Beiträge mit dem Schlagwort: Iman

Frömmigkeit

Ibn al-Qayyim (rahimahullah) sagte:

“Wer immer fundiertes Wissen von dem hat, was Allah dem Propheten offenbart hat, wird merken, dass die meisten der Leute, welche angeblich fromm sind, häufig die am wenigsten Frommen sind.
Was für eine Frömmigkeit oder Tugend ist in jemandem, der sieht wie ein Übel begangen wird, Allahs Grenzen überschritten werden, der Glaube verloren geht, die Sunnah des Gesandten Allahs verlassen wird und (sogar) davor gewarnt wird – und dennoch gleichgültig in seinem Herzen bleibt?
Seine Zunge schweigt, er ist ein stummer Shaytan, so wie jemand, der gegen den Glauben spricht ein redegewandter Shaytan ist.
Ist nicht die Heimsuchung im Din die Situation derer, die, wenn sie Führerschaft und Versorgung durch den Din erlangen, sich nicht darum scheren, was mit dem Din passiert?
Wahrlich, die Besten unter ihnen sind noch jene, die wenigstens betrübt sind, durch den üblen Zustand der Angelegenheiten.
Wenn jemand solch eine Person in seiner Ehre, seinem Besitz oder Rang angreifen würde, so würde diese Person sicherlich alle notwendigen Schritte gehen, um sich selbst vor diesem Angriff zu schützen. Solche Menschen wurden getestet, sind gescheitert und in Allahs Augen gesunken, dennoch bemerken sie es nicht.
Die Prüfung mit der sie getestet wurden ist der Tod ihrer Herzen. Wenn das Herz (jedoch) lebt und seine Funktion auf dem höchsten Punkt ist, so erhebt es sich in Zorn für Allah und Seinen Propheten und strebt danach Seinen Din voranzutreiben!

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Iman auch ohne Wissen

Ibn Taymiyya (rhahimuhullah) sagte sinngemäß:

“Es ist bekannt, dass eine Person Iman haben kann, obwohl es ihm an Wissen mangelt.
Diese Art von Iman kann aber leicht aus seinem Herz weggenommen werden, ähnlich wie es bei den Bani Israil war, nachdem sie das goldene Kalb gesehen hatten. Was aber denjenigen angeht, dem Wissen und Iman vermacht wurde, so wird dessen Iman niemals aus seiner Brust weichen und so eine Person wird sich niemals vom Islam abkehren.

Umgekehrt, wenn eine Person nur den Quran alleine hat oder Iman alleine, kann sich Iman in Luft auflösen und dies ist die Realität. Wir haben es oft gesehen, dass die meisten, die sich vom Islam abgekehrt haben, diejenigen sind, die den Quran rezitierten, ohne ihn zu verstehen oder ohne Iman zu haben, oder diejenigen, die Iman haben, aber ohne Wissen und den Quran. Aber was den angeht, der (beides) Quran und Iman erlangt hat, so wird sein Iman niemals aus seinem Herzen verschwinden und Allah weiß es am besten.”

(Madschmu al Fatawa 18)

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Schwäche ist keine Entschuldigung sondern ein Verbrechen

Sayyid Qutb: Die Schwäche ist keine Entschuldigung sondern ein Verbrechen
Und die Schwachen werden zu den Hochmütigen sagen: Wir waren doch eure Gefolgsleute! Könnt ihr uns also nicht etwas gegen die Strafe Allahs nützen?

Die Schwachen sind die Schwachen, jene die die größte Auszeichnung mit der Allah den Menschen geehrt hat aufgegeben haben, als sie auf ihre persönliche Freiheit im Denken, Glauben und der Ausrichtung verzichteten und sich selbst zu Gefolgsleuten der Hochmütigen und der Tyrannen machten. Sie unterwarfen sich anderen als Allah unter seinen Dienern und erwählten sich dies anstelle der Unterwerfung zu Allah. Doch die Schwäche ist keine Entschuldigung sondern ein Verbrechen, denn Allah will für niemanden, dass er schwach ist. Er ruft alle Menschen in seinen Schutz, damit sie dadurch Stolz erlangen können, und die Ehre gebührt Allah. Allah will für niemanden, dass er gehorsam oder widerwillig seinen Anteil an der Freiheit abgibt, welche sein Vorzug und die Essenz seiner Würde ist. Keine materielle Macht, in welcher Form auch immer, ist in der Lage einen Menschen zu versklaven, der die Freiheit will und an seiner Menschenwürde festhält. Das einzige was diese Macht erfassen kann ist der Körper. Sie kann ihn verletzen, foltern, fesseln und einsperren. Doch was das Innere angeht, was den Geist angeht und den Verstand, so kann ihn weder jemand einsperren noch demütigen, es sei denn sein Besitzer selbst gibt ihn der Einsperrung und Demütigung preis!

Wer ist in der Lage diese Schwachen in ihrem Glauben, Denken und Benehmen zu Gefolgsleuten der Hochmütigen zu machen? Wer kann diese Schwachen dazu zwingen sich anderen als Allah zu unterwerfen, obwohl Allah ihr einziger Schöpfer, Versorger und Beschützer ist? Niemand. Niemand außer ihr schwaches Selbst. Sie sind nicht etwa schwach wegen ihrer mangelnden materiellen Macht gegenüber den Tyrannen, oder wegen ihres niedrigen Ranges, Vermögens oder Status. Nein, das alles sind nur äußerliche Symptome, die selbst nicht als Schwäche zählen. […] Vielmehr sind sie nur deswegen schwach, weil sie schwach in ihrem Geist, in ihren Herzen, in ihrem Ehrgefühl und ihrem Stolz auf die größte Auszeichnung des Menschen sind.

Die Gedemütigten sind viele und die Unterdrücker sind wenige. Wer ist es, der die Vielen den Wenigen unterwirft? Wer hat sie unterworfen? Das einzige was sie unterwarf ist die Schwäche des Geistes, der Wegbruch des Eifers, das Fehlen des Ehrgefühls, und die innerliche Aufgabe der Würde, welche Allah dem Geschlecht der Menschen schenkte.

Die Tyrannen können die Massen niemals unterjochen, außer mit den Wollen eben dieser Massen. Sie wären immer in der Lage sie zu stoppen, wenn sie nur wollten. Doch der Wille ist, was diesen Herden fehlt. Die Unterdrückung kann nicht bestehen, außer durch die Akzeptanz im Geist der Unterdrückten, und diese Akzeptanz allein ist es, worauf sich die Tyrannen verlassen.

[ Aus Fī Ẓilāl al-Qurān (In den Schatten des Korans) von Sayyid Qutb ]

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Krankheitsauswirkungen der Sünden

Von Ibn Al-Qayyim Al-Jauziyyah

Der große Gelehrte Ibn Al-Qayyim Al-Jauziyyah schrieb die folgenden Worte in einer seiner berühmten Abhandlung, namens „Al-Jawaab Al-Kaafi“, als Antwort auf einen von einer Privatperson an Ihn verfassten Brief, die einen Ratschlag auf die Frage wie sie sich von einer großen Sünde befreien kann, suchte. Werfen wir einen allgemeinen Blick auf die Folgen des Begehens von Sünden.

Eins: Die Abwendung von Wissen:
Wissen ist ein LICHT, welches Allah in die Herzen wirft, und
Ungehorsam (gegenüber Allah) löِscht dieses LICHT aus. Imaam Al-
Schaafi’i sagte: „Ich beklagte mich bei Waki’ über die Schwäche meines
Gedächtnisses, also forderte er mich auf den Ungehorsam (Ungehorsam gegenüber Allah, der durch das begehen von Sünden bewirkt wird) zu unterbinden und belehrte mich, dass Wissen LICHT ist und dass Allahs LICHT nicht den Ungehorsamen gegeben wird.

Zwei: Die Abwendung von Nahrung:
Ebenso wie TAQWAA (Gottesfurcht) Nahrung bringt, so verursacht das Verlassen von TAQWAA Armut. Es gibt nichts, dass in der Lage ist diese Nahrung zu bringen, wie das Verlassen von Ungehorsam.

Drei: Die Abwendung vom Gehorsam gegenüber Allah:
Auch wenn es keine andere Strafe für Sünden geben würde, als dass es den Sünder vom Gehorsam gegenüber Allah abwendet, so wäre dies ausreichend.

Vier: Ungehorsam schwächt das Herz und den Körper:
Das Schwächen des Herzens (durch Ungehorsam) ist eine Sache, die deutlich ist. Ungehorsam schwächt das Herz bis das Leben des Herzens vollkommen beendet ist.

Fünf: Ungehorsam reduziert die Lebensdauer und löscht jeden Segen
aus:
Ebenso wie Rechtschaffenheit die Lebensdauer erhöِht, so wird sie durch Sünden reduziert.

Sechs:
Ungehorsam sät seine eigenen Samen und hat seinen Ursprung in einem selbst bis man sich von ihm trennt. Und von ihm (Ungehorsam) herauszukommen wird schwer für den Diener.

Sieben:
Sünden schwächen den Willen und die Entschlossenheit des Herzens, so dass das Verlangen nach Ungehorsam erstarkt und das Verlangen nach Reue Stück für Stück schwächer wird, bis das Verlangen nach Reue vollkommen aus dem Herzen verschwindet.

Acht:
Jede Art von Ungehorsam ist eine Hinterlassenschaft eines Volkes inmitten der Völِker, welche Allah, der Mächtige und Majestätische, zerstöِrte. Homosexualität ist eine Hinterlassenschaft der Leute von Luut
(Allahs Frieden auf ihm). Das Nehmen von mehr als den eigentlichen
Anteil und das Geben von weniger, ist ein Erbe der Leute von Shu’ayb
(Allahs Frieden auf ihm). Das Suchen von Gröِße und Macht im Land
und das Verursachen von Korruption ist die Hinterlassenschaft der
Leute des Pharao. Hochmut, Arroganz und Tyrannei sind die
Hinterlassenschaft der Leute von Hud (Allahs Frieden auf ihm). Also
trägt der Ungehorsame den Umhang dieser (ungehorsamen) Völِker,
welche die Feinde von Allah subhanahu ua ta’ala waren.

Neun: Ungehorsam, vom Diener ausgehend, ist ein Anlass dafür, um von Allah in Verachtung gelassen zu werden.

Al-Hasan Al-Basri (möge Allah sich seiner erbarmen) sagte: „Sie werden verachtenswert in Allahs Angesicht, daher missachtet sie Allah. Wären Sie ehrenhaft in Allahs Angesicht, dann hätte Allah Sie geschützt.“
Allah, der Erhabene sagt:

„Hast du nicht gesehen, dass sich vor Allah anbetend niederwirft, wer in den Himmeln und auf Erden ist – ebenso die Sonne, der Mond und die Sterne, die Berge, die Bäume und die Tiere und viele Menschen? Für viele aber ist die Strafe fällig geworden. UUnd wer von Allah erniedrigt wird, dem kann keiner Ehre geben.U Wahrlich, Allah tut, was Er will.“ [Sura Al-Hajj:18]

Zehn:
Die Krankheitsauswirkungen des Sünders erreichen auch diejenigen, die um Ihn sind. (zum Beispiel: Die sich Ihm gesellen und somit auch an Seinen Sünden teilhaben.) Wie es auch bei den Tieren resultiert, wenn sie von einem Leid getroffen werden.

Elf:
Der Diener Allahs fährt mit seinen Sünden fort bis diese sehr leicht
für Ihn werden und sie Ihm unwesentlich erscheinen und diese Sünde ist eine Sünde der Zerstrِörung. Immer wenn eine Sünde in der Sicht des Dieners unwesentlich erscheint, wird sie im Angesicht Allahs groß!
Ibn Mas’ud (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte: „Gewiss, der Mu’min sieht seine Sünden, als stünde er am Fuße eines Berges, mit Angst erfüllt, dass dieser auf ihn stürzen wird. Während der Sünder seine Sünden wie eine Fliege betrachtet, welche an seiner Nase vorbei fliegt. Also versucht er sie loszuwerden indem er mit seiner Hand herum schwingt.“ (Al- Bukhary [ungefähre Übersetzung])

Zwölf:
Ungehorsam erntet Erniedrigung und Demut.
Ehre:Alles von ihr liegt in der Abhängigkeit von Allah.
Abdullah Ibn Al-Mubaarak sagte: Ich habe Sünden gesehen, die Herzen töteten, und Erniedrigung wird bei deren Fortführung (der Sünden) geerntet. Das Verlassen von Sünden belebt das Herz und die Vorbeugung gegenüber der Seele ist besser für dieses (das Herz).

Dreizehn:
Ungehorsam verdirbt den Intellekt (bzw. Verstand). Der
Intellekt hat Licht, und Ungehorsam löِscht dieses Licht aus. Wenn das
Licht des Intellekts erloschen ist, wird es schwach und mangelhaft.

Vierzehn:
Wenn der Ungehorsam ansteigt, wird das Herz des Gläubigen versiegelt, so dass er einer der Achtlosen wird. Allah, der Erhabene, sagt: „Nein, jedoch hat sich das, was sie zu erwerben pflegten, über ihren Herzen angesetzt“ [Sura Al-Mutaffifin:14] [ungefähre Übersetzung]

Fünfzehn:
Sünden bewirken die unterschiedlichsten Arten der Verderbnis, die im Land vorkommen. Verdorbenheit des Wassers, der Luft, der Pflanzen, der Früchte und der Wohnstätten. Allah, der erhabene, sagt: „Unheil ist auf dem Festland und auf dem Meer sichtbar geworden um dessentwillen, was die Hände der Menschen gewirkt haben, auf dass Er sie die (Früchte) so mancher ihrer Handlungen kosten lasse, damit sie umkehren.“ [Sura Ar-Rom:41] [ungefähre Übersetzung]

Sechzehn:
Das Verschwinden von Schamhaftigkeit, welches ein wesentlicher Bestandteil im Leben eines Herzens ist und auch die Basis allen Gutens.
Es ist authentisch vom Gesandten Allahs (Allahs Segen und Heil auf ihm) überliefert, dass er sagte:

„Schamhaftigkeit kann nur Gutes einbringen.“ (Al-Bukhari und Muslim)

Nach Muslim sagte er (Allahs Segen und Heil auf ihm):
„Schamhaftigkeit ist durch und durch gut.“, oder er sagte: „Jegliche Schamhaftigkeit ist gut.“ [ungefähre Übersetzung]

Ein Dichter sagte: „Und bei Allah, es ist nichts Gutes im Leben oder auf der Welt, wenn der Anstand verschwindet.“

Siebzehn:
Sünden schwächen und reduzieren die Verherrlichung Allahs, dem Allmächtigen im Herzen des Dieners.

Achtzehn:
Sünden sind der Grund dafür, dass Allah Seinen Diener
vergisst (also nicht beachtet, denn Allah ist der Allwissende und vergisst niemals etwas). Ihn verlassend und sich selbst überlassend, um sich selbst gegen seine Seele und seinen Schaytaan zu wehren. Und darin liegt die Zerstörِung, von der keine Erlösِung zu erhoffen ist.

Neunzehn:
Sünden entfernen den Diener vom Reich des Ihsaan (Gutes tun) und er ist nicht in der Lage die Belohnung derer zu erlangen, die gutes tun. Wenn Ihsaan das Herz erfüllt, wird das Herz vor dem Ungehorsam behütet.

Zwanzig:
Ungehorsam führt zum Einstellen von Allahs Huld und
rechtfertigt Allahs Strafe. Kein Segen höِrt auf den Diener zu erreichen, es sein denn in Folge einer Sünde und keine Strafe wird über ihn verhängt, es sei denn in Folge einer Sünde.

Ali (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte:
„Keine Prüfung Allahs kommt herab außer sie ist durch eine Sünde fällig geworden, und diese Prüfung kann nicht abgewendet werden außer durch Reue.“

Allah, der Erhabene, sagt:
„Und was euch an Unglück treffen mag, es erfolgt auf Grund dessen, Uwas eure Hände gewirkt haben. Und Er vergibt vieles.“
[Sura As-Schura:30] [ungefähre Übersetzung]

Und Allah, der Erhabene, sagt auch:
„Dies (ist so), weil Allah niemals eine Gnade ändern würde, die Er einem Volk gewährt hat, bis sie sich
selbst (zum Schlechten) verändern. Und Allah ist Allhörend,
Allwissend.“
[Sura Al-Anfal:53] [ungefähre Übersetzung]

Möِge Allah uns gnädig sein und uns helfen die Sünden zu verlassen, diedie Gründe unserer Probleme sind. Amin

[Der Großteil dieses Artikels wurde von Ibn Al-Qayyims „Al- Jawaab Al-Kaafi“ und die „Krankheitsauswirkungen der Sünden“ von Muhammad Saalih Ibn Al-’Utheimin abgeleitet.]

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Zehn Dinge die wir vergeuden

10 Dinge, die wir vergeuden
10 Dinge, die wir vergeuden

1. Unser Wissen:
Vergeudet dadurch, dass wir nicht danach handeln.

2. Unsere Taten:
Vergeudet dadurch, dass wir sie nicht mit Aufrichtigkeit verrichten.

3. Unser Vermögen:
Vergeudet durch das Ausgeben für Dinge, die uns keine Ajr (Belohnung von Allah) einbringen. Wir vergeuden unser Geld, unsere Stellung, unsere Autorität, für Dinge, die uns weder in diesem Leben noch im Akhira (Jenseits) Nutzen bringen.

4. Unsere Herzen:
Vergeudet, weil in ihnen kein Platz ist für die Liebe zu Allah und dem Verlangen, sich Ihm zuzuwenden und das Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit, da unsere Herzen stattdessen mit anderen Dingen oder Personen gefüllt sind.

5. Unsere Körper:
Vergeudet, weil wir sie nicht für Ibada (Anbetung) und gottesdienstliche Handlungen für Allah nutzen.

6. Unsere Liebe:
Unsere emotionale Liebe ist den falschen Dingen zugewandt, nämlich nicht Allah, sondern etwas oder jemand anderem.

7. Unsere Zeit:
Vergeudet, da sie nicht richtig genutzt wird, um das auszugleichen, was geschehen ist, durch das Verrichten von rechtschaffenen Taten, um die vorigen Taten zu ersetzen.

8. Unser Intellekt:
Vergeudet an Dingen, die nicht nützlich und für die Gesellschaft und den einzelnen Menschen schädlich sind, anstatt an Einkehr und Besinnung.

9. Unser Dienst:
Vergeudet durch den Dienst für jemanden, der uns nicht näher zu Allah bringen wird oder uns in der Dunya (Diesseits) nützt.

10. Unser Dhikr (Gedenken Allahs):
Vergeudet, weil es keine Auswirkung auf uns oder unsere Herzen hat.

Imam Ibn al-Qayyim al-Jawziyya

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Glaube im Herzen und danach Handeln

Al-Hasan Al-Basrî sagte:
„Der Glaube besteht nicht aus Hoffnung, sondern aus dem, was sich im Herzen befindet und was durch die Tat bestätigt wird. Es gibt Menschen, die die gute Meinung über Allâh blendet, bis sie diese Welt ohne eine gute Tat verlassen.

Sie sagen: »Wir denken gut über Allâh.« Sie lügen. Bei Allâh, wenn sie gut gedacht hätten, hätten sie gut gehandelt!“

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Was ist ein Gläubiger

Abu Umamah berichtet: Ein Mann fragte den Gesandten Allahs, Frieden und Segen auf ihm, “Was ist Glaube?” Er antwortete: “Wenn du froh bist über deine guten Taten und traurig über deine schlechten Taten, dann bist du ein Gläubiger.” Der Mann sagte: “Oh Gesandter Allahs, was ist Sünde?” Er antwortete: “Wenn du etwas in deiner Seele ablehnst, dann solltest du es lassen.”

[Musnad Ahmad, Nr 21662, Sahih]

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Die Tugend der Geduld und Dankbarkeit

Die Tugend der Geduld und Dankbarkeit

As-Safar sagte: Abu Bakr wurde krank, so besuchten einige Leute ihn und fragten ob sie für ihn einen Arzt rufen sollen. Er sagte, „Der Arzt hat mich bereits gesehen.“ Sie fragten, „Was sagte er?“ Abu Bakr sagte: Er sagte, „Ich tue was ich will.“ (Gemeint hatte er, dass Allah sein Arzt ist und Er ihn krank oder gesund machen kann, nach Seinem Willen.)
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Umar ibn al-Khattab (ra) sagte: “Die besten Tage, die wir je erlebt haben waren auf Grund von Geduld, und wenn Geduld die Gestalt eines Menschen annehmen würde, wäre er ein edler und großzügiger Mensch.“
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Ali ibn Abi Talib (ra) sagte: “Das Verhältnis der Geduld zum Iman ist wie das Verhältnis des Kopfes zum Körper. Wenn der Kopf abgeschlagen wird, wird der Körper nutzlos.”
Dann erhob er seine Stimme und sagte: “Wahrlich, derjenige der keine Geduld hat, hat keinen Iman; und die Geduld ist wie ein Reittier, das niemals müde wird.”
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Umar bin Abd al-Aziz sagte: „Allah schenkte nie einem Seiner Diener Seinen Segen und nahm es von ihm wieder weg, ohne ihm dafür Geduld als Gegenleistung, für das was weggenommen wurde, zu geben, außer wenn der Ersatz besser war als das, was von ihm weggenommen wurde.“
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Salman al-Farsi (ra) sagte:
Es gab einen Mann, dem viel vom Reichtum dieser Welt gegeben wurde, und dann wurde es ihm wieder weggenommen. Aber er fuhr fort Allah zu lobpreisen und IHM zu danken, bis er alles verloren hatte, sogar sein Bett. Und dennoch lobpreiste er Allah und bedankte sich bei IHM.

Ein anderer Mann, der auch viele Reichtümer dieser Welt besaß , fragte ihn: „Wofür bedankst du dich bei Allah und lobpreist IHN??“

Der Mann antwortete: „Ich lobpreise und danke Allah für Segen, die ich nie hergeben würde, wenn andere mir ihr ganzes Hab und Gut im Gegenzug anbieten würden.“
„Was kann das denn sein?“, fragte der andere Mann.
Er sagte: „Kannst du nicht sehen? Ich habe mein Augenlicht, meine Zunge, meine Hände, meine Füße, etc….“
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Layth ibn Abi Burdah sagte:
Wenn Allah die Leute am Tage des Jüngsten Gerichts versammelt, wir Er sie an Seine Segen erinnern. Einer seiner Diener wird sagen: „Erinnere mich an etwas“.
Und Allah wird sagen: „Erinnere dich als du von diesen und jenem Unheil betroffen warst, und du hast zu Mir gebetet, so erlöste Ich dich davon.
Erinnere dich als du an den und den Ort reistest und Mich darum gebeten hast dir einen Begleiter zu geben, und Ich tat es.
Erinnere dich als du um die Hand von so-und-so der Tochter von so-und-so angehalten hast, und andere auch um ihre Hand anhielten, doch Ich gab sie dir zur Heirat und hielt die anderen fern.“
Der Diener wird vor seinem Herrn stehen, der ihn an viele Seiner Segen erinnern wird.

Dann begann der Erzähler dieser Geschichte (Layth) zu weinen und sagte: „Ich hoffe, dass keiner vor seinem Herrn auf diese Weise stehen wird, weil derjenige der dies tut, bestraft wird.“ (dh. wenn Allâh auf etwas hinweisen muss, dass offensichtlich sein sollte, ist das ein Zeichen von Undankbarkeit der Person, und sie wird dafür bestraft.)
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Ein Wissender sagte:
Den Reichtum dieser Welt von uns fernzuhalten ist ein größerer Segen von Allah, als der Segen von den Dingen, die Er uns gegeben hat, denn Allah mochte nicht dass Sein Prophet den Luxus dieser Welt besaß.
Also bevorzuge ich so zu leben, wie Allah es für Seinen Gesandten bevorzugte, als ein Leben zu leben, den Allah für ihn nicht wünschte.
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Ein Mann sagte zu Abu Hazim:
„Wie ist die Dankbarkeit der Augen?“
Er sagte: „Wenn du gute Dinge siehst sprichst du über sie, und wenn du schlechte Dinge siehst schweigst du darüber.“
Er fragte: „Wie ist die Dankbarkeit der Ohren?“
Er sagte: „Wenn du etwas Gutes hörst nimmst du es an, und wenn du etwas Schlechtes hörst weist du es zurück.“
Dann fragte er: „Wie ist die Dankbarkeit der Hände?“
Er sagte: „Nimm nichts was dir nicht gehört, und halte dich nicht davon ab den Anspruch Allahs (Zakat) zu bezahlen.“
Dann fragte er: „Wie ist die Dankbarkeit des Kopfes?“
Er sagte: „Wissen darin zu haben.“
Dann fragte er: „Wie ist die Dankbarkeit der Geschlechtsteile?“
Er zitierte: „….und ihre Schamteile bewahren; außer gegenüber ihren Gattinnen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen; denn dann sind sie nicht zu tadeln. Diejenigen aber, die darüber hinaus etwas begehren, sind Übertreter.“ (23:5-7)
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Ibn Abi’d-Dunya erwähnte, dass Dawud (as) Allah subhanahu wa ta’ala fragte: „Was ist der geringste Deiner Segen?“ Allah offenbarte ihm: „O Dawud, atme ein.“ Dawud tat dies, und Allah sagte ihm: Dies ist die unbedeutendste meiner Wohltaten für euch.“

[Übersetzung ohne Gewähr aus „Uddat as-Sabirin wa Dhakirat ash-Shakirin“ von ibn al-Qayyim ]

 

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