Beiträge mit dem Schlagwort: Kinder

Dein Kind….

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Fatwa über Spielsachen

Frage Nr. 23445:
Da es uns nicht erlaubt ist, Bilder von Menschen und Tieren zu machen, darf man Kindern erlauben, mit Spielsachen in Menschen- oder Tiergestalt zu spielen?

Antwort:
Alles Lob gebührt Allah.

Shaikh Ibn Uthaimin (möge Allah barmherzig mit ihm sein) sagte:
Was diejenigen (Spielsachen) angeht, deren Gestalt unvollständig ist, indem nur ein Teil der Glieder oder des Kopfes vorhanden sind, aber die Gestalt nicht deutlich ist, so besteht kein Zweifel daran, dass diese erlaubt sind, und diese ähneln den Puppen, mit denen Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) zu spielen pflegte. (Berichtet von al-Bukhari, 6130; Muslim, 2440)

6130: (Bukhari)
‘A’ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: “Ich pflegte mit puppen zu spielen*, als ich mit dem Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, verheiratet war, und ich hatte einige Freundinnen, die auch mit mir spielten. Sie verhielten sich so, dass sie – wenn der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, kam – hinter die Vorhänge verschwanden. Er aber sprach zu ihnen so lieb und leise, dass sie weiter mit mir spielten.”

Aber wenn die Gestalt vollständig ist, und es so ist, als hätte man einen Menschen vor sich – besonders, wenn es sich bewegen oder sprechen kann – dann ist mir nicht ganz wohl bei dem Gedanken, es als erlaubt zu betrachten, da dies eine vollständige Imitation der Schöpfung Allahs ist. Es scheint, dass die Puppen, mit denen Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) zu spielen pflegte, nicht so aussahen; daher ist es vorzuziehen, sie zu vermeiden. Aber ich kann nicht sagen, dass sie mit Sicherheit haram sind, da es für kleine Kinder Ausnahmen gibt, die den Erwachsenen in solchen Dingen nicht gewährt werden. Es ist die Natur kleiner Kinder, zu spielen und Spaß zu haben – sie müssen keine der Taten der Anbetung verrichten; daher können wir nicht sagen, dass sie ihre Zeit mit nutzlosem Spiel vergeuden. Aber wenn eine Person in solchen Angelegenheiten auf der sicheren Seite sein will, sollte derjenige den Kopf abtrennen oder ihn über das Feuer halten, bis er sich erweicht; anschließend kann er ihn zurechtdrücken, bis die Gesichtszüge nicht mehr erkennbar sind.
Majmu Fatawa al-Shaikh Muhammad Ibn Uthaimin (möge Allah barmherzig mit ihm sein), 2/277-278

Anmerkung
(*Manche Rechtsgelehrten gehen auf Grund dieses Hadith davon aus, dass Spielpuppen nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt sein können, und dadurch nicht unter das Bilderverbot fallen. Zu diesen Bedingungen gehört, dass diese höchstens nur der damaligen primitiven Form und Machart entsprechen sollen, und zwar als gestopfter Stoff, der keinerlei feine Einzelheiten der Schöpfung aufweist. Spielpuppen, die heutzutage in den Kaufhäusern zum Kauf angeboten werden, sind auf Grund ihrer Beschaffenheit nicht unbedenklich: Die herrlichen Haarfarben, die beweglichen Wimpern und Augen, welche tränen und sich schließen können, die gelenkigen Arme und Beine, die Merkmale der Schamteile, die Wasser lassen, nebst, dass diese puppen Laute von sich geben. Alle diese Feinheiten sprengen die Grenze des Erlaubten und greifen mit der technischen Entwicklung immer tiefer in die Schöpfung ein. Was das rechtliche Urteil angeht, so gibt es keinen Zweifel darüber, dass für den Hersteller eine derartige Herstellung von puppen dem Bilderverbot nach Hadith Nr. 7042 unterliegt. Wenn diese aber von den Eltern käuflich erworben werden müssen, damit das Kind mit seinen Spielkammeraden gleichgestellt wird und keine psychischen Schäden erleiden soll, dann muss die Puppe den Strapazen der Kinderhände unbeschränkt ausgesetzt sein und auf keinen Fall als Ausstellungsstück auf einem Paradekissen in der Wohnung verherrlicht werden denn das Prinzip lautet, dass die Hebung oder die Verherrlichung des Bildes es verboten macht)

Quelle: Islam-QA.com

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Barmherzigkeit bei der Kindererziehung

Soziale Angelegenheiten

Barmherzigkeit bei der Kindererziehung
Frage:
Ist es erlaubt den Kindern (als Strafe) die vollen Windeln anzulassen, während man ihnen antrainieren möchte, dass sie aufs „Töpfchen“ gehen?

Antwort:
Wallahi, es gehört zur Verantwortung der Eltern, sich um die Kinder zu kümmern. Doch sollten sie keine Härte gegenüber ihren Kindern zeigen, da sie schwache Geschöpfe sind. Wie ihr wisst, beabsichtigen sie Dinge oft nicht oder meinen es nicht so. Der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) leitete die Kinder an, beispielsweise als er (sallAllahu alayhi wa sallam) Anas bin Malik sandte, um etwas zu bringen – Anas kam nicht wieder, so ging er aus dem Haus und fand Anas spielend mit den Kindern vor.
Er (sallAllahu alayhi wa sallam) tätschelte seinen Kopf und sagte lächelnd: „Ya Anas“. Er lächelte! Er sagte, „Oh Anas, bist du gegangen, wohin ich dich geschickt habe?“ Anas sagte: „Nein Ya RasuluLah!“ Der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) schimpfte ihn nicht, und deswegen, sagte Anas, diente er dem Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) 10 Jahre lang. Der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) reagierte nie tadelnd auf eine Handlung von Anas, indem er ihn fragte „Warum hast du dies getan?“ oder „Warum hast du jenes nicht getan?“

Er (sallAllahu alayhi wa sallam) leitete das Gemeinschaftsgebet, und während er in der Sujud (Niederwerfung) war kam Hasan oder Husayn, kletterte auf seine Schulter und blieb dort, bis die Sahaba dachten, das der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sterben würde, aufgrund der langen Sujud, die andauerte bis der Junge fortging. Nach dem Gebet sagte der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam): „Mein Enkel spielte auf meinen Schultern und ich wollte ihn nicht unterbrechen.“ SubhanaAllah, der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) betete und er wollte das Kind nicht beim Spielen stören – er führte das Gemeinschaftsgebet!

Heutzutage sind die Leute sehr engstirnig, sie wollen mit den Kindern keine Barmherzigkeit haben. Doch sind Kinder so erschaffen: sie lieben es zu spielen, und manchmal zerstören sie dabei Dinge. Ihr solltet sie nur anleiten, und ihnen gnädig sein. Sie lieben Barmherzigkeit und wenn man ihnen gegenüber Respekt zeigt und mit ihnen spricht, wie der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam):
Eines Tages kam er zu Abu Umayr, der Junge hatte stets einen Vogel bei sich, und eines Tages war er traurig und weinte. Er (sallAllahu alayhi wa sallam) fragte jemand, was mit Abu Umayr sei und sie sagten ihm, dass sein Vogel gestorben war. Er (sallAllahu alayhi wa sallam) ging freundlich zu ihm und sagte: „Ya Abu Umayr, was geschah deinem Vogel?“ Er sprach mit ihm, wie mit einem Mann.

Umar Ibn Al Khattab sagte über Kindererziehung:
Vom ersten Jahr, in dem das Kind geboren wird, bis zum Alter von sieben Jahren ist es Zeit für ihn zu spielen. Vom achten bis zum 14ten Lebensjahr, leite ihn bezüglich dem, was er tun und was er nicht tun soll. Und vom 15ten Lebensjahr an lässt du ihn, denn er ist nun volljährig. Wenn er 20 Jahre alt ist, ist er ein Mann, weder schlägst, noch beschimpfst du ihn, behandle ihn wie deinen Freund.
So sollten Kinder erzogen, behandelt und mit ihnen umgegangen werden.

Zeigt ihnen keine Härte und haltet sie nicht davon ab, mit anderen zu feixen und zu spielen, lasst sie und sprecht später mit ihnen darüber. Lasst sie dies als eure Barmherzigkeit, ihnen gegenüber erkennen.
Sagt ihnen z.B.: “Du hast das falsch gemacht, doch trotzdem war ich barmherzig und nett zu dir, da ich dein Vater/deine Mutter bin – ich liebe dich und ich möchte, dass du der beste bist, also höre auf meinen Rat. Deshalb habe ich dich gehen und spielen lassen, deshalb habe ich dir das Geschenk gegeben.“

Sprecht zu ihnen auf diese Weise. Sie sind sehr sensible Geschöpfe, also müssen wir mit ihnen umgehen, wie der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) mit ihnen umgegangen ist.

Und Allah weiß es am besten.

Schaykh Muhammad Al Maliki

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Umar (r) und das ungehorsame Kind

Es wurde überliefert, dass eines Tages ein Mann zu ‚Umar ibn Al-Khattab radiyAllahu anhu kam, während seines Kalifat. Jener beschwerte sich über das schlechte Benehmen seines Sohnes. So ließ ‚Umar den Sohn kommen und sprach mit ihm über diesen Ungehorsam gegenüber seinen Vater und wie er das Recht seines Vaters vernachlässigt hat. Daraufhin sagte der Junge: „Ya Amir Al-Mu’minin, hat ein Kind nicht auch Rechte über seinen Vater?“ Und ‚Umar entgegnete: „Gewiss.“ „Was sind diese, ya Amir Al-Mu’minin?“ ‚Umar sagte daraufhin, dass er die richtige Mutter wählen, ihm einen schönen Namen geben und ihm das Buch Allahs, den Qur’an, lehren soll. Der Junge entgegnete: „Ya Amir Al-Mu’minin, mein Vater hat keines dieser Rechte erfüllt. Meine Mutter ist eine Feueranbeterin, er gab mir den Namen Julalan und er lehrte mich nicht einmal einen einzigen Buchstaben im Qur’an.“ ‚Umar drehte sich zum Vater und sagte: „Du bist zu mir gekommen, um dich über den Ungehorsam deines Sohnes dir gegenüber zu beschweren. Du hast die Rechte gegenüber ihm nicht eingehalten, bevor er die Rechte dir gegenüber nicht eingehalten hat. Du hast dich ihm gegenüber falsch verhalten, bevor er sich dir gegenüber falsch verhalten hat.

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