichen ihre Ziele durch Geduld und Ausdauer, wohingegen ungeduldige Menschen meist zu schnell resignieren und ihre Hoffnung auf das Erreichen ihrer Ziele aufgeben.
Im Zusammenspiel mit dem Wissen, das Deine Unterscheidungsfähigkeit fördert, bietet Dir die Geduld einen großen Schutz vor Sünden.
Deine Geduld ist vollkommen, wenn Du die folgenden drei Merkmale erfüllst:
Zeige Geduld bei der Verrichtung der Dir auferlegten Pflichten, da Du verpflichtet bist, den Geboten Allahs gehorsam zu leisten.
Zeige Geduld bei der Unterlassung der Dir verbotenen Dinge, da Du verpflichtet bist, Dich von Sünden fernzuhalten.
Zeige Geduld in den Prüfungen des Lebens!
Der Heilige Qur’an lässt klar erkennen, dass der Mensch auf Erden geprüft werden wird:
Und Wir werden euch (sicherlich) mit ein wenig Furcht und Hunger, sowie dem Verlust eines Teils des Vermögens und der (euch nahestehenden) Personen und dem (Mangel) an Früchten prüfen.
Und verkünde den Geduldigen die frohe Botschaft.
(Al-Baqara, 155)

Der Gesandte verspricht den Standhaften einen hohen Lohn, der sich im Wohlgefallen von Allah ausdrückt und warnt den Ungeduldigen vor dem Zorn von Allah, indem er sagt:
Wenn Allah, der Erhabene, das Volk liebt, prüft er es. Wer sich nun zufrieden gibt,
dem steht das Wohlgefallen (von Allah) zu, und wer zürnt, dem wird der Zorn (von Allah) zuteil.
(von Ibn Majah überliefert)

Die Geduld zeigt sich demnach in der Beständigkeit Deiner Handlungen.
Für das Verrichten der Pflichten ist Dir großer Lohn versprochen.
Die Geduld schützt Dich vor verwerflichen Handlungen und bewahrt Dir die Reinheit in Deinem Herzen und einen schönen Charakter.
Der Islam lehrt dem Menschen sowohl in Zeiten der Annehmlichkeit als auch Unannehmlichkeit Geduld zu zeigen.

Der Gesandte sagte:
Die Lage des Gläubigen ist wahrlich erstaunlich. Jeder Zustand ist gut (für ihn) und keinem anderen außer dem Gläubigen wird dies zuteil. Trifft ihn etwas Erfreuliches und er dankt dafür, so ist es gut für ihn. Trifft ihn etwas Unerfreuliches und er zeigt sich darin standhaft, so ist (auch) dies gut für ihn.
(von Muslim überliefert)

Sei dankbar, wenn Dir Gutes widerfährt, und setze die Gaben in rechtschaffener Weise ein und bleibe darin geduldig!
Zu den Prüfungen gehört auch, dass der eine oder andere mehr an Vermögen, Versorgung, Kindern, Gesundheit, Wissen und desweiteren bekommt.
Bemühe Dich aufrichtig um Standhaftigkeit und bitte Allah, Dich mit mehr Geduld auszustatten!

Wie Du Deine Standhaftigkeit verbessern kannst

Das Verrichten der fünf täglichen Pflichtgebete verschafft Dir einen geregelten Tagesablauf. Das gewohnte Befolgen dieser Ordnung verleiht Dir Standhaftigkeit gegenüber den Dingen, die Dich davon ablenken wollen.
Das freiwillige Fasten außerhalb des Monats Ramadan hilft Dir Deine Begierden zu kontrollieren und steigert Deine Geduld, weil Du bis zum Sonnenuntergang ausharren musst, um die erlaubten Dinge wieder genießen zu können.
Anderen Menschen zu vergeben und sie gut zu behandeln, auch wenn sie Dir Schlechtes angetan haben, ist ein Mittel zur Steigerung Deiner Geduld.
Wer geduldig ist und vergibt: so ist dies gewiss (ein Zeichen) von fester Entschlossenheit.
(Ash-Shura, 43)
Mit den Geduldigen sind jene gemeint, die gleich zu Beginn einer Prüfung standhaft sind.
Nur in diesem Moment zeichnet sich der geduldige Mensch aus, da seine Standhaftigkeit während der ersten Konfrontation mit einer Prüfung auf die Kontrolle und Standfestigkeit seines Herzens hinweist und damit sein angewandtes Wissen signalisiert.
Wahrlich, den Geduldigen wird ein unbegrenzter Lohn gewährt.
(Az-Zumar, 10)

Nur dieser erste entscheidene Moment, in dem Geduld gezeigt wird, zieht den von Allah versprochenen, unbegrenzten Lohn nach sich.
Vergeht in aller Regel der erste Schmerz nach einer Prüfung, dann vermögen die meisten Menschen Geduld zu zeigen.
Der Gesandte näherte sich eines Tages einer Frau, die über dem Grab (ihres kleinen Kindes) weinte.
Der Gesandte sprach zu ihr: Fürchte Allah und harre in Geduld aus.
Sie wusste nicht, dass es der Gesandte war, und erwiderte:
Gehe fort von mir, denn du wurdest nicht mit dem heimgesucht, womit ich heimgesucht wurde.
Ihr wurde gesagt: Es ist der Prophet. Sie ging (daraufhin) zum Haus des Gesandten und sagte:
Ich wusste nicht, dass du es bist. Er sprach: Die Geduld ist bei der ersten Konfrontation.
(von Al-Bukhari und Muslim überliefert)
Und geduldige dich mit schöner Geduld.
(Al-Ma’arij, 5)

Wer die Auswirkungen der Prüfungen nicht an sich erkennen lässt, schmückt seinen Charakter mit einer schönen Geduld.
Allah lobt die Gläubigen, die in guten wie schlechten Zeiten standhaft im Islam leben:
Die, wenn ihnen ein Unglück widerfährt, sagen:
Wahrlich, von Allah sind wir (geschaffen) und zu Ihm
(dem Ort seiner Rechenschaft) kehren wir zurück.
Jenen wird die Vergebung ihres Herrn und Seine Gnade zuteil –
und jene sind es, die rechtgeleitet sind.
(Al-Baqara, 156-157)

…und Er belohnt gewaltig, entsprechend der Schwere einer Prüfung:
Von Anas: Ich hörte den Gesandten sagen: Allah, der Erhabene, sagt:
Wenn Ich Meinen (gläubigen) Diener an seinen beiden Augen prüfe
(indem er erblindet) und er geduldig ausharrt,
dann belohne Ich ihn (dafür) mit dem Paradies.
(von Al-Bukhari überliefert)
Said fragte den Gesandten: Welcher Mensch wird der schwersten Prüfung unterzogen?
Der Gesandte erwiderte: Die Propheten, dann die, die nach ihnen kommen, dann die, die nach denen kommen. Der Mann wird gemäß seiner Religion(sstufe) geprüft: seine Prüfung wird schwer sein, wenn seine Religion standfest ist, und entsprechend (schwächer) ausfallen, wenn in seiner Religion Nachlässigkeit liegt.
Die Prüfung lässt erst dann vom Diener ab, bis er durch sie frei von Sünden auf der Erde umhergeht.
(von At-Tirmidhi überliefert)

Allah ta’ala bestraft nicht unmittelbar und gnadenlos jede begangene Sünde
Er beschreibt Sich mit dem Namen As-Sabur, der überaus Geduldige, und bezeichnet mit diesem Namen Seine Eigenschaft, dass Er die Sünder meistens nicht sofort ihrer gerechten Strafe unterzieht, sondern ihnen Zeit zur Abkehr von den Sünden (At-Tauba) und zur Reue gibt.
Halte Dich an den wichtigsten Grundsatz des islamischen Erziehungssystems, der sich in den folgenden Worten zusammenfassen läßt: Glaube, rechte Werke und Geduld.
Die Sura Al-’Asr beweist mit wenigen Worten überaus eindrucksvoll, dass die Rechtschaffenen, durch die islamische Erziehung, vor einem endgültigen Schaden bewahrt sein werden:
Beim Nachmittag! Wahrlich, der Mensch ist im Verlust.
Außer diejenigen, die glauben, gute Werke verrichten,
einander zur Wahrheit und einander zur Geduld ermahnen.

Die meisten Menschen versuchen, immer wieder ihre Sorgen und Probleme durch Dinge zu kompensieren, die bekanntlich kein einziges ihrer Probleme lösen können, sondern darüberhinaus viele neue Probleme erzeugen. Letztendlich geraten sie in Unzufriedenheit auf dieser Welt und im Jenseits.
Lieber Bruder und liebe Schwester, sei standhaft und begegne den Prüfungen mit Entschlossenheit. Handle rechtschaffen und bereite viel Gutes für den einen gewaltigen Tag vor, vor dem es kein Entrinnen gibt, und übe Dich dabei in Geduld und bitte Allah um Seine Gnade!
Der Gesandte, der Friede und Segen von Allah seien mit ihm, sagte:
Für wen Allah Gutes will, den prüft Er (mit Krankheiten).
(von Al-Bukhari überliefert)

Der Gesandte, der Friede und Segen von Allah seien mit ihm, sagte:
Niemand erhält ein besseres Geschenk als die Geduld.
(von Al-Bukhari und Muslim überliefert)

Der Friede und Segen von Allah seien mit dem Gesandten Muhammad!
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Sie stand neben mir wie der Berg von Uhud

Nach dem das Seminar in Madinah über die Sira-Studie (Biographie des Gesandten Allahs s.a.w.s.) abgeschlossen war, entschloss ich mich nach Makkah zurückzukehren, obwohl es schon sehr spät war. Auf der Hälfte des Weges sah ich ein Fahrzeug, das verkehrtherum etwas abseits lag und aus dem Rauch rauskam! Ich hielt sofort an und rannte zum überschlagenen Fahrzeug um den Verunglückten zu helfen. Je näher ich an das Auto kam, desto immer mehr klopfte mein Herz und ich bekam eine merkwürdige Angst. Ich schaffte es einen Blick ins Innere des Fahrzeugs zu werfen… der Anblick den ich sah… meine Augen waren voller Tränen.

Daraufhin fing ich an zu weinen wie ein kleines Kind… Ich sah den Fahrer, wie er an seinen Sitz angelehnt saß… Sein Gesicht verschönerte ein schwarzer, dichter Bart… Sein Gesicht war wie der Neumond… Er lächelte… Und sein Zeigefinger war angehoben gen Himmel…

Während mein Gesicht in Tränen badete, begann ich wie verrückt in das Auto zu schauen… Hinter dem Fahrer fand ich ein kleines Mädchen, das ihre Arme versuchte dem Vater um den Hals zu legen, um ihn zu umarmen… SubhanAllah, wahrscheinlich das letzte Mal… denn als ich zu ihr kam, sprachen ihre kleinen Lippen leise die Worte der Shahada „La ilaha illa Allah”, SubhanAllah… Einen solchen Anblick sah ich bislang nicht… es war unmöglich festzustellen wer das schönere Gesicht, das schönere Lächeln hatte — der Vater oder die Tochter… Auch andere Autos fingen anzuhalten… ein Stau bildete sich… die Leute wollten helfen!

Wegen der Trauer, die mich überwältigte, vergaß ich den Rest des Autos zu überprüfen… Ich weinte… ich achtete nicht darauf, wer um mich herum war… Einige dachten sicherlich, dass ich einen Nahestehenden verloren hatte. Jemand schrie: „Es sind noch Frauen und Kinder im Wagen!”

Ich drehte mich zur Stimme um und sah eine Frau, die trotz aller Missgeschicke und Schocks, mit ihren Händen — die mit Handschuhen bedeckt waren — ihre Abaya (Jilbab, Kleid) aufsammelte, damit sich nicht ein Teil ihres Körpers zeigen oder aufdecken würde… Sie war furchtbar gelassen… sie sah uns an und umarmte ihre beiden kleinen Kinder, die nicht verletzt waren, dank Allah! Sie erwähnte Allah und dankte Ihm… Sie bat nicht um Hilfe von uns… sie weinte nicht… sie war gelassen! Ich fühlte, dass sie wie ein Berg war… stabil, solide und stark. Allahu akbar!

Einer der Männer versuchte, ihr raus aus dem Auto zu helfen, sie lehnte aber mit einer sanften Geste durch ihre Hand ab, mit der sie uns klar machte, dass ein Mann dies nicht tun kann und dass sie alleine zurechtkommt. Sie stieg ruhig und absolut gelassen aus… und mit ihren Kindern entfernte sie sich vom Auto.

Ich begann wieder an zu weinen, als die Leute mich wieder merkwürdig anstarrten. Als sie sah, dass die Leute sich um sie herum versammelten, nahm sie ihre Kinder und wollte alleine sein. Während sie sich von uns weg bewegte, kam sie an mir vorbei und flüsterte mir leise zu: „Bruder weine nicht… mein Ehemann war ein guter Mensch… ein guter”

Ihr Satz bewirkte, dass ich aufhörte zu weinen. Nach einiger Zeit näherte ich mich ihr und ihren Kindern, ihr anbietend — wie meiner leiblichen Schwester — sie nach Hause zu fahren. Sie antwortete mit leiser Stimme und voller Scham: „Nein Bruder, ich steige nicht in ein Auto, in dem keine Frau sitzt”

Ich respektierte ihre Entscheidung, aber fühlte mich in mir selbst für sie verantwortlich. Ich wartete mit ihnen auf ein Auto, in dem eine Frau saß… Ganze zwei Stunden stand sie neben mir wie der Berg von Uhud. In meinem Kopf war die ganze Zeit nur ihre Stärke und Ruhe…

Aus dem Vortrag „Rihlatu ila-s-samai” von Shaikh hfz. dr. Muhammad al-A’rifi
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Unterschiedliche Stärken der Geduld

Unterschiedliche Stärken der Geduld

Einige Menschen können keine Geduld zeigen ohne sich anzustrengen und vielen Schwierigkeiten entgegenzutreten. Andere sind dazu ganz leicht im Stande.
Der erste Typ ist wie ein Mann, der gegen einen starken Mann ringt und trotz aller Anstrengung ihn nicht schlagen kann. Der zweite Typ ist wie ein Mann, der gegen einen schwachen Mann ringt und ihn ganz leicht schlägt. Solcherart ist der Krieg zwischen den Kriegern ar-Rahman’s und den Kriegern des Schaytan. Wer immer die Krieger des Schaytan besiegt, kann auch den Schaytan selbst besiegen.

Abdullah ibn Masud berichtet:
Ein Mann kämpfte gegen einen der Jinn und besiegte ihn, und er fragte ihn „Warum bist du so schwach und klein?“ Der Jinn antwortete, „Ich bin sehr groß und stark im Vergleich zu den anderen Jinn.“
Jemand fragte Abdullah ibn Masud: „War dieser Mann, Umar?“, und er antwortete: „Wer sonst könnte es gewesen sein?“

Einige der Sahaba sagten:
„Ein Gläubiger peitscht den Schaytan so wie eine Person während einer Reise das Kamel peitscht.“

Ibn Abi’d-Dunya berichtete von einem der Salaf, dass ein Schaytan einen anderen traf und fragte warum er denn so dünn sei. Der andere Schaytan antwortete: Weil ich mit einem Mann bin, der den Namen Allahs erwähnt wenn er isst, also kann ich nicht mitessen, und er erwähnt den Namen Allahs wenn er trinkt, also kann ich nicht mittrinken. Wenn er sein Heim betritt, erwähnt er den Namen Allahs, also bleib ich draußen. Der erste Schaytan sagte, aber ich bin mit einem Mann, der den Namen Allahs nicht erwähnt wenn er isst, also esse ich mit ihm. Er erwähnt den Namen Allahs nicht wenn er trinkt, also trinke ich mit ihm. Wenn er in sein Haus geht, erwähnt er den Namen Allahs nicht und ich gehe mit ihm hinein.

Wer also die Eigenschaft der Geduld entwickelt, wird von seinen Feinden gefürchtet, und wer die Geduld für schwierig empfindet ist in Gefahr, da sein Feind sogleich wagen wird ihn anzugreifen und ihm zu schaden.

[„Uddat as-Sabirin wa Dhakirat ash-Shakirin“]

Quelle: quranundsunna.wordpress.com
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Kategorien der Geduld

Kategorien der Geduld

Geduld kann in folgende Kategorien eingeteilt werden: wajib (verpflichtend), mandub (empfohlen), mahdhur (verboten), makruh (verpönt) und mubah (erlaubt).

Verpflichtende (wajib) Geduld:

1. Geduld im Enthalten von verbotenen(haram) Dingen und Handlungen,

2. Geduld im Ausführen der Pflichtakte,

3. Die Geduld gegenüber Unglück, das außerhalb unserer Kontrolle ist, wie Krankheit, Armut usw.

Empfohlene (mandub) Geduld:

1. Geduld im Enthalten von unerwünschten (makrûh) Dingen,

2. Die Geduld im Durchführen von gottesdienstlichen Handlungen, die erwünscht sind (mustahab)

3. Geduld in der Unterlassung Rache zu nehmen.

Verbotene (mahdhur) Geduld:

1. Geduld im Enthalten von Essen und Trinken bis zum Tod.

2. Die Geduld im Enthalten von haram Fleisch, Kadaver und Blut zu essen, wenn die einzige Alternative Tod und Verhungern ist. Tawus und Ahmad ibn Hanbal sagten: “Wer auch immer keine Wahl hat als Kadaver, harâm Fleisch und Blut zu essen, aber sich weigert es zu essen und demzufolge stirbt, wird in die Hölle eingehen.”

3. Geduld im Enthalten vom Betteln. Es gibt eine Uneinigkeit betreffs dessen, ob das Betteln erlaubt oder verboten ist. Imam Ahmad sagte, dass diese Art der Geduld und Enthaltung erlaubt ist. Er wurde gefragt, „ Und wenn eine Person befürchtet, dass wenn er das nicht tut, er sterben wird?“ Imam Ahmad antwortete, “Nein, er wird nicht sterben. Allah wird ihm seine zugeschriebene Versorgung (rizq) senden.”

Imam Ahmad erlaubte das Betteln nicht: „wenn Allah das Bedürfnis einer Person kennt und seine Aufrichtigkeit im Enthalten vom Betteln, dann wird Allah seine rizq senden.“

Andere Gelehrte, einschließlich einige von Imam Ahmad’s Gefährten und Imam Schafi’i sagten, „Für so eine Person ist es verpflichtend zu betteln, und wenn er nicht bettelt, dann wäre er ein Sünder, denn durch das Betteln schützt er sich selbst vor dem Tod.“

4. Geduld im Erdulden von Dingen, die zum Tode führen könnten, wie Raubfische, Schlangen, Feuer und Wasser.

5. Geduld in Zeiten der Fitnah, wenn Muslime gegen Muslime kämpfen. Geduld sich des Kampfes zu enthalten, wenn Muslime gegen Muslime kämpfen ist erlaubt (mubah), ja sogar erwünscht (mustahab). Als der Prophet (saw) danach gefragt wurde, sagte er „Seid wie der bessere von den zwei Söhnen Adams.“

In anderen ähnlichen Überlieferungen sagte er: „Seid wie der Diener Allahs der getötet wurde und nicht wie der, der tötete“ und „lasst ihn (den Mörder) seine eigene falsche Handlung und eure falsche Handlung tragen.“

In einer anderen Überlieferung sagte er: „Wenn die Helligkeit des Schwertes euch blendet, haltet eure Hand vor euer Gesicht.“ Allah hat uns die Geschichte von dem besseren der zwei Söhne Adams erzählt, und wie er sich ergeben hat und sich nicht zu Wehr setzte, und wie Allah ihn dafür lobte.

Anders spielt es sich ab wenn Muslime gegen Kafirun kämpfen: in dieser Situation muss sich der Muslim selbst verteidigen, weil die Bedeutung von Jihad sich selbst und den Islam zu verteidigen ist.

Unerwünschte (makruh) Geduld:

1. Geduld im Enthalten des Appetits (Essen, Trinken, Geschlechtsverkehr) im Ausmaß, dass es der Gesundheit eines Menschen schadet.

2. Geduld im Tun eines unerwünschten (makruh) Akts.

Erlaubte (mubah) Geduld:

Geduld im Enthalten von erlaubten (mubah) Taten

 

“Uddat as-Sabirin wa Dhakirat ash-Shakirin”

Quelle: quranundsunnah.wordpress.com
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Die Tugend der Geduld und Dankbarkeit

Die Tugend der Geduld und Dankbarkeit

As-Safar sagte: Abu Bakr wurde krank, so besuchten einige Leute ihn und fragten ob sie für ihn einen Arzt rufen sollen. Er sagte, „Der Arzt hat mich bereits gesehen.“ Sie fragten, „Was sagte er?“ Abu Bakr sagte: Er sagte, „Ich tue was ich will.“ (Gemeint hatte er, dass Allah sein Arzt ist und Er ihn krank oder gesund machen kann, nach Seinem Willen.)
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Umar ibn al-Khattab (ra) sagte: “Die besten Tage, die wir je erlebt haben waren auf Grund von Geduld, und wenn Geduld die Gestalt eines Menschen annehmen würde, wäre er ein edler und großzügiger Mensch.“
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Ali ibn Abi Talib (ra) sagte: “Das Verhältnis der Geduld zum Iman ist wie das Verhältnis des Kopfes zum Körper. Wenn der Kopf abgeschlagen wird, wird der Körper nutzlos.”
Dann erhob er seine Stimme und sagte: “Wahrlich, derjenige der keine Geduld hat, hat keinen Iman; und die Geduld ist wie ein Reittier, das niemals müde wird.”
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Umar bin Abd al-Aziz sagte: „Allah schenkte nie einem Seiner Diener Seinen Segen und nahm es von ihm wieder weg, ohne ihm dafür Geduld als Gegenleistung, für das was weggenommen wurde, zu geben, außer wenn der Ersatz besser war als das, was von ihm weggenommen wurde.“
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Salman al-Farsi (ra) sagte:
Es gab einen Mann, dem viel vom Reichtum dieser Welt gegeben wurde, und dann wurde es ihm wieder weggenommen. Aber er fuhr fort Allah zu lobpreisen und IHM zu danken, bis er alles verloren hatte, sogar sein Bett. Und dennoch lobpreiste er Allah und bedankte sich bei IHM.

Ein anderer Mann, der auch viele Reichtümer dieser Welt besaß , fragte ihn: „Wofür bedankst du dich bei Allah und lobpreist IHN??“

Der Mann antwortete: „Ich lobpreise und danke Allah für Segen, die ich nie hergeben würde, wenn andere mir ihr ganzes Hab und Gut im Gegenzug anbieten würden.“
„Was kann das denn sein?“, fragte der andere Mann.
Er sagte: „Kannst du nicht sehen? Ich habe mein Augenlicht, meine Zunge, meine Hände, meine Füße, etc….“
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Layth ibn Abi Burdah sagte:
Wenn Allah die Leute am Tage des Jüngsten Gerichts versammelt, wir Er sie an Seine Segen erinnern. Einer seiner Diener wird sagen: „Erinnere mich an etwas“.
Und Allah wird sagen: „Erinnere dich als du von diesen und jenem Unheil betroffen warst, und du hast zu Mir gebetet, so erlöste Ich dich davon.
Erinnere dich als du an den und den Ort reistest und Mich darum gebeten hast dir einen Begleiter zu geben, und Ich tat es.
Erinnere dich als du um die Hand von so-und-so der Tochter von so-und-so angehalten hast, und andere auch um ihre Hand anhielten, doch Ich gab sie dir zur Heirat und hielt die anderen fern.“
Der Diener wird vor seinem Herrn stehen, der ihn an viele Seiner Segen erinnern wird.

Dann begann der Erzähler dieser Geschichte (Layth) zu weinen und sagte: „Ich hoffe, dass keiner vor seinem Herrn auf diese Weise stehen wird, weil derjenige der dies tut, bestraft wird.“ (dh. wenn Allâh auf etwas hinweisen muss, dass offensichtlich sein sollte, ist das ein Zeichen von Undankbarkeit der Person, und sie wird dafür bestraft.)
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Ein Wissender sagte:
Den Reichtum dieser Welt von uns fernzuhalten ist ein größerer Segen von Allah, als der Segen von den Dingen, die Er uns gegeben hat, denn Allah mochte nicht dass Sein Prophet den Luxus dieser Welt besaß.
Also bevorzuge ich so zu leben, wie Allah es für Seinen Gesandten bevorzugte, als ein Leben zu leben, den Allah für ihn nicht wünschte.
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Ein Mann sagte zu Abu Hazim:
„Wie ist die Dankbarkeit der Augen?“
Er sagte: „Wenn du gute Dinge siehst sprichst du über sie, und wenn du schlechte Dinge siehst schweigst du darüber.“
Er fragte: „Wie ist die Dankbarkeit der Ohren?“
Er sagte: „Wenn du etwas Gutes hörst nimmst du es an, und wenn du etwas Schlechtes hörst weist du es zurück.“
Dann fragte er: „Wie ist die Dankbarkeit der Hände?“
Er sagte: „Nimm nichts was dir nicht gehört, und halte dich nicht davon ab den Anspruch Allahs (Zakat) zu bezahlen.“
Dann fragte er: „Wie ist die Dankbarkeit des Kopfes?“
Er sagte: „Wissen darin zu haben.“
Dann fragte er: „Wie ist die Dankbarkeit der Geschlechtsteile?“
Er zitierte: „….und ihre Schamteile bewahren; außer gegenüber ihren Gattinnen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen; denn dann sind sie nicht zu tadeln. Diejenigen aber, die darüber hinaus etwas begehren, sind Übertreter.“ (23:5-7)
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Ibn Abi’d-Dunya erwähnte, dass Dawud (as) Allah subhanahu wa ta’ala fragte: „Was ist der geringste Deiner Segen?“ Allah offenbarte ihm: „O Dawud, atme ein.“ Dawud tat dies, und Allah sagte ihm: Dies ist die unbedeutendste meiner Wohltaten für euch.“

[Übersetzung ohne Gewähr aus „Uddat as-Sabirin wa Dhakirat ash-Shakirin“ von ibn al-Qayyim ]

 

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Der Ehemann, der zu schüchtern war, um seine Frau anzusehen – Die geduldige Mutter

Der Ehemann, der zu schüchtern war, um seine Frau anzusehen

Eine bewegende Geschichte

Diese Geschichte wurde von Prof. Khalid al-Jubeir in einer seiner Lesungen erzählt:

Einst operierte ich ein 2,5 Jahre altes Kind. Es war an einem Dienstag und am Mittwoch ging es dem Kind gut. Doch am Donnerstag gegen Viertel nach 11 – ich werde die Zeit niemals vergessen, denn es war sehr überraschend und schockierend – rief eine der Krankenschwestern mich und sagte mir, dass Herzschlag und Atmung des Kindes ausgesetzt hatten. Ich lief zu ihm und führte 45 Minuten lang eine Herzmassage durch, bis das Herz letztendlich wieder zu schlagen begann durch Allahs Bestimmung und wir dankten Ihm. So ging ich los, um die Familie darüber zu informieren. Es ist sehr schwierig, die Familie eines Patienten über dessen schlechten Zustand zu informieren; es ist eine der unangenehmsten Situationen für einen Arzt, aber nun einmal notwendig. Ich suchte also nach dem Vater des Kindes, konnte ihn aber nicht finden. Schließlich traf ich die Mutter an und informierte sie über den Herzstillstand ihres Kindes aufgrund einer Blutung. Den Grund für die Blutung kannten wir nicht und befürchteten, das Kind könnte hirntot sein. Was denkt ihr, hat sie geantwortet? Weinte sie? Beschimpfte sie mich? Nein, nichts davon. Sie sagte einfach „Alhamdulillah“, und ging.

Nach 10 Tagen bewegte das Kind sich erstmals wieder. Wir dankten Allah und waren glücklich darüber, dass der Zustand seines Gehirns in Ordnung war. Nach 12 Tagen setzte der Herzschlag erneut aus, wieder aufgrund dieser Blutung. Wir führten wieder eine Herzmassage für 45 Minuten durch, doch dieses Mal reagierte das Herz nicht. Und so sagte ich seiner Mutter, dass keine Hoffnung bestünde. Daraufhin sagte sie:

„Alhamdulillah! Oh Allah, wenn Gutes in seiner Genesung liegt, dann heile ihn, oh mein Herr.“

Durch die Gnade Allahs nahm das Herz seine Arbeit erneut auf. Er erlitt sechs ähnliche Stillstände, bis ein Spezialist die Blutung stoppen konnte und das Herz wieder richtig funktionierte. 3,5 Monate waren nun vergangen und dem Kind ging es besser, doch es bewegte sich nicht. Und gerade, als es sich wieder zu bewegen begann, entdeckten wir einen sehr großen Abszess in seinem Kopf, wie ich ihn noch nie gesehen hatte. Wieder informierte ich seine Mutter über die ernste Lage und wieder sagte sie „alhamdulillah“ und ging.

Sofort brachten wir das Kind auf die Station, die für Gehirn und Nervensystem zuständig war. Drei Wochen später war der Junge von dem Abszess befreit, bewegte sich aber wieder nicht. Weitere zwei Wochen vergingen, er litt unter einer ungewöhnlichen Blutvergiftung und seine Temperatur erreichte 41,2 Grad. Seine Mutter ertrug die Lage mit Geduld und Standhaftigkeit. Sie sagte: „Alhamdulillah. Oh Allah, wenn in seiner Genesung etwas Gutes liegt, dann heile ihn.“

Nachdem ich bei dieser Mutter und ihrem Kind in Bett #5 gewesen war, ging ich zu einem anderen Kind in Bett #6. Ich fand die Mutter weinend und schreiend vor. Sie rief: „Doktor, Doktor! Tun sie etwas! Seine Temperatur hat 37,6 Grad erreicht, er wird sterben!” Überrascht erwiderte ich: „Sehen Sie sich die Mutter bei dem Kind in Bett #5 an. Das Fieber hat mehr als 41 Grad erreicht und trotzdem ist sie geduldig und lobt Allah.“ Sie entgegnete: „Die Frau hat keine Ahnung und kein Gefühl!” An diesem Punkt fiel mir ein großartiger Hadiith ein, in dem der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Gesegnet sind die Fremden.“ Nur zwei Worte [auf Arabisch]… doch wahrlich zwei Worte, die ein Volk zum Beben bringen! In meinen 23 Jahren Krankenhausdienst habe ich niemals jemanden gesehen wie diese geduldige Schwester.

Wir kümmerten uns weiterhin um ihr Kind und nach 6,5 Monaten konnte der Junge endlich auf eine andere Station verlegt werden, doch er konnte weder sprechen noch sehen, hören, sich bewegen oder auch nur lächeln. Er hatte eine offene Brust, in der man sein Herz schlagen sehen konnte. Täglich wechselte seine Mutter ihm die Kleidung und blieb dabei stets geduldig und hoffnungsvoll. Könnt ihr euch vorstellen, was dann geschah? Bevor ich es euch erzähle, denkt darüber nach, wie eurer Meinung nach die Aussichten für ein Kind sind, das all dies durchstanden hat. Und was denkt ihr über eine Mutter, deren Kind am Rande des Grabes steht, und

die nichts tun kann außer Allah zu bitten und anzuflehen? Ich kann euch sagen, was 2,5 Monate später geschah – der Junge war vollständig durch Allahs Gnade geheilt, als Lohn für seine fromme Mutter. Jetzt rennt er mit seiner Mutter um die Wette, als ob nichts gewesen wäre.

Die Geschichte endet hier aber nicht. All dies ist es nicht, was mich so sehr bewegt und meine Augen mit Tränen gefüllt hat, sondern das Folgende:

1,5 Jahre, nachdem das Kind das Krankenhaus verlassen durfte, bekam ich Besuch auf meiner Arbeitsstelle von einem Mann, seiner Frau und zwei Kindern, die mich sehen wollten. Ich fragte meinen Kollegen, wer sie seien, doch er wusste es nicht. Also ging ich zu ihnen und traf die Eltern eben dieses Kindes an, das ich operiert hatte. Inzwischen war er fünf Jahre alt und erfreute sich bester Gesundheit – als ob nie etwas gewesen wäre. Bei ihnen war auch ein vier Monate altes Baby. Ich hieß sie herzlich willkommen und fragte scherzhaft, ob dieses Baby das Kind #13 oder 14 sei. Der Vater sah mich mit einem wunderlichen Lächeln an und sagte: „Das ist mein zweites Kind und das Kind, das du operiert hast, ist unser Erstgeborener, mit dem wir nach 17 Jahren der Unfruchtbarkeit gesegnet wurden. Und nachdem er uns geschenkt wurde, litt er unter den Umständen, die du miterlebt hast.“

Als ich dies hörte, konnte ich mich nicht beherrschen und meine Augen füllten sich mit Tränen. Unwillkürlich ergriff ich den Arm des Mannes und zog ihn in meinen Raum hinein. Dort fragte ich ihn wegen seiner Frau: „Wer ist diese Frau, die nach 17 Jahren der Unfruchtbarkeit so viel Geduld aufbringen konnte, unter all diesen fatalen Bedingungen? Ihr Herz kann doch nicht kalt sein! Es muss mit Imaan angefüllt sein!“ Wisst ihr, was er antwortete? Hört gut zu, meine geehrten Brüder und Schwestern – er sagte: „Ich habe diese Frau vor 19 Jahren geheiratet und in all diesen Jahren hat sie es nie versäumt, des Nachts zu beten, außer wenn sie einen gerechtfertigten Grund dafür hatte. Ich habe sie niemals lästern gesehen, über andere herziehend oder lügend. Immer, wenn ich das Haus verlasse oder zurückkehre, öffnet sie die Tür, betet für mich und empfängt mich freundlich. In jeder ihrer Handlungen drückt sie hingebungsvolle Liebe, Fürsorge und Barmherzigkeit aus. Wirklich, Doktor, wegen all dieser edlen Eigenschaften und der Warmherzigkeit, mit der sie mich behandelt, bin ich zu schüchtern, um meinen Blick zu heben und sie anzusehen.“ Daraufhin sagte ich zu ihm: „Und Frauen wie sie verdienen das wahrlich.“

„Und Wir werden euch ganz gewiss mit ein wenig Furcht und Hunger und Mangel an Besitz, Seelen und Früchten prüfen. Doch verkünde frohe Botschaft den Standhaften, die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen: „Wir gehören Allah, und zu Ihm kehren wir zurück.“ Sie sind es, denen Segnungen von ihrem Herrn und Erbarmen zuteil werden, und sie sind die Rechtgeleiteten.“

(2:155-157)
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Die Planung Allahs ist besser

„Die Planung von Allah Dem Allmächtigen ist besser für dich als deine eigene Planung und Er könnte dir das vorenthalten wonach du bittest um deine Geduld zu prüfen.
Drum lasse Ihn von dir eine feste Geduld sehen und du wirst bald von Ihm etwas sehen dass dir Freude bringen wird.
Und wenn du die Wege für deine Antwort (auf dein Bittgebet) von den Flecken deiner Sünden gereinigt hast (d.h. du hast bereut) und du geduldig warst mit dem was Er für dich bestimmt hat, dann wird alles was mit dir geschieht besser sein für dich, unabhängig davon ob dir das vorenthalten wird nach dem du gebeten hast oder ob es dir gegeben wird.“

(Iman Ibn al Jawzi, rahimahullah)

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