Fatawa

Ist es empfohlen, die regulären Sunnahgebete nachzuholen, welche vor und nach Dhuhr verrichtet werden sollten, indem man sie nach `Asr betet?

Ist es empfohlen, die regulären Sunnahgebete nachzuholen, welche vor und nach Dhuhr verrichtet werden sollten, indem man sie nach `Asr betet?

 

Frage (Nr. 146713):

 

Ich verrichte das Mittagsgebet auf dem Campus, doch meine Vorlesungen beginnen vor dem Mittag und enden, wenn das Nachmittagsgebet zu beten ist. Zwischen den Vorlesungen gibt es keine Zeit, deshalb verrichte ich das Mittagsgebet aus Zeitmangel ohne die Sunnahgebete. Wenn ich erst nach dem Professor zur Vorlesung komme, darf ich daran nicht mehr teilnehmen und manchmal habe ich nicht einmal mehr genügend Zeit, zum Gebetsplatz zu gelangen, weshalb ich an einer abgelegenen Stelle des Saals bete.

 

Ist es erlaubt, die genannten Gebete dann zu verrichten, wenn ich nach Hause komme, nämlich nach dem Nachmittagsgebet?

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allāh.

 

Es ist empfohlen, die regulären Sunnahgebete (al-Sunan al-rawātib) nachzuholen, wenn man sie entschuldigt verpasst hat, wie z. B. wenn man schläft, vergisst oder zu beschäftigt dazu ist, weshalb man sie nicht zur rechten Zeit verrichten kann. Dann kann man sie auch zu Zeiten nachholen, in denen das Gebet eigentlich nicht erlaubt ist, gemäß der korrekten Ansicht der Gelehrten. Das gilt aufgrund des bei al-Bukhāri (#1233) und Muslim (#834) verzeichneten Berichts von Umm Salamah (möge Allāh mit ihr zufrieden sein), demgemäß der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) zwei Rak`ah nach `Asr betete. Sie befragte ihn darüber und er sagte: „Einige Leute von `Abd al-Qays kamen zu mir und lenkten mich davon ab, die zwei Rak´ah nach Dhuhr zu verrichten. Das waren sie.“

 

Und ibn Mājah (#1154) berichtete, dass Qays ibn `Amr sagte: „Der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sah einen Man zwei Rak`ah nach Fajr beten. Der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) fragte: `Zweimal das Fajr-Gebet?` Der Mann erwiderte: `Ich habe die zwei Rak`ah, die davor kommen, nicht gebetet, deshalb habe ich sie jetzt verrichtet.` Daraufhin sagte der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) nichts.“ (von al-Albāni in Sahīh ibn Mājah #948 als sahīh eingestuft)

 

Und al-Tirmidhi (#426) berichtete von `Ā’ischah (möge Allāh mit ihr zufrieden sein), dass der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm), wenn er nicht vor Dhuhr vier Rak`ah gebetet hatte, sie danach verrichtete. (von al-Albāni in Sahīh al-Tirmidhi als hasan eingestuft)

 

Al-Nawawi (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Die korrekte Ansicht unserer Meinung nach besagt, dass es mustahabb ist, die regulären Sunnahgebete (al-Sunan al-rawātib) nachzuholen. Das ist die Meinung von Muhammad, al-Muzani und Ahmad entsprechend einem Bericht. Abu Hanīfah, Mālik und Abu Yūsuf sagten, gemäß des bekannteren Berichts von ihnen: `Sie sollten nicht nachgeholt werden.` Unser Beweis sind diese authentischen Überlieferungen.`“ (al-Majmū`, 4/43)

 

Al-Mardāwi al-Hanbali (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Die Worte `und wer irgendeines der Sunnahgebete verpasst, dem ist es empfohlen, es nachzuholen` entsprechen unserem Madhhab (dem von Imām Ahmad) und es ist die wohl bekannte Ansicht unserer Gefährten.“ (al-Insāf, 2/187)

 

Scheikh al-Islam ibn Taymiyah (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Wenn eines der regulären Sunnahgebete, wie z. B. das von Dhuhr, verpasst wird, kann es dann nach `Asr nachgeholt werden? Es gibt zwei Meinungen, die beide von Ahmad berichtet wurden. Die eine von ihnen besagt, dass es nicht nachgeholt werden kann, und das ist die Ansicht von Abu Hanīfah und Mālik. Die andere ist die Meinung von al-Schāfi`i und diese ist stärker. Und Allāh weiß es am besten.“ (Majmū` al-Fatāwa, 23/127)

 

Basierend auf dem oben Stehenden ist es dir empfohlen, die regulären Sunnahgebete vor und nach Dhuhr nach `Asr nachzuholen, wenn du sie nicht zur richtigen Zeit verrichten kannst.

 

Scheikh ibn `Uthaymīn (möge Allāh ihm barmherzig sein) wurde gefragt: „Ist es erlaubt, das Sunnahgebet vor Dhuhr zu verspäten, sodass wir mit Dhuhr beginnen und dann nach ungefähr einer Stunde die Sunnahgebete, die eigentlich davor und danach verrichtet werden sollen, beten, weil die Zeit, die wir für das Gebet zur Verfügung haben, nur für den Wudū‘ und das Pflichtgebet ausreicht?“

 

Er antwortete: „Wenn jemand das Sunnahgebet, welches eigentlich vorher gebetet werden sollte, bis nach dem Gebet verspätet, weil er eine Entschuldigung dafür hat, dann ist nichts Falsches daran und er kann es später nachholen. Das ist akzeptabel. Hat er aber keine Entschuldigung, dann ist das nicht akzeptabel. Der Fragesteller hat gesagt, dass die Zeit nur für den Wudū‘ und das Pflichtgebet ausreicht und das ist eine Entschuldigung. Darauf basierend ist es erlaubt, das Sunnahgebet, welches eigentlich vorher verrichtet werden sollte, nach dem Gebet nachzuholen. Doch in diesem Fall sollte man mit dem Sunnahgebet beginnen, welches nach dem Pflichtgebet kommt, und danach das Sunnahgebet nachholen, welches vor dem Pflichtgebet kommt.“ (Fatāwa wa Rasā’il ibn `Uthaymīn, 14/194)

 

Für weitere Informationen siehe bitte in der Antwort auf Frage #114233.

 

Und Allāh weiß es am besten.

 

Islam Q&A

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Die Zeit von Fajr und Fehler in einigen Zeitplänen

Die Zeit von Fajr und Fehler in einigen Zeitplänen
Alles Lob gebührt Allah.

Beachte , das die Zeit vom Fajr Gebet beginnt, sobald die zweite Dämmerung beginnt, welches die weiße Linie ist, die waagrecht rechts und links entlang des Horizonts verläuft. Diese Zeit dauert, bis die Sonne aufgeht.

Die erste Dämmerung ist die falsche Dämmerung, die Weisheit erscheint senkrecht im Himmel, wie Säulen. Dies geschieht etwa zwanzig Minuten vor der wahren Dämmerung und es nimmt zu und ab je nach Jahreszeit.

Es ist bekannt, das die Regelung an der wahren Dämmerung angewandt wird, nicht an der falschen.

Es gibt viele Ahaadeeth die von den zwei Dämmerungen sprechen, so wie die folgenden:

Der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Es gibt zwei Dämmerungen, die Dämmerung, wenn Nahrung haraam wird und das Gebet zulässig wird und die Dämmerung, wenn das Gebet (d.h. Fajr Gebet) haraam und Nahrung zulässig ist.“

(Überliefert von al-Haakim und al-Bayhaqi von dem Hadeeth von Ibn ‘Abbaas; als saheeh klassifiziert von al-Albaani in Saheeh al-Jaami’, 4279).

Und der Prophet salla Allahi alaihi wa sallam sagte: „Es gibt zwei Dämmerungen. Bezüglich der Dämmerung, die einem Wolfsschwanz gleicht, so wird es durch sie nicht zulässig zu beten und haraam zu essen. Bezüglich der Dämmerung, die waagrecht am Himmel erscheint, so wird es durch sie zulässig zu beten und verboten zu essen.“

(Überliefert von al-Haakim und al-Bayhaqi von dem Hadeeth von Jaabir; als saheeh klassifiziert von al-Albaani in Saheeh al-Jaami’, 4278)

Übereinstimmend mit einer anderen Überlieferung, “ Es gibt zwei Dämmerungen. Eine wird der Schwanz des Wolfes genannt, welche die falsche Dämmerung ist, die senkrecht erscheint. Die andere erscheint waagrecht und nicht senkrecht.“ (Als saheeh eingestuft von al-Albaani in al-Silsilah al-Saheehah, Nr. 2202).

Und der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Lasst nicht den Adhaan von Bilaal euch davon abhalten, weiter Suhoor zu essen, oder die senkrechte Dämmerung, jedoch die Dämmerung, die entlang des Horizontes erscheint.“

(Überliefert von Abu Dawood und al-Tirmidhi, der ihn als hasan einstufte. Als saheeh eingestuft von al-Albaani in Saheeh al-Tirmidhi, Nr. 568)

Von dieser Erklärung des Propheten salla Allahu alaihi wa sallam, wissen wir, dass die Definition der Zeit von Fajr basierend auf Beobachtungen und nicht auf astronomischen Berechnungen oder Zeitplänen ist, deren Autoren unbekannt sind, ebenso was ihre Glaubwürdigkeit und ihr Wissen angeht, besonders wenn nachgewiesen wurde, dass sie nicht die richtige Zeit angeben.

Dieser Fehler tritt nicht nur in Ägypten auf, vielmehr sieht es danach aus, das die meisten Zeitpläne nicht die richtige Zeit für Fajr angeben und sich auf die falsche Dämmerung beziehen. Das bedeutet, dass das Risiko besteht, das die Gebete der Muslime ungültig sind, besonders in den Fällen von jenen, die in ihren Häusern unmittelbar nach dem Adhan beten.

Eine Gruppe an Gelehrten und Forschern im Königreich von Saudi Arabien, Syrien, Ägypten und Sudan haben versucht, die Zeit der wahren Dämmerung herauszufinden, und es ist für sie eindeutig, dass die Zeitpläne die zur Zeit in gebrauch sind falsch sind.

Shaykh al-Albaani rh sagte:

Ich habe es selbst viele Male in meinem Haus gesehen, in den Bergen von Hamlaan im Südosten von Amman, und es ermöglichte mir, zu bestätigen, was einige von denen, die daran interessiert sind, dass die Anbetung der Muslime korrekt ist sagten, dass der Adhaan zu Fajr in einigen arabischen Ländern 20-30 Minuten vor der Zeit der t Dämmerung gegeben wird, d.h. es ist ebenso vor der Zeit der falschen Dämmerung. Ich habe oft gehört, dass die Iqaamah zu Fajr in einigen Moscheen gegeben wird, wenn die wahre Dämmerung beginnt und sie geben den Adhaan bevor es Zeit ist. Und sie eilen das Fard Gebet zu verrichten bevor es Zeit ist während des Monats Ramadaan.

(Von al-Silsilah al-Saheehah, 5/25)

Sobald dies verstanden wurde, sollten die Menschen aus jeder Stadt eine Gruppe von vertrauenswürdigen Gelehrten finden, die die Zeit von Fajr feststellen und dies den Menschen bekannt geben und sie davor warnen, Zeitplänen zu folgen, wenn nachgewiesen wurde, dass sie falsch sind.

Der Bruder, der diese Frage stellte und alle Muslime sollten Fajr nicht beten, bis sie sicher sind oder es sehr wahrscheinlich ist, dass die Dämmerung angebrochen ist; wenn sie den Adhaan bis dahin verzögern können, so sollten sie das tun. Sie sollten ebenso dieses Urteil ihren Frauen und Töchtern erklären, damit sie nicht am Ende das Gebet zur falschen Zeit verrichten.

Und Allah weiß es am besten.

Fatwa Nr. 26763

Translation: ArRayyana.Wordpress.com

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Belohnung beim Quran lesen ohne die Bedeutung zu verstehen

Frage:
Wird eine Person für das Lesen des Qur’an belohnt, obwohl sie dessen Bedeutung nicht versteht?

Antwort: 
Der heilige Qur’an ist gesegnet, wie Allah (Erhaben ist Er) sagt (ungefähre Bedeutung): „(Dies ist) ein gesegnetes Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit sie über seine Ayah nachsinnen und damit diejenigen bedenken, die Verstand besitzen.“ (Sura Sad, Ayah 29)

Dem Menschen ist es also vorgeschrieben ihn zu lesen, ob er dessen Bedeutung versteht oder nicht. Aber der Mu‘min, der nach ihm handelt, sollte ihn nicht lesen ohne die Bedeutung zu verstehen. Wenn eine Person beispielsweise Medizin lernen will und die Bücher der Medizin studiert, kann er davon nicht profitieren solange er deren Bedeutungen nicht kennt und sie ihm nicht erklärt werden; vielmehr wird er sehr eifrig sein deren Bedeutungen zu verstehen damit er sie ausführen kann. Warum denkst du also, dass jemand das Buch Allahs (Erhaben und Verherrlicht ist Er) lesen sollte, welches eine Heilung für das, was sich in den Herzen befindet und Ermahnung für die Menschen ist, ohne über dessen Bedeutungen nachzusinnen und sie zu verstehen? Aus diesem Grund haben die Gefährten (radiAllahu anhum) nach zehn Versen nicht weitergemacht, ohne sie (die Verse) und das Wissen, das sie beinhalten zu lernen und wie man nach ihnen handeln muss. Also haben sie den Qur’an, das Wissen und die Handlungen alle zusammen gelernt.

Eine Person wird für das Lesen des Qur’an belohnt, ob sie dessen Bedeutungen versteht oder nicht; sie sollte aber eifrig sein, dessen Bedeutungen zu verstehen und diese von einem Gelehrten lernen, dessen Wissen vertrauenswürdig ist. Wenn sie keinen Zugang zu einem Gelehrten hat, der ihr die Bedeutungen lehren kann, darf sie sich an einen vertrauenswürdigen Tafsir wenden, wie der Tafsir ibn Jarir, Tafsir ibn Kathir und andere, die auf den Tafsir achten, der auf den von den Sahaba und den Tabi’in (radiAllahu anhum) überlieferten Berichten basiert.

Shaykh Salih Ibn ‚Uthaymin, rahimahullah
Fataawa Nur ‘ala al-Darb; Kassette 85; Seite A

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Iman auch ohne Wissen

Ibn Taymiyya (rhahimuhullah) sagte sinngemäß:

“Es ist bekannt, dass eine Person Iman haben kann, obwohl es ihm an Wissen mangelt.
Diese Art von Iman kann aber leicht aus seinem Herz weggenommen werden, ähnlich wie es bei den Bani Israil war, nachdem sie das goldene Kalb gesehen hatten. Was aber denjenigen angeht, dem Wissen und Iman vermacht wurde, so wird dessen Iman niemals aus seiner Brust weichen und so eine Person wird sich niemals vom Islam abkehren.

Umgekehrt, wenn eine Person nur den Quran alleine hat oder Iman alleine, kann sich Iman in Luft auflösen und dies ist die Realität. Wir haben es oft gesehen, dass die meisten, die sich vom Islam abgekehrt haben, diejenigen sind, die den Quran rezitierten, ohne ihn zu verstehen oder ohne Iman zu haben, oder diejenigen, die Iman haben, aber ohne Wissen und den Quran. Aber was den angeht, der (beides) Quran und Iman erlangt hat, so wird sein Iman niemals aus seinem Herzen verschwinden und Allah weiß es am besten.”

(Madschmu al Fatawa 18)

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Behandlung Psychischer Krankheiten

Scheich Ibn al-’Uthaimīn

 
Frage:

Darf ein Muslim zum Psychologen gehen und ihm seine Probleme von der Vergangenheit erzählen, die er bis heute nicht verarbeitet hat! Es ist so, dass der Mensch krank wird z.B. Schnupfen, Grippe etc. und dass die Psyche auch krank werden kann und diese von einem Arzt behandeln werden muss? Ist es also Haram oder nicht??? Bārakallāhu fīk im Voraus!

 

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

Es herrscht kein Zweifel daran, dass der Mensch seelische Krankheiten erleiden kann. Diese können auftreten, wenn er sich zu sehr um die Zukunft sorgt oder der Vergangenheit nachtrauert. Diese seelischen Krankheiten haben größere Auswirkungen auf den Körper, als die körperlichen Krankheiten. Diese Krankheiten können aber mit Dingen geheilt werden, die die Scharī’ah gebracht hat. Dazu gehört: Die Ruqyah. Diese kann seelische Krankheiten mehr heilen, als die meisten Medikamente, die bekannten sind.

Auch der folgende authentische Hadith von Ibn Maş’ūd, Allahs Wohlgefallen auf ihm, kann seelische Krankheiten heilen: Der Gesandte Allah, möge Allah ihn loben und Heil schenken, hat gesagt: „Es gibt niemanden, der mit Not oder Kummer heimgesucht wird, und sagt:

 اللهم إني عبدك ابن عبدك ابن أمَتك ، ناصيتي بيدك ، ماضٍ فيَّ حكمك عدل فيَّ قضاؤك ، أسألك بكل اسم هو لك سميت به نفسك أو علمته أحداً من خلقك أو أنزلته في كتابك أو استأثرت به في علم الغيب عندك أن تجعل القرآن العظيم ربيع قلبي ونور صدري وجلاء حزني وذهاب همي وغمي

(„Allāhumma innī ’Abduka Ibnu ’Abdika Ibnu Amatika, Nāşiyatī bi Yadika, Mādin Fiyya Ĥukmuka, ’Adlun Fiyya Qadā`uka. Aş`aluka bi Kulli Işmin Huwa Laka, Şammayta bihi Nafşaka aw Anzaltahu fi Kitābika aw ’Allamtahu Aĥadan min Chalqika aw Işta`tharta bihi fi ’Ilmi l-Ĝaybi ’Indaka, an Tadj’ala l-Qur`āna l-’Adhīma Rabī’a Qalbī, wa Nūra Şadrī wa Djalā`a Ĥuznī wa Dhahāba Hammī.“)

„O Allah, ich bin Dein Diener, Sohn Deines Dieners, Sohn Deiner Dienerin, meine Stirnlocke ist in Deiner Hand, Dein Befehl über mich wird sicher ausgeführt, und Dein Beschluss über mich ist gerecht. Ich bitte Dich bei jedem Deiner Namen, mit denen Du Dich selbst benannt hast oder den Du in Deinem Buch offenbart hast oder den Du irgendeinen von Deiner Schöpfung gelehrt hast oder den Du im Wissen des Verborgenen bei Dir behalten hast, dass du den Qur`ān zur Versorgung (Ernährung) meines Herzen machst und zu einem Licht für meine Brust und zu einem Mittel gegen meine Trauer und zu einer Erleichterung für meine Sorgen.“ –

ohne dass Allah seine Not und seinen Kummer von ihm nimmt und durch Erleichterung ersetzt.“[1]

Man sollte auch folgendes sagen: ”Es gibt keinen (anbetungswürdigen) Gott außer Dir! Preis sei Dir! Gewiss, ich gehöre zu den Ungerechten.”[2]

Wer mehr solcher Bittgebete lesen möchte, dem empfiehlt es sich folgende Bücher zu lesen: „al-Wābil aş-Şayyib“ von Ibn al-Qayyim, „al-Kalim at-Tayyib“ von Scheich al-Islam Ibn Taimiyah, „al-Adhkār“ von an-Nawawī oder „Zād al-Ma’ād“ von Ibn al-Qayyim.

Doch als der Glaube (im Herzen) schwach wurde, ist auch die Akzeptanz gegenüber der Medizin aus der Scharī’ah gesunken. Die Menschen heutzutage stützen sich nur noch auf die fühlbaren Medikamente, mehr als auf die Medizin aus der Scharī’ah.

Als der Glaube hingegen stark war, hat die Medizin aus der Scharī’ah schnell eingeschlagen. Ihre Wirkungen schlagen schneller ein als die fühlbaren Medikamente. Uns allen ist auch die Geschichte über den Mann nicht verborgen geblieben, den der Gesandte Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken – mit einer geheimen Sache beauftragt hat und er dann an einem arabischen Volk kam, die ihn nicht als Gast aufnehmen wollten. Der erhabene Allah wollte es, dass der Führer dieses Volkes von einer giftigen Schlange gebissen wird. Sie sprachen dann zu einander: „Geht zu diesen Leuten, die zu euch kamen, vielleicht befindet sich ja ein Rāqī (jemand der die Ruqyah macht) unter ihnen.“ Ein Gefährte ging zu demjenigen, der gebissen wurde und las über ihn aus dem Qur`ān. Er las nur die Sure al-Fātiĥah. Daraufhin erhob sich der Mann sofort voller Energie, als ob nichts geschehen wäre.

Somit hat das Rezitieren der Sure al-Fātiĥah diese enorme Wirkung gebracht, da es aus einem Herzen kam, das voller Glauben war. Doch in unserer heutigen Zeit ist der Glaube schwach geworden. Deshalb verlassen sich die Menschen nur noch auf diese fühlbaren Medikamente.

Doch im Gegensatz dazu gibt es auch Leute des Humbugs, die mit dem Verstand der Menschen spielen und behaupten, sie seien fromme Leser. Doch in Wahrheit zehren sie den Besitz der anderen auf nichtige Weise auf.

Deshalb unterteilen sich die Menschen in folgende Gruppen: Die einen gehen ins Extreme und geben der Rezitation aus dem Qur`ān keinerlei Wirkung. Und die anderen sind auch ins Extreme gegangen und haben sich über den Verstand der Menschen lustig gemacht, indem sie ihnen Rezitationen vorgetragen, die gelogen und hinterlistig sind. Und dann gibt es noch jene, die der Mitte folgen.“[3]

Es ist nichts Falsches daran, wenn man die Krankheiten behandeln lässt, die einen heimsuchen. Dies ist nicht verboten. Doch Voraussetzung ist, dass die Nebenwirkungen nicht schlimmer sind als die Krankheit, die man hat.

Wir raten den Kranken, egal ob es dabei um seelische Krankheiten wie Ängste und Depressionen oder auch um körperliche Krankheiten wie Schmerzen oder ähnliches handelt, dass sie sich erstmal mit der erlaubten Ruqyah behandeln lassen sollen. Dies sind Verse und Ĥadīthe, mit der die Scharī’ah gekommen ist. Denn darin steckt Heilung für viele Krankheiten.

Dann raten wir auch dazu, sich mit der Medizin behandeln zu lassen, die der erhabene Allah erschaffen hat, wie Honig und Pflanzen. Der erhabene Allah hat in diesen Dingen Heilung für viele Krankheiten gesteckt. Gleichzeitig haben diese keinerlei Nebenwirkungen auf denjenigen, der sie einnimmt.

Wir sind der Meinung, dass man keine chemischen Medikamente einnehmen sollte, um Ängste behandeln zu lassen. Diese Krankheit sollte mit seelischen Medikamenten behandelt werden und nicht mit chemischen.

Dieser Patient braucht mehr Glauben und mehr Vertrauen auf seinen Herrn. Er sollte vermehrt beten und Allah um Heilung bitten. Wenn er das macht, dann werden sich die Ängste von ihm entfernen. Sein Herz wird Ruhe finden, wenn er mehr rechtschaffene Taten verrichtet. Denn diese haben eine enorme Auswirkung auf die Psyche eines Menschen und halten viele Krankheiten von ihr fern. Deshalb sehen wir keinen Sinn daran, zu einem Psychologen zu gehen, der einen falschen Glauben hat, geschweige wenn er auch noch Ungläubig sein sollte. Je mehr ein Arzt gläubig ist und Kenntnis über Allah und Seiner Religion hat, desto mehr kann er den Kranken beratschlagen.

Möge der erhabene Allah uns und dich vor allen psychischen und körperlichen Krankheiten bewahren und unsere Herzen für den Glauben, der Rechtleitung und der Zufriedenheit öffnen.

Und Allah weiß es am besten!

 

[1]verzeichnet bei Aĥmad

[2]al-Anbiyā` 21:87

[3]Fatāwah Işlāmiyyah, 4/465f

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Ansicht der 4 Madhahib über Isbaal

Ansicht der 4 Madhahib über Isbaal

Frage Nr. 102260:
Ich habe gehört, dass die Mehrheit der Ansichten bezüglich Isbaal Makruh ist aufgrund der Aussage von Abu Bakr radi allahu anhu sagte und was der Prophet salallahu alaihi wa salam darauf antwortete als er sagte: „ du bist nicht von denen“. Gemeint ist damit, dass Isbaal tragen aus Hochmut.

Antwort:
Alles Lob gebührt Allah.

Wenn ein Mann sein Gewand mit der Absicht der Arroganz und Angeberei unter dem Knöchel hängen lässt, ist dies haraam (verboten) und es gibt keine verschiedenen Ansichten diesbezüglich bei den Gelehrten, vielmehr ist dies eine große Sünde.

Die Antwort zu der Frage Nr. 762 beinhaltet die Ahadeeth, welche über das Verbot diesbezüglich sprechen.

Bezüglich der Person, welche seine Kleidung unter ihrem Knöchel hängen last ohne die Absicht der Arroganz oder Angeberei dabei zu haben, sind die Gelehrten in diesem Fall verschiedener Ansichten und es gibt 3 Ansichten diesbezüglich: Es ist haram (verboten); es ist makruh (verpönt); und es ist erlaubt und nicht makruh.

Die Mehrheit der Gelehrten der 4 Madhahib (Rechtsschulen) sind der Ansicht, dass es nicht haram ist.

Es folgen einige Kommentare der Gelehrten von den verschiedenen Madhaahib diesbezüglich:

Ibn Muflih sagte in Al-Adaab al-Shar’iyyah (3/521):
Abu Haneefah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) trug ein teures Gewand und lies es auf dem Boden schleifen. Es wurde zu ihm gesagt: Ist das nicht verboten dies zu tun. Er sagte: Das ist für diejenigen, welche angeben und wir sind nicht von ihnen. Zitatende.
Siehe: al-Fataawa al-Hindiyyah (5/333).

Bezüglich der Maalikis, so sind einige von ihnen der Ansicht, dass es haraam ist, wie zum Beispiel Ibn al-‘Arabi und al-Quraafi.

Ibn al-‘Arabi sagte in ‘Aaridat al-Ahwadhi (7/238):
Es ist nicht für einen Mann erlaubt, sein Gewand bis unter seinen Fußknöchel hängen zu lassen und zu sagen er ist dabei nicht arrogant, weil die Texte das Verbot erwähnen und sich auf die Begründung beziehen, und es ist für niemanden erlaubt zu sagen, ich bin nicht von denen, die mit dem Text gemeint sind, weil die Begründung nicht auf mich zutrifft, weil dieses Verhalten gegen Sharee’ah ist und eine inakzeptable Behauptung ist. Es ist eine Art Arroganz sein Gewand/Kleidung und Izaar länger zu machen, so ist er definitiv ein Lügner. Zitatende.

Andere Malikiten sind der Ansicht, dass es Makrooh und nicht haraam ist.

Al-Haafiz Ibn ‘Abd al-Barr sagte in al-Tamheed (3/244):
Dieser Hadeeth deutet darauf hin, dass deutet an, dass derjenige, der sein Gewand schleifen lässt mit einer anderen Begründung als Stolz und Arroganz ist nicht von der genannten Warnung betroffen, aber den Izaar, das Hemd oder andere Kleidung schleifen zu lassen ist auf alle Fälle tadelnswert. Zitatende.

Es wird in Haashiyat al-‘Adawi (2/453) gesagt:
Es gibt unterschiedliche Ansichten bezüglich des Tragens der Kleidung unter den Knöcheln, wenn dies nicht aus Arroganz getan wird. Al-Hattaab- ein Maaliki Gelehrter- schloss, dass es nicht haraam ist, vielmehr ist es makrooh. Al-Tadhkirah- ein Buch von Imaam al-Quraafi – schloss, dass es haraam ist.
Es scheint am korrektesten zu sein, dass die Ansicht makrooh am eindeutigsten ist. Zitatende.

Bezüglich der Shafi’is, so sagten sie aus, dass es nicht haraam ist außer dass es mit der Absicht der Angeberei getan wird.

Imam al-Shafi’i (möge Allah mit ihm barmherzig sein) sagte, wie von seinem al-Nawawi in al-Majmoo’ (3/177) zitiert wurde: Es ist nicht erlaubt, seine Kleidung/Gewand runterhängen zu lassen, wenn man betet und andrerseits um damit anzugeben. Was das Runterhängenlassen des Gewands beim Gebet aus anderen Gründen als der Angeberei, so ist dies nicht so schwerwiegend, weil der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte zu Abu Bakr (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) als er ihm sagte, dass sein Izaar runterrutscht auf einer Seite: „ Du bist nicht von ihnen (d.h. , diejenigen, die das Gewand aus Stolz runterhängen lassen).“ Zitatende.

Und al-Nawawi sagte in Sharh Muslim (14/62):
Es ist nicht erlaubt, die Kleidung unter dem Fußknöchel hängen zu lassen, wenn dies mit der Absicht der Angeberei getan wird. Wenn dies aus irgend einem anderen Grund getan wird, so ist dies Makruuh. Die offensichtliche Bedeutung der Hadeeths, welcher es auf das Runterhängenlassen mit der Absicht der Angeberei einschränkt, deutet darauf hin, dass es speziell haraam ist, wenn man damit angeben will. Dies wurde von al-Shaafa’i zitiert, welcher zwischen den verschiedenen Fällen differenzierte. Zitatende.

Manche der Shafiiten – wie al-Dhahabi und al-Haafiz Ibn Hajar – waren der Ansicht, dass es haraam ist.

Al-Dhahabi sagte in Siyar A’laam al-Nubala’ (3/234), als Antwort auf denjenigen, der sein Gewand/Kleidung unter dem Fußknöchel hängen last und sagt “Ich tue es nicht, um anzugeben”:
Du siehst ihn, wie er in einer arroganten Art reagiert und von sich denkt, dass er nicht von ihnen ist (diejenigen, die arrogant sind), aber dies ist eine dumme Ansicht. Und du kannst ihn sehen wie er auf einen Text mit einer allgemeinen Bedeutung schaut und er begrenzt dessen Bedeutung auf die Basis eines anderen, getrennten Hadeeths, um zu beschließen, dass es nur haraam ist, wenn er dies tut, um damit anzugeben.

So lässt er eine Erlaubnis basierend auf den Worten von al-Sideeq (Abu Bakr) zu, welche sagt: Oh Gesandter Allahs, mein Izaar rutscht runter, und er sagte: „ Oh Abu Bakr, du bist nicht von denen, die es tun, um damit anzugeben.“

Wir sagen: Abu Bakr (möge Allah mit ihm zufrieden sein) ließ nicht seinen Izaar in einer Art binden, dass es zwischen den Knöcheln an erster Stelle hing, vielmehr band er es so, dass es über die Knöchel kam, aber es rutschte hiernach runter.

Und der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: „ Der Izaar des Gläubigen sollte bis zu Mitte der Wade kommen, aber es ist nicht schlimm, wenn es zwischen diesen Punkt und den Knöchel kommt.“ Das gleiche Verbot trifft auf denjenigen zu, welcher die Hose seine Knöchel bedecken lässt, oder er lässt zu lang sein. Dies alles ist Angeberei, welche tief in der Psyche versteckt ist. Zitatende.

Bezüglich der Hanbaliten, so sagen sie, dass es nicht haraam ist.

Es wird in al-Iqnaa’ (1/139) gesagt:
Es ist makrooh für das Gewand/die Kleidung es Mannes unnötig unter den Knöchel hängen zu lassen. Zitatende.

Ibn Qudaamah sagte in al-Mughni (2/298): Es ist makrooh das Hemd, Izaar und die Hose unter den Knöchel kommen zu lassen, und wenn dies getan wird, um anzugeben, so ist dies haraam. Zitatende.

Ibn Muflih sagte in al-Adaab al-Shar’iyyah (3/521):
Shaykh Taqiy al-Deen (Ibn Taymiyah- Möge Allah mit ihm zufrieden sein) bevorzugte die Ansicht, dass es nicht haraam ist, aber er erwähnt nicht, ob es makrooh ist oder nicht. Zitatende.
Siehe: Sharh al-‘Umdah von Shaykh al-Islam Ibn Taymiyah (S. 361-362).

Al-San’aani (möge Allah mit ihm barmherzig sein) war der Ansicht, dass es haraam ist und er schrieb ein Buch diesbezüglich mit dem Titel Istifa‘ al-Aqwaal fi Tahreem al-Isbaal ‘alaa al-Rijaal.

Die Ansicht, dass es haraam ist, wird von den meisten der Gelehrten aus unsrer Zeit bevorzugt, wie zum Beispiel Shaykh Ibn Baaz, Shaykh Ibn ‘Uthaymeen, Shaykh Ibn Jibreen, Shaykh Saalih al-Fawzaan, die Gelehrten des Komitees für Rechtsgutachten und anderes.

Für mehr Informationen, bitte die Antwort auf Frage Nr. 70491 anschauen.

Und Allaah weiß es am besten.
Islam Q&A

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Fatwa über Spielsachen

Frage Nr. 23445:
Da es uns nicht erlaubt ist, Bilder von Menschen und Tieren zu machen, darf man Kindern erlauben, mit Spielsachen in Menschen- oder Tiergestalt zu spielen?

Antwort:
Alles Lob gebührt Allah.

Shaikh Ibn Uthaimin (möge Allah barmherzig mit ihm sein) sagte:
Was diejenigen (Spielsachen) angeht, deren Gestalt unvollständig ist, indem nur ein Teil der Glieder oder des Kopfes vorhanden sind, aber die Gestalt nicht deutlich ist, so besteht kein Zweifel daran, dass diese erlaubt sind, und diese ähneln den Puppen, mit denen Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) zu spielen pflegte. (Berichtet von al-Bukhari, 6130; Muslim, 2440)

6130: (Bukhari)
‘A’ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: “Ich pflegte mit puppen zu spielen*, als ich mit dem Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, verheiratet war, und ich hatte einige Freundinnen, die auch mit mir spielten. Sie verhielten sich so, dass sie – wenn der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, kam – hinter die Vorhänge verschwanden. Er aber sprach zu ihnen so lieb und leise, dass sie weiter mit mir spielten.”

Aber wenn die Gestalt vollständig ist, und es so ist, als hätte man einen Menschen vor sich – besonders, wenn es sich bewegen oder sprechen kann – dann ist mir nicht ganz wohl bei dem Gedanken, es als erlaubt zu betrachten, da dies eine vollständige Imitation der Schöpfung Allahs ist. Es scheint, dass die Puppen, mit denen Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) zu spielen pflegte, nicht so aussahen; daher ist es vorzuziehen, sie zu vermeiden. Aber ich kann nicht sagen, dass sie mit Sicherheit haram sind, da es für kleine Kinder Ausnahmen gibt, die den Erwachsenen in solchen Dingen nicht gewährt werden. Es ist die Natur kleiner Kinder, zu spielen und Spaß zu haben – sie müssen keine der Taten der Anbetung verrichten; daher können wir nicht sagen, dass sie ihre Zeit mit nutzlosem Spiel vergeuden. Aber wenn eine Person in solchen Angelegenheiten auf der sicheren Seite sein will, sollte derjenige den Kopf abtrennen oder ihn über das Feuer halten, bis er sich erweicht; anschließend kann er ihn zurechtdrücken, bis die Gesichtszüge nicht mehr erkennbar sind.
Majmu Fatawa al-Shaikh Muhammad Ibn Uthaimin (möge Allah barmherzig mit ihm sein), 2/277-278

Anmerkung
(*Manche Rechtsgelehrten gehen auf Grund dieses Hadith davon aus, dass Spielpuppen nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt sein können, und dadurch nicht unter das Bilderverbot fallen. Zu diesen Bedingungen gehört, dass diese höchstens nur der damaligen primitiven Form und Machart entsprechen sollen, und zwar als gestopfter Stoff, der keinerlei feine Einzelheiten der Schöpfung aufweist. Spielpuppen, die heutzutage in den Kaufhäusern zum Kauf angeboten werden, sind auf Grund ihrer Beschaffenheit nicht unbedenklich: Die herrlichen Haarfarben, die beweglichen Wimpern und Augen, welche tränen und sich schließen können, die gelenkigen Arme und Beine, die Merkmale der Schamteile, die Wasser lassen, nebst, dass diese puppen Laute von sich geben. Alle diese Feinheiten sprengen die Grenze des Erlaubten und greifen mit der technischen Entwicklung immer tiefer in die Schöpfung ein. Was das rechtliche Urteil angeht, so gibt es keinen Zweifel darüber, dass für den Hersteller eine derartige Herstellung von puppen dem Bilderverbot nach Hadith Nr. 7042 unterliegt. Wenn diese aber von den Eltern käuflich erworben werden müssen, damit das Kind mit seinen Spielkammeraden gleichgestellt wird und keine psychischen Schäden erleiden soll, dann muss die Puppe den Strapazen der Kinderhände unbeschränkt ausgesetzt sein und auf keinen Fall als Ausstellungsstück auf einem Paradekissen in der Wohnung verherrlicht werden denn das Prinzip lautet, dass die Hebung oder die Verherrlichung des Bildes es verboten macht)

Quelle: Islam-QA.com

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über die Teilnahme an der Beerdigung von Ungläubigen

Die Teilnahme an der Beerdigung eines nicht-muslimischen Verwandten in der Kirche

Die Teilnahme an der Beerdigung eines nicht-muslimischen Verwandten in der Kirche

Frage (Nr. 145532):

Ich bin kürzlich konvertiert und meine Verwandten sind nicht muslimisch. Eine meiner Verwandten starb vor Kurzem und ich stand ihr sehr nahe. Nun würde ich gern wissen, ob ich an ihrer Beerdigung in der Kirche teilnehmen darf? Ich würde nicht mitbeten und lediglich dabeisitzen.

Antwort:

Alles Lob gebührt Allāh.

Erstens:

Es ist einem Muslim nicht gestattet, an der Beerdigung eines Nichtmuslims teilzunehmen, auch wenn dieser ein Verwandter ist. Denn die Teilnahme an der Beerdigung ist ein Recht, das ein Muslim über den anderen Muslim hat, und es ist eine Art des Respekts, der Ehre und Freundschaft, die einem Kāfir gegenüber nicht gestattet sind.

Abu Tālib, der Onkel des Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) väterlicherseits, starb und dieser wies `Ali an, ihn zu begraben. Doch der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) nahm an der Beerdigung oder dem Begräbnis nicht teil, obwohl Abu Tālib ihn unterstützte und verteidigte, wie wohl bekannt ist, und obwohl der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) ihm gegenüber viel Mitgefühl und Barmherzigkeit empfand. Nichts hielt ihn davon ab außer der Tatsache, dass Abu Tālib im Zustand des Kufr verstarb. Tatsächlich sagte der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sogar: „Ich werde für dich um Vergebung beten, solange mir dies nicht verboten wird.“ Daraufhin wurde die folgenden Worte offenbart (ungefähre Bedeutung): „Dem Propheten und denjenigen, die glauben, steht es nicht zu, für die Götzendiener um Vergebung zu bitten, auch wenn es Verwandte wären, nachdem es ihnen klar geworden ist, dass sie Insassen des Höllenbrandes sein werden (weil sie im Zustand des Kufr starben).“ (9:113) und „Gewiss, du kannst nicht rechtleiten, wen du gern (rechtgeleitet sehen) möchtest.“ (28:56).

Abu Dawūd (#3214) und al-Nasā’i (#2006) berichteten, dass `Ali sagte: „Ich sagte zum Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm): `Dein Onkel, der irregeleitete alte Mann, ist gestorben.` Er erwiderte: `Geh und begrabe deinen Vater.`“

Obwohl der Islam zur Aufrechterhaltung der Verwandtschaftsbande und zur guten Behandlung der Verwandten aufruft, verbietet er gleichzeitig die enge Freundschaft zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen. Was auch immer die Form einer engen Freundschaft annimmt, ist verboten, doch was auch immer zur Freundlichkeit gehört und geringer ist als eine enge Freundschaft, ist gestattet.

Imām Mālik (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Der Muslim sollte seinen Vater nicht waschen, wenn der Vater als Ungläubiger starb, oder an seiner Beerdigung teilnehmen oder in sein Grab hinabsteigen, außer er fürchtet, er könnte vernachlässigt werden, dann darf er ihn beerdigen.“ (al-Mudawwanah, 1/261)

Es heißt in Scharh Muntaha al-Irādāt (1/374): „Der Muslim sollte den Kāfir nicht waschen, denn es ist nicht erlaubt, eine enge Beziehung mit den Kuffār aufzubauen, und diese Handlung beinhaltet, ihn zu respektieren und zu reinigen. Daher ist es nicht gestattet, wie es auch der Fall ist beim Totengebet: „Wickelt ihn nicht ein oder betet für ihn oder nehmt an seiner Beerdigung teil“, denn Allāh sagt (ungefähre Bedeutung): „… nehmt nicht Leute zu Schutzherren, denen Allāh zürnt. …“ (60:13).

Es heißt in Fatāwa al-Lajnah al-Dā’imah (9/10): „Wie lautet das Urteil über die Teilnahme an Beerdigungen der Ungläubigen, was ein politischer Brauch und eine allseits angenommene Tradition geworden ist?“

Antwort: „Wenn einige der Kuffār anwesend sind, die ihre Toten begraben können, dann sollte der Muslim dies nicht tun oder sich ihnen anschließen oder sie dabei unterstützen oder ihnen gemäß politischer Sitte Freundlichkeit durch die Teilnahme an ihren Beerdigungen erweisen. Es ist nicht bekannt, dass der Gesandte Allāhs (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) oder die rechtgeleiteten Khalifen so etwas taten. Vielmehr verbot Allāh Seinem Gesandten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) das Stehen am Grab von `Abd-Allāh ibn Ubayy ibn Salūl, weil dieser ein Ungläubiger war. Allāh sagt (ungefähre Bedeutung): „Und (oh Muhammad) bete niemals über jemandem von ihnen (den Heuchlern), der gestorben ist (das Totengebet), und stehe nicht an seinem Grab! Sie verleugneten ja Allāh und Seinen Gesandten, und sie starben als Frevler (Fāsiqūn – rebellisch und ungehorsam Allāh und Seinem Gesandten gegenüber).“ (9:84). Ist aber keiner von ihnen anwesend, der ihn beerdigen könnte, dann sollten die Muslime ihn beerdigen, wie der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) es mit den Getöteten von Badr tat und mit seinem Onkel Abu Tālib, als dieser starb und er zu `Ali sagte: `Geh und begrabe ihn.`“ (das Beständige Komitee für akademische Forschung und die Ausgabe von Fatwas; ‘Abd-Allāh ibn Qa‘ūd, ‘Abd-Allāh ibn Ghadyān, ‘Abd al-Razzāq ‘Afīfi, ‘Abd al-‘Azīz ibn ‘Abd-Allāh ibn Bāz)

Scheikh Muhammad ibn `Uthaymīn (möge Allāh ihm barmherzig sein) erließ eine ähnliche Fatwa in Fatāwa Nūr `ala al-Darb.

Zweitens:

Die Teilnahme an der Beerdigung eines Kāfir in der Kirche ist weitaus schwerwiegender als das bloße Befolgen des Begräbniszuges, denn diese Teilnahme bedeutet das Zuhören bei Kufr und Falschheit. Das ist etwas, was von denjenigen ignoriert wird, die behaupten, es sei erlaubt daran teilzunehmen, und die festlegen, man solle einfach nicht an den stattfindenden Ritualen teilnehmen. Doch selbst das Sitzen, Beobachten und Lauschen auf Kufr und Falschheit ist falsch und sollte vermieden werden.

Allāh sagt (ungefähre Bedeutung): „Er hat euch (doch) bereits im Buch (Qur’ān) offenbart: Wenn ihr hört, dass man Allāhs Zeichen verleugnet und sich über sie lustig macht, dann sitzt nicht mit ihnen (zusammen), bis sie auf ein anderes Gespräch eingehen. Sonst seid ihr ihnen gleich. Gewiss, Allāh wird die Heuchler und die Ungläubigen alle in der Hölle versammeln“ (3:140).

Al-Jassās sagte in Ahkām al-Qur’ān (2/407): „In diesem Vers liegt der Beweis, dass es eine Pflicht ist, die Taten des Übeltäters zu verurteilen, und Teil des Tadels ist es, seine Missbilligung auszudrücken, wenn es nicht möglich ist, das Übel zu unterbinden, und die Versammlung zu verlassen, bis die Leute ihre schlechte Tat unterlassen.“

Somit wird deutlich, dass die Teilnahme an den Beerdigungsritualen in der Kirche ein gewaltiges Übel darstellt, da man dadurch dem Kufr lauscht und stillschweigend an einer Neuerung teilhat, zusätzlich zu der Tatsache, dass diese Teilnahme ein Zeichen der Ehrerbietung und der Freundschaft ist, wie weiter oben erwähnt wurde.

Wir bitten Allāh darum, uns und dir zu helfen, standhaft zu bleiben und uns alle zu unterstützen.

Und Allāh weiß es am besten.

Islam Q&A

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Die Anwesenheit beim Begräbnis eines Nichtmuslims

Frage:

Ist es dem Muslim gestattet, dem Begräbnis eines Nichtmuslims beizuwohnen, ohne dass er an ihren religiösen Bräuchen teilnimmt, um ihre Herzen zu gewinnen und sein Verhältnis zu ihnen zu verbessern?

Antwort:

Die Teilnahme am Begräbnis eines Nichtmuslims ist erlaubt, wenn die Absicht ist, den Angehörigen sein Beileid auszusprechen, sie zu trösten und aufzurichten und für sie zu beten, dass Allah sie entschädigt, ihnen wieder aufhilft und ihnen den besten Trost zukommen lässt. Das gehört zum guten Umgang, durch den die Herzen für den Islam gewonnen werden. Guten Umgang mit Nichtmuslimen zu pflegen, ihnen Gutes zu tun durch Trösten und freiwillige Spenden o. ä. ist kein Widerspruch zu der Pflicht, sie zu meiden und ihren Unglauben und Irrweg zu verabscheuen. Allah sagte, nachdem Er die Freundschaft zu den Ungläubigen und die Zuneigung zu ihnen verboten und befohlen hatte, sie zu meiden:

„Allah verbietet euch nicht, gegen diejenigen pietätvoll und gerecht zu sein, die nicht der Religion wegen gegen euch gekämpft, und die euch nicht aus euren Wohnungen vertrieben haben. Allah liebt diejenigen, die gerecht handeln.“ (al-mumtahana: 8)

Hier macht Allah deutlich, dass es, wenn die Ungläubigen uns nicht bekämpfen, nicht schlimm ist, sie respektvoll zu behandeln, Kontakt zu pflegen, ihnen Gutes zu tun, mit ihnen im Guten zu wetteifern und gerecht zu ihnen zu sein, besonders, wenn es sich um Verwandte des Muslims, um Nachbarn, Arbeitskollegen oder Kommilitonen handelt. Allah sagt über die nichtmuslimischen Eltern:

„Wenn sie dich aber bedrängen, du sollest mir etwas beigesellen, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen nicht. Und verkehre im Diesseits auf freundliche Weise mit ihnen.“ (luqman: 15)

Er hat es also ihrem muslimischen Kind zur Pflicht gemacht, sie gut zu behandeln, auf freundliche Weise mit ihnen zu verkehren, obwohl sie sich anstrengen, ihn wieder vom rechten Weg abzubringen und ihn bedrängen, Allah etwas beizugesellen. Den gleichen Inhalt haben alle Koranverse und alle Hadithe, die es über die Güte gegenüber den Eltern gibt, und im allgemeinen sind damit auch die ungläubigen Eltern gemeint, wenn auch das Recht der muslimischen Eltern größer und stärker ist, weil sie neben dem Recht der Elternschaft auch noch das Recht des Islam haben. Gleiches gilt für die Koranverse und Hadithe, die es über die Rechte der Nachbarn und Freunde gibt, wie Allahs Worte:

„Und zu den Eltern sollt ihr gut sein, und zu den Verwandten, den Waisen und den Armen, zum verwandten und zum fremden Nachbarn etc.“ (an-nisa‘: 36)

Und der Prophet (a.s.) sagte: „Der beste der Nachbarn vor Allah ist der, der am besten zu seinem Nachbarn ist, und der beste der Freunde vor Allah ist der, der am besten zu seinem Freund ist.“ (Überliefert von Ahmad und at-Tirmidhi, der den Hadith für gut erklärt hat, und von al-Hakim, der ihn für authentisch erklärt hat und adh-Dhahabi stimmt mit ihm überein.) Das Beste, was man seinem

nichtmuslimischen Nachbarn oder Freund bieten kann, ist es, sie zum Islam einzuladen und ihre Herzen für den Islam zu gewinnen durch einen guten Umgang mit ihnen. Daher sagen die Gelehrten, dass die Nachbarn, was ihre Rechte betrifft, in drei Gruppen unterteilt werden:

* Der Nachbar mit einem einzigen Recht, nämlich der nichtmuslimische Nachbar, der nur das Recht der Nachbarschaft hat.

* Der Nachbar mit zwei Rechten, nämlich der muslimische Nachbar, der das Recht der Nachbarschaft und das des Islam hat.

* Der Nachbar mit drei Rechten, nämlich der muslimische, verwandte Nachbar, der das Recht der Nachbarschaft, des Islam und der Verwandtschaft hat.

Soviel zu dem, was sich zur Beileidsbekundung für die Angehörigen eines nichtmuslimischen Toten sagen lässt und dem Bittgebet um Tröstung für sie. Aber man muss wissen, dass es nicht erlaubt ist, für sie oder ihren Toten um Gnade und Vergebung zu bitten, denn das ist nicht ihr Recht und ihr Unglaube verhindert, dass sie ihnen gewährt werden; sie verdienen sie nicht. Allah sagt:

„Der Prophet und diejenigen, die glauben, dürfen nicht für die Heiden um Vergebung bitten, auch nicht, wenn es Verwandte sein sollten, nachdem ihnen klar geworden ist, dass sie Insassen des Höllenbrandes sein werden.“ (at-tauba: 113)

Dieser Vers weist darauf hin, dass, wenn sie als Ungläubige sterben, ihnen die Strafe zusteht und sie ewig im Feuer weilen müssen. Dann wird ihnen weder Fürsprache, noch die Bitte um Vergebung etwas nützen. Des weiteren weist der Vers darauf hin, dass der Gläubige in Wohlwollen und Zorn mit Seinem Herrn übereinstimmen muss und zum Freund nimmt, wen Allah zum Freund genommen hat, und zum Feind nimmt, wen Allah zum Feind genommen hat. Die Bitte um Vergebung für die Ungläubigen ist daher unvereinbar mit Allahs Worten:

„Allah vergibt nicht, dass man Ihm etwas beigesellt…“ (an-nisa‘: 48), deshalb ist die Bitte um Vergebung eine Zuwiderhandlung gegen Allahs Urteil über sie und Seine Drohungen gegen sie.Unterstrichen wird dies auch durch das Verbot im Islam, Nichtmuslime mit dem Friedensgruß zu grüßen, weil dieser nicht nur ein Gruß ist, sondern auch ein Bittgebet um Frieden und Gnade, die ihnen nicht zusteht. Man darf sie jedoch mit jedem anderen Gruß grüßen, wie z. B. mit ‚guten Morgen‘ oder ‚guten Abend‘ u. ä.

Ein weiterer Beweis dafür, dass die Ungläubigen ein Bittgebet um Gnade und Vergebung nicht verdienen und sie ihnen nicht zustehen, ist der authentische Hadith einer Gruppe von Gefährten des Propheten (a.s.): „Die Juden pflegten im Beisein des Propheten (a.s.) zu niesen in der Hoffnung, er möge ihnen ‚Allah sei euch gnädig‘ sagen. Doch er sagte ‚möge Allah euch rechtleiten und euer Herz öffnen‘.“ (Überliefert von Abu Dawud, an-Nisa’i und at-Tirmidhi, ein guter und authentischer Hadith.)

Wenn die Frage aber war, ob man an dem Trauerzug eines Nichtmuslims teilnehmen und ihm folgen darf bis hin zum Begräbnis, so ist auch dagegen nichts einzuwenden, unter der Bedingung, dass man sich nicht an ihren religiösen Bräuchen während der Beerdigung beteiligt und, wie gesagt, nicht für den Toten um Vergebung und Gnade bittet. Dass man dem Trauerzug folgt, hat zwei positive Aspekte: erstens wird man an das Jenseits erinnert und zweitens bekundet man den Angehörigen des Toten sein Beileid und gewinnt so ihre Herzen, besonders wenn der Tote ein Verwandter war, wie einer seiner Eltern, sein Kind, seine Schwester oder sein Bruder etc. oder es erfolgt als Ausgleich dafür, dass sie den Trauerzug begleiteten, als einer seiner Angehörigen gestorben ist. Ibn Taymiya sagt hierzu:

„Es ist niemandem erlaubt, für einen, der als Ungläubiger gestorben ist, um Mitleid zu flehen… Er folgt dem Trauerzug, wenn auch nur für seine Angehörigen, um ihnen Gutes zu tun und ihnen beizustehen oder aus Vergeltung o. ä…. Das Aufsuchen der Gräber von Ungläubigen ist zur Betrachtung zulässig, und auch der Ungläubige wird nicht daran gehindert, das Grab seines muslimischen Verwandten zu besuchen.“

Scheich Abdulaziz al-Fawzan

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Umgang mit jemandem der das Gebet unterlässt

Shaykh Salih Ibn ‘Uthaymin
Antwort:
Das Unterlassen des Gebets ist Kufr, der jemanden aus dem Islam hinausbefördert. Wenn er
eine Frau hat, dann ist seine Ehe mit ihr ungültig, von ihm geschlachtetes Fleisch ist nicht
erlaubt, sein Fasten und seine Spende werden nicht akzeptiert und es ist ihm nicht erlaubt nach
Makkah zu gehen und al-Haram zu betreten.
Im Falle seines Todes ist es nicht erlaubt, ihn zu waschen, einzuwickeln, das Totengebet für ihn
zu verrichten oder ihn bei den Muslimen zu begraben. Vielmehr sollte er in die Wüste hinaus
gebracht und in einem Loch begraben werden.
Stirbt der Verwandte eines anderen und dieser weiß, dass er nicht gebetet hat, dann ist es ihm
nicht erlaubt, die Leute zu täuschen, indem er sie dazu bringt, das Totengebet für den
Verstorbenen zu verrichten, denn das Totengebet für einen Kafir zu sprechen ist haram, wie
Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Und bete niemals über jemandem von ihnen (von den
Heuchlern), der gestorben ist, und stehe nicht an seinem Grab! Sie verleugneten ja Allah und
Seinen Gesandten, und sie starben als Frevler (ungehorsam Allah und Seinem Gesandten
gegenüber).“ (9:84)
„Dem Propheten und denjenigen, die glauben, steht es nicht zu, für die Götzendiener um
Vergebung zu bitten, auch wenn es Verwandte wären, nachdem es ihnen klar geworden ist,
dass sie Insassen des Höllenbrandes sein werden (weil sie im Zustand des Unglaubens
starben).“ (9:113)
Scheikh ibn ‘Uthaymin, rahimahullah
Majmu’ Fatawa al-Scheikh ibn ‘Uthaymin – 12/ Frage Nr. 26

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Wie weiß der Diener, ob eine Prüfung ein Test oder eine Bestrafung ist?

Wie weiß der Diener, ob eine Prüfung ein Test oder eine Bestrafung ist?

Frage:
Wenn eine Person mit einer Krankheit oder einem schlimmen Leiden, körperlich oder bezüglich seines Vermögens, geprüft wird, wie weiß sie dann, ob diese Prüfung ein Test ist oder Allaahs Zorn?

Antwort:
Allaah testet Seine Diener in Wohl und Wehe, in Mühsal und Erleichterung. Er testet sie manchmal mit diesen Dingen, um ihren Rang zu erhöhen und den Status dieser Menschen zu verbessern, sowie ihre guten Taten zu verdoppeln. Dies ist so wie das, was Allaah für die Propheten und Gesandten, ‘alaihim as-Salaat wa-s-Sallam, und dir rechtschaffenen Menschen der Anbeter Allaahs getan hat. Wie der Prophet, sallallaahu ‘alaihi wa sallam, sagte: Die am stärksten getesteten Menschen sind die Propheten, dann die, die ihne im Rang am nächsten sind, dann die nächsten. Manchmal tut Allaah dies wegen der Sünden und Übertretungen der Menschen, so dass die Strafe schnell erteilt werden kann.

So wie Allaah sagt:
“Und was immer euch an Unglück trifft, es ist für das, was eure Hände erworben haben. Und Er verzeiht vieles.”
“وَمَآ أَصَـٰبَكُم مِّن مُّصِيبَةٍۢ فَبِمَا كَسَبَتْ أَيْدِيكُمْ وَيَعْفُوا۟ عَن كَثِيرٍۢ”
(Qur’aan 42:30)

So gilt allgemein für die Menschen, dass sie mangelhaft sind und nicht alle obligatorischen Pflichten erfüllen. Daher ist das, was sie befällt, aufgrund ihrer Sünden und Defizite bezüglich Allaahs Befehlen.

Wenn also jemand von den rechtschaffenen Dienern Allaahs mit einer Krankheit oder etwas ähnlichem befallen wird, dann ist dies die Art der Prüfung für die Propheten und Gesandten, welche deren Rang erhöhen und ihren Lohn vergrößern und sie zum Beispiel für andere in Geduld und Zufriedenheit machen.

So kann es, kurz gesagt, ein Test sein und den Rang zu erhöhen und den Lohn zu vergößern, wie Allaah es für einige der rechtschaffenen Menschen tut. Es kann Sühne sein für schlechte Taten, wie in der Aussage von Allaah تعالى: “Wer Böses tut, dem wird es vergolten.”
“مَن يَعْمَلْ سُوٓءًۭا يُجْزَ بِهِ”
(Qur’aan 4:123)

Ebenso die Aussage des Propheten, sallallaahu ‘alaihi wa sallam: “Niemals wird ein Muslim befallen von Mühsal oder Schwierigkeit, noch Trauer noch Kummer, noch Schaden oder Leid, außer dass Allaah ihm seine Sünden sühnt, sogar durch einen Dorn, der ihn sticht.”
وعن أبي سعيد وأبي هريرة رضي الله عنهما عن النبي صلى الله عليه وسلم قال‏:‏ ‏”‏ما يصيب المسلم من نصب ولا وصب ولا هم ولا حزن ولا أذى ولا غم، حتى الشوكة يشاكها إلا كفر الله بها من خطاياه‏ ‏متفق عليه‏”‏
(Riyaadu-s-Saalihien 1, Hadith 37)

Was die Aussage des Propheten, sallallaahu ‘alaihi wa sallam, angeht: “Für wen Allaah Gutes will, den prüft Er.” [„مَنْ يُرِدِ اللَّهُ بِهِ خَيْرًا يُصِبْ مِنْهُ“ (Sahih al-Bukhari 5645)], so könnte es sein, dass dies eine Bestrafung ist, die ereilt wurde durch Übertretungen des Dieners und dadurch, dass er nicht eilig bereut hat, wie erwähnt im Hadith des Gesandten, sallallaahu ‘alaihi wa sallam, dass er sagte: “Wenn Allaah für Seinen Diener Gutes will, dann bestraft Er ihn in dieser Welt, und wenn Er für Seinen Diener Schlechtes will, dann hält Er seine Sünden zurück bis Er sie am Tage des Gerichts berechnet.”
إذا أراد الله بعبده خيراً عجل له العقوبة في الدنيا، وإذا أراد الله بعبده الشر أمسك عنه بذنبه حتى يوافي به يوم القيامة‏‏‏.
رواه الترمذي وقال ‏:‏ حديث حسن‏‏
(Riyaadu-s-Salihien 1, Hadith 43)

[Vom noblen Scheich ‚Abdul ‚Azeez Ibn Baaz رحمه الله|Übersetzt ins Englische von: Abbas Abu Yahya| Vom Englischen ins Deutsche von Maimuna Y. Bienas]

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