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Das ist Liebe

Das ist Liebe

Manche verbringen ihr ganzes Leben mit Suchen. Manchmal gebend, manchmal nehmend. Manchmal folgend. Aber meistens nur wartend. Sie glauben, dass Liebe ein Ort ist, welchen du bekommst: ein Ziel am Ende einer langen Straße. Und sie können das Ende der Straße nicht abwarten, um ihr Ziel zu erreichen. Sie sind jene Herzen, die durch die Bewegung von Herzen bewegt werden. Die hoffnungslosen Romantiker, die Liebesgeschichtenaufsauger oder jeder aufrichtige Ausdruck von wahrer Hingabe. Für sie ist die Suche eine fast lebenslange Besessenheit. Aber, dieses tragische „Suche“ hat ihre Kosten – und ihre Gaben.

Der Weg dieser Erwartungen und das „in die Liebe verliebt sein“ ist schmerzhaft, aber es kann seine eigenen Lektionen bringen. Lektionen über die Art der Liebe, diese Welt, die Menschen und das eigene Herz, welches eben ein oft sehr schmerzhafter Weg sein kann. Am Allermeisten kann dieser Weg auch eigene Lektionen über den Schöpfer der Liebe bringen.

Diejenigen, die diese Route nehmen werden, erreichen oft das Wissen, dass die menschliche Liebe, die sie suchen, nicht das Ziel ist. Irgendeine Form von dieser menschlichen Liebe kann ein Geschenk sein. Es kann ein Mittel sein. Aber in dem Moment, an dem du es zum Ende machst, wirst du fallen. Und du wirst dein ganzes Leben mit dem falschen Fokus leben. Du wirst bereit werden, das Ziel aus Gründen der Mittel, zu opfern. Du wirst dein Leben geben, um ein “Ziel“ der weltlichen Perfektion, zu erreichen, das nicht existiert.

Und wer einer Fata Morgana hinterherläuft, wird nie dort ankommen; aber weiter laufen. Und so wirst du einfach weiterlaufen und bereit sein nicht zu schlafen, weinen, bluten und wertvolle teile deiner Selbst zu opfern – manchmal sogar die eigene Würde. Aber du wirst nie erreichen, was du in diesem Leben suchst, denn was du suchst, ist kein weltliches Ziel. Die Art der Vollkommenheit, die du suchst, kann nicht in der materiellen Welt gefunden werden. Du kannst sie nur in Allah finden.

Das Bild der menschlichen Liebe, die du suchst, ist eine Illusion in der Wüste des Lebens. Wenn es das ist, was du suchst, dann wirst du immer nur auf der Jagd sein. Doch egal wie nah du einer Fata Morgana kommst, du wirst sie nie berühren können. Du wirst keine eigene Vorstellung besitzen. Du kannst keine Kreation des eigenen Verstands halten.

Du gibst dein ganzes Leben noch immer, um diesen „Ort“ zu erreichen. Du tust dies, weil in den Märchen das die Stelle ist, wo die Geschichte endet. Es endet beim Finden, dem Verbinden, der Heirat. Zwei Seelen als ein Ganzes. Und alle um sie herum werden dich denken lassen, dass die Weg dort endet: an der Stelle, wo du deinen Seelenverwandten getroffen hast, deine andere Hälfte – an dem Punkt der Straße, wo du heiratest. Dann und nur dann, sagen sie dir, wirst du endgültig komplett sein. Das ist natürlich eine Lüge, denn den Abschluss findest du in nichts anderem als in Allah.

Aber die Lektionen, die du gelernt hast, seit du klein warst – von jeder Geschichte, jedem Lied, jedem Film, jedem Spot, jeder wohlmeinenden Tante – ist, dass du nicht anders komplett sein wirst. Und wenn – Allah bewahre – du einer der „Außenseiter“ sein wirst, welcher nicht geheiratet hat oder geschieden wurde, giltst du als fehlerhaft oder in gewisser Weise unvollständig.

Die Lektion die du gelernt hast, ist, dass die Geschichte mit der Hochzeit endet und dann kommt das, wo das Paradies beginnt. Der Punkt, an dem du erlöst und komplett sein wirst und alles, was einmal gebrochen wurde, wird behoben werden. Das einzige Problem ist, dass dort die Geschichte nicht endet. Dort beginnt sie! Dort beginnt der Aufbau: der Aufbau eines Lebens, der Aufbau des Charakters, der Aufbau von Geduld, Ausdauer und Opferbereitschaft. der Aufbau der Selbstlosigkeit. der Aufbau der Liebe.

Und der Aufbau deines Weges zu Ihm zurück.

Aber wenn die Person, die du geheiratet hast, dein ultimativer Fokus im Leben wird, hat dein Kamp gerade begonnen. Jetzt ist dein Ehepartner deine größte Prüfung. Bis du diese Person aus dem Platz deines Herzens entfernst, welches nur für Allah sein sollte, wird es wehtun. Ironischerweise wird dein Ehepartner das Werkzeug für diese schmerzhafte Extraktion werden, bist du lernst, dass es Orte im menschlichen Herzen gibt, die nur von – und für – Allah gemacht sind.

Unter den anderen Lektionen, die du auf diesem Weg lernen kannst – nach einer langen Straße mit Verlust, Gewinn, Versagen, Erfolg und so vielen Fehlern – ist, dass es mindestens zwei Arten von Liebe gibt. Es wird einige Menschen geben, die du dafür liebst, was du von ihnen bekommst: Was sie dir geben, ist welches Gefühl sie dir geben. Das ist vielleicht die Mehrheit der Liebe – das ist auch, was so viel Liebe instabil macht. Die Fähigkeit einer Person zu geben, ist unbeständig und wechselnd. Deine Antwort auf das was du gegeben hast, ist ebenfalls unbeständig und wechselnd. Also, wenn du einem Gefühl nachjagst, wirst du immer jagen. Kein Gefühl wird immer konstant bleiben. Wenn die Liebe davon abhängig ist, wird es auch unbeständig und wechselnd werden. Und wie in allem in dieser Welt heißt es, je mehr du dem hinterherrennst, desto mehr wird es von dir davonlaufen.

Aber, ab und zu, betreten Menschen dein Leben, dass du liebst – nicht für das, was sie dir geben – aber für das, was sie sind. Die Schönheit, die du in ihnen siehst reflektiert den Schöpfer wieder, so dass du sie liebst. Jetzt plötzlich geht es nicht darum, was du bekommst, sondern um das, was du geben kannst. Das ist selbstlose Liebe. Diese zweite Art von Liebe ist seltenste. Und wenn die Basis, und nicht in Konkurrenz zu sein, die Liebe zu Allah ist, wird es auch die meiste Freude bringen. Auf einer anderen Weise zu lieben, heißt, abhängig zu sein, Erwartungen zu haben – alles Zutaten für Elend und Enttäuschung.

Für all jene, die ihr Leben damit verbracht haben zu suchen, wissend, dass die Reinheit von irgendetwas nur an der Quelle zu finden ist. Wenn es Liebe ist, die du suchst, suche sie bei Allah. Jeder andere Fluss, nicht basierend auf Seine Liebe, vergiftet denjenigen, der davon trinkt. Und der Trinkende wird weitertrinken, bis das Gift ihn tötet. Er wird weiterhin innerlich mehr und mehr sterben, bis er stoppt und die reine Quelle des Wassers findet.

Sobald du beginnst alles Wunderschöne als eine Reflektion von Allahs Schönheit zu sehen, wirst du lernen auf die richtige Art und Weise zu lieben: Um Seinetwillen. Alles und jeden den du liebst, wird durch Ihn und für Ihn sein. Die Grundlage solch einer Liebe ist Allah. Also, was du in der hältst ist nicht länger ein instabiles Gefühl, eine flüchtige Emotion. Und was du verfolgst, wird nicht länger ein vorübergehendes Hochgefühl sein. Was du hältst, was du verfolgst, was du liebst, wird Allah sein: der „Einzige“ der stabil und konstant bleibt. Danach wird alles durch Ihn sein. Alles, was du gibst oder nimmst, was du liebst oder nicht liebst, wird von Ihm sein. Nicht von deinem Nafs. Es wird für Ihn sein. Nicht für dein Nafs.

Das heißt, du wirst lieben, was Er liebt und nicht lieben, was Er nicht liebt. Und wenn du liebst, gibst du dem Geschöpf – und erwartest nicht etwas als Gegenleistung. Du wirst lieben und du wirst geben, aber Er wird mit dir zufrieden sein. Und derjenige, mit dem Allah zufrieden ist, ist der reichste und großzügigste von allen Liebenden. Deine Liebe wird von Ihm sein, für Ihn und wegen Ihm. Das ist die Befreiung des Selbst aus der Sklaverei zu irgendeinem erschaffenen Ding. Und es ist Freiheit. Es ist Freude.

Das ist Liebe.
Quelle auf englisch
Übersetzt von al-ghariba

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Die Grenzen Allahs

Umm Muhammad, eine reife Frau im Alter von 40 Jahren, erzählt ihre Geschichte.
Ich lebte ein Leben mit meinem Ehemann mit bescheidenen Mitteln. Es gab nie Nähe oder Harmonie zwischen uns und mein Mann hatte nicht die starke Persönlichkeit, auf die eine Frau hoffen würde, aber seine gute Natur ließ mich über die Tatsache hinwegsehen, dass ich diejenige war, die für die meisten Entscheidungen in der Familie zuständig war.
Mein Mann erwähnte oft seinen Freund und Geschäftspartner und redete über ihn in meiner Anwesenheit. Ich traf ihn oft in seinem Büro, das ursprünglich Teil unserer Wohnung war. Das ging für viele Jahre so weiter, bis die Umstände dazu führten, dass wir und er und seine Familie uns Besuche abstatteten. Diese Familienbesuche wiederholten sich und aufgrund seiner engen Freundschaft mit meinem Mann merkten wir nicht, wie die Zahl unserer Besuche stieg und wie viele Stunden ein einzelner Besuch dauerte. Er kam oft alleine, um lange mit uns – mir und meinem Mann –zu sitzen. Das Vertrauen meines Mannes in ihn kannte keine Grenzen und als die Tage vergingen, lernte ich diese Person sehr gut kennen und erkannte, wie wundervoll und anständig er war. Ich begann, eine starke Zuneigung zu diesem Mann zu empfinden und gleichzeitig fühlte ich, dass dieses Gefühl auf Gegenseitigkeit beruhte.
Die Dinge entwickelten sich auf eine seltsame Weise, nachdem ich feststellte, dass das der Typ Mann war, von dem ich immer geträumt hatte. Warum war er jetzt aufgetaucht, nach all den Jahren? Je mehr das Ansehen dieses Mannes in meinen Augen stieg, desto mehr schwand das Ansehen meines Ehemannes. Es war so, als hätte ich zuerst die Schönheit seines Charakters sehen müssen, um zu erkennen, wie hässlich der Charakter meines Mannes war.
Die Sache zwischen dieser Person und mir ging nicht über diese anhaltenden Gedanken hinaus, die meine Gedanken Tag und Nacht beschäftigten. Weder er noch ich sprachen jemals aus, was wir in unseren Herzen fühlten…bis zum heutigen Tag. Nichtsdestotrotz ist mein Leben am Ende und mein Ehemann ist nicht mehr als ein schwacher Mann mit null Selbstbewusstsein. Ich hasse ihn und ich weiß nicht, wie dieser ganze Hass gegen ihn begann, überzukochen. Ich frage mich, wie ich all die Jahre mit ihm zurechtgekommen bin, wie ich all die Bürden selbst getragen habe und mich alleine den Problemen des Lebens gestellt habe.
Die Dinge wurden so schlecht, dass ich ihn um eine Scheidung bat und er schied sich von mir auf meine Anfrage hin. Danach wurde er ein gebrochener Mann. Noch schlimmer ist aber, dass nachdem meine Ehe zerbrach und meine Kinder und mein Ehemann am Boden zerstört waren, es auch zu Problemen in der Familie dieses Mannes kam. Seine Frau bemerkte aufgrund ihrer weiblichen Intuition, was tief in seinem Herzen vorging und sein Leben wurde zur Hölle. Sie war so überwältigt von Eifersucht, dass sie einmal um zwei Uhr in der Nacht aus dem Haus ging und kam, um mein Haus anzugreifen. Sie schrie, heulte und warf mit Anschuldigungen um sich. Auch seine Ehe war kurz davor, zu zerbrechen.
Ich gebe zu, dass die netten Zusammenkünfte, die wir damals genossen, uns die Gelegenheit gaben, einander zu einer Zeit in unserem Leben kennenzulernen, wo es nicht mehr angemessen war.
Seine Ehe wurde zerstört und meine ebenfalls. Ich habe alles verloren und jetzt weiß ich, dass meine und seine Lebensumstände es nicht erlauben werden, irgendeinen positiven Schritt zueinander zu machen. Jetzt bin ich noch unglücklicher als ich es
jemals war und ich bin auf der Suche nach illusionärem Glück und verlorenen Hoffnungen.
Auge um Auge, Zahn um Zahn

Das Zusammentreffen und Vermischen von Männern und Frauen an einem Platz, gemeinsame Versammlungen und das Enthüllen und Präsentieren der Frauen vor Männern sind im Gesetz des Islam (Sharīʿah) verboten. Diese Taten sind verboten, weil sie zu den Ursachen für das Erwecken von Verlangen, Fitnah (Verführungen oder Versuchungen, die schlechte Konsequenzen beinhalten) und das Begehen von Unanständigkeiten und Missetaten zählen.

Unter den vielen Beweisen für das Verbot des Treffens und Vermischens von Männern und Frauen in Qur’ān und Sunnah finden sich folgende:

…Wenn ihr die Frauen des Propheten um etwas ersucht, fragt sie hinter einem Vorhang! Das ist für eure Herzen und die ihren lauterer… (33:53)

Als ibn Kathīr (rahīmahullāh) diesen Vers erklärte, sagte er: „Das bedeutet, ‚so wie Ich euch verbat, ihre Räume zu betreten, verbiete Ich euch, sie überhaupt anzuschauen.‘ Wenn jemand etwas von einer Frau nehmen will, so sollte er es tun, ohne sie anzuschauen. Wenn jemand eine Frau nach etwas fragen will, so muss er es hinter einem Sichtschutz tun.“

Der Prophet (ṣallallāhu ʿalayhi wa sallam) setzte die Trennung von Männern und Frauen durch – selbst an Allāhs meistgeehrten und bevorzugten Ort: in der Moschee. Das wurde erreicht durch die Trennung der Reihen der Frauen von denen der Männer; Männer wurden gebeten, nach den Pflichtgebeten in der Moschee zu bleiben und eine Tür wurde speziell den Frauen zugeteilt. Die Beweise für das Obige sind:

Umm Salamah raḍiyAllāhu ʿanha sagte, dass nachdem Rasūlullāh ṣallallāhu ʿalayhi wa sallam zweimal „as-salamu alaykum wa rahmatullah“ sagte, er aufstand und ging. Bevor er ging, blieb er noch eine Weile. Ibn Shihab sagte, dass er dachte, dass das Bleiben des Propheten ṣallallāhu ʿalayhi wa sallam den Zweck hatte, dass die Frauen, die weggehen wollten, vor den Männern gehen konnten. (al-Bukhary Nr. 793)

Abū Dawūd überliefert den gleichen Hadīth in Kitāb as-Salāh unter der Nummer 876 unter dem Titel „Insirā an-Nisā’ Qabl ar-Rijāl min al-Salāh“ (Das Weggehen der Frauen vor den Männern nach dem Gebet): „Wir sollten diese Tür der Moschee den Frauen überlassen.“

Nāfiʿ sagte: „Ibn ʿUmar ging nie wieder durch diese Tür rein, bis er starb.“ (Überliefert von Abū Dawūd unter der Nummer 484 in „Kitāb as-Salāh“ unter dem Kapitel „at-Tashdid fī Thālik“.
Abū Hurayrah sagte, dass der Prophet ṣallallāhu ʿalayhi wa sallam sagte: „Der Beste aus den Reihen der Männer ist der Erste und der Schlechteste ist der Letzte und die Beste aus den Reihen der Frauen ist die Letzte und die Schlechteste ist die Erste.“ (Überliefert von Muslim unter der Nummer 664).

Das ist der stärkste Beweis dafür, dass das islamische Gesetz (Sharīʿah) das Treffen und Vermischen von Männern und Frauen verbietet. Je weiter die Männer von den Reihen der Frauen entfernt sind, desto besser und umgekehrt. Wenn diese Prozeduren und Vorsichtsmaßnahmen in einer Moschee, die ein reiner Ort der ʿIbādah ist, wo die Leute so weit weg wie möglich vom Erwecken von Verlangen und Versuchung sind, vorgeschrieben und eingehalten wurden, dann müssen dieselben Prozeduren an anderen Orten zweifellos noch strenger befolgt werden.

Abū Usayd al-Ansarī überlieferte, dass er hörte, wie Rasūlullāh ṣallallāhu ʿalayhi wa sallam auf dem Weg aus der Moschee zu den Frauen sagte, als er sah, dass Männer und Frauen sich auf dem Heimweg mischten: „Macht Platz (d.h. geht auf die Seiten), denn es ist nicht angemessen für euch, in der Mitte des Weges zu gehen.“ Danach gingen die Frauen so nah an der Wand, dass sich ihre Kleider darin verfingen. (Überliefert von Abū Dawūd in „Kitab al-Adab min Sunanihi“, Kapitel „Mashyu an- Nisā’ Ma’ ar-Rijāl fī at-Tariq“)

Auszug aus einer Fatwa von IslamQA

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Ghira – die gute Form der Eifersucht

Ghira – die gute Form der Eifersucht

Das Wiederbeleben des Ehrgefühls

Wir leben in einer Gesellschaft, in der die meisten Frauen und Männer das Gefühl von Anstand verloren haben, Frauen sind von ihrem Äußeren besessen und tragen Kleidung, um von anderen gesehen zu werden und um die Aufmerksamkeit der Männer auf sich zu ziehen, selbst wenn sie verheiratet sind! Sie haben ihr Schamgefühl verloren. Die Heirat wird häufig als altmodisch angesehen und kurze Affären und leichtsinnige Beziehungen sind die Norm, jeder wartet darauf einen besseren Partner anzuziehen und fühlt sich dabei gerechtfertigt mit einem Partner für einen anderen Schlusszumachen . Der Feminismus hat seinen Gipfel erreicht und den Frauen und Männern wird gesagt, dass sie ihre natürlichen Gefühle unterdrücken sollen. Männer
fühlen sich noch nicht einmal bloßgestellt, wenn ihre Frauen sich aufdonnern, um die Aufmerksamkeit von anderen Männern anzuziehen, es stört sie nicht, wenn andere Männer ihre Frauen sehen, mit ihnen plaudern, lachen und sogar tanzen und wenn es sie doch stört, wird ihnen gesagt, dass sie nicht so besitzergreifend sein sollen!

Im Islam gibt es den Begriff von Ghirah. Ghirah ist ein arabisches Wort und bedeutet Schutz oder Eifersucht. Es ist eine gute Form der Eifersucht, in der ein Mann für seine Frau, für seine Schwestern oder für andere Frauen Eifersucht oder einen Beschützerinstinkt fühlt und er es nicht mag, wenn andere Männer sie anschauen. Es ist ein natürliches Gefühl, dass Allah den Männern und Frauen gegeben hat. Der Prophet hatte die meiste Girah für seine Frauen und alle Gefährten waren bekannt für ihre Ghirah. Alle muslimischen Männer sollten für die muslimischen Frauen einen gemeinsamen Beschützerinstinkt besitzen, so wie Allah im Quran sagt: „Die Männerstehen in Verantwortung für die Frauen…“ (Sura an-Nisa:34)

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Ich fühle als wären deine Fesseln um meinen Nacken

Ich fühle als wären deine Fesseln um meinen Nacken

„Ich kannte sie seitdem die ein 13-jähriges Mädchen war; sie kam um ihren Vater im Gefängnis zu besuchen. Ich selbst war ein 20-jähriger junger Mann (ich befand mich im Gefängnis mit ihrem Vater, da wir Dawah machten und die Menschen zum Jihad einluden).
Für mich war sie nur ein kleines, unschuldiges Mädchen.

Die Tage verstrichen und sie wurde zu einer jungen Dame die bereit für die Heirat war und ihr Vater fragte mich ob ich sie heiraten wollte.
Zu dieser Zeit habe ich nichts gesagt, da ich mich hinter Gittern befand.

Danach wurde ich aus dem Gefängnis entlassen. Niemals habe ich den Vorschlag ihres Vaters vergessen. Ich sprach mit meiner Mutter darüber. Sie lehnte es ab, denn sie wollte dass ich meine Cousine heirate, die laut meiner Mutter, mich das „gefährliche“ Leben vergessen lassen würde.
Ich sagte ihr: „Mutter, ich möchte eine Ehefrau die mir hilft und mit mir auf dem Pfad ist, den ich gewählt habe: der Weg der Dawah und des Jihad.“
Letztendlich akzeptierte sie.
Am nächsten Tag ging ich zu dem Mädchen und schaute tief in ihre Augen. Schüchtern senkte sie ihren Blick. Ich fragte sie: „Akzeptierst du es meine Frau zu werden?“

Sie antwortete: „Mein Vater hat dich bereits akzeptiert, so akzeptiere ich dich ebenfalls.“
Ich warnte sie: „Die Zeit die ich hinter Gittern verbringen werde wird mehr sein als die Zeit die ich mit dir verbringen werde.“

„Deshalb akzeptierte ich es, deine Frau zu werden.“ antwortete sie.
Ich sagte: „Ich werde verfolgt.“
Sie fragte: „Warum?“
Ich antwortete: „Weil ich dem richtigen Weg folge.“
Sie sagte: „So verlasse nie diesen Weg.“
Ich sagte: „Sie könnten mich hinrichten.“
Sie fragte: „Warum?“
Ich antwortete: „Weil ich sage mein Herr ist Allah!“
Sie sagte: „Dein Weg ist auch meiner und du wirst mir ins Paradies vorausgehen.“
Ich sagte: „Meine Mutter liebt dich nicht.“
Sie erwiderte: „Ich werde geduldig sein.“
So sagte ich: „Ich vertraue auf Allah.“

Dann unterschrieben wir den Ehevertrag.
Ich sagte ihr: „Ich kenne keine Wörter der Liebe!“
Sie sagte: „Deine Augen sagen mir mehr als Millionen Wörter.“
Ich sagte: „Wir sind noch am Anfang des Weges, es ist nicht zu spät. Mein Leben ist sehr hart.“
Sie sagte: „Wir sind inmitten des Weges und ich liebe dein Leben.“
Ich sagte ihr: „Wir werden vielen Erschwernissen gegenüberstehen.“
Sie sagte: „Und wer sonst könnte mit dir ihnen gegenüberstehen außer mir?!“
Dann heirateten wird. Nach einigen Monaten wurde sie schwanger. Wir waren so glücklich! Eines Tages, kamen sie um mich ins Gefängnis zu bringen.
Ich sah Tränen in ihren Augen…Ich sagte: „Ich habe dir gesagt dass das passieren wird!“

Sie sagte: „Ich fühle als wären deine Fesseln um meinen Nacken! Bleibe auf dem richtigen Weg und sei stark.“

Sie steckten mich in ein Gefängnis das weit entfernt von meinem Zuhause war. Sie besuchte mich jeden Tag im Gefängnis. Zwischen den Besuchen kam sie auch und versuchte mich zu sehen, selbst aus der Distanz.

Ich sagte ihr einst: „Du bist schwanger, du musst dich ausruhen!“
Sie erwiderte: „Ich finde meine Ruhe wenn ich bei dir bin.“
Sie besuchte mich eines Tages und erzählte mir sie hätte das Ungeborene verloren. Ich sagte ihr dass alles der Wille Allahs ist.
Nach einiger Zeit wurde ich aus dem Gefängnis entlassen. Die Tage vergingen und wir konnten keine weiteren Kinder bekommen, sie wusste dass sie nie in ihrem Leben eine Mutter werden würde.

„Heirate erneut“ sagte sie mir einst. Ich antworte ihr nicht, sie wiederholte: „Heirate eine zweite Frau!“
Ich antwortete: „Und wer sagt dir dass ich dies nicht bereits getan habe!“
Sie war schockiert und fragte mich mit heiserer Stimme: „Seit wann bist du verheiratet?!“

„Bereits vor unserer Ehe und ich habe viele Kinder“ antworte ich ihr.
„Machst du Scherze?“ fragte sie.
Ich sagte: „Ich schwöre bei Allah, ich heiratete „Dawah“ und all ihre Kinder sind meine.“
Sie sagte: „Dann werde ich sie mit dir großziehen.“
Eines Tages ging ich zu ihr und sagte ihr: „Meine Geliebte, ich habe einen Arbeitsvertrag erhalten. Wie werden in ein anderes Land reisen und die Sorgen und Angst hinter uns lassen.“

Sie sah mich an und sagte: „Ich bin dir nicht dafür gefolgt!“
Ich fragte: „Für was dann?“
Sie antwortete: „Für den Jihad, die Prüfungen und Geduld.“
Ich spürte dass meine Liebe für sie größer wurde.

Danach kamen sie und brachten mich erneut ins Gefängnis.
Ich sagte: „Dieses Mal könnte ich für noch längere Zeit im Gefängnis bleiben, deshalb werde ich dich scheiden.“
„Nein! Tu es nicht! Ich wünschte mir ich wäre an deiner Stelle“ antwortete sie.
Jedesmal als sie mich besuchte, bemerkte ich dass sie immer dünner und blasser wurde. Als ich sie diesbezüglich fragte, sagte sie es sei aufgrund ihrer Sorge um mich. Sie hatte eine tödliche Krankheit. Sie erzählte mir nichts davon und hörte nicht auf mich zu besuchen.

Ich hasste wirklich die Fesseln die mich davon abhielten ihre Hand zu berühren! Einst sagte ich ihr: „Enthülle dein Gesicht, ich möchte es sehen.“
Sie erwiderte: „Ich kann nicht, die Leute schauen uns an.“
Doch sie verbarg die Wahrheit…

Eines Tages kam sie zu einer unüblichen Besuchszeit. Der Gefängniswärter war sehr freundlich zu mir, so als ob er etwas vor mir versteckte.
Sie nahmen die Fesseln von meinen Händen ab.

„Endlich nahmen sie mir die Fesseln ab, endlich kann ich deine Hand berühren und dein Gesicht sehen…doch dein Gesicht hat sich verändert, es hat keine Züge!“
Ich fühlte so viel Schmerz…Ich fragte sie: „Was ist los?“

Sie antwortete: „Du hast das Recht es zu erfahren…Ich habe nicht mehr viel Zeit übrig in dieser Dunya. Bist du mit mir zufrieden?“
Dann erzählte sie mir die Wahrheit. Ich fühlte Zorn, ich weinte und fragte: „Wieso bin ich die letzte Person die das erfährt?“
Sie antwortete: „Wieso hätte ich dich in solch Schmerzen fallen lassen sollen indem ich es dir erzähle? Ich kam heute hierher um deine Zufriedenheit zu erbitten, ich weiß nicht ob ich dich jemals wieder sehen werde.“

Sie schüttelte meine Hand und sagte: „Du kannst es schaffen, du bist ein starker Mann! Möge Allah dir eine bessere Ehefrau gewähren.“
Ich konnte kein Wort sagen, ich konnte nicht sehen! Ich hielt meine warmen tränen zurück…dann verschwand sie. Am selben Tag hörte ich, dass sie verstorben war.

Ihr schwacher Körper konnte sie lange und harte Reise zum Gefängnis nicht verkraften.
Dieses Mal war die Prüfung wirklich hart! Sie ließen mich an ihree Beerdigung teilnehmen, in der ich mich nur schwer bewegen konnte, ich lief wie ein alter Mann.
Ihr Bruder gab mir einen Brief von ihr in die Hand. In ihrem Brief riet sie mir, geduldig zu sein und sie gab mir eine Liste potenzieller Ehefrauen, die sie für mich ausgesucht hatte. Ich zerriss den Brief und ging zurück in meine Zelle…

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Wie man seine Ehefrau glücklich machen kann

Wie man seine Ehefrau glücklich machen kann
Zusammengefasst aus dem Buch von Schaich Muhammad Abdelhalim Hamid

1. Schöner Empfang
Nach der Rückkehr von der Arbeit, Schule, Reise oder was auch immer einen von ihr getrennt hat:
– Beginne mit einem schönen Gruß
– Sage Assalamu Alaikum und lächele dabei. Salam ist eine Sunna und ein Bittgebet für sie.
– Schüttele ihre Hand, umarme sie und hebe die schlechten Neuigkeiten für später auf.

2. Liebliche Redeweise und charmante Einladungen
– Wähle Worte, die positiv sind und vermeide negative Wörter.
– Schenke ihr deine Aufmerksamkeit, wenn sie spricht.
– Sprich in klaren Worten und wiederhole sie gegebenenfalls, wenn es notwendig
wird, bis sie es versteht.
– Rufe nach ihr mit schönen Namen, die sie liebt, wie z.B. mein „Liebling“, „Saliha“, etc..

3. Freundlichkeit und Amüsement
– Verbringe Zeit mit ihr, um sich zu unterhalten.
– Teile ihr gute Nachrichten mit.
– Erinnert euch gemeinsam an schöne Situationen im Laufe eures Beisammenseins.

4. Spiele und Unterhaltung
– Miteinander scherzen und einen Sinn für Humor haben.
– Miteinander spielen und in Sport bzw. anderen Dingen miteinander wetteifern.
– Sie zu erlaubten (halal) Arten der Unterhaltung ausführen.
– Vermeiden von unerlaubten Dingen bei der Auswahl der Unterhaltungsart.

5. Unterstützung im Haushalt
– Soweit wie möglich das, was man als Einzelner machen kann, im Haushalt helfen, insbesondere wenn sie krank oder müde ist.
– Die wichtigste Sache ist, zu zeigen, dass er ihre harte Arbeit sehr schätzt.

6. Beratung (Schura)
– Insbesondere in Familienangelegenheiten.
– Ihr das Gefühl vermitteln, dass ihre Meinung sehr wichtig ist.
– Ihre Meinung sorgfältig studieren.
– Gewillt sein, die eigene Meinung zu ändern, wenn ihre besser ist.
– Ihr danken, dass sie mit ihrem Beitrag hilft.

7. Andere besuchen
– Gut gesinnte Leute auswählen, mit denen man eine Beziehung aufbauen kann. Es gibt eine große Belohnung, wenn man Verwandte und fromme Menschen besuchen geht. (Natürlich nicht dadurch, dass man während der Besuche Zeit verschwendet!).
– Darauf achten, dass man die Besuche auf islamische Art und Weise vollzieht.
– Sie nicht dazu zwingen Leute zu besuchen, bei denen sie sich nicht wohlfühlt.

8. Benehmen während der Reise
– Ihr einen warmen Abschiedsgruss entgegen bringen und ihr einen guten Rat geben.
– Sie darum bitten, für ihn zu beten.
– Fromme Verwandte und Freunde darum bitten, sich um die Familie während der Abwesenheit zu kümmern.
– Ihr ausreichend Geld geben, und zwar für alles Notwendige.
– Versuchen mit ihr in Kontakt zu bleiben, sei es per Telefon, e-Mail, Briefe, etc.
– So schnell wie möglich zurückkehren.
– Ihr ein Geschenk mitbringen!
– Vermeiden, dass man zu einer unerwarteten Zeit oder in der Nacht kommt.
– Sie mitnehmen, falls es möglich sein sollte.

9. Finanzielle Unterstützung
– Der Ehemann muss innerhalb seiner finanziellen Möglichkeiten freigebig sein. Er sollte mit seinem Geld weder geizen noch verschwenderisch sein.
– Er bekommt für alles, was er für Nahrung ausgibt, sogar für ein kleines Stück Brot, welches er mit seiner Hand darreicht, Belohnung.
– Er sollte stark bedacht sein, ihr zu geben, bevor sie fragt.

10. Gut Duften und physische Schönheit
– Die Sunna befolgen, indem man die Schamhaare und die Achselhaare entfernt.
– Immer sauber und gepflegt sein.
– Für sie Parfüm auftragen.

11. Geschlechtsverkehr
– Es ist Pflicht, dies als Gewohnheit zu vollziehen, falls meine keine Entschuldigung hat
(z.B. Krankheit, etc.)
– Mit Bismillah beginnen und eine authentische Dua lesen.
– Sich ihr nur auf erlaubte Weise nähern, nicht durch Anus.
– Mit Vorspiel beginnen, die Worte der Zärtlichkeit und der Liebe mit einschließen.
– Solange weitermachen, bis auch sie vollständig zum Genuß gekommen ist.
– Anschließend gemeinsam entspannen und miteinander Scherzen.
– Soweit wie möglich vermeiden, ihrem Grad der Haya (Schamhaftigkeit und Bescheidenheit) zu schaden, indem man z.B. gemeinsam die Kleider gleichzeitig abnimmt, anstatt sie zu fragen, dies zuerst zu machen, während er sie anschaut.
– Positionen während des Geschlechtverkehrs vermeiden, die ihr Schaden zufügen würden, wie z.B. dadurch, dass man Druck auf ihre Brust ausübt und ihre Atemwege stört, besonders wenn man schwer wiegt.
– Passende Zeitpunkte für Geschlechtsverkehr auswählen und rücksichtsvoll sein, weil sie manchmal krank oder erschöpft sein kann.

12. Die Privatsphäre schützen
– Vermeiden, dass man Privates wie Bettgeschichten, persönliche Probleme und andere Angelegenheiten vor anderen enthüllt.

13. Sich gegenseitig in der Gehorsamkeit zu Allah unterstützen
– Sie im letzten Drittel der Nacht aufwecken, um Qiyam al-Layl (Gebet in der Nacht) zu beten.
– Ihr alles beibringen, was man vom Qur’an und Tafsir weiß.
– Sie lehren, wie man abends und morgens dhikr macht.
– Sie ermutigen, für das Wohlgefallen Allahs Geld zu spenden, indem man z.B. Spenden durch Verkauf von gewissen Dingen sammelt.
– Sie zum Hadsch und zur Umra mitnehmen, wenn man es sich leisten kann.

14. Ihrer Familie und Freunden Respekt entgegen bringen
– Sie zu Besuchen der Familie und Verwandten mitnehmen, insbesondere zu ihren Eltern.
– Ihre Familie und Verwandte einladen sie zu besuchen und ihnen ein Willkommen entgegenbringen.
– Ihnen bei besonderen Anlässen Geschenke geben.
– Ihnen mit Geld, Einsatz etc. helfen, wenn die Notwendigkeit besteht.
– Gute Beziehung zu ihrer Familie aufrechterhalten, falls sie vorher schon stirbt.
Ebenso sollte man in so einem Fall der Sunna des Propheten folgen und das an ihre Familie und an ihre Freunde weitergeben, was sie zu Lebzeiten pflegte zu geben.

15. Islamische Übung und Ermahnung Dies schließt ein:
– Die Grundlagen des Islam.
– Ihre Rechte und Pflichten.
– Lesen und Schreiben.
– Sie dazu ermutigen, Lernkreise und Treffen zu besuchen.
– Islamische Regeln (ahkam) in bezug auf Frauen.
– Islamische Bücher und Kassetten für die Heimbibliothek kaufen.

16. Bewundernswerte Form der Eifersucht
– Sicherstellen, dass sie passenden Hidschab trägt, bevor sie das Haus verlässt.
– Das freie Aufeinandertreffen mit Nicht-Mahram Männern reduzieren.
– Übertriebene Eifersucht vermeiden. Beispiele sind: 1. Jedes Wort und jeden
Satz, den sie sagt, analysieren und dem, was sie gesagt hat, Bedeutungen zuordnen, die sie gar nicht gemeint hat. 2. Sie davon abhalten, aus dem Haus zu gehen, obwohl sie passende Gründe dafür hat. 3. Sie davon abhalten, zum Telefon zu greifen, wenn es läutet etc.

17. Geduld und Milde
– Probleme sind in jeder Ehe zu erwarten, da dies normal ist. Das, was falsch ist, sind übertriebene Reaktionen und Vergrößerung des Problems bis es zu einem Ehebruch kommt.
– Zorn sollte gezeigt werden, wenn sie die Grenzen Allahs (t) überschreitet, indem sie das Gebet verspätet, lästert, verbotene Szenen im Fernsehen anschaut, etc.
– Fehler verzeihen, die sie bezüglich deiner Person begeht.

18. Verzeihen und angemessen Tadeln
– Sie nur für große Fehler zur Rechenschaft ziehen.
– Fehler vergeben, die sie in bezug auf seine Person getan hat, aber Fehler in
bezug auf die Rechte Allahs zur Rechenschaft ziehen, z.B. wenn sie das Gebet verspätet etc.
– Sich an alle gute Taten erinnern, die sie macht, falls sie einmal Fehler begeht.
– Bedenken, dass alle Menschen Fehler machen, daher versuche
Entschuldigungen für sie zu finden, wie z.B. dass sie müde war, traurig war, ihre monatliche Regel hatte etc.
– Es sollte vermieden werden, dass man ihr schlechtes Essen kritisiert, weil der Prophet (ass) niemals seine Frauen deswegen blamiert oder angegriffen hat. Wenn er das Essen mochte ,aß er und wenn nicht, so aß er nicht, ohne dies zu begründen.
– Bevor man deklariert, dass sie einen Fehler gemacht hat, sollte man versuchen dies auf indirektem Wege ihr klarzumachen, also sich Mitteln bedienen, die feiner sind als direktes Anklagen.
– Sich hüten, sie zu beleidigen und Wörter zu benutzen, die ihre Gefühle verletzen würden.
– Falls es notwendig wird, ein Problem zu diskutieren, sollte man warten, bis man alleine ist und in Privatem das Problem bespricht.
– Man sollte auch warten, bis die Wut etwas gesunken ist, da dies dabei hilft, die eigenen Worte besser zu kontrollieren.

Quelle: Salaf.de

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Heirate nicht diese 7 Frauen

Heirate nicht diese 7 Typen von Frauen:

1. Al-Annaanah:
Die Frau die weint, klagt, sich beschwert und ständig „ein Band um ihren Kopf bindet“ (d.h. sie beklagt sich über Kopfschmerzen oder irgendeine Krankheit, obwohl sie in Wahrheit gar nicht krank ist, sondern es nur vortäuscht).

2. Al-Mannaanah:
Die Frau, welche ihrem Ehemann Gefallen tut und ihm Geschenke macht, und dann (später) sagt: „Ich habe dieses und jenes für dich, oder um deinetwillen oder wegen dir getan…“

3. Al-Hannaanah:
Die Frau die sich nach ihrem früheren Mann oder den Kindern ihres früheren Mannes sehnt.

4. Kay’atul-Qafaa:
Die Frau die ein Brandzeichen auf ihrem Nacken trägt (d.h. die einen schlechten Ruf hat oder bezüglich der es Zweifel gibt).

5. Al-Haddaaqah:
Die Frau, welche ihre Augen auf Dinge wirft (d.h. die immer nach etwas zum Kaufen schaut, danach trachtet und von ihrem Mann verlangt es zu kaufen, egal was es ist).

6. Al-Barraaqah:
Die Frau, die einen Großteil des Tages damit verbringt ihr Gesicht zu verschönern, und die es in einem Ausmaß schminkt, dass es aussieht als wäre es künstlich hergestellt worden.

7. Al-Shaddaaqah:
Die Frau die übermäßig viel redet.

Vom Buch „Eine kurze Anleitung über die Ehe“ vom Shaikh Muhammad bin Saalih Al-‚Uthaimin – rahimahullaah

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Liebesbrief eines Muslims

Wenn du mich
liebst, dann gestehe mir deine Liebe nicht auf verbotene Weise,
dies wird mir nicht gefallen und mich stattdessen von dir
abbringen! Wenn du mich liebst, dann habe Geduld und ich werde zur
rechten Zeit an deine Tür klopfen. Gib mir keine Privilegien, die
ich nicht verdiene. Halte mich auf Abstand und ich komme auf dich
zu. Wenn du auf mich zukommst, dann halte ich Abstand. Liebe mich
nicht, denn ich will dich unwissend in der Liebe vorfinden. Ich
möchte dir die Liebe beibringen, wenn die rechte Zeit gekommen ist
und du mein sein wirst und wir dabei unseren Schöpfer zufrieden
stellen. Erzähl mir nicht was du fühlst, gib mir nichts von deiner
Zeit. Zwing mich nicht dazu dich zu verlieren. Ich bin ein Mann,
der nicht sehen will wie jemand den er liebt Sünden begeht oder
eine verbotene Liebe hinter dem Rücken der Familie führt. Ich
möchte nicht, dass du dich schuldig fühlst und nicht dass dein Herz
leidet. Ich will dich unschuldig, keusch und rein. Ich will dich
meine Liebe, aber mit Allahs Segen und nicht mit Sheytans
Einflüsterung. Und dann, nur dann, werde ich bereit sein und allen
Schwierigkeiten entgegentreten um dich zu bekommen. Sei nicht
leicht zu erobern, denn dann könnte es passieren, dass ich dich
nicht wertschätze. Ich will nicht, dass du nur eine vorbeiziehende
Laune für mich bist. Ich will dich als Frau, als Geliebte, als
Mutter meiner Kinder, ich will dich als diejenige mit der ich der
ich mein ganzes Leben verbringe. Wie könnte ich ein gläubiger Mann
sein, wenn ich versuche deine Keuschheit zu brechen? Wie könnte ich
gläubig sein, wenn ich dich dazu dränge deine Familie zu
hintergehen? Wie könnte ich auf eine Liebe vertrauen, die unter
Allahs Zorn entstand? Dich mein zu machen durch die Ehe ist der
islamische Weg. Bis dahin warte geduldig und sei nicht bestürzt.
Dich zu lieben, heißt dich zu beschützen. Dich zu lieben, bedeutet
dich näher zu Allah und seiner Religion zu bringen. Das Schöne in
dir zu bewahren und nicht zu zerstören ist das Ziel …

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Ehetipps für Männer und Frauen

Ehetipps für Frauen und Männer
Ehetipps für
Frauen und Männer Einige
Ideen für Frauen, um die Beziehung zu ihrem Mann zu
verbessern

Empfang
des Mannes, wenn er nach Hause
kommt
1. Ich trage für ihn die Kleidung, die ihm am besten gefällt. 2.
Ich bringe den Kindern bei, wie sie ihren Vater empfangen sollen
(z.B. mit einem Kuss, einem Lied/Naschid). 3. Ich empfange ihn
mit Freude und Herzlichkeit und zeige ihm meine Sehnsucht nach ihm.
4. Ich küsse ihn, wenn er hereinkommt. 5. Ich begleite ihn, bis er
sich hingesetzt oder umgezogen hat. 6. Ich frage ihn, wie es ihm
geht, und wie sein Tag war. 7. Ich biete ihm ein Glas Wasser oder
Saft an, wenn er hereinkommt. 8. Ich achte darauf, dass ich immer
gut rieche.

Empfang von Gästen des
Mannes
1. Ich
nehme die Ankündigung ihres Besuches wohlwollend auf, ohne darüber
zu stöhnen, dass sie so oft kommen, oder dass sie so viele sind. 2.
Ich parfümiere den Raum, in dem sie sitzen. 3. Ich bereite ihnen
etwas zu essen und zu trinken und was sie sonst noch wünschen vor.
4. Ich bemühe mich, die Frauen seiner Freunde kennen zu lernen und
freunde mich mit ihnen an.

Wenn
der Mann wütend
ist
1. Ich versuche, ihn zu beruhigen und beherrsche meine Reaktionen,
selbst wenn ich im Recht bin. 2. Ich versuche, das Thema noch
einmal auf interessante und freundliche Weise
anzusprechen, wenn er es schon vergessen hat. 3. Ich trete
nicht in einen Wettstreit mit ihm ein, indem ich stets anderer
Meinung bin als er und ihn provoziere. 4. Ich achte darauf, dass er
zufrieden ist, wenn ich abends schlafen gehe (dass wir nicht im
Streit schlafen gehen, dass er versorgt ist). 5. Ich erinnere mich
an den Hadith „Dein Mann ist dein Paradies oder deine Hölle.“

Wenn
der Mann krank
ist
1. Ich lenke ihn mit unterhaltsamen Geschichten von seinen
Schmerzen ab. 2. Ich sitze bei ihm, um ihm zu helfen. 3. Ich küsse
ab und zu seinen Kopf. 4. Ich sage ihm: „Die Wohnung ist nichts
ohne dich“ und andere nette Sachen. 5. Ich achte darauf, dass die
Kinder leise sind, damit sie ihn nicht stören.

Der Schlaf des
Mannes
1. Ich lächele ihn immer an. 2. Ich bitte Allah für ihn
um Heilung (wenn er krank ist). 3. Ich erinnere ihn an einige
seiner guten Taten und besonderen Werke. 4. Ich mache ihm das Bett
gemütlich und parfümiere es. 5. Ich achte darauf, dass die Kinder
früh schlafen gehen. 6. Ich erinnere ihn daran, vor dem Einschlafen
Ayat-ul-Kursi (Sure 2, Vers 255) zu lesen. 7. Ich erinnere ihn an
die Sunna, derzufolge man vor dem Einschlafen dreimal in die Hände
„spuckt“ und dann die beiden Schutzsuren (Sure 113 und 114) liest.
8. Ich trage für ihn meine schönste Kleidung. 9. Ich mache Scherze
mit meinem Mann und lache mit ihm. 10. Ich erzähle ihm einige
sinnvolle Geschichten.

Wenn der Mann
verreist
1. Ich bereite seine Sachen vor und packe sie
ordentlich in den Koffer. 2. Ich parfümiere seine Sachen. 3. Ich
stecke ohne sein Wissen einige Liebesbriefe in seinen Koffer und
packe ein, was er sonst noch brauchen könnte, z.B. Nadel und Faden
usw. 4. Ich überhäufe ihn nicht mit Forderungen (was er mitbringen
soll). 5. Ich verabschiede ihn liebevoll und sage ihm, wie sehr ich
ihn vermissen werde. 6. Ich lege einen kleinen Qur’an in seine
Jacken- oder Hosentasche. 7. Ich passe während seiner Abwesenheit
auf seinen Besitz, seine Familie und sein Haus auf. 8. Ich bereite
ihm etwas zu essen vor, wenn er mit dem Auto verreist.

Wie
sie das Herz seiner Eltern und besonders das seiner Mutter
gewinnt
1. Ich helfe meiner Schwiegermutter bei der Hausarbeit,
besonders wenn es bei ihr ein Festessen gibt. 2. Bei
Gelegenheit mache ich ihr Geschenke. 3. Ich bereite ihr ab und zu
einen appetitlichen Teller vor. 4. Ich spreche nicht über Dinge,
die sie nicht mag. 5. Ich spreche vor ihr über die Vorzüge ihres
Sohnes und nicht über seine Fehler. 6. Ich ermuntere meinen Mann,
seine Mutter oft zu besuchen und sie gut zu behandeln. 7. Wenn ich
sie besuche, achte ich darauf, dass meine Kinder bei mir bleiben,
damit sie sie nicht stören. 8. Ich fordere meinen Mann gelegentlich
auf, etwas zum Abendessen zu kaufen und es im Haus seiner Eltern
mit ihnen gemeinsam zu essen. 9. Ich ehre die Freundinnen meiner
Schwiegermutter.

Verschiedenes
1. Wenn er spät von der Arbeit kommt, rufe ich ihn an
und frage nach ihm. 2. Ich lobe die Dinge, die er gekauft hat. 3.
Ich koche das Essen, das ihm schmeckt. 4. Ich ändere ab und zu die
Wohnungseinrichtung (ich dekoriere um). 5. Ich sage oft zu ihm
„mein Schatz“, „mein Liebling“, „mein Augenstern“ usw. 6. Ich mache
einen Wettbewerb mit ihm, wer zuerst zum Morgengebet aufsteht. 7.
Ich teile meine Sorgen und Interessen mit ihm und frage ihn nach
seiner Meinung. 8. Ich parfümiere ihn ab und zu (z.B. mit
Räucherwerk), besonders freitags. 9. Ich mäßige mich in meinen
Forderungen und erinnere mich stets an das Sprichwort „Die Frau
möchte eigentlich nur einen Ehemann, doch wenn sie ihn hat, möchte
sie auch alles andere“. 10. Ich bemühe mich, oft etwas Neues im
Bereich der Kochkunst, der Hobbies oder der Kultur zu erlernen,
damit mein Mann stets etwas Neues von mir sieht. 11. Ich erinnere
ihn morgens an seine anstehenden Aufgaben und Termine. 12. Ich
streite nicht mit meinem Mann über weltliche Dinge wie die Namen
der Kinder, die Möbel oder das Essen. 13. Ich ändere meine
Aufmachung (ihm gegenüber) ab und zu, wie z.B. den Haarschnitt, das
Makeup und anderes, wenn ihm das gefällt.

Liebenswürdige
Behandlung und das
Eheleben
1. Ich trinke von der gleichen Stelle wie er aus dem
Glas. 2. Ich sorge für eine liebevolle Atmosphäre, zeige ihm, dass
ich Sehnsucht nach ihm habe und küsse ihn. 3. Ich setze meine
weiblichen Reize ein und lasse mir etwas einfallen, um ihm zu
gefallen. 4. Ich parfümiere mich am ganzen Körper.

EINIGE
IDEEN FÜR MÄNNER, UM DIE BEZIEHUNG ZU IHRER FRAU ZU
VERBESSERN
DER
UMGANG MIT DER
FRAU
1. Ich mache ihr alle Bereiche des Lebens möglichst
angenehm. 2. Ich mache sie nicht direkt auf ihre Fehler
hinsichtlich des Essens, der Kleidung und der Sprache aufmerksam.
3. Ich kaufe ihr hin und wieder ein Geschenk und lasse mir etwas
einfallen, um es ihr zu überreichen, z.B. verstecke ich es und rufe
sie, um es zu suchen. 4. Ich bin im Umgang mit ihr nicht streng und
denke daran, dass sie eine Frau ist („Seid gütig zu den Frauen“).
5. Wenn sie ein Hobby hat, ermutige ich sie dazu und teile ihr
meine Meinung mit, anstatt zu sagen: „Ich verstehe nichts vom
Kochen/vom Nähen/vom Computer…“. 6. Ich nehme Rücksicht auf ihren
psychischen Zustand, besonders während ihrer Periode, der
Schwangerschaft und dem Wochenbett. 7. Wenn ich nach Hause komme,
denke ich nicht an meine Arbeit, sondern unterhalte mich mit
ihr über ihren Alltag und wie es ihr geht 8. Ich rufe sie
mit einem liebevollen Kosenamen, so wie der Prophet (a.s.s.)
‘A’ischa (r.) „’A’isch“ gerufen hat. 9. Ich küsse ihren Kopf,
wenn sie mir einen Gefallen getan hat oder wenn ich nach Hause
komme.10. Ich ermutige sie, am Religionsunterricht und an
islamisch-kulturellen Veranstaltungen teilzunehmen. 11. Ich
überrasche sie, indem ich ihr einige Wünsche erfülle, die ich ihr
zunächst abgeschlagen hatte.12. Wenn sie mir etwas geschenkt
hat, sage ich ihr die Meinung meiner Freunde darüber.

Schöne
Dinge
1. Ich bemühe mich um eine gute Ausdrucksweise ihr gegenüber und
verhalte mich nicht wie ein Chef gegenüber seinen Untergebenen, der
nur Befehle austeilt. 2. Ich ziehe mich gut an, denn das mag sie.
3. Ich versuche, etwas über sie zu dichten oder sie in poetischer
Sprache zu beschreiben. 4. Ich mache ihr überschwängliche
Komplimente, wenn sie sich schön gemacht hat. 5. Ich lobe den Duft
der Handtücher, die Art, wie sie das Bett gemacht hat, wie sie die
Kleidung ordentlich zusammengefaltet und parfümiert hat, wie sie
die Blumen angeordnet hat und alles, was ihre Hand berührt hat.

Das
Essen
1. Ich lobe das Essen und Trinken, das sie vorbereitet hat, und ich
erwähne die Vorzüge eines Gerichtes, und dass ich es mir schon seit
mehreren Tagen gewünscht habe. 2. Ich fange nicht an zu essen, ehe
sie sich auch an den Tisch gesetzt hat. 3. Ich bringe den Kindern
bei, nicht vor ihrer Mutter mit dem Essen zu beginnen. 4. Ich helfe
ihr, die Wohnung vorzubereiten, wenn sie Gäste erwartet. 5. Wenn
sie Essen für meine Freunde vorbereitet hat, überbringe ich ihr
deren Lob für das Essen im Detail.

Die
Arbeit
1. Wenn ich die Wohnung betrete und meine Frau
beschäftigt vorfinde, nehme ich ihr einige Arbeiten ab, damit sie
sich darum nicht mehr sorgen muss, so wie der Prophet (a.s.s.)
gesagt hat: „Der Beste von euch ist der, der am besten zu seiner
Frau ist.“ 2. Ich helfe ihr beim Kochen und beim Putzen. 3. Ich
frage sie ab und zu nach ihren Bedürfnissen im Haushalt (z.B. ob
etwas renoviert werden muss, ob etwas Neues angeschafft werden
muss, etc.). 4. Ich stehe auf, wenn die Kinder nachts etwas
möchten, um meine Frau zu entlasten. 5. In finanziellen
Angelegenheiten unterscheide ich zwischen alltäglichen Umständen
und besonderen Anlässen. Natürlich bin ich bei feierlichen Anlässen
besonders großzügig, aber auch an anderen Tagen, um unser
Zusammenleben zu beleben.

Die
Familie der Frau
1. Ich helfe ihnen, besonders, wenn sie Probleme haben.
2. Ich unterbinde nicht die Beziehungen zu ihrer Verwandtschaft und
halte sie nicht davon ab, ihre Eltern zu besuchen. 3. Ich zeige
mich freundlich, wenn ihre Familie zu Besuch kommt. 4. Ich schenke
ihnen gelegentlich etwas. 5. Ich lobe vor ihrer Familie die gute
Haushaltsführung und den Erziehungsstil meiner Frau. 6. Ich
entwickle gute Beziehungen zu ihren Brüdern. 7. Wenn ihre Familie
wütend auf sie ist, antworte ich ihnen mit freundlichen Worten, um
die Atmosphäre zu entspannen und zwischen ihnen zu schlichten.

Wenn
die Frau krank
ist
1.Ich kümmere mich um sie, küsse sie und sorge für eine gesunde
Umgebung (z.B. Ruhe, frische Luft, gesundes Essen). 2. Ich
erledige den Haushalt für sie. 3. Wenn sie wieder gesund ist, mache
ich ihr ein Geschenk. 4. Ich achte auf ihr Wohlergehen. 5. Ich
mache Du’a um Heilung für sie. 6. Ich lese ihr aus dem Qur’an vor
und mache Ruqiya für sie. 7. Ich sorge dafür, dass genug Essen im
Hause ist und sage ihr nicht, dass sie kochen soll.

Die
Kindererziehung
1. Ich erziehe meine Kinder dazu, ihre Mutter zu ehren
und ihr zu gehorchen. 2. Ich erziehe sie dazu, ihre Mutter auf den
Kopf zu küssen. 3. Wenn eins der Kinder mich um etwas bittet, frage
ich es: „Was hat deine Mutter dazu gesagt?“, damit kein Widerspruch
in unseren Antworten entsteht. 4. Ich helfe ihr beim Waschen der
Kinder. Beispielsweise wäscht sie die Kinder, und ich ziehe sie an.
5. Ich einige mich mit ihr auf einen Erziehungsstil, damit wir an
einem Strang ziehen. 6. Ich nehme die Kinder gelegentlich mit
hinaus, damit ihre Mutter sich erholen kann.

Die
Freizeit
1. Ich reserviere einen Tag in der Woche für die
Familie, um Ausflüge und Besuche zu machen – zur Entspannung und um
Abstand von der häuslichen Routine zu gewinnen. 2. Ich diene Allah
gemeinsam mit ihr, zum Beispiel beim freiwilligen nächtlichen Gebet
(Qiyamul- Lail), beim Qur’an-Lesen oder Sonstigem, denn dies stärkt
unsere Bindung und nützt uns in unserer Religion. 3. Freitags
erinnere ich sie daran, die Sure Al-Kahf (Sure 18/Die Höhle) zu
lesen. Der Prophet (a.s.s.) hat gesagt: „Wer freitags die Sure
Al-Kahf liest, dem leuchtet das Licht, das sich zwischen zwei
Freitagen befindet“. 4. Ich verreise mit ihr, wenn es möglich ist.
5. Wenn ich alleine verreise, spreche ich zu ihr über meine Liebe
zu ihr und ihren Platz in meinem Herzen.  

Aus dem Arabischen übersetzt von Aisha und
Hamid Chaouki
(71 Fikratun tazidu min mahabbati-z-zaudja
li-zaudjiha, 53 Fikratun tazidu min mahabbati-z-zaudj li
zaudjatihi, Riyadh: Daru-l-Balagh 1998)

Quelle:dieerbenderpropheten.wordpress.com

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Damit die Ehe erfolgreich wird

العلماء ورثة الأنبياء
Die Gelehrten – Erben der Propheten
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Damit die Ehe erfolgreich wird

Damit die Ehe erfolgreich wird

Es gibt viele Schwestern, die Eheprobleme durchleben und sie fragen oft, was kann ich tun? Andere glauben, dass sie unterdrückt werden von ihren Männern und andere sogar glauben, dass der Islam die Frau unterdrückt.

Nachdem ich diese Fälle untersucht habe, bin ich zu der Meinung gekommen, dass diese Frauen auch einen Anteil der Schuld bewusst oder unbewusst daran haben. Der Islam gibt der Frau ihre Rechte und ein Recht noch vor der Ehe ist, dass sie ihren Mann wählen darf. Also sie stimmt zu, ob sie diesen Mann heiraten möchte oder nicht.

Der Prophet sagte: „Die deflorierte Frau wird nicht heiraten, bis sie gefragt wird und die Jungfrau, bis sie ihre Erlaubnis gibt.“ Sie fragten den Propheten : „Was ist ihre Erlaubnis?“ Er sagte: „Ihr Schweigen.“Sahih Abu Dawud

Niemand zwingt die Frau, einen Mann zu heiraten, den sie nicht heiraten möchte. Aber es gibt Frauen, die zum Islam konvertieren und sie wissen noch nicht das Gute im Islam sowie das Richtige und das Falsche. Daraufhin kann es passieren, dass falsche Ratschläge angenommen werden. Dazu kommt, dass die Frau meist auf Äußerlichkeiten achtet und dies führt dazu, den falschen Mann zu heiraten.

Die Probleme treten dann auf, wenn sich die Frau im Islam weiterentwickeln möchte. Der Vorhang der Unwissenheit von ihren Augen ist somit verschwunden und sie sieht, dass ihr Mann den Islam nicht richtig lebt.

Andere Frauen wissen, worauf sie bei einer Heirat achten müssen, aber sie legen mehr Wert auf das Dunjah als auf das Akhirah. Jetzt sucht die Frau meist einen Mann, der tolerant ist und den Islam nicht vollständig praktiziert. In diesem Fall treten oft Probleme auf, wenn Allah sie prüft durch Mangel an Material, worauf sie viel Wert legen.

Die wenigsten Frauen wissen, worauf sie bei einer Heirat achten müssen und sie legen mehr Wert auf das Akhirah und ihr Ziel ist, den Islam so weit es ihnen möglich ist, zu praktizieren. Diese Frauen suchen einen Mann, der dasselbe Ziel hat und der sie in ihre zukünftige Richtung führt. In diesem Fall ist die Bande zwischen Frau und Mann am stärksten und sie stärken sich gegenseitig während ihren Prüfungen von Allah .

Unsere Vorbilder sind die Propheten, die Sahabah und die Wissenschaftler, die den Islam richtig praktiziert haben. Damit wir eine Lehre aus ihrer Geschichte ziehen können, habe ich hier eine für euch ausgewählt:

Sa´id Ibn al Musayyib war ein großer Wissenschaftler der Tabi´in. Seine Frau war die Tochter von Abu Hurairah Sa´id Ibn al Musayyib sagte: „Vierzig Jahre habe ich nie einen Nacken beim Gebet in der Moschee gesehen.“ (d. h. er betete immer in der ersten Reihe). Er hatte eine Tochter, die der Sohn von al Khalifah Abdul Malik Ibn Marwan heiraten wollte. Al Khalifah war der Herrscher über die Hälfte der Erde zu damaliger Zeit. Ein Gesandter von al Khalifah aus Damaskus kam zu Sa´id Ibn al Musayyib in al Medinah und sagte ihm: „Freu dich, die Dunjah wurde für dich geöffnet.“ Sa´id Ibn al Musayyib sagte: „Wenn der Prophet sagt, dass der Wert der Dunjah bei Allah ta´ala weniger wiegt als der Flügel einer Mücke, wie viel bekomme ich von diesem Flügel?“

Al Khalifah versuchte alles, um die Tochter von Sa´id Ibn al Musayyib für seinen Sohn zu bekommen, aber Sa´id Ibn al Musayyib war hartnäckig. Er bekam dafür eine Strafe von al Khalifah und wurde in einer kalten Nacht mit 100 Peitschenhieben geschlagen und es wurde Wasser über ihn gegossen.

Ein Student von Sa´id Ibn al Musayyib hieß Abu Wada´ und er erzählte: „Ich war ein Student von Sa´id Ibn al Musayyib und besuchte seine Halaqah in der Moschee. Eines Tages vermisste er mich und als ich wieder in die Moschee kam, fragte er mich: „Wo warst du?“ Ich antwortete: „Meine Frau ist gestorben, deshalb war ich beschäftigt.“ Sa´id Ibn al Musayyib sagte: „Hättest du uns Bescheid gegeben, wären wir bei dir gewesen.“ Ich stand auf und wollte gehen, als Sa´id Ibn al Musayyib mich fragte: „Bist du wieder verheiratet?“ Ich antwortete: „Allah begnadige dich – wer soll mich verheiraten und ich besitze nur 2 oder 3 Dirham?“ Sa´id erwiderte: „Ich.“ Ich fragte: „Machst du das?“ Sa´id Ibn al Musayyib sagte: „Ja.“ Danach machten wir den mündlichen Heiratsvertrag mit einer Brautgabe von zwei Dirham. Ich ging nach Hause und wusste nicht, was ich tun sollte vor Freude und überlegte, wer mir Geld leihen sollte für die Hochzeit. An dem Tag fastete ich und während ich beim Iftar saß mit Brot und Öl, hörte ich plötzlich jemanden klopfen. Ich fragte: „Wer ist da?“ Und hörte: “Sa´id.” Ich dachte an alle Leute, die Sa´id heißen, nur nicht an Sa´id Ibn al Musayyib, denn seit vierzig Jahren wurde er nirgends gesehen als auf dem Weg von der Moschee bis nach Hause. Als ich die Tür öffnete, war er es und ich dachte, er hat seine Meinung geändert. Ich sagte: „Oh Abu Ahmed, hättest du nach mir geschickt, ich wäre zu dir gekommen.“ Er sagte: „Du bist es Wert, dass ich zu dir komme.“ Ich frage ihn: „Was befiehlst du?“ Er sagte: „Du warst ein lediger Mann und du bist jetzt verheiratet und ich wollte nicht, dass du diese Nacht ohne deine Frau verbringst.“ Ich schaute richtig und sah seine Tochter hinter ihm. Er nahm sie an die Hand, übergab sie mir und schloss daraufhin die Tür. Sie fiel um aufgrund ihrer starken Scham. Ich sagte zu ihr: „Komm mit mir essen.“ und stellte das Essen in den Schatten der Lampe, damit sie nicht sieht, was auf dem Teller ist. Ich lief schnell auf das Dach und rief meine Nachbarn. Sie kamen und fragten, was los ist. Ich sagte: „Oh Sa´id Ibn al Musayyib hat mir seine Tochter gegeben.“ Sie sagten: „Was? Sa´id al Musayyib gibt dir seine Tochter?“ Ich sagte: „Ja, sie ist unten in meiner Wohnung.“ Die Nachbarn gingen zu ihr und als meine Mutter es hörte, kam auch sie und sagte zu mir: „Mein Gesicht wird für dein Gesicht haram, wenn du deine Frau nicht drei Tage lässt.“ (d. h. die Mutter möchte die Frau schöner machen) Nach drei Tagen kam ich zu meiner Frau und ich sah eine Frau schöner als die Frauen. Ich fand, dass sie den Qur´an engagierter lernt als die anderen Leute und das meiste Wissen über die Sunnah des Propheten besaß. Sie kannte die Rechte des Mannes am besten.

Einen Monat besuchen Sa´id Ibn al Musayyib und ich uns nicht. Danach ging ich zu ihm in die Moschee zur Halaqah und wir begrüßten uns. Als die Studenten gegangen waren, fragte er: „Wie geht es ihr?“ Ich sagte: „Sehr gut, wie es der Freund mag und der Feind es hasst.“ Ich ging nach Hause und Sa´id Ibn al Musayyib sandte mir 20.000 Dirham.
Quelle: Hilyatul Awliya´

Aus dieser Geschichte können wir viele nützliche Dinge herausziehen inshaAllah. Jede Schwester, die dies liest, soll sich selbst fragen: Wenn du die Wahl hättest zu heiraten zwischen dem Sohn des Khalifah, der später Khalifah wird, und einem islamischen Studenten mit 2 bis 3 Dirham in der Tasche, der mit Brot und Öl frühstückt – für wen würdest du dich entscheiden?

Sa´id Ibn al Musayyib und seine Tochter haben sich beide für das Akirah entschieden und sehen das Dunjah wie ein Flügel einer Mücke. Solche großen Beispiele wie Sa´id Ibn al Musayyib hat der starke Iman aufgebaut.

Der Unterschied zwischen den Salaf und uns in den Taten, Aussagen und im Charakter ist wie der Unterschied zwischen Himmel und Erde. In der heutigen Zeit ist es klar und selbstverständlich geworden, dass die Dunjah den größten Wert hat. Wer den Weg der Dunjah nicht nimmt, wird oft als nicht normal eingestuft. Er selbst, der für das Akhirah lebt, fühlt einen Druck, da die Masse der Leute anders denkt und handelt. Es ist wichtig, sich von diesem Druck zu befreien, indem man den Qur´an und die Sunnah so, wie sie die Salaf verstanden haben, als Maßstab nimmt. Wie in o. g. Geschichte, als Sa´id Ibn al Musayyib zum Gesandten des Khalifah sagte: „Wenn der Prophet sagt, dass der Wert der Dunjah bei Allah ta´ala weniger wiegt als der Flügel einer Mücke, wie viel bekomme ich von diesem Flügel?“

Die Tochter von Sa´id Ibn al Musayyib war sehr schön, wissend und wir haben gesehen, dass der Khalifah sie für seinen Sohn unbedingt als Frau wollte. Was gibt es in ihrem Herz, damit sie solch eine „Chance“ unbeachtet lässt. In ihrem Herzen gibt es al Iman und das Wissen des Qur´an und der Sunnah. Sie weiß, dass dies einen sehr großen Wert hat. So hat sie ihr Vater erzogen. Sie hat einen armen Studenten gewählt. Er ist arm an allem, nur an Iman und Wissen nicht. Und dies ist das Wichtigste für sie.

Liebe Schwester, jeder sucht die innere Zufriedenheit. Diese Geschichte zeigt uns, wo die innere Zufriedenheit liegt und wie man sie erlangt. Denk richtig über diese Geschichte nach und zieh deine Lehren daraus für dich persönlich, damit du später die Prüfungen Allahs zu Seiner Zufriedenheit erfüllst.

Wenn ihr die Ayat und Ahadith, die über die Heirat sprechen, lest, dann erkennt ihr, dass Allah und Sein Prophet die Kriterien festgelegt haben – es ist al Iman und der gute Charakter.

[2:221] Und heiratet keine Götzenanbeterinnen, ehe sie glauben. Und eine gläubige Dienerin ist besser als eine Götzenanbeterin, mag sie euch auch noch so gut gefallen. Und verheiratet nicht (gläubige Frauen) mit Götzenanbetern, ehe sie glauben. Und ein gläubiger Diener ist besser als ein Götzenanbeter, mag er euch auch noch so gut gefallen. Jene rufen zum Feuer, doch Allah ruft zum Paradies und zur Verzeihung mit Seiner Erlaubnis und macht den Menschen Seine Zeichen klar, damit sie Seiner gedenken mögen.

Abu Huraira (r) überliefert, dass der Gesandte Allahs sagte: “Man heiratet eine Frau aus vier Gründen: wegen ihres Wohlstandes, wegen ihrer Abstammung, wegen ihrer Schönheit oder wegen ihres Glaubens. Versuche eine wegen ihres Glaubens zu bekommen, so wirst du gesegnet sein.” (Al-Bukhari und Muslim)

Der Prophet sagte: “Wer zu euch zum Zwecke der Heirat kommt und ihr seid mit seiner Religion und seinem Charakter zufrieden, dann verheiratet sie. Wenn ihr dies nicht tut, wird Fitnah und Schlechtigkeit auf der Erde sein.”
Tirmidhi hasan

Mohammad Abu Fatima
Quelle:dieerbenderpropheten.wordpress.com

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Gülcicek – eine Liebesgeschichte

Ich liebte einst ein Mädchen. Ich liebe sie immer noch. Sie heißt Gülcicek Solunum. Sie war sehr hübsch. Sie war ihrer Religion gegenüber ergeben. Sie trug Kopftuch. Sie wohnte im Block gegenüber und deren Balkon konnte man, wenn auch nur ganz wenig, vom Rande unseres Fensters sehen. Jeden Abend sobald die Schatten anfingen sich auf die Wege zu werfen, setzte sie sich mit einem Buch auf den Balkon und lies Stundenlang darin. Manchmal wurde ich Zeuge darin, als sie den Qur’an las. Die Bücher in ihrer Hand wechselten sich immer wieder aus. Sie hatte eine sehr schöne Stimme. Die Wörter „sehr“ und „schön“ konnte ich nur im Bezug auf Gülcicik benutzen.

Eines Tages fasste ich all meine Mut zusammen und bin ihr entgegengetreten. In ihrer Hand ihre Einkaufstüten. Ich versuchte den Gentelman zu spielen und wollte ihr beim Tragen der Tüten helfen, doch sie erlaubte es mir nicht.

– Ich sagte: „Ich möchte mit Ihnen reden, nur 10 Minuten, bitte…“

Sie hatte ihren Blick gesenkt. Sie guckte mir nicht ins Gesicht. Ich sah nicht einmal, dass ihre Augen meine trafen. Ich konnte nicht fühlen, was für eine Schauder Situation es war.

– „Was bezwecken sie?“ erwiderte sie.

– „Ich habe mich in Sie verliebt“ rutsche aus meinem Mund. Vielleicht hätte ich etwas bedächtiger sein sollen. Hätte ich ‚Sie gefallen mir‘ gesagt, wer weiß, vielleicht hätte es dann geklappt. Dass ich ihr gesagt habe, dass ich mich in sie verliebt habe, hat sie glaube ich abgeschreckt.

– „Mir ist das Reden mit Ihnen nicht ‚caiz‘ (erlaubt) . Bitte lassen Sie mich nun vorbei…“

– „Caiz? Was bedeutet das?“

– Und erst Recht nach dieser Frage werde ich Ihre Liebe nicht erwidern können…“ – „?“

Sie war fort… Trotzdem hielt ich es aus, ihr hinterherzugucken. Sie war fort. Ich werde ihre Stimme vermissen… Sie war fort. Sogar ihr Fortgehen war schön…

Was meinte sie nur damit? Was bedeutet denn nun ‚caiz‘? Wenn du dich in Mädchen mit Kopftuch verguckt hast, dann musst du den Qur’an lesen Junge! Wir sprechen von einer anderen Sprache…

Am nächsten Tag erfuhr ich, dass sie umziehen würde. Zusammen mit ihrer Familie zogen sie nach Yalova. Ihr Vater war nun in Rente. Er stellte sich vor in einer ruhigeren Stadt ein ruhigeres Leben zu führen. Ich dachte ich würde vor Trauer sterben. Als ich das Messer nahm und an meine Haut hielt, merke ich in kurzester Zeit, dass ich noch am Leben war. Als meine Mutter das sah, dachte sie ich würde Selbstmord begehen und fing an zu weinen. Ich umarmte sie sofort und fing an sie zu trösten. Für Missverständnisse gibt es keinen Ort.

Sie war fort. Ich werde sie nie wieder sehen… Sie war fort. Ich werde sie nicht Heiraten können… Sie war fort. Und was, wenn ich sie vergesse?

Meine Neugier brachte mich um. Ich fing an im Internet darüber zu Recherchieren, was ‚caiz‘ bedeutete. „Caiz bedeutet im Allgemeinen –Genehmigung gegeben, nicht haram. Jedoch ist es besser, die Sachen die ‚caiz‘ sind, nicht zu machen.“ War es also eine Sünde, wenn wir miteinander redeten?

Die Tage vergingen und am Ende meiner Recherchen umhüllte mein Herz die Liebe zu Allah. Ich fiel auf eine Ayah im Qur’an und wollte mir nicht weiterhelfen lassen.

„(Es sind) diejenigen, die glauben und deren Herzen im Gedenken Allahs Ruhe finden. Sicherlich, im Gedenken Allahs finden die Herzen Ruhe!“ [13:28]

Ich fing an Surah auswendig zu lernen. Ich lernte wie man sich wäscht. Ich betete. Ich las im Qur’an. Ich lächelte. Ich verteilte Almosen. Alles verlief sehr schnell. Ich hatte nämlich verstanden, dass es auf dem Wege zu Allah kein warten gibt… Es vergingen Monate, als ich aus der Moschee kam und Gülcicek sah. Meine Beine haben angefangen zu zittern. Ich stoppte. Ich sagte „Allah“

Ich habe sehr oft „Allah“ gesagt…Wie oft kann man pro Sekunde denn Allah sagen? Ich durfte sie nicht angucken. Es war fremdgehen fürs Auge und das war im Islam verboten. Ich senkte meinen Blick auf meine Füße und machte mich auf den Weg nach Hause…

Am Abend kam meine Mutter nach Hause und meinte, dass sie mich nach der islamischen Art einem Mädchen vorstellen möchte. Wenn ich mit ihr Heiraten sollte, hätte ich wohl ein sehr gutes Obdach. Eine Ehrenvolle, schöne und barmherzige Ehegattin… Vielleicht war das die Beste Methode, um Gülcicek zu vergessen, deswegen willigte ich ein…

Ich ging in den Raum. Ein Mädchen im Blauen Kleid und einem Kopftuch saß mit ihrem Rücken zu mir in dem Raum. – Ich sagte: „Selamun Aleykum…“

– Sie sagte „Aleykum Selam“ und drehte ihr Gesicht zu mir…und fügte hinzu „Nun ist es caiz, wir können reden“

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