Beiträge mit dem Schlagwort: Riyyah

Aufrichtigkeit

Zu den Sitten und Manieren der Salaf gehörte ihre Aufrichtigkeit (al-ikhlas) im Wissen und in den Taten. Sie fürchteten die Augendienerei (ar-riyaa).
Allah, der Erhabene, sagte:

Wahrlich, Allah (allein) gebührt lauterer Gehorsam. [39:3]

Der Gesandte Allahs, Friede und Segen auf ihn, sagte:
„Wahrlich, Allah nimmt keine Tat an, außer welche aufrichtig (mit ikhlas) für Ihn verrichtet wurde, und (um) Sein Angesicht (damit) anzustreben.“ (an-Nasai)

Ibrahim at-Taymi (rahimahullah) sagte: “Der aufrichtig Ergebene ist der, der seine guten Taten so verbirgt, wie er seine schlechten (Taten) verbirgt.“

Ash-Sha’bi (rahimahullah) sagte: „Es gehörte zu der Manier der Gelehrten, dass, wenn sie Wissen hatten, sie es in die Tat umsetzten. Sobald sie das Wissen praktizierten, beschäftigten sie sich mit dem Ausüben, anstatt mit Menschen. Durch ihr Beschäftigtsein, wurde ihre Gegenwart unter den Menschen vermisst, und wenn sie vermisst wurden, wurde nach ihnen gesucht, und wenn sie gesucht wurden, flüchteten sie aus Angst vor Drangsal in ihrem Din (dem Praktizieren).“

Fudayl ibn Iyaad (rahimahullah) pflegte zu sagen: „Wenn du einen Gelehrten oder einen Gläubigen siehst, der darin Gefallen findet, dass seine Rechtschaffenheit vor dem Herrscher oder vor den Kindern der Welt erwähnt wird, dann wisse, dass er einer ist, der Augendienerei betreibt.“

Zu den Zeichen der versteckten Augendienerei gehört es, sich zu freuen, wenn man bemerkt und gelobt wird für seine Tat. Die Salaf hielten dies für ein größeres Vergehen als große Sünden, da es eine kleine Art des Shirk darstellt, was die größte der Sünden ist.

O Bruder! Überprüfe dein Wissen und deine Taten. Wenn du bemerkst, dass du es liebst darin gesehen (ar-riyaa) und gehört (as-sam’aah) zu werden, dann weine darüber, wissend, dass jene, die es liebten gesehen und gehört zu werden, in dieser Welt und im Jenseits gedemütigt und bloßgestellt werden. Wir bitten Allah uns in beiden Welten davor zu schützen.

[Min Akhlaq as-Salaf von Ahmad Fareed]

Quelle: dieerbenderpropheten.WordPress.com

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Der Angeber sollte wissen

„Und der Angeber sollte wissen, dass das, was er zu erreichen versucht, nämlich dass sich die Herzen (von anderen) ihm zuwenden, an ihm vorbeigehen wird. Denn immer wenn er Allah gegenüber unaufrichtig ist, wird ihm die Liebe der Herzen untersagt, und niemand blickt in seine Richtung; anders als der Aufrichtige, der geliebt wird. Wenn der Prahler wüsste, dass die Herzen der Menschen, vor denen er sich aufspielt, in den Händen von Demjenigen sind, dem er ungehorsam ist …. würde er es nicht tun.“

[Ibn al Jawzi, Said al-Khatir]

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Augendienerei (الرياء)

Augendienerei (الرياء)

حَدَّثَنَا يُونُسُ حَدَّثَنَا لَيْثٌ عَنْ يَزِيدَ يَعْنِي ابْنَ الْهَادِ عَنْ عَمْرٍو عَنْ مَحْمُودِ بْنِ لَبِيدٍ

أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ: إِنَّ أَخْوَفَ مَا أَخَافُ عَلَيْكُمْ الشِّرْكُ الْأَصْغَرُ قَالُوا وَمَا الشِّرْكُ الْأَصْغَرُ يَا رَسُولَ اللَّهِ قَالَ: الرِّيَاءُ يَقُولُ اللَّهُ عَزَّ وَجَلَّ لَهُمْ يَوْمَ الْقِيَامَةِ إِذَا جُزِيَ النَّاسُ بِأَعْمَالِهِمْ اذْهَبُوا إِلَى الَّذِينَ كُنْتُمْ تُرَاءُونَ فِي الدُّنْيَا فَانْظُرُوا هَلْ تَجِدُونَ عِنْدَهُمْ جَزَاءً

Mahmud bin Labid berichtete: Der Gesandte Allahs (s.a.s.) hat gesagt: “Was ich am meisten für euch fürchte ist der kleine Götzendienst (arab. schirk)”, worauf sie fragten. “Was ist denn der kleine Götzendienst, o Gesandter Allahs?”, worauf er sagte: “Die Augendienerei (arab. rijā’). Allah, der Erhabene, wird am Tag der Auferstehung, wenn den Menschen ihre Belohnung für ihre Taten gegeben wird, sagen: “Geht zu denen, für die ihr im irdischen Leben eure Taten verrichtet habt und schaut mal, ob ihr eine Belohnung von ihnen bekommt!”.”
(Ahmad 5/228 und 229 / Al-Basjuni und Albani sagen sahih)

Sie werden in drei Kategorien aufgeteilt (Basierend auf Ibn Qudama al Maqdisi S.264) :

1. Vor der Handlung: D. h. dass man sich vornimmt, eine gottesdienstliche Handlung zu tun, um jemanden zu beeindrucken, z. B. schön Koran zu lesen. Man beginnt schon die Tat mit der falschen Absicht. Eine solche Tat ist in jedem Fall zunichte und man bekommt keine Belohnung von Allah dafür.
2. Während der Handlung: D. h. man beginnt eine Handlung mit aufrichtiger Absicht, während der Handlung jedoch beginnt sich die Absicht zu wandeln. Z. B. fängt man ein freiwilliges, rituelles Gebet mit aufrichtiger Absicht an. Dann jedoch liest man extra schön Koran, um Zuschauer bzw. Zuhörer zu beeindrucken. Für diesen Fall gilt: Man bekommt von Allah die Belohnung fürs Gebet. Die Belohnung fürs Koranlesen dabei jedoch ist zunichte gemacht worden.
An dieser Stelle sei jedoch auf eine Schliche des Teufels hingewiesen: Um den Muslim von einer gottesdienstlichen Handlung abzubringen und um deren Belohnung zu bringen, sagt er ihm: “Hör sofort auf, du machst das aus Augendienerei.” Z. B. betet der Muslim in einem Raum alleine und liest dabei eine längere Sure aus dem Koran. Auf einmal kommt jemand zur Tür herein. Der Teufel kommt dann und sagt: “”Hör sofort auf mit dem langen Koranrezitieren, du machst das aus Augendienerei.” In diesem Fall soll man sich fest entschließen, ikhlas (Aufrichtigkeit für Allah) zu haben und einfach weitermachen. Denn die richtige Aufrichtigkeit für Allah bedeutet ja, bei der Tat nur das Streben nach Allahs Wohlgefallen im Auge zu haben, d. h. man unterlässt auch nicht eine Tat wegen der Menschen.
3. Nach der Handlung: D. h. man macht eine gottesdienstliche Handlung mit aufrichtiger Absicht und schließt sie auch mit aufrichtiger Absicht ab. Nach der Handlung spricht man über seine gute Tat. Dies ist gefährlich, denn das bedeutet oft, dass man schon während der Tat oder zu Beginn der Tat möglicherweise keine aufrichtige Absicht hatte. Auf jeden Fall aber verliert man dadurch an Belohnung von Allah, denn eine geheime gute Tat ist viel wertvoller als eine offen ausgeführte gute Tat:

“Wenn ihr Almosen offenkundig gebt, so ist es angenehm, und wenn ihr sie verbergt und sie den Armen gebt, so ist es besser für euch und sühnt eure Missetaten. Und Allah ist eures Tuns kundig.” [2:271]

Fazit : Die Ar-Riyya macht deine gute Taten zunichte.

Quelle: quranundsunna.wordpress.com

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