Fiqh & Ibadah

Ist es empfohlen, die regulären Sunnahgebete nachzuholen, welche vor und nach Dhuhr verrichtet werden sollten, indem man sie nach `Asr betet?

Ist es empfohlen, die regulären Sunnahgebete nachzuholen, welche vor und nach Dhuhr verrichtet werden sollten, indem man sie nach `Asr betet?

 

Frage (Nr. 146713):

 

Ich verrichte das Mittagsgebet auf dem Campus, doch meine Vorlesungen beginnen vor dem Mittag und enden, wenn das Nachmittagsgebet zu beten ist. Zwischen den Vorlesungen gibt es keine Zeit, deshalb verrichte ich das Mittagsgebet aus Zeitmangel ohne die Sunnahgebete. Wenn ich erst nach dem Professor zur Vorlesung komme, darf ich daran nicht mehr teilnehmen und manchmal habe ich nicht einmal mehr genügend Zeit, zum Gebetsplatz zu gelangen, weshalb ich an einer abgelegenen Stelle des Saals bete.

 

Ist es erlaubt, die genannten Gebete dann zu verrichten, wenn ich nach Hause komme, nämlich nach dem Nachmittagsgebet?

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allāh.

 

Es ist empfohlen, die regulären Sunnahgebete (al-Sunan al-rawātib) nachzuholen, wenn man sie entschuldigt verpasst hat, wie z. B. wenn man schläft, vergisst oder zu beschäftigt dazu ist, weshalb man sie nicht zur rechten Zeit verrichten kann. Dann kann man sie auch zu Zeiten nachholen, in denen das Gebet eigentlich nicht erlaubt ist, gemäß der korrekten Ansicht der Gelehrten. Das gilt aufgrund des bei al-Bukhāri (#1233) und Muslim (#834) verzeichneten Berichts von Umm Salamah (möge Allāh mit ihr zufrieden sein), demgemäß der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) zwei Rak`ah nach `Asr betete. Sie befragte ihn darüber und er sagte: „Einige Leute von `Abd al-Qays kamen zu mir und lenkten mich davon ab, die zwei Rak´ah nach Dhuhr zu verrichten. Das waren sie.“

 

Und ibn Mājah (#1154) berichtete, dass Qays ibn `Amr sagte: „Der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sah einen Man zwei Rak`ah nach Fajr beten. Der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) fragte: `Zweimal das Fajr-Gebet?` Der Mann erwiderte: `Ich habe die zwei Rak`ah, die davor kommen, nicht gebetet, deshalb habe ich sie jetzt verrichtet.` Daraufhin sagte der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) nichts.“ (von al-Albāni in Sahīh ibn Mājah #948 als sahīh eingestuft)

 

Und al-Tirmidhi (#426) berichtete von `Ā’ischah (möge Allāh mit ihr zufrieden sein), dass der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm), wenn er nicht vor Dhuhr vier Rak`ah gebetet hatte, sie danach verrichtete. (von al-Albāni in Sahīh al-Tirmidhi als hasan eingestuft)

 

Al-Nawawi (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Die korrekte Ansicht unserer Meinung nach besagt, dass es mustahabb ist, die regulären Sunnahgebete (al-Sunan al-rawātib) nachzuholen. Das ist die Meinung von Muhammad, al-Muzani und Ahmad entsprechend einem Bericht. Abu Hanīfah, Mālik und Abu Yūsuf sagten, gemäß des bekannteren Berichts von ihnen: `Sie sollten nicht nachgeholt werden.` Unser Beweis sind diese authentischen Überlieferungen.`“ (al-Majmū`, 4/43)

 

Al-Mardāwi al-Hanbali (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Die Worte `und wer irgendeines der Sunnahgebete verpasst, dem ist es empfohlen, es nachzuholen` entsprechen unserem Madhhab (dem von Imām Ahmad) und es ist die wohl bekannte Ansicht unserer Gefährten.“ (al-Insāf, 2/187)

 

Scheikh al-Islam ibn Taymiyah (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Wenn eines der regulären Sunnahgebete, wie z. B. das von Dhuhr, verpasst wird, kann es dann nach `Asr nachgeholt werden? Es gibt zwei Meinungen, die beide von Ahmad berichtet wurden. Die eine von ihnen besagt, dass es nicht nachgeholt werden kann, und das ist die Ansicht von Abu Hanīfah und Mālik. Die andere ist die Meinung von al-Schāfi`i und diese ist stärker. Und Allāh weiß es am besten.“ (Majmū` al-Fatāwa, 23/127)

 

Basierend auf dem oben Stehenden ist es dir empfohlen, die regulären Sunnahgebete vor und nach Dhuhr nach `Asr nachzuholen, wenn du sie nicht zur richtigen Zeit verrichten kannst.

 

Scheikh ibn `Uthaymīn (möge Allāh ihm barmherzig sein) wurde gefragt: „Ist es erlaubt, das Sunnahgebet vor Dhuhr zu verspäten, sodass wir mit Dhuhr beginnen und dann nach ungefähr einer Stunde die Sunnahgebete, die eigentlich davor und danach verrichtet werden sollen, beten, weil die Zeit, die wir für das Gebet zur Verfügung haben, nur für den Wudū‘ und das Pflichtgebet ausreicht?“

 

Er antwortete: „Wenn jemand das Sunnahgebet, welches eigentlich vorher gebetet werden sollte, bis nach dem Gebet verspätet, weil er eine Entschuldigung dafür hat, dann ist nichts Falsches daran und er kann es später nachholen. Das ist akzeptabel. Hat er aber keine Entschuldigung, dann ist das nicht akzeptabel. Der Fragesteller hat gesagt, dass die Zeit nur für den Wudū‘ und das Pflichtgebet ausreicht und das ist eine Entschuldigung. Darauf basierend ist es erlaubt, das Sunnahgebet, welches eigentlich vorher verrichtet werden sollte, nach dem Gebet nachzuholen. Doch in diesem Fall sollte man mit dem Sunnahgebet beginnen, welches nach dem Pflichtgebet kommt, und danach das Sunnahgebet nachholen, welches vor dem Pflichtgebet kommt.“ (Fatāwa wa Rasā’il ibn `Uthaymīn, 14/194)

 

Für weitere Informationen siehe bitte in der Antwort auf Frage #114233.

 

Und Allāh weiß es am besten.

 

Islam Q&A

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Die Zeit von Fajr und Fehler in einigen Zeitplänen

Die Zeit von Fajr und Fehler in einigen Zeitplänen
Alles Lob gebührt Allah.

Beachte , das die Zeit vom Fajr Gebet beginnt, sobald die zweite Dämmerung beginnt, welches die weiße Linie ist, die waagrecht rechts und links entlang des Horizonts verläuft. Diese Zeit dauert, bis die Sonne aufgeht.

Die erste Dämmerung ist die falsche Dämmerung, die Weisheit erscheint senkrecht im Himmel, wie Säulen. Dies geschieht etwa zwanzig Minuten vor der wahren Dämmerung und es nimmt zu und ab je nach Jahreszeit.

Es ist bekannt, das die Regelung an der wahren Dämmerung angewandt wird, nicht an der falschen.

Es gibt viele Ahaadeeth die von den zwei Dämmerungen sprechen, so wie die folgenden:

Der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Es gibt zwei Dämmerungen, die Dämmerung, wenn Nahrung haraam wird und das Gebet zulässig wird und die Dämmerung, wenn das Gebet (d.h. Fajr Gebet) haraam und Nahrung zulässig ist.“

(Überliefert von al-Haakim und al-Bayhaqi von dem Hadeeth von Ibn ‘Abbaas; als saheeh klassifiziert von al-Albaani in Saheeh al-Jaami’, 4279).

Und der Prophet salla Allahi alaihi wa sallam sagte: „Es gibt zwei Dämmerungen. Bezüglich der Dämmerung, die einem Wolfsschwanz gleicht, so wird es durch sie nicht zulässig zu beten und haraam zu essen. Bezüglich der Dämmerung, die waagrecht am Himmel erscheint, so wird es durch sie zulässig zu beten und verboten zu essen.“

(Überliefert von al-Haakim und al-Bayhaqi von dem Hadeeth von Jaabir; als saheeh klassifiziert von al-Albaani in Saheeh al-Jaami’, 4278)

Übereinstimmend mit einer anderen Überlieferung, “ Es gibt zwei Dämmerungen. Eine wird der Schwanz des Wolfes genannt, welche die falsche Dämmerung ist, die senkrecht erscheint. Die andere erscheint waagrecht und nicht senkrecht.“ (Als saheeh eingestuft von al-Albaani in al-Silsilah al-Saheehah, Nr. 2202).

Und der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Lasst nicht den Adhaan von Bilaal euch davon abhalten, weiter Suhoor zu essen, oder die senkrechte Dämmerung, jedoch die Dämmerung, die entlang des Horizontes erscheint.“

(Überliefert von Abu Dawood und al-Tirmidhi, der ihn als hasan einstufte. Als saheeh eingestuft von al-Albaani in Saheeh al-Tirmidhi, Nr. 568)

Von dieser Erklärung des Propheten salla Allahu alaihi wa sallam, wissen wir, dass die Definition der Zeit von Fajr basierend auf Beobachtungen und nicht auf astronomischen Berechnungen oder Zeitplänen ist, deren Autoren unbekannt sind, ebenso was ihre Glaubwürdigkeit und ihr Wissen angeht, besonders wenn nachgewiesen wurde, dass sie nicht die richtige Zeit angeben.

Dieser Fehler tritt nicht nur in Ägypten auf, vielmehr sieht es danach aus, das die meisten Zeitpläne nicht die richtige Zeit für Fajr angeben und sich auf die falsche Dämmerung beziehen. Das bedeutet, dass das Risiko besteht, das die Gebete der Muslime ungültig sind, besonders in den Fällen von jenen, die in ihren Häusern unmittelbar nach dem Adhan beten.

Eine Gruppe an Gelehrten und Forschern im Königreich von Saudi Arabien, Syrien, Ägypten und Sudan haben versucht, die Zeit der wahren Dämmerung herauszufinden, und es ist für sie eindeutig, dass die Zeitpläne die zur Zeit in gebrauch sind falsch sind.

Shaykh al-Albaani rh sagte:

Ich habe es selbst viele Male in meinem Haus gesehen, in den Bergen von Hamlaan im Südosten von Amman, und es ermöglichte mir, zu bestätigen, was einige von denen, die daran interessiert sind, dass die Anbetung der Muslime korrekt ist sagten, dass der Adhaan zu Fajr in einigen arabischen Ländern 20-30 Minuten vor der Zeit der t Dämmerung gegeben wird, d.h. es ist ebenso vor der Zeit der falschen Dämmerung. Ich habe oft gehört, dass die Iqaamah zu Fajr in einigen Moscheen gegeben wird, wenn die wahre Dämmerung beginnt und sie geben den Adhaan bevor es Zeit ist. Und sie eilen das Fard Gebet zu verrichten bevor es Zeit ist während des Monats Ramadaan.

(Von al-Silsilah al-Saheehah, 5/25)

Sobald dies verstanden wurde, sollten die Menschen aus jeder Stadt eine Gruppe von vertrauenswürdigen Gelehrten finden, die die Zeit von Fajr feststellen und dies den Menschen bekannt geben und sie davor warnen, Zeitplänen zu folgen, wenn nachgewiesen wurde, dass sie falsch sind.

Der Bruder, der diese Frage stellte und alle Muslime sollten Fajr nicht beten, bis sie sicher sind oder es sehr wahrscheinlich ist, dass die Dämmerung angebrochen ist; wenn sie den Adhaan bis dahin verzögern können, so sollten sie das tun. Sie sollten ebenso dieses Urteil ihren Frauen und Töchtern erklären, damit sie nicht am Ende das Gebet zur falschen Zeit verrichten.

Und Allah weiß es am besten.

Fatwa Nr. 26763

Translation: ArRayyana.Wordpress.com

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7 Fallen des Shaytan

Shaykh Ibn
Qayyim Al-Jawziyya ~ 7 Fallen des
Shaitans

Der
Mensch sollte über denjenigen nachdenken, der ihn zum Ungehorsam
überredet, ihm die schlechten Taten schön erscheinen lässt und
dessen Pflicht es ist, eben nur dies zu tun. Das ist der Schaytan,
welcher für ihn zuständig ist. Aus diesem Grund müssen wir gut über
ihn nachsinnen. Der Mensch muss ihn als seinen Feind ansehen,
vorsichtig ihm gegenüber sein, sich vor ihm in acht nehmen und im
Klaren darüber sein. Ebenfalls muss man darauf achten, was der
Schaytan einem heimlich vorbereitet, ohne dass man es merkt. Dieser
Verfluchte will den Menschen ins Unglück stürzen, durch eine, von
den sieben folgenden Methoden bzw. Fallen, die er ihm auf dem
Geraden Weg stellt.

Man sollte wissen, dass es kleinere
und größere (leichtere und schwerere) Hindernisse gibt. Jedoch wird
der Schaytan nicht aufhören, dir die größere Falle zu stellen,
damit du in sie hinein fällst, bis er vollkommen machtlos wird,
dies zu tun.
1. Falle: der
Kufr
Kufr oder Unglaube
(Glaubensverweigerung) an Allah subhanahu wa ta’ala, Seine
Religion, die Begegnung mit Ihm, Seine vollkommenen Eigenschaften
und an das, worüber uns die Gesandten berichtet haben. Falls der
Schaytan in dieser Sache erfolgreich ist, wird er sehr zufrieden
sein, sein Feuer (der Begeisterung) für dich wird sich abkühlen,
und er wird sich ausruhen können. Falls du jedoch, durch das Licht
des Iman und die Reinheit der Rechtleitung, dieses Hindernis
überwindest, wird er, der Verfluchte, dir mit dem nächsten
entgegentreten.

2. Falle: die Neuerung in der
Religion (Bid’a)
Dies erreicht
er, indem er dich entweder von einem Glauben überzeugt, dir einen
Glauben einflößt, der im Gegensatz zur Wahrheit steht, nach welcher
Allah subhanahu wa ta ‘ala Seinen Gesandten geschickt hat, und nach
welcher Er sein Buch offenbart hat. Oder er überzeugt dich davon,
dass du deine ‘Ibadah an etwas bzw. jemand anderen richtest, was
Allah subhanahu wa ta ‘ala, verboten hat, wie z.B. Statuen und
Bilder. Dieses stellt eine Neuerung in der Religion dar, und Allah
wird davon nichts annehmen. Diese zwei Neuerungen sind häufig
unzertrennlich und geschehen nur selten vereinzelt, jede für sich.
Aus diesem Grund haben bestimmte Gelehrte gesagt: „Die Neuerung des
Wortes und die Neuerung der Tat haben eine Ehe geschlossen, welcher
sich das „Brautpaar“ hingegeben hat, so dass auf die Welt
unzüchtige Kinder kamen, welche die islamischen Länder verwüsten,
und wegen welchen Diener und Städte Allah subhanahu wa ta ‘ala
bitten, Er möge sie davor bewahren“. Ibn Taymiyya
rahimehullah sagte: „Der Kern von Kufr hat die sündige Neuerung
geheiratet, so gebären sie zusammen das Verderben dieser und
jenseitiger Welt.“ Falls du
diese Hürde meisterst und dich von ihr, durch das Licht der Sunnah,
befreist, und dich zudem noch mit aufrichtigem Gehorsam beschützt
und mit dem, was unsere tugendhaften Vorfahren gefolgt sind, die
ehrenhaften Sahaba und Tabi’in, dann wisse, dass in den
vorausgehenden Zeiten, sich nur schwer jemand davor, in diese Falle
retten wird. Doch falls du dich trotzdem rettest, erst da werden
dich die Neuerungsträger umzingeln und anfallen. Sie werden dabei
rufen, dass du derjenige bist, der Neuerungen in die Religion
bringt.

Die dritte Falle – die großen
Sünden
Falls dich Allah
subhanahu wa ta ‘ala rechtleitet und du diese Hürde überstehst,
dann kommt schon die Dritte. Die dritte Hürde sind die großen
Sünden, al-Kabair. Der Schaytan lässt dir die großen Sünden schön
erscheinen, schmückt sie aus, ködert dich damit, und öffnet dir
danach die Tür der Hoffnung, indem er sagt: „Der Glaube ist nur das
aufrichtige Bezeugnis mit der Zunge. Ihn können deine Taten nicht
zerstören.“ So lange der Mensch lebt, flüstert der Schaytan ihm
Worte zu, wie: „Die Sünden schaden nicht, wenn du gläubig bist,
genauso wie die guten Taten nichts wert sind, wenn du ein Muschrik
(Götzendiener) bist.“ Trotzdem ist die Neuerung dem Schaytan
lieber. Sie ist ein Unheil und ein Hindernis für den Menschen, weil
sie dem Glauben schadet und weil sie die Verneinung dessen ist, was
Allah dem Gesandten (sallAllahu alayhi wa sallam) offenbart hat.
Ein Neuerungsträger, derjenige welcher die Neuerung ausübt, bereut
weder diese Sache, noch will er sie verlassen. Im Gegenteil, er
ruft andere sogar dazu auf. Die Neuerung beinhaltet das Sprechen
über Allah subhanahu wa ta ‘ala ohne Wissen. Sie vernichtet die
Sunnah und greift diejenigen an, die der Sunnah folgen. Die
Neuerung versucht das Licht Allahs zu löschen. Sie versucht
diejenigen gut darzustellen, von denen sich der Erhabene abgewandt
hat, und sie wendet sich von denjenigen ab, welche bei Allah gut
angesehen sind. Die Neuerung nimmt das an, was Allah subhanahu wa
ta ‘ala und Sein Gesandter abgelehnt haben und lehnt das ab, was Er
angenommen hat. Die Neuerungsträger beschützen diejenigen, die
gegen Allah subhanahu wa ta ‘ala kämpfen, und greifen diejenigen
an, welche Er beschützt. In der Neuerung wird das erlaubt, was
Allah verboten hat, und jenes verboten, was Er erlaubt hat. Die
Wahrheit wird verleugnet, die Lüge wird zur Wahrheit ausgerufen und
bekämpft die Wahrheit. Dabei werden die Wahrheiten umgestürzt und
die Herzen verblendet. Allahs Religion wird negiert. Es wird nach
den Schwächen des Rechten Weges gesucht, und es wird langsam
versucht den Glauben vollkommen zu ändern. [1] Alle Neuerungen
beginnen mit kleinen Dingen, um sich so allmählich auch in die
größeren Dinge einzuschleichen. Und dies geschieht so lange, bis
sie diejenigen, die sie verrichten, völlig vom Glauben entfernen.
Ihre Haupteigenschaften sind demnach die Allmählichkeit und ihre
stadienhafte Steigerung (Entwicklung). Sie entwickelt sich vom
Kleinen zum Größeren, bis sie letztendlich den Gläubigen vom
Rechten Weg abbringt, genauso wie man ein Haar aus dem Teig ziehen
würde. „… Und wem Allah kein Licht
schafft, für den gibt es kein Licht.“
(24:40) Falls dich Allah
subhanahu wa ta ‘ala vor diesem Hindernis bewahrt, oder du dich mit
aufrichtiger Reue davon rettest, wird der Schaytan mit der nächsten
Falle kommen. [1] Die verdorbenste und schädlichste Neuerung ist
blinder Glaube. Sodass die Taten im Bereich des Glaubens, der
‘Ibadah, der Vorschriften und des Dhikr, die von den Vorfahren
geerbt wurden, keinen Wert haben. Diese Taten schöpfen nämlich ihr
Licht aus der Erklärung von Allahs Worten und den Worten Seines
Gesandten (sallAllahu alayhi wa sallam). Und genau deswegen begehen
die früheren und heutigen Völker Schirk in ihrem Glauben (weil sie
blind folgen und ihr Wissen nicht aus Allahs Worten und aus den
Seines Gesandten (sallAllahu alayhi wa sallam) schöpfen.

Das vierte
Falle – die kleinen Sünden
Das
vierte Hindernis (die vierte Falles des Schaytan) sind die kleinen
Sünden. Mit diesen wird der Schaytan sich doppelt an dir rächen. Er
wird sich dir mit Worten nähern wie: „Was ist denn bloß mit dir
los, Mensch. Wieso überlässt du dich nicht den kleinen Sünden, wenn
du schon den großen Sünden abgesprochen hast. Oder ist dir etwa
nicht bekannt, dass die kleinen Sünden durch gute Taten und das
Fernhalten von großen Sünden gelöscht werden?“ Er wird so lange auf
dich einreden, bist du in kleinen Sünden beständig bist (sie also
dauerhaft tust). Doch jemand, der in kleinen Sünden beständig ist,
ist in einer schwierigeren Lage, als derjenige, welcher eine große
Sünde begeht, sich fürchtet und sie bereut. Das Bestehen auf
kleinen Sünden, ist abscheulicher als die Sünde selbst. Die große
Sünde verschwindet, falls du sie ehrlich bereust und Allah
aufrichtig um Vergebung bittest. Die kleine Sünde verwandelt sich
jedoch in eine große, falls du beständig in ihrem Tun bist. Der
Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte:
„Nehmt euch vor kleinen
Sünden in Acht …“ Daraufhin
erwähnte er das Beispiel von Leuten, die sich auf einem verlassenen
Ort niederlassen. Dort benötigen sie Holz, so dass einer von ihnen
Äste holen geht. Das tun auch die anderen, bis sie schließlich viel
Holz einsammeln, ein Feuer anzünden und ein Brot darauf backen.
Genauso ist es mit den kleinen Sünden, welche der Mensch
unterschätzt. Diese häufen sich an, bis sie ihn endlich ins
Verderben führen. (Ahmad, Tabarani und andere) Falls der Mensch
sich vor dieser Falle rettet, und zwar mit Vorsicht, mit ständigem
Istighfar (Allah um Vergebung bitten) und Reue, begegnet ihm das
fünfte Übel.

Die fünfte Falle – die
erlaubten Dinge
Das fünfte
Falle des Schaytan sind die so genannten mubah- (erlaubten) Dinge.
Das sind erlaubte Dinge, die, wenn wir sie tun, wir keine Sünde
sind. Der Schaytan versucht dich mit ihnen zu beschäftigen, anstatt
dass du deine Gehorsamkeit mit guten Taten erhöhst, dich ihnen
verstärkt zuwendest und dich mit ihnen versorgst. So versucht er
dich schrittweise dazu zu bringen, dass du die Sunnah-Taten
vernachlässigst und danach ebenso die Taten, welche wadschib
(verpflichtend) sind. Sein geringster Nutzen von diese Methode ist,
dass der Mensch sich auf diese Weise große Nutzen sowie Belohnungen
entgehen lässt. Wüsste der Mensch um den Nutzen und Wert dieser
‘Ibadah-Taten Bescheid, so würde er sie niemals verlassen, jedoch
weiß er es nicht. Falls der Mensch diese Hürde durch das Licht der
Rechtleitung überwindet und seine Aufmerksamkeit und Vorsicht
festigt, sich das Wissen vom Wert der guten Taten aneignet, welche
man oft verrichten sollte, dann wird er sich davor retten können,
falls er kurz in diesem „Hafen“ verweilen sollte. Ist die Falle nun
überwunden, wartet der Schaytan schon bereits am nächsten
Hindernis.

Die sechste Falle – Den
Vorrang den guten vor besseren Taten geben
Die sechste Falle ist, dass man den beliebten Taten
Vorrang gibt, vor guten und frommen Taten. Der Schaytan verführt
den Menschen dazu, diese Taten zu verrichten. Er verschönert sie
ihm, schmückt sie aus und hebt ihren Wert und ihre Bedeutung
hervor. Alles dies tut er, nur um den Menschen von besseren und
nützlicheren Taten abzubringen, welche eine größere Belohnung und
einen größeren Nutzen bringen. Wenn der Schaytan nämlich einsieht,
dass er den Menschen nicht davon abbringen kann, gute Taten zu
verrichten, setzt er sich ein anderes Ziel. Er versucht die
Belohnung für die guten Taten zu vermindern, sowie die Stellung der
‘Ibadah desjenigen, der sie verrichtet. Er beschäftigt ihn sodann
mit weniger wertvollen Dingen. So tut der Mensch das Gute und nicht
das Beste. Er verrichtet das, was Allah subhanahu wa ta ‘ala
gefällt und nicht das was Allah am meisten gefällt. Er tut das,
womit Allah subhanahu wa ta ‘ala zufrieden ist und nicht das, womit
Er am zufriedensten ist. Doch dann muss man sich fragen, wo solche
Menschen zu finden sind (welche die besten Taten verrichten, die
Dinge die Allah am Meisten gefallen und mit denen Er am
zufriedensten ist.) In der heutigen Welt sind diese Menschen in der
Minderheit. Die meisten Menschen sind schon vor den genannten
Hürden stehen geblieben. Diese Hürde überwindet nur derjenige,
welcher sich ausgezeichnet mit dem Wert der Taten auskennt, und mit
ihrer Wertschätzung bei Allah subhanahu wa ta ‘ala. So ein Mensch
erkennt den Unterschied zwischen beliebten und guten Taten,
zwischen den nebensächlichen und wichtigsten Taten, zwischen den
weniger wertvollen und mehr wertvolleren Taten, zwischen guten und
ausgezeichneten Taten usw… Wahrlich können alle Worte und jede Tat
gut sein, aber sie können auch die Besten sein. Sie können
nebensächlich, aber auch die Hauptsache sein. Sie können wichtig
sein, jedoch auch am Wichtigsten. Genauso wie einige Taten das
Höchste aller Dinge darstellen und andere wiederum nicht, wie es in
authentischen Überlieferungen des Gesandten Allahs sallAllahu
alayhi wa sallam gesagt wird: „Das beste Istighfar ist, dass der
Diener spricht „Oh Allah, du bist mein Herr und ich bin dein
Diener. Es gibt keinen Gott, außer Dir …“ In einem Hadith steht:
„Der Jihad ist der Gipfel des
Islam“ (Tirmidhi), oder in
einer anderen Überlieferung: „Gute Taten haben sich
untereinander gerühmt, doch die Sadaqa (Spende) hat sie in allem
übertroffen.“ Deswegen
überwinden diese Hürden nur die ausgesuchtesten unter den Guten und
Aufrichtigen, die besten Gelehrten und diejenigen, welche den
höchsten Sieg errungen und jeder Tat den Platz zugewiesen haben,
der ihr gebührt.

Die siebte Falle – die Armee
des Schaytan
Nach dieser Falle
kommt nur noch eine letzte Hürde, welche der Schaytan zwangsläufig
stellt. Wenn sie jemand überwinden könnte, dann wären es die
Gesandten, die Propheten Allahs, sowie die edelsten Seiner Diener.
Diese Falle ist nämlich die Armee des Schaytans, welche er dazu
benutzt, den Menschen auf alle möglichen Arten in Unruhe zu
versetzen und zu stören. Sie tun dies Mit der Hand, mit der Zunge,
mit dem Herzen und abhängig von der Stufe eines Menschen in der
Religion und im Guten, tun sie es auch mit guten Taten. Wenn auch
immer sich der Mensch in seinem Glauben erhebt, stürzt sich der
Schaytan auf ihn, treibt seine Armee und seine Verbündeten auf ihn.
Je mehr der Mensch sich dem Glauben widmet, beständig im Glauben
wird und verstärkt zu Allah subhanahu wa ta ‘ala aufruft, desto
stärker treibt der Schaytan seine Gewissenlosen an, ihn anzufallen.
In so einer Situation tritt der Mensch in einen Krieg ein. Er
kämpft im Namen Allahs und kämpft gegen Seinen Feind. Diese ‘Ibadah
können nur herausragende Gläubige empfinden. Diese ‘Ibadah wird als
‘Ibadah des Stolzes und des Trotzes bezeichnet. Ihr widmen sich nur
die herausragendsten und scharfsinnigsten Gläubigen. Und die
liebste Tat bei Allah ist soeben die, dass Sein Diener sich erzürnt
und dem Feind trotzt. Auf eine solche Art von ‘Ibadah, hat Allah
subhanahu wa ta ‘ala auf mehreren Stellen im Qur’an hingewiesen.
Eines von den Beispielen ist der folgende Vers:
„Wer auf Allahs Weg
auswandert, wird auf der Erde viele Zufluchtsstätten und Wohlstand
finden. Und wer sein Haus auswandernd zu Allah und Seinem Gesandten
verlässt, und den hierauf der Tod erfasst, so fällt es Allah zu,
ihm seinen Lohn (zu geben). Allah ist Allvergebend und Barmherzig.“
(An-Nisa, Vers 100) Hier
wurde der Auswanderer, der Mensch, der seine Zuflucht in die
‘Ibadah an Allah gefunden hat, als ein Trotzender bezeichnet, mit
welchem Allah Seinen Feinden trotzt. Deshalb liebt es Allah
subhanahu wa ta ‘ala, dass Sein Diener dem Feind trotzt und gegen
ihn kämpft, wie im Qur’an gesagt wird:
“Dies (ist), weil sie weder
Durst noch Mühsal noch Hunger auf Allahs Weg trifft, noch sie einen
Schritt unternehmen, der die Ungläubigen ergrimmen lässt, noch
einem Feind etwas Schlimmes zufügen, ohne dass ihnen dafür eine
rechtschaffene Tat aufgeschrieben würde. Gewiss, Allah lässt den
Lohn der Gutes Tuenden nicht verlorengehen.“ (At-Tauba, Vers
120) Seinen Gesandten und
seine Gefährten beschreibend, sagt Allah subhanahu wa ta ‘ala:
„Und ihr Gleichnis im
Evangelium ist das eines Getreidefeldes, das seine Triebe
hervorbringt und dann stärker werden lässt, so dass sie verdicken
und ebenmäßig auf ihren Halmen stehen, so dass es den Anbauern
gefällt. (Dies,) damit Er die Ungläubigen durch sie ergrimmen
lasse. Allah hat denjenigen von ihnen, die glauben und
rechtschaffene Werke tun, Vergebung und großartigen Lohn
versprochen.“ (Al-Fath, Vers
29) Daraus wird ersichtlich,
dass das Zeigen von Trotz gegenüber den Kuffar, das Hervorrufen von
ihrem Zorn, eine Handlung ist, die bei Allah subhanahu wa ta ‘ala
beliebt ist und welche Er von den Gläubigen fordert. Derjenige,
welcher diese Tat und das Ziel ausführt, vervollständigt seine
‘Ibadah. Der Gesandte Allahs hat ebenfalls zwei Sujud-as-Sahw
vorgeschrieben, falls der Betende im Gebet etwas versäumt und
sagte: „Mit ihnen wird das Gebet
vollständig, und diese zwei Sujud werden dem Schaytan trotzen und
ihn erniedrigen.“ (Muslim)
So haben sie auch den Namen „Sujud des Trotzes“ bekommen.
Derjenige, der seine ‘Ibadah an Allah richtet und Seinen Feinden
trotzt, er hat sich der Siddiqiyyah [die Stufe eines tugendhaften
Menschen, die niedriger als die Stufe der Gesandten ist, jedoch
höher als die Stufe der „Waly“] genährt. Soviel, wie der Mensch
seinen Herrn liebt, Ihm dient und gegen Seine Feinde kämpft, soviel
wird auch sein Anteil am genannten Trotz sein. Aus diesem Grund ist
auch das Stolzieren zwischen zwei Feindlagern (im Krieg) erlaubt.
So eine Tat erzürnt die Ungläubigen. Diese Form von ‘Ibadah kennt
erst nur ein kleiner Teil der Menschen. Und derjenige, welcher
einmal ihren Geschmack und Genuss gekostet hat, wird weinen, dass
er diese nicht früher ausgeführt hat. Und nur von Allah ersuchen
wir Hilfe und nur auf Ihn verlassen wir uns, denn Macht und Kraft
sind nur bei Allah. Derjenige, welche diese Stufe erreicht, der
trotzt dem Schaytan mit der aufrichtigen Reue, wenn dieser ihn bei
einer großen Sünde sieht. Und dieser Trotz führt zu einer noch
stärkeren Ergebenheit an Allah. Und
Allah subhana wa ta ´ala weiß es am
besten.

Auszug
aus dem Buch ‚Madaridsch
us-Salikin‘

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Schwäche ist keine Entschuldigung sondern ein Verbrechen

Sayyid Qutb: Die Schwäche ist keine Entschuldigung sondern ein Verbrechen
Und die Schwachen werden zu den Hochmütigen sagen: Wir waren doch eure Gefolgsleute! Könnt ihr uns also nicht etwas gegen die Strafe Allahs nützen?

Die Schwachen sind die Schwachen, jene die die größte Auszeichnung mit der Allah den Menschen geehrt hat aufgegeben haben, als sie auf ihre persönliche Freiheit im Denken, Glauben und der Ausrichtung verzichteten und sich selbst zu Gefolgsleuten der Hochmütigen und der Tyrannen machten. Sie unterwarfen sich anderen als Allah unter seinen Dienern und erwählten sich dies anstelle der Unterwerfung zu Allah. Doch die Schwäche ist keine Entschuldigung sondern ein Verbrechen, denn Allah will für niemanden, dass er schwach ist. Er ruft alle Menschen in seinen Schutz, damit sie dadurch Stolz erlangen können, und die Ehre gebührt Allah. Allah will für niemanden, dass er gehorsam oder widerwillig seinen Anteil an der Freiheit abgibt, welche sein Vorzug und die Essenz seiner Würde ist. Keine materielle Macht, in welcher Form auch immer, ist in der Lage einen Menschen zu versklaven, der die Freiheit will und an seiner Menschenwürde festhält. Das einzige was diese Macht erfassen kann ist der Körper. Sie kann ihn verletzen, foltern, fesseln und einsperren. Doch was das Innere angeht, was den Geist angeht und den Verstand, so kann ihn weder jemand einsperren noch demütigen, es sei denn sein Besitzer selbst gibt ihn der Einsperrung und Demütigung preis!

Wer ist in der Lage diese Schwachen in ihrem Glauben, Denken und Benehmen zu Gefolgsleuten der Hochmütigen zu machen? Wer kann diese Schwachen dazu zwingen sich anderen als Allah zu unterwerfen, obwohl Allah ihr einziger Schöpfer, Versorger und Beschützer ist? Niemand. Niemand außer ihr schwaches Selbst. Sie sind nicht etwa schwach wegen ihrer mangelnden materiellen Macht gegenüber den Tyrannen, oder wegen ihres niedrigen Ranges, Vermögens oder Status. Nein, das alles sind nur äußerliche Symptome, die selbst nicht als Schwäche zählen. […] Vielmehr sind sie nur deswegen schwach, weil sie schwach in ihrem Geist, in ihren Herzen, in ihrem Ehrgefühl und ihrem Stolz auf die größte Auszeichnung des Menschen sind.

Die Gedemütigten sind viele und die Unterdrücker sind wenige. Wer ist es, der die Vielen den Wenigen unterwirft? Wer hat sie unterworfen? Das einzige was sie unterwarf ist die Schwäche des Geistes, der Wegbruch des Eifers, das Fehlen des Ehrgefühls, und die innerliche Aufgabe der Würde, welche Allah dem Geschlecht der Menschen schenkte.

Die Tyrannen können die Massen niemals unterjochen, außer mit den Wollen eben dieser Massen. Sie wären immer in der Lage sie zu stoppen, wenn sie nur wollten. Doch der Wille ist, was diesen Herden fehlt. Die Unterdrückung kann nicht bestehen, außer durch die Akzeptanz im Geist der Unterdrückten, und diese Akzeptanz allein ist es, worauf sich die Tyrannen verlassen.

[ Aus Fī Ẓilāl al-Qurān (In den Schatten des Korans) von Sayyid Qutb ]

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Der Satus der arabischen Sprache im Islam

Shaykh Al Islam Ibn Taymiyya sagt in “Iqtidaa us Siratil Mustaqeem (2/207)

“Da es jetzt gewöhnlich ist in einer anderen Sprache zu reden, außer Arabisch welche das Symbol des Islams und die Sprache des Qurans ist, sodass es normal geworden ist mit der eigenen Familie, mit den eignen Freunden, auf dem Marktplatz, beim anschreiben der Staatsabgeordneten, oder anderen Führungspersönlichkeiten, oder beim Ansprechen der Gelehrten in einer anderen Sprache zu sprechen, muss gesagt werden, dass dies verpöhnt (makruuh) ist, weil man damit den Nicht-Arabern ähnelt. Dies ist verpöhnt (makruuh), wie es früher so festgelegt wurde.

Daher, als die früheren Muslime nach Syrien, oder Ägypten gingen, wo Byzantinisch und Griechisch gesprochen wurde, oder in den Iraq und Khurasaan gingen, wo Persich gesprochen wurde, oder in den Maghrib (Nordafrika), wo die Leute Berbisch sprachen, brachten die Muslime den Leuten dieser Länder bei, Arabisch zu sprechen, sodass Arabisch die vorherrschende Sprache wurde. Alle Leute, Muslime und Kuffar (Ungläubige) sprachen Arabisch. In solcher Lage befand sich auch Khurasan, dann wurden sie nachlässig und sprachen Farsee, bis sie verbreitet und Arabisch vergessen wurde von den meisten. Zweifelsfrei ist dies verpöhnt.

Der beste Weg ist es sich anzugewöhnen, Arabisch zu sprechen, sodass die jungen Leute Arabisch in ihren Häusern und Schulen lernen werden. Dadurch kehrt das Symbol des Islams zurück und ihre Leute werden vorherrschen. Dies macht es leichter für Leute des Islams, den Quran und die Sunnah zu verstehen und die Wörter der Salaf, im Gegensatz zu einer Person die dran gewöhnt ist, eine Sprache zu sprechen, dann will die Person eine andere Sprache lernen und sie findet es dann schwer.

Wisse, dass das Benutzen einer Sprache einen klaren und starken Effekt auf das Denken, Benehmen und auf die religiöser Hingabe einer Person hat. Ebenso hat es einen Effekt auf das Gleichen der früheren Generationen dieser Ummah, den Gefährten und den Tabi’in. Zu sein wie sie, verbessert das Denken, Benehmen und die religiöse Hingabe einer Person.

Außerdem, die arabische Sprache an sich ist ein Teil des Islams und Arabisch zu können ist eine Pflicht. Da es eine Pflicht ist, Quran und Sunna zu verstehen und Quran und Sunna können nicht verstanden werden ohne Arabisch zu können, dann heißt dies, dass es Pflicht ist die Hilfsmittel (die arabische Sprache) zu erlernen.
Es gibt Dinge die verpflichtend sind für alle Leute (Fard ‘Ayn) und andere Dinge die verpflichtend sind für die Gemeinschaft, oder Ummah (Fard Kifayah. Wenn einige Leute die Pflicht erfüllen, ist der Rest befreit von der Pflicht).
Das ist die Bedeutung der Überlieferung, welche von Abu Bakr ibn Abi Shaybah überliefert wurde, der sagte: ‘Isa Ibn Yunus erzählte uns von Thawr von ‘Umar Ibn Yazeed, dass ‘Umar zu Abu Musa Al Ash’ari schrieb:“ Lerne die Sunna und lerne Arabisch. Lerne den Quran in Arabisch.“
Gemäß einer andere Überlieferung, die von ‘Umar radhia lahu ‘anhu überliefert wurde, der sagte:“Lerne Arabisch, denn es ist Teil deiner Religion und lerne wie der Besitz des verstorbenen aufgeteilt wird, dies ist auch ein Teil deiner Religion.“

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Das Gebet – Heilung

In seinem exzellenten Buch ‚Zaadu-l-Ma’aad‘ im Abschnitt, welcher das Buch ‚At-Tibb
An-Nabawi‘ enthält, erklärt Schaikh Ibnu-l-Qayyim (rahimahullah) in seiner alphabetischen
Erörterung von Medizin und Ernährung:
– Gebet –
Allah, der Erhabene, hat gesagt:
„Und sucht Hilfe in der Standhaftigkeit und im Gebet! Es ist freilich schwer, nur nicht für die
Demütigen“ (Surah Al-Baqarah 2:45)
Und Er hat gesagt:
„O die ihr glaubt, sucht Hilfe in der Standhaftigkeit (Sabr) und im Gebet (Salah)! Allah ist mit
den Standhaften.“ (Surah Al-Baqarah 2:153)
Und Er, der Erhabene, hat gesagt:
„Und befiehl deinen Angehörigen, das Gebet (zu verrichten), und sei beharrlich darin. Wir
fordern keine Versorgung von dir; Wir versorgen dich. Und das (gute) Ende gehört der
Gottesfurcht.” (Surah Ta-ha 20:132)
Und in den Büchern der Sunnah wurde berichtet, dass der Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi
wa sallam) zum Gebet eilte, wann immer ihn eine Angelegenheit beunruhigte. Und zuvor wurde
das Konzept erklärt, die meisten Leiden durch das Gebet zu heilen, bevor man zu anderen
Wegen der Behandlung übergeht.
1 – Das Gebet ist etwas, das bewirkt, dass man Versorgung (Rizq) erhält.
2 – Es ist etwas, das die körperliche Gesundheit bewahrt.
3 – Es hält schädliche Dinge fern.
4 – Es verwirft Krankheit.
5 – Es stärkt das Herz.
6 – Es erhellt den Gesichtsausdruck.
7 – Es erfreut die Seele.

8 – Es befreit von der Faulheit.
9 – Es aktiviert die Gliedmaßen.
10 – Es erhöht der körperliche Stärke.
11 – Es erweitert die Brust (schenkt Wohlsein und Einsicht).
12 – Es ist Nahrung für die Seele.
13 – Es erleuchtet das Herz.
14 – Es bewahrt die Segnungen.
15 – Es wehrt Katastrophen ab.
16 – Es bringt Segen.
17 – Es hält den Schaytan fern.
18 – Es bringt einen näher zu Ar-Rahmaan (dem Allerbarmer).
Und insgesamt hat es einen erstaunlichen Effekt auf die Gesundheit des Körpers und des
Herzens, und es stärkt sie und vertreibt Schadstoffe. Keine zwei Menschen sind betroffen von
Behinderung, Krankheit oder anderen Heimsuchungen, ohne dass die Schwere desjenigen, der
betet, kleiner ist und ihr Ausgang reiner.
Außerdem hat das Gebet einen erstaunlichen Effekt auf das Übel der Dunya und wie es dies
abwehrt, vor allem wenn das Gebet ordnungsgemäß und komplett verrichtet wird, sowohl
innerlich als auch äußerlich. Nichts hält so die Übel der Dunya ab und bringt ihre Nutzen hervor
wie das Gebet.
Der Grund dafür ist, dass das Gebet die Verbindung zu Allah, dem Allmächtigen und
Majestätischen, ist. Also werden gemäß der Stärke der Beziehung einer Person zu ihrem Herrn,
dem Allmächtigen und Majestätischen, die Tore des Guten für sie geöffnet, schlechte Dinge und
die Ursachen dafür, dass sie davon befallen ist, werden ausgeschaltet, und die Elemente des
Erfolges, die von ihrem Herrn, dem Allmächtigen und Majestätischen, garantiert wurden,
beginnen einzufließen, zusammen mit Sicherheit und guter Gesundheit, Wohlstand und
weltlicher Reichtum, Entspannung, Glückseligkeit, Freude. Und alle Arten von erfreulichen
Angelegenheiten werden ihr gebracht, und zudem noch in vorteilhafter Art.
Ibn Qayyim al-Jawziyyah, rahimahullah
Aus ‚Zaad al-Ma’aad‘ (4/304-305), Mu’assasatur-Risaalah, 4. Ed., 1424
Übersetzung vom Arabischen ins Englische, plus Titel u. Nummerierung von Moosa
Richardson; übersetzt ins Deutsche von M. Y. Bienas.

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Bordell in Tunesien

Sheikh Hasan al Hussaini (ein direkter Nachfahre des Propheten sallAllaahu aleihi wa sallam) ist nach Tunesien gereist. Am Anfang des Videos erzählt er, dass dieser Ort ehemals eine Festung der Mujahideen der vergangenen Jahrhunderte war und dieser Teil der Festung der Mujahideen und Murabiteen von damals ist noch übrig geblieben und ist heute ein Bordell …Er betritt diese Gasse und beschenkt zunächst erstmal die Zuhälter/Freier? mit Parfums und sagt ihnen, dass er ihnen eine Nasiha geben will und sie an Allaah erinnern will. Sie diskutieren zunächst mit ihm und wollen nicht, dass er da reingeht, aber er macht es trotzdem und an ihm laufen Freier vorbei, die ihre Gesichter verstecken und er sagt zu ihnen, dass sie ihre Gesichter nicht am Tag des Gerichts verstecken können …Dann kommt er bei den Prostituierten an und sagt ihnen, dass er sie an Allaah erinnern möchte und dass es übel ist, was sie machen und dass sie auf Allaah vertrauen sollten und diese Tätigkeit beenden sollten. Die Frauen sagen, dass sie das für ihren Unterhalt machen müssen und dass sie sich nicht anders versorgen können und der Sheikh sagt ihnen, dass Allaah der Versorger ist und Allaah wird sie versorgen und er sagt ihnen, dass Zina zu den größten Sünden gehört und dass man im Jenseits dafür auf eine schlimme Art und Weise bestraft wird und bittet sie und fleht sie an, dass sie damit aufhören sollen und sagt, dass Allaah sie so versorgen wird, wie er die Vögel versorgt und alle anderen Lebewesen.Sie unterbrechen ihn und er wiederholt immer wieder, dass er nur das Gute für sie will. Und dann sagt der Sheikh in die Kamera an seine Zuschauer , dass dieser Ort von den Sahaba für den Islaam geöffnet wurde und dass dieser Ort für die Verteidigung des Islaams gedient hat und nun ein Bordell geworden ist und bricht emotional zusammen. Er nennt Sahaba, die da waren und sagt, dass jetzt unsere Töchter, die Töchter des Islaams an so etwas angelangt sind und weint und ruft „Rettet die Frauen Tunis und die Jugend Tunis“ …Die Frauen kommen dann rausgestürmt, bedeckt und weinen ebenfalls und bitten Allaah um Vergebung und schreien und sagen, dass sie Angst haben zu sterben und mit welchem Gesicht sie vor Allaah stehen sollen? Und sie sagen „O Allaah rette mich“ und schreien und weinen und machen Taubah.Selbst die Zuhälter und Freier vergießen Tränen.. 

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Umgang mit jemandem der das Gebet unterlässt

Shaykh Salih Ibn ‘Uthaymin
Antwort:
Das Unterlassen des Gebets ist Kufr, der jemanden aus dem Islam hinausbefördert. Wenn er
eine Frau hat, dann ist seine Ehe mit ihr ungültig, von ihm geschlachtetes Fleisch ist nicht
erlaubt, sein Fasten und seine Spende werden nicht akzeptiert und es ist ihm nicht erlaubt nach
Makkah zu gehen und al-Haram zu betreten.
Im Falle seines Todes ist es nicht erlaubt, ihn zu waschen, einzuwickeln, das Totengebet für ihn
zu verrichten oder ihn bei den Muslimen zu begraben. Vielmehr sollte er in die Wüste hinaus
gebracht und in einem Loch begraben werden.
Stirbt der Verwandte eines anderen und dieser weiß, dass er nicht gebetet hat, dann ist es ihm
nicht erlaubt, die Leute zu täuschen, indem er sie dazu bringt, das Totengebet für den
Verstorbenen zu verrichten, denn das Totengebet für einen Kafir zu sprechen ist haram, wie
Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Und bete niemals über jemandem von ihnen (von den
Heuchlern), der gestorben ist, und stehe nicht an seinem Grab! Sie verleugneten ja Allah und
Seinen Gesandten, und sie starben als Frevler (ungehorsam Allah und Seinem Gesandten
gegenüber).“ (9:84)
„Dem Propheten und denjenigen, die glauben, steht es nicht zu, für die Götzendiener um
Vergebung zu bitten, auch wenn es Verwandte wären, nachdem es ihnen klar geworden ist,
dass sie Insassen des Höllenbrandes sein werden (weil sie im Zustand des Unglaubens
starben).“ (9:113)
Scheikh ibn ‘Uthaymin, rahimahullah
Majmu’ Fatawa al-Scheikh ibn ‘Uthaymin – 12/ Frage Nr. 26

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Das hinauszögern des Ischaa Gebets

Frage:
Ich habe gehört, dass es für Männer empfohlen ist, die Verrichtung des ‘Ischaa-Gebetes hinauszuzögern. Ist dies auch für Frauen erlaubt?

Antwort:
Subhaan Allaah. Mögen Frieden und Segen auf dem Gesandten Allaahs, seiner Familie, seinen Gefährten und denen sein, die seiner Rechtleitung folgen.
Es gibt einen authentischen Hadith des Propheten صلى الله عليه وسلم der beweist, dass es für Männer und Frauen empfehlenswert ist, das ‘Ischaa-Gebet hinauszuzögern. Es wurde berichtet, dass der Prophet صلى الله عليه وسلم einst das ‘Ischaa-Gebet bis zum Drittel der Nacht aufschob. Er sagte: “Wahrlich, dies ist seine Zeit, wenn es nicht schwierig wäre für meine Ummah.“
إِنَّهُ الْوَقْتُ لَوْلاَ أَنْ أَشُقَّ عَلَى أُمَّتِي ‏”‏ ‏”
Wenn es möglich ist, es ohne Mühe hinauszuzögern, dann ist das besser. Wenn z.B. eine Gruppe von Leuten an einem bestimmten Ort oder auf Reisen darüber einig sind, es zum Drittel der Nacht aufzuschieben weil es für sie einfacher ist, so ist daran nichts falsch. Es ist sogar besser, aber es ist nicht erlaubt, es bis nach Mitternacht aufzuschieben, denn das Ende des möglichen Zeitraumes ist Mitternacht, laut des Hadith von ‘Abdullaah ibn ‘Amr, dass der Prophet صلى الله عليه وسلم sagte: “Die Zeit für das ‘Ischaa-Gebet ist bis Mitternacht.“
Wenn das Aufschieben den Leuten aber Mühe macht, so ist es in diesem Fall verpflichtend, es am Anfang der Zeit zu verrichten.
Jabir رضى الله عنه sagte: “Wann immer der Prophet صلى الله عليه وسلم sie (die Leute) sich (zum ‘Ischaa-Gebet) versammeln sah, so verrichtete er es. Und wenn sie später kamen, so zögerte er es hinaus.”
Darüber hinaus sagte Abu Barzah رضى الله عنه: “Der Prophet صلى الله عليه وسلم zog es vor, dass ‘Ischaa-Gebet spät zu verrichten.”
Dementsprechend ist es besser, das Gebet hinauszuzögern, wenn es ohne Schwierigkeiten für die Leute möglich ist, aber es ist nicht erlaubt, es bis nach Mitternacht aufzuschieben.

Ibn Baaz

übersetzt von Maimuna Y. Bienas
quranundhadith.wordpress.com

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Lehren und Nutzen des Gebetes

Eine Zusammenfassung der Lehren und Nutzen des Gebetes [zusammengefasst aus Hussain’s al-’Awaa’ischah’s As-Salaat, wa Atharuhaa fie Ziyaadati-l-Iemaan wa Tahdhiebi-n-Nafs]
Aus Ibnu-l-Qayyims “Pfad zur Rechtleitung”, Kapitel 9, S. 89-92

Übersetzt von Abu ‘Iyaad Amjad Rafiq
Ins Deutsche von Maimuna Y. Bienas

Bismillaah al-Hamdulillaah wa salatu wa salaamu ‘ala Rasulullaah.
Amma ba’d.
(1) Dass Allaah, der Erhabende, durch die fünf Gebete die Sünden wegwischt.

(2) Dass die fünf Gebete eine Wiedergutmachung sind für das, was dazwischen passiert ist, wenn große Sünden vermieden wurden.

(3) Dass Sünden eine Person ausbrennen und zerstören, und daher ist es nötig, diese durch die Gebete auszulöschen.

(4) Dass der Muslim den Status eines Wahrhaftigen und eines Märtyrers erlangt aufgrund seiner Gebete, seiner Spenden und seines Fastens.

(5) Die Vortrefflichkeit des Gebetes gegenüber anderen Taten. [Die Bedingung dafür ist, dass die Aqiedah der Person korrekt und fehlerfrei ist und in Übereinstimmung mit der Aqiedah der rechtschaffenen Vorgänger dieser Ummah.]

(6) Dass Allaah, der Erhabene, dem Gefährten eine Gunst erwiesen hat, durch dass Er ihn das Paradies betreten lässt vor seinem Bruder, der als Märtyrer gestorben ist, weil er mehr gebetet hat als er.

(7) Dass das Gebet das Licht ist, welches den Pfad des Dieners in dieser Welt und im Jenseits erleuchtet.

(8) Dass eine Fülle von Niederwerfungen und Gebeten der Weg ist, im Paradies in Gesellschaft des Gesandten (sallallaahu ‘alaihi wa sallam) zu sein.

(9) Dass die tote Person ein Zwei-Rak’ah-Gebet mehr liebt als die Welt und alles, was darin ist.

(10) Dass das Ausschütten des Herzens vor Allaah im Gebet jemanden in den gleichen Zustand bringt wie an dem Tag, als man geboren wurde.

(11) Dass wenn jemand ins Feuer gehen sollte, davor Zuflucht gesucht werden kann, man von den Engeln heraus genommen wird und erkannt wird an die Malen der Niederwerfung. [Die Bedingung dafür, dass man aus dem Feuer heraus genommen wird durch die Fürsprache der Engel (und anderer) ist, dass man zu den Leuten des Tauhied gehört. Fürsprache ist nur für die Leute des Tauhied.]

(12) Dass das Gebet mithilft, die Knoten zu lösen, die Satan am oberen Teil des Kopfes geschnürt hat.

(13) Dass das Nacht-Gebet (Tahajjud) das vorzüglichste Gebet ist nach den Pflichtgebeten.

(14) Dass derjenige, der nachts betet, einen Lohn erhält, welchen die meisten Menschen nicht erhalten.

(15) Dankbarkeit wird Allaah mit dem (Pflicht-)Gebet und dem Nachtgebet (Tahajjud) gezeigt.

(16) Dass das von Allaah am meisten geliebte Gebet das Gebet von Dawud (‘alaihisallaam) ist, welches bedeutet, dass man ein Drittel der Nacht betet und zwei Drittel der Nacht schläft. [Wegen seiner (sallallaahu ‘alaihi wa sallam) Aussage: „… Er pflegte es, die Hälfte der Nacht zu schlafen, ein Drittel zu beten und dann wieder ein Sechstel der Nacht zu schlafen.“ Wenn eine Hälfte zu einem Sechstel hinzugefügt wird, ergibt dies zwei Drittel.]

(17) Dass Allaah Seinem Diener eine Gunst erwiesen hat mit der Stunde während der Nacht, in der das Bittgebet beantwortet wird. Es ziemt sich für den Muslim, diese zu erstreben und zu suchen, so dass ihm das Gute dieser Welt und des Jenseits gegeben wird.

(18) Dass das Nachgebet (Tahajjud) ein Beweis ist für Rechtschaffenheit und Taqwaa, und dass es Sünden sühnt und einen davor schützt, in Sünden zu fallen.

(19) Dass Allaah, der Allmächtige und Majestätische, Ehemann und Ehefrau – die einander beim Verrichten des Tahajjud helfen – mit Seiner Gnade umgibt. Wenn sich einer von beiden weigert, sprüht der andere Wasser auf sein oder ihr Gesicht.

(20) Dass zwei Gebets-Einheiten im Tahajjud jemanden zu den Männern bzw. Frauen gehören lässt, die Allaah oft gedenken.

(21) Dass Allaah erstaunt ist von einem Mann, der vom Schlaf aufsteht, sein Bettlaken, seine Frau und seine Liebe zu ihr verlässt, um das Gebet zu verrichten. Allaah lacht wegen ihm und informiert die Engel über ihn.

(22) Dass es keinen Neid oder Wettstreit gibt, außer den von zwei Männern, wovon einer nachts betet und den Qur’aan rezitiert, den Allaah ihm geschenkt hat.

(23) Dass wer immer zehn Aayaat in der Nacht (im Gebet) rezitiert hat, wird nicht zu den Unachtsamen geschrieben, ein Qintaar Lohn wird für ihn geschrieben und Allaah, der Erhabene, wird zu ihm sagen: “Rezitiere und steige um einen Grad empor mit jedem Ayaah.” bis er den letzten Ayaah erreicht, den er kennt. Allaah begünstigt ihn mit der Ewigkeit.

(24) Dass wer immer in der Nacht mit hundert Aayaat betet, zu den frommen Anbetern geschrieben wird, und wer immer mit tausend Aayaat betet, zu den Muqantarien geschrieben wird, und wer immer mit zweihundert Aayaat betet, zu den frommen Anbetern und den Aufrichtigen geschrieben.

(25) Dass derjenige, der zum Gebet (in der Moschee) geht, um Ränge erhöht wird und seine Sünden entfernt werden, wenn er zur Moschee geht und davon zurückkehrt.

(26) Dass er für jeden Schritt zehn gute Taten erhält.

(27) Dass der Muslim zu den Betenden zählt vom Zeitpunkt, als er das Haus verlässt bis er zu ihm zurückkehrt.

(28) Dass derjenige den größten Lohn für das Gebet erhält, der am weitesten dorthin laufen muss, und dann derjenige, der weiter entfernt ist als er (von der Moschee).

(29) Dass ein Schritt, den der Diener zum Gemeinschafts-Gebet macht, für ihn als Spende gezählt wird.

(30) Dass das gehen vieler Schritte zur Moschee zu Ar-Ribaat (Schutz der Grenzen) gehört.

(31) Dass jedes Mal, wenn der Diener morgens oder abends zur Moschee aufbricht, Allaah für ihn ein Festessen im Paradies bereitet.

(32) Dass Allaah das Licht derjenigen, die durch die Dunkelheit zur Moschee gehen, am Tage des Gerichts vollständig und perfekt macht.

(33) Dass der Lohn für jemanden, der sein Haus im Zustand der Reinheit für das Pflichtgebet verlässt, dem Lohn des Pilgers im Zustand des Ihraam entspricht.

(34) Dass derjenige, der zur Moschee aufbricht, eine Garantie von Allaah hat, dass Er ihn mit Nahrung versorgen wird und ihm genügen wird (in seinen Angelegenheiten).

(35) Dass derjenige, der zum Gemeinschaftsgebet geht, nachdem er seine Waschung verrichtet hat und unterwegs ist, um Allaah, den Erhabenen, zu besuchen, mit einer großen Gunst beschenkt wurde, nämlich dass Allaah diejenigen Seiner Diener ehrt, die Ihn besuchen, und Allaahs Ehre für sie ist, dass Er ihren Iemaan vergrößert, ihnen Wohlwollen zeigt, sie belohnt, sie um Ränge erhöht, ihre Schwierigkeiten beseitigt und ihre Herzen zufrieden und glücklich macht.

(36) Die Pflicht, in Gemeinschaft zu beten.

(37) Dass der Prophet (sallallaahu ‘alaihi wa sallam) keine Zugeständnisse gemacht hat für den alten blinden Mann, dass er das Gemeinschaftsgebet lassen kann. Wie können denen, die fit und gesund sind, Zugeständnisse gemacht sein.

(38) Dass wer immer das Gemeinschaftsgebet aufgibt, mit Unachtsamkeit bedroht ist und damit, ein Siegel auf seinem Herzen zu haben.

(39) Dass dem Gemeinschaftsgebet fernzubleiben ein Zeichen der Heuchelei ist.

(40) Das extreme Streben der Gefährten (radiallaahu ‘anhum), am Gemeinschaftsgebet teilzunehmen, trotz schwieriger Umstände.
Einige Salaf pflegten zu sagen:

“DAS GEBET GEHÖRT ZUM JENSEITS, WENN DU ES ALSO BETRITTST, SO VERLÄSST DU DIE WELT.“

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