Monatsarchiv: April 2013

Die schöne Frau

Eines Tages sah ein Mann, eine wunderschöne Frau auf dem Marktplatz und war fasziniert von ihrer Schönheit. Er verliebte sich sofort in sie. Er begann ihr zu folgen, trampelte durch den Schlamm und versuchte an sie so nah wie möglich ranzukommen.

„Schwester!“ schrie er. „Schwester!“

Schliesslich konnte er sich ihr nähern, und als sie sich umdrehte sagte er, während ihm sein Atem stockte: „Du bist die schönste und anmutigste Frau, die ich je gesehen habe. Würdest du meinen Heiratsantrag annehmen?

Sie blieb kurz still, zeigte zu einer Frau hinter dem Mann und sagte: Gut, aber meine Schwester ist noch schöner als ich es bin!

Der Mann drehte sich um und fragte: „Wo?“

Und sie schlug ihm eine auf die Nase 🙂 , er versank im Schlamm, und fragte ganz verwirrt: „Warum? Warum?“

Sie sagte: „Weil der/die wahre Liebende sich nicht von seinem/r Geliebten abwendet!“Sub7an ALLAH

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Safiya Bint Huyayy

Safia Bint Hujai Ibn Achtab (r)

Einführung

Ich begrüße euch in unserer heutigen Folge der Serie “Begegnungen mit den Lieben”. Wir nähern uns
dem Ende dieses Programms. Und so Gott will, werden wir ein neues Programm anfangen, das uns
neue Energie geben wird, und ich hoffe, dass Gott uns dabei helfen wird. Möge Er uns und euch die
Türen öffnen.

Da wir nun bald am Ende unseres Programms ankommen, und nach unseren Geschichten über die
Lieben, und wie der Name auch schon sagt, die “Begegnungen mit den Lieben”, fühlt ihr mittlerweile
die Liebe? Spürt ihr schon die Sehnsucht, sie im Paradies zu treffen? Ist es bei euch mittlerweile auch
so weit, dass ihr sie seht, hört und sie um euch spürt? Lebt ihr schon mit ihnen mit? Werden wir uns
wohl bei unserem Tode an diese Worte von Bilal erinnern, die uns ja auch zu dem Namen unseres
Programms geleitet haben: „Was für eine Freude, morgen werde ich die Lieben begegnen,
Muhammad und seine Gefährten.“ Werden wir diese Worte auch sagen, wenn wir sterben: „Morgen
werden wir unsere Lieben begegnen, den Gesandten Gottes, unsere Mütter und all die anderen.“
So viele Folgen sind schon vorbei, auch die Folgen über die Ehefrauen des Propheten. Wir halten uns
vor Augen, dass wir vorhaben, sie auswendig zu lernen und sie zu lieben. Erinnert ihr euch auch an
die Regel, die wir am Anfang der Folgen von den Ehefrauen des Propheten aufgestellt haben? Wie es
der Koranvers sagt:
[Der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selber, und seine
Frauen sind ihre Mütter…] (33:6)

Wir lesen diesen Vers sehr oft im Koran, aber eines unserer Ziele ist es, diesen Vers zu spüren, sodass
wir am Tag der Auferstehung, wenn wir Allah, den Erhabenen, treffen, Ihm sagen können: „Wir haben
diesen Vers gespürt, und wir fühlen dass Dschuwaireya, Umm Salama, A’ischa und Chadidscha unsere
Mütter sind, und ich bringe ihnen die gleichen Gefühle der Liebe und der Zärtlichkeit entgegen.“ Ich
werde ihnen am Tag der Auferstehung sagen: „Wie geht es dir Mutter, ich habe dich vermisst,
Mutter.“

Unsere Mütter

Heute werden wir mit den Ehefrauen des Propheten weitermachen. Wir haben schon die Geschichten
von acht der zwölf Ehefrauen erzählt. Es bleiben uns nur noch vier Ehefrauen, die wir in den nächsten
Folgen beenden werden. Und somit haben wir dann von allen Ehefrauen erzählt.
Möchte einer von euch uns die Namen der Ehefrauen sagen, in der Reihenfolge ihrer Heirat? Und wie
jedes Mal ist es ein Wettbewerb, wo wir sagen, den Gewinner erwarten hundert Dollar, und am Ende
geben wir nichts, also?

Eine der Anwesenden sagte:

1. Chadidscha Bint Chuwailid,
2. Sauda Bint Zam’a,
3. A’ischa Bint Abu Bakr,
4. Hafsa Bint U’mar Ibn Al-Chattab,
5. Zainab Bint Chuzaima,
6. Umm Salama (Hind Bint Abu Umaima),
7. Zainab Bint Dschahsch,
8. Dschuwaireya Bint Al-Harith,
9. Safia Bint Hujai Ibn Achtab,
10. Umm Habiba (Ramla Bint Abu Sufian),
11. Maria Bint Scham’un (die Ägypterin),
12. Maimuna Bint Al-Harith.

Wir werden sie jetzt alle gemeinsam auf dem Bildschirm sehen. Und noch einmal, das Ziel ist es, dass
ihr eure Mütter auswendig lernt. Ist es nicht eigenartig, wenn du eine von ihnen am Tag der
Auferstehung fragen wirst: „Wer bist du? Ich kenne dich nicht.“ Denn es kann nicht sein, dass du über
jenen Fußballspieler Bescheid weißt, wer er ist, und wie viel man für ihn bezahlt, oder jene Sängerin,
was sie so alles verdient, aber du kennst deine Mutter nicht. Du behauptest, das ist Allgemeinwissen
und du bist schlecht darin. Nein, das ist kein Allgemeinwissen, das ist deine Mutter, die du im Paradies
treffen wirst, und das solltest du wissen, denn alles Andere wirst du dann vergessen.

Die Juden von Medina

Heute fangen wir an mit Safia Bint Hujai Ibn Achtab. Ihr Vater ist das Oberhaupt der Juden der Bani
Al-Nadir. In Medina gab es drei große Stämme der Juden: Die Bani Qainuqa’a, die Bani Al-Nadir, und
die Bani Quraiza. Der Prophet (s) hat Medina von allen drei Stämmen befreit. Zwar hatte er anfangs
mit ihnen eine Vereinbarung, weil er wollte, dass Frieden in Medina herrscht. Aber weil sie den
Propheten (s) betrogen haben, hatte er sie bekämpft.

Die Juden der Bani Qainuqa’a:
Der erste Stamm der Juden, den der Prophet (s) aus Medina vertrieben hat, waren die Bani Qainuqa’a,
und dies nach einem bestimmten Ereignis.
Es gab eine muslimische kopftuchtragende Frau, die im Markt Waren gekauft und verkauft hat, sie saß
dort in islamischer Kleidung und führte Geschäfte mit einem jüdischen Händler. Zu der Zeit haben die
Juden den Goldmarkt beherrscht, und der Islam hat den Umgang mit den Juden ganz einfach
gestaltet: kaufen, verkaufen und in Frieden leben. Doch dieser jüdische Händler hatte nichts Gutes im
Schilde. Er, knotete das Ende ihres Kleides mit ihrem Kopftuch zusammen, sodass sie sich beim
Aufstehen entblößte. Er tat dies, damit alle im Markt sie auslachen würden. Sie stand auf, und wie von
dem Juden geplant, wurde sie entblößt. Daraufhin tötete einer der Muslime im Markt den Juden, und
als Antwort haben die Juden den Muslim getötet. Dann umzingelte der Prophet (s) die Juden der Bani
Qainuqa’a und vertrieb sie aus Medina, weil man eine Muslimin entblößt hatte.
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Das ist Liebe

Das ist Liebe

Manche verbringen ihr ganzes Leben mit Suchen. Manchmal gebend, manchmal nehmend. Manchmal folgend. Aber meistens nur wartend. Sie glauben, dass Liebe ein Ort ist, welchen du bekommst: ein Ziel am Ende einer langen Straße. Und sie können das Ende der Straße nicht abwarten, um ihr Ziel zu erreichen. Sie sind jene Herzen, die durch die Bewegung von Herzen bewegt werden. Die hoffnungslosen Romantiker, die Liebesgeschichtenaufsauger oder jeder aufrichtige Ausdruck von wahrer Hingabe. Für sie ist die Suche eine fast lebenslange Besessenheit. Aber, dieses tragische „Suche“ hat ihre Kosten – und ihre Gaben.

Der Weg dieser Erwartungen und das „in die Liebe verliebt sein“ ist schmerzhaft, aber es kann seine eigenen Lektionen bringen. Lektionen über die Art der Liebe, diese Welt, die Menschen und das eigene Herz, welches eben ein oft sehr schmerzhafter Weg sein kann. Am Allermeisten kann dieser Weg auch eigene Lektionen über den Schöpfer der Liebe bringen.

Diejenigen, die diese Route nehmen werden, erreichen oft das Wissen, dass die menschliche Liebe, die sie suchen, nicht das Ziel ist. Irgendeine Form von dieser menschlichen Liebe kann ein Geschenk sein. Es kann ein Mittel sein. Aber in dem Moment, an dem du es zum Ende machst, wirst du fallen. Und du wirst dein ganzes Leben mit dem falschen Fokus leben. Du wirst bereit werden, das Ziel aus Gründen der Mittel, zu opfern. Du wirst dein Leben geben, um ein “Ziel“ der weltlichen Perfektion, zu erreichen, das nicht existiert.

Und wer einer Fata Morgana hinterherläuft, wird nie dort ankommen; aber weiter laufen. Und so wirst du einfach weiterlaufen und bereit sein nicht zu schlafen, weinen, bluten und wertvolle teile deiner Selbst zu opfern – manchmal sogar die eigene Würde. Aber du wirst nie erreichen, was du in diesem Leben suchst, denn was du suchst, ist kein weltliches Ziel. Die Art der Vollkommenheit, die du suchst, kann nicht in der materiellen Welt gefunden werden. Du kannst sie nur in Allah finden.

Das Bild der menschlichen Liebe, die du suchst, ist eine Illusion in der Wüste des Lebens. Wenn es das ist, was du suchst, dann wirst du immer nur auf der Jagd sein. Doch egal wie nah du einer Fata Morgana kommst, du wirst sie nie berühren können. Du wirst keine eigene Vorstellung besitzen. Du kannst keine Kreation des eigenen Verstands halten.

Du gibst dein ganzes Leben noch immer, um diesen „Ort“ zu erreichen. Du tust dies, weil in den Märchen das die Stelle ist, wo die Geschichte endet. Es endet beim Finden, dem Verbinden, der Heirat. Zwei Seelen als ein Ganzes. Und alle um sie herum werden dich denken lassen, dass die Weg dort endet: an der Stelle, wo du deinen Seelenverwandten getroffen hast, deine andere Hälfte – an dem Punkt der Straße, wo du heiratest. Dann und nur dann, sagen sie dir, wirst du endgültig komplett sein. Das ist natürlich eine Lüge, denn den Abschluss findest du in nichts anderem als in Allah.

Aber die Lektionen, die du gelernt hast, seit du klein warst – von jeder Geschichte, jedem Lied, jedem Film, jedem Spot, jeder wohlmeinenden Tante – ist, dass du nicht anders komplett sein wirst. Und wenn – Allah bewahre – du einer der „Außenseiter“ sein wirst, welcher nicht geheiratet hat oder geschieden wurde, giltst du als fehlerhaft oder in gewisser Weise unvollständig.

Die Lektion die du gelernt hast, ist, dass die Geschichte mit der Hochzeit endet und dann kommt das, wo das Paradies beginnt. Der Punkt, an dem du erlöst und komplett sein wirst und alles, was einmal gebrochen wurde, wird behoben werden. Das einzige Problem ist, dass dort die Geschichte nicht endet. Dort beginnt sie! Dort beginnt der Aufbau: der Aufbau eines Lebens, der Aufbau des Charakters, der Aufbau von Geduld, Ausdauer und Opferbereitschaft. der Aufbau der Selbstlosigkeit. der Aufbau der Liebe.

Und der Aufbau deines Weges zu Ihm zurück.

Aber wenn die Person, die du geheiratet hast, dein ultimativer Fokus im Leben wird, hat dein Kamp gerade begonnen. Jetzt ist dein Ehepartner deine größte Prüfung. Bis du diese Person aus dem Platz deines Herzens entfernst, welches nur für Allah sein sollte, wird es wehtun. Ironischerweise wird dein Ehepartner das Werkzeug für diese schmerzhafte Extraktion werden, bist du lernst, dass es Orte im menschlichen Herzen gibt, die nur von – und für – Allah gemacht sind.

Unter den anderen Lektionen, die du auf diesem Weg lernen kannst – nach einer langen Straße mit Verlust, Gewinn, Versagen, Erfolg und so vielen Fehlern – ist, dass es mindestens zwei Arten von Liebe gibt. Es wird einige Menschen geben, die du dafür liebst, was du von ihnen bekommst: Was sie dir geben, ist welches Gefühl sie dir geben. Das ist vielleicht die Mehrheit der Liebe – das ist auch, was so viel Liebe instabil macht. Die Fähigkeit einer Person zu geben, ist unbeständig und wechselnd. Deine Antwort auf das was du gegeben hast, ist ebenfalls unbeständig und wechselnd. Also, wenn du einem Gefühl nachjagst, wirst du immer jagen. Kein Gefühl wird immer konstant bleiben. Wenn die Liebe davon abhängig ist, wird es auch unbeständig und wechselnd werden. Und wie in allem in dieser Welt heißt es, je mehr du dem hinterherrennst, desto mehr wird es von dir davonlaufen.

Aber, ab und zu, betreten Menschen dein Leben, dass du liebst – nicht für das, was sie dir geben – aber für das, was sie sind. Die Schönheit, die du in ihnen siehst reflektiert den Schöpfer wieder, so dass du sie liebst. Jetzt plötzlich geht es nicht darum, was du bekommst, sondern um das, was du geben kannst. Das ist selbstlose Liebe. Diese zweite Art von Liebe ist seltenste. Und wenn die Basis, und nicht in Konkurrenz zu sein, die Liebe zu Allah ist, wird es auch die meiste Freude bringen. Auf einer anderen Weise zu lieben, heißt, abhängig zu sein, Erwartungen zu haben – alles Zutaten für Elend und Enttäuschung.

Für all jene, die ihr Leben damit verbracht haben zu suchen, wissend, dass die Reinheit von irgendetwas nur an der Quelle zu finden ist. Wenn es Liebe ist, die du suchst, suche sie bei Allah. Jeder andere Fluss, nicht basierend auf Seine Liebe, vergiftet denjenigen, der davon trinkt. Und der Trinkende wird weitertrinken, bis das Gift ihn tötet. Er wird weiterhin innerlich mehr und mehr sterben, bis er stoppt und die reine Quelle des Wassers findet.

Sobald du beginnst alles Wunderschöne als eine Reflektion von Allahs Schönheit zu sehen, wirst du lernen auf die richtige Art und Weise zu lieben: Um Seinetwillen. Alles und jeden den du liebst, wird durch Ihn und für Ihn sein. Die Grundlage solch einer Liebe ist Allah. Also, was du in der hältst ist nicht länger ein instabiles Gefühl, eine flüchtige Emotion. Und was du verfolgst, wird nicht länger ein vorübergehendes Hochgefühl sein. Was du hältst, was du verfolgst, was du liebst, wird Allah sein: der „Einzige“ der stabil und konstant bleibt. Danach wird alles durch Ihn sein. Alles, was du gibst oder nimmst, was du liebst oder nicht liebst, wird von Ihm sein. Nicht von deinem Nafs. Es wird für Ihn sein. Nicht für dein Nafs.

Das heißt, du wirst lieben, was Er liebt und nicht lieben, was Er nicht liebt. Und wenn du liebst, gibst du dem Geschöpf – und erwartest nicht etwas als Gegenleistung. Du wirst lieben und du wirst geben, aber Er wird mit dir zufrieden sein. Und derjenige, mit dem Allah zufrieden ist, ist der reichste und großzügigste von allen Liebenden. Deine Liebe wird von Ihm sein, für Ihn und wegen Ihm. Das ist die Befreiung des Selbst aus der Sklaverei zu irgendeinem erschaffenen Ding. Und es ist Freiheit. Es ist Freude.

Das ist Liebe.
Quelle auf englisch
Übersetzt von al-ghariba

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Ist es empfohlen, die regulären Sunnahgebete nachzuholen, welche vor und nach Dhuhr verrichtet werden sollten, indem man sie nach `Asr betet?

Ist es empfohlen, die regulären Sunnahgebete nachzuholen, welche vor und nach Dhuhr verrichtet werden sollten, indem man sie nach `Asr betet?

 

Frage (Nr. 146713):

 

Ich verrichte das Mittagsgebet auf dem Campus, doch meine Vorlesungen beginnen vor dem Mittag und enden, wenn das Nachmittagsgebet zu beten ist. Zwischen den Vorlesungen gibt es keine Zeit, deshalb verrichte ich das Mittagsgebet aus Zeitmangel ohne die Sunnahgebete. Wenn ich erst nach dem Professor zur Vorlesung komme, darf ich daran nicht mehr teilnehmen und manchmal habe ich nicht einmal mehr genügend Zeit, zum Gebetsplatz zu gelangen, weshalb ich an einer abgelegenen Stelle des Saals bete.

 

Ist es erlaubt, die genannten Gebete dann zu verrichten, wenn ich nach Hause komme, nämlich nach dem Nachmittagsgebet?

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allāh.

 

Es ist empfohlen, die regulären Sunnahgebete (al-Sunan al-rawātib) nachzuholen, wenn man sie entschuldigt verpasst hat, wie z. B. wenn man schläft, vergisst oder zu beschäftigt dazu ist, weshalb man sie nicht zur rechten Zeit verrichten kann. Dann kann man sie auch zu Zeiten nachholen, in denen das Gebet eigentlich nicht erlaubt ist, gemäß der korrekten Ansicht der Gelehrten. Das gilt aufgrund des bei al-Bukhāri (#1233) und Muslim (#834) verzeichneten Berichts von Umm Salamah (möge Allāh mit ihr zufrieden sein), demgemäß der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) zwei Rak`ah nach `Asr betete. Sie befragte ihn darüber und er sagte: „Einige Leute von `Abd al-Qays kamen zu mir und lenkten mich davon ab, die zwei Rak´ah nach Dhuhr zu verrichten. Das waren sie.“

 

Und ibn Mājah (#1154) berichtete, dass Qays ibn `Amr sagte: „Der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sah einen Man zwei Rak`ah nach Fajr beten. Der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) fragte: `Zweimal das Fajr-Gebet?` Der Mann erwiderte: `Ich habe die zwei Rak`ah, die davor kommen, nicht gebetet, deshalb habe ich sie jetzt verrichtet.` Daraufhin sagte der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) nichts.“ (von al-Albāni in Sahīh ibn Mājah #948 als sahīh eingestuft)

 

Und al-Tirmidhi (#426) berichtete von `Ā’ischah (möge Allāh mit ihr zufrieden sein), dass der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm), wenn er nicht vor Dhuhr vier Rak`ah gebetet hatte, sie danach verrichtete. (von al-Albāni in Sahīh al-Tirmidhi als hasan eingestuft)

 

Al-Nawawi (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Die korrekte Ansicht unserer Meinung nach besagt, dass es mustahabb ist, die regulären Sunnahgebete (al-Sunan al-rawātib) nachzuholen. Das ist die Meinung von Muhammad, al-Muzani und Ahmad entsprechend einem Bericht. Abu Hanīfah, Mālik und Abu Yūsuf sagten, gemäß des bekannteren Berichts von ihnen: `Sie sollten nicht nachgeholt werden.` Unser Beweis sind diese authentischen Überlieferungen.`“ (al-Majmū`, 4/43)

 

Al-Mardāwi al-Hanbali (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Die Worte `und wer irgendeines der Sunnahgebete verpasst, dem ist es empfohlen, es nachzuholen` entsprechen unserem Madhhab (dem von Imām Ahmad) und es ist die wohl bekannte Ansicht unserer Gefährten.“ (al-Insāf, 2/187)

 

Scheikh al-Islam ibn Taymiyah (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Wenn eines der regulären Sunnahgebete, wie z. B. das von Dhuhr, verpasst wird, kann es dann nach `Asr nachgeholt werden? Es gibt zwei Meinungen, die beide von Ahmad berichtet wurden. Die eine von ihnen besagt, dass es nicht nachgeholt werden kann, und das ist die Ansicht von Abu Hanīfah und Mālik. Die andere ist die Meinung von al-Schāfi`i und diese ist stärker. Und Allāh weiß es am besten.“ (Majmū` al-Fatāwa, 23/127)

 

Basierend auf dem oben Stehenden ist es dir empfohlen, die regulären Sunnahgebete vor und nach Dhuhr nach `Asr nachzuholen, wenn du sie nicht zur richtigen Zeit verrichten kannst.

 

Scheikh ibn `Uthaymīn (möge Allāh ihm barmherzig sein) wurde gefragt: „Ist es erlaubt, das Sunnahgebet vor Dhuhr zu verspäten, sodass wir mit Dhuhr beginnen und dann nach ungefähr einer Stunde die Sunnahgebete, die eigentlich davor und danach verrichtet werden sollen, beten, weil die Zeit, die wir für das Gebet zur Verfügung haben, nur für den Wudū‘ und das Pflichtgebet ausreicht?“

 

Er antwortete: „Wenn jemand das Sunnahgebet, welches eigentlich vorher gebetet werden sollte, bis nach dem Gebet verspätet, weil er eine Entschuldigung dafür hat, dann ist nichts Falsches daran und er kann es später nachholen. Das ist akzeptabel. Hat er aber keine Entschuldigung, dann ist das nicht akzeptabel. Der Fragesteller hat gesagt, dass die Zeit nur für den Wudū‘ und das Pflichtgebet ausreicht und das ist eine Entschuldigung. Darauf basierend ist es erlaubt, das Sunnahgebet, welches eigentlich vorher verrichtet werden sollte, nach dem Gebet nachzuholen. Doch in diesem Fall sollte man mit dem Sunnahgebet beginnen, welches nach dem Pflichtgebet kommt, und danach das Sunnahgebet nachholen, welches vor dem Pflichtgebet kommt.“ (Fatāwa wa Rasā’il ibn `Uthaymīn, 14/194)

 

Für weitere Informationen siehe bitte in der Antwort auf Frage #114233.

 

Und Allāh weiß es am besten.

 

Islam Q&A

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Die Zeit von Fajr und Fehler in einigen Zeitplänen

Die Zeit von Fajr und Fehler in einigen Zeitplänen
Alles Lob gebührt Allah.

Beachte , das die Zeit vom Fajr Gebet beginnt, sobald die zweite Dämmerung beginnt, welches die weiße Linie ist, die waagrecht rechts und links entlang des Horizonts verläuft. Diese Zeit dauert, bis die Sonne aufgeht.

Die erste Dämmerung ist die falsche Dämmerung, die Weisheit erscheint senkrecht im Himmel, wie Säulen. Dies geschieht etwa zwanzig Minuten vor der wahren Dämmerung und es nimmt zu und ab je nach Jahreszeit.

Es ist bekannt, das die Regelung an der wahren Dämmerung angewandt wird, nicht an der falschen.

Es gibt viele Ahaadeeth die von den zwei Dämmerungen sprechen, so wie die folgenden:

Der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Es gibt zwei Dämmerungen, die Dämmerung, wenn Nahrung haraam wird und das Gebet zulässig wird und die Dämmerung, wenn das Gebet (d.h. Fajr Gebet) haraam und Nahrung zulässig ist.“

(Überliefert von al-Haakim und al-Bayhaqi von dem Hadeeth von Ibn ‘Abbaas; als saheeh klassifiziert von al-Albaani in Saheeh al-Jaami’, 4279).

Und der Prophet salla Allahi alaihi wa sallam sagte: „Es gibt zwei Dämmerungen. Bezüglich der Dämmerung, die einem Wolfsschwanz gleicht, so wird es durch sie nicht zulässig zu beten und haraam zu essen. Bezüglich der Dämmerung, die waagrecht am Himmel erscheint, so wird es durch sie zulässig zu beten und verboten zu essen.“

(Überliefert von al-Haakim und al-Bayhaqi von dem Hadeeth von Jaabir; als saheeh klassifiziert von al-Albaani in Saheeh al-Jaami’, 4278)

Übereinstimmend mit einer anderen Überlieferung, “ Es gibt zwei Dämmerungen. Eine wird der Schwanz des Wolfes genannt, welche die falsche Dämmerung ist, die senkrecht erscheint. Die andere erscheint waagrecht und nicht senkrecht.“ (Als saheeh eingestuft von al-Albaani in al-Silsilah al-Saheehah, Nr. 2202).

Und der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Lasst nicht den Adhaan von Bilaal euch davon abhalten, weiter Suhoor zu essen, oder die senkrechte Dämmerung, jedoch die Dämmerung, die entlang des Horizontes erscheint.“

(Überliefert von Abu Dawood und al-Tirmidhi, der ihn als hasan einstufte. Als saheeh eingestuft von al-Albaani in Saheeh al-Tirmidhi, Nr. 568)

Von dieser Erklärung des Propheten salla Allahu alaihi wa sallam, wissen wir, dass die Definition der Zeit von Fajr basierend auf Beobachtungen und nicht auf astronomischen Berechnungen oder Zeitplänen ist, deren Autoren unbekannt sind, ebenso was ihre Glaubwürdigkeit und ihr Wissen angeht, besonders wenn nachgewiesen wurde, dass sie nicht die richtige Zeit angeben.

Dieser Fehler tritt nicht nur in Ägypten auf, vielmehr sieht es danach aus, das die meisten Zeitpläne nicht die richtige Zeit für Fajr angeben und sich auf die falsche Dämmerung beziehen. Das bedeutet, dass das Risiko besteht, das die Gebete der Muslime ungültig sind, besonders in den Fällen von jenen, die in ihren Häusern unmittelbar nach dem Adhan beten.

Eine Gruppe an Gelehrten und Forschern im Königreich von Saudi Arabien, Syrien, Ägypten und Sudan haben versucht, die Zeit der wahren Dämmerung herauszufinden, und es ist für sie eindeutig, dass die Zeitpläne die zur Zeit in gebrauch sind falsch sind.

Shaykh al-Albaani rh sagte:

Ich habe es selbst viele Male in meinem Haus gesehen, in den Bergen von Hamlaan im Südosten von Amman, und es ermöglichte mir, zu bestätigen, was einige von denen, die daran interessiert sind, dass die Anbetung der Muslime korrekt ist sagten, dass der Adhaan zu Fajr in einigen arabischen Ländern 20-30 Minuten vor der Zeit der t Dämmerung gegeben wird, d.h. es ist ebenso vor der Zeit der falschen Dämmerung. Ich habe oft gehört, dass die Iqaamah zu Fajr in einigen Moscheen gegeben wird, wenn die wahre Dämmerung beginnt und sie geben den Adhaan bevor es Zeit ist. Und sie eilen das Fard Gebet zu verrichten bevor es Zeit ist während des Monats Ramadaan.

(Von al-Silsilah al-Saheehah, 5/25)

Sobald dies verstanden wurde, sollten die Menschen aus jeder Stadt eine Gruppe von vertrauenswürdigen Gelehrten finden, die die Zeit von Fajr feststellen und dies den Menschen bekannt geben und sie davor warnen, Zeitplänen zu folgen, wenn nachgewiesen wurde, dass sie falsch sind.

Der Bruder, der diese Frage stellte und alle Muslime sollten Fajr nicht beten, bis sie sicher sind oder es sehr wahrscheinlich ist, dass die Dämmerung angebrochen ist; wenn sie den Adhaan bis dahin verzögern können, so sollten sie das tun. Sie sollten ebenso dieses Urteil ihren Frauen und Töchtern erklären, damit sie nicht am Ende das Gebet zur falschen Zeit verrichten.

Und Allah weiß es am besten.

Fatwa Nr. 26763

Translation: ArRayyana.Wordpress.com

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Aussagen der 4 Rechtsschulen zum Niqab/Hijab

das Thema Hidjab/Niqab – fard oder mustahab wird oft diskutiert und es gibt eindeutige Aussagen der Gelehrten darüber. Wie sehen es aber die vier Rechtsschulen und zu welchem Urteil kommen sie hier im Detail? Dazu habe ich eine kurze Zusammenfassung erstellt und ich hoffe, die Aussagen der Gelehrten wird einige Fragen klären inshaALLAH.

Al Madhab al Hanafi
Die Madhab geht davon aus, dass es erlaubt ist, das Gesicht und die Hände zu zeigen, wenn keine Fitnah vorhanden ist. Doch auch die letzten Fuqaha´ (der heutigen und jüngst vergangenen Zeit) dieser Madhab erlauben es nicht, aufgrund der vielen Schlechtigkeiten.

Ibn `Abidien (ein großer Gelehrter dieser Madhab) sagt: “Es wird die Frau daran gehindert, ihr Gesicht zu zeigen durch die Furcht, dass Männer es sehen, da das Zeigen des Gesichts zum Sehen mit Begierde führt.”
Quelle: Hashiyat Ibn `Abidien

Shaikh at Tahtawi sagt: “Es ist für die junge Frau verboten, ihr Gesicht or den Männern zu zeigen, nicht weil es `Aura ist, sondern aus Furcht or Fitnah.”
Quelle: Radd al Muhtar

Imam Anwar al Kashmiri sagt in seinem Buch “Fait al Bari ´ala Sahih al Bukhary” über die Ayat im Qur´an zum Hidjab

” “وَلَا يُبْدِينَ زِينَتَهُنَّ und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen [24:31]

es wurde gesagt: ‘as Sinah’ ist das Gesicht und beide Hände. Es ist erlaubt, sie in der Zeit, in der man vor Fitnah sicher ist, zu zeigen. Die letzten Fuqaha´ haben es verboten, da die Lage der Menschen schlecht geworden ist.

Al Imam Ibn Nudjaymah, gest. 970 n. H. sagte: “In den Fatawa der Gelehrten Kadikhan heißt es: ‘Zeigt ihr Gesicht nur fremden Männern, wenn es notwendig ist.’”
Quelle: al Bahru al ra´iq
Er sagt weiter: “Unsere Shuyukh sagten: ‘Es ist für die junge Frau erboten, ihr Gesicht in unserer Zeit zu zeigen, da es Fitnah gibt.’”

Ich (Mohammad Abu Fatima) sage: “Seht, er redet über seine Zeit – gest. 970 n. H. – was sagen wir über unsere Zeit? Natürlich hat die Fitnah große Ausmaße erreicht.

Al Madhab al Maliki
Der Gelehrte Salih al Abbi al Azhari al Maliki sagte: “Die `Aura einer freien Frau mit einem fremden Mann ist der gesamte Körper, außer Gesicht und Hände. Das Gesicht und die Hände sind keine `Aura, außer, wenn sie Angst or Fitnah hat, dann müssen auch diese bedeckt werden.”
Weiter führt Salih al Abbi al Azhari al Maliki an: “Ibn Masuq sagt: ‘Das Bekannte in der Madhab al Maliki ist, dass es Pflicht ist, Gesicht und Hände zu bedecken.’”
Weiter sagt er: “Qaadi `Iyyaad sagt: ‘Es ist nicht Pflicht, Hände und Gesicht zu bedecken. Die Männer müssen ihre Blicke senken, ab er der fremde Kafir darf nichts vom Körper der Frau sehen.’”
Quelle: Djawahir al Ikliel

Shaikh Mohammad Ibn Ahmad Ibn Djusay al Kharnati al Maliki sagte: “Der Mann darf die Hände und das Gesicht der alten Frau sehen und es ist ihm nicht erlaubt, dieses von einer jungen Frau zu sehen, nur bei einem erlaubten Grund, z. B. als Zeugin, zur Heilung, Verlobung usw.”
Quelle: Qawasien al Ahkam

Al Qaadi Abu Bakr Ibn al `Arabi sagte: “Der gesamte Körper der Frau ist `Aura, auch ihre Stimme. Sie sind nur im Fall der Notwendigkeit erlaubt zu zeigen oder im Fall des Bedürfnisses, wie z. B. das Ablegen eines Zeugnisses.
Quelle: Ahkam al Qur´an

Al Qurtubi sagt in seinem Tafsir: “Ibn Khuwais sagt: ‘Wenn die Frau schön ist und es gibt die Befürchtung, dass das Zeigen des Gesichts und der Hände zur Fitnah führt, dann müssen sie bedeckt werden.”

Al Madhab Ash Shaafi`i
Die Madhab ash Shaafi`i führt drei Fälle auf bzgl. des Zeigens des Gesichtes und der Hände der Frau:

1. Furcht vor Fitnah
In diesem Fall ist das Zeigen des Gesichts und der Hände haram mit Idjma´ (Einigung der Gelehrten).

2. Männer sehen die Frau mit Begierde, ohne Angst vor Fitnah
Hier ist es haram, die Frau muß das Gesicht und die Hände bedecken.

3. Es gibt keine Fitnah und keine Angst or dem Sehen mit Begierde
Hierzu gibt es zwei Aussagen:

a) Die Frau muß trotzdem ihr Gesicht und die Hände bedecken (Imam an Nawawy, Abu Ishaq Schiraazi, Abu `Aly at Tabari u. a. sind dieser Meinung).
Ash Shaikh Taqiyyah ad Din az Zuki sagte: “Die Aussage der Gelehrten der Madhab ash Shafi´i, dass das Gesicht und die Hände `Aura sind, gilt im Gebet nicht.”

b) Es ist keine Pflicht, das Gesicht und die Hände zu bedecken, wenn es keine Furcht vor Fitnah gibt.

Imam Abu Hamid al Ghazaali sage: “Das Gesicht der Männer aller Zeiten waren sichtbar und die Frauen sind mit Niqab herausgegangen.”
Quelle: Ihyan `Ulum ad Dien

Al Madhab al Hanbali
Der Gelehrte Ibn Muflih berichtet on Shaikh al Islam, dass er sate: “Das Zeigen des Gesichtes der Frau vor fremden Männern ist nicht erlaubt.”
Quelle: Al Adaab al Shar´iyyah

Al Imam Ibn Qudamah sagt: “Es gibt keine Unterschiedlichkeit in unserer Madhab, dass es erlaubt ist, dass die Frau ihr Gesicht im Gebet zeigt.” Dann sagte er: “Einige Gelehrte unserer Madhab sagen, der gesamte Körper der Frau ist `Aura, weil der Prophet salallahu alayhi wa salam sagte: ‘die Frau ist `Aura.’” (überliefert Tirmidhi, der sagte: “Hadith hassan, sahih”)
Quelle: al Mughni

Shaikh `Abd al Qaadir Ibn `Umaar sagte: “Die freie erwachsene Frau ist `Aura im Gebet, außer ihr Gesicht und beide Hände.”
Quelle: Nail al Ma´aarib

Diese Aussagen der Madhaahib habe ich aus einem Buch, welches in der heutigen Zeit als Quelle für dieses Thema herangezogen wird. Das Buch heißt “Die Rückkehr zum Hidjab” von Shaikh Mohammad Ahmad Ibn Isma´il Muqaddim.

Zum Schluß kommen wir durch die o. g. Aussagen zm Ergebnis, dass sich die vier Rechtsschulen einig sind bzgl. des Bedeckens des Gesichtes und der Hände in der Zeit der Fitnah, die wir jetzt deutlich erleben und wie der Prophet, sallaALLAHU alayhi wa sallam, sie beschrieb mit den “Stücken der dunklen Nacht”.

Quelle: http://daswissenimislam.blogspot.de

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Frömmigkeit

Ibn al-Qayyim (rahimahullah) sagte:

“Wer immer fundiertes Wissen von dem hat, was Allah dem Propheten offenbart hat, wird merken, dass die meisten der Leute, welche angeblich fromm sind, häufig die am wenigsten Frommen sind.
Was für eine Frömmigkeit oder Tugend ist in jemandem, der sieht wie ein Übel begangen wird, Allahs Grenzen überschritten werden, der Glaube verloren geht, die Sunnah des Gesandten Allahs verlassen wird und (sogar) davor gewarnt wird – und dennoch gleichgültig in seinem Herzen bleibt?
Seine Zunge schweigt, er ist ein stummer Shaytan, so wie jemand, der gegen den Glauben spricht ein redegewandter Shaytan ist.
Ist nicht die Heimsuchung im Din die Situation derer, die, wenn sie Führerschaft und Versorgung durch den Din erlangen, sich nicht darum scheren, was mit dem Din passiert?
Wahrlich, die Besten unter ihnen sind noch jene, die wenigstens betrübt sind, durch den üblen Zustand der Angelegenheiten.
Wenn jemand solch eine Person in seiner Ehre, seinem Besitz oder Rang angreifen würde, so würde diese Person sicherlich alle notwendigen Schritte gehen, um sich selbst vor diesem Angriff zu schützen. Solche Menschen wurden getestet, sind gescheitert und in Allahs Augen gesunken, dennoch bemerken sie es nicht.
Die Prüfung mit der sie getestet wurden ist der Tod ihrer Herzen. Wenn das Herz (jedoch) lebt und seine Funktion auf dem höchsten Punkt ist, so erhebt es sich in Zorn für Allah und Seinen Propheten und strebt danach Seinen Din voranzutreiben!

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Gewinner

Umar ibn Al-Khattab radiyallahu anhu sagte:

“Wer auch immer aufgrund von Launen und Gelüsten handelt und dabei sündigt schadet niemanden als sich selbst. Wer auch immer der Sunnah folgt und an ihren Gesetzen festhält und dem richtigen Weg folgt, dabei das, was bei Allah für diejenigen, die Ihm gehorchen ist anstrebend tut das richtige und ist ein Gewinner.”

“Es gibt keine Beziehung zwischen Allah und irgendjemanden außer durch Gehorsam gegenüber Ihm.” 

“Wenn die Absicht von jemandem aufrichtig ist, dann wird Allah seinen Bedürfnissen genügen, ihn beschützen und ihn leiten in seinem Umgang mit den Menschen. Wenn jemand sich jedoch schmückt, um die Leute in dieser Welt zufrieden zu stellen dann weiß nur Allah, was für ein Ende ihn im Jenseits erwarten wird.”

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Leere im Herzen

Ibn al Qayyim:

Wahrlich im Herzen ist eine Leere, welche nicht entfernt werden kann, ausgenommen mit der Gesellschaft Allah’s (swt.).

Und darin ist eine Traurigkeit, welche nicht entfernt werden kann, ausgenommen mit dem Glück Allah zu kennen und IHM (ge)treu zu sein.

Und darin ist eine Leere, welche nicht gefüllt werden kann, ausgenommen mit der Liebe zu IHM und der Zuwendung zu IHM und des Gedenken Seiner.

Und wenn einer Person die ganze Welt und was in ihr ist gegeben würde, würde es diese Leere nicht füllen.

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Die Grenzen Allahs

Umm Muhammad, eine reife Frau im Alter von 40 Jahren, erzählt ihre Geschichte.
Ich lebte ein Leben mit meinem Ehemann mit bescheidenen Mitteln. Es gab nie Nähe oder Harmonie zwischen uns und mein Mann hatte nicht die starke Persönlichkeit, auf die eine Frau hoffen würde, aber seine gute Natur ließ mich über die Tatsache hinwegsehen, dass ich diejenige war, die für die meisten Entscheidungen in der Familie zuständig war.
Mein Mann erwähnte oft seinen Freund und Geschäftspartner und redete über ihn in meiner Anwesenheit. Ich traf ihn oft in seinem Büro, das ursprünglich Teil unserer Wohnung war. Das ging für viele Jahre so weiter, bis die Umstände dazu führten, dass wir und er und seine Familie uns Besuche abstatteten. Diese Familienbesuche wiederholten sich und aufgrund seiner engen Freundschaft mit meinem Mann merkten wir nicht, wie die Zahl unserer Besuche stieg und wie viele Stunden ein einzelner Besuch dauerte. Er kam oft alleine, um lange mit uns – mir und meinem Mann –zu sitzen. Das Vertrauen meines Mannes in ihn kannte keine Grenzen und als die Tage vergingen, lernte ich diese Person sehr gut kennen und erkannte, wie wundervoll und anständig er war. Ich begann, eine starke Zuneigung zu diesem Mann zu empfinden und gleichzeitig fühlte ich, dass dieses Gefühl auf Gegenseitigkeit beruhte.
Die Dinge entwickelten sich auf eine seltsame Weise, nachdem ich feststellte, dass das der Typ Mann war, von dem ich immer geträumt hatte. Warum war er jetzt aufgetaucht, nach all den Jahren? Je mehr das Ansehen dieses Mannes in meinen Augen stieg, desto mehr schwand das Ansehen meines Ehemannes. Es war so, als hätte ich zuerst die Schönheit seines Charakters sehen müssen, um zu erkennen, wie hässlich der Charakter meines Mannes war.
Die Sache zwischen dieser Person und mir ging nicht über diese anhaltenden Gedanken hinaus, die meine Gedanken Tag und Nacht beschäftigten. Weder er noch ich sprachen jemals aus, was wir in unseren Herzen fühlten…bis zum heutigen Tag. Nichtsdestotrotz ist mein Leben am Ende und mein Ehemann ist nicht mehr als ein schwacher Mann mit null Selbstbewusstsein. Ich hasse ihn und ich weiß nicht, wie dieser ganze Hass gegen ihn begann, überzukochen. Ich frage mich, wie ich all die Jahre mit ihm zurechtgekommen bin, wie ich all die Bürden selbst getragen habe und mich alleine den Problemen des Lebens gestellt habe.
Die Dinge wurden so schlecht, dass ich ihn um eine Scheidung bat und er schied sich von mir auf meine Anfrage hin. Danach wurde er ein gebrochener Mann. Noch schlimmer ist aber, dass nachdem meine Ehe zerbrach und meine Kinder und mein Ehemann am Boden zerstört waren, es auch zu Problemen in der Familie dieses Mannes kam. Seine Frau bemerkte aufgrund ihrer weiblichen Intuition, was tief in seinem Herzen vorging und sein Leben wurde zur Hölle. Sie war so überwältigt von Eifersucht, dass sie einmal um zwei Uhr in der Nacht aus dem Haus ging und kam, um mein Haus anzugreifen. Sie schrie, heulte und warf mit Anschuldigungen um sich. Auch seine Ehe war kurz davor, zu zerbrechen.
Ich gebe zu, dass die netten Zusammenkünfte, die wir damals genossen, uns die Gelegenheit gaben, einander zu einer Zeit in unserem Leben kennenzulernen, wo es nicht mehr angemessen war.
Seine Ehe wurde zerstört und meine ebenfalls. Ich habe alles verloren und jetzt weiß ich, dass meine und seine Lebensumstände es nicht erlauben werden, irgendeinen positiven Schritt zueinander zu machen. Jetzt bin ich noch unglücklicher als ich es
jemals war und ich bin auf der Suche nach illusionärem Glück und verlorenen Hoffnungen.
Auge um Auge, Zahn um Zahn

Das Zusammentreffen und Vermischen von Männern und Frauen an einem Platz, gemeinsame Versammlungen und das Enthüllen und Präsentieren der Frauen vor Männern sind im Gesetz des Islam (Sharīʿah) verboten. Diese Taten sind verboten, weil sie zu den Ursachen für das Erwecken von Verlangen, Fitnah (Verführungen oder Versuchungen, die schlechte Konsequenzen beinhalten) und das Begehen von Unanständigkeiten und Missetaten zählen.

Unter den vielen Beweisen für das Verbot des Treffens und Vermischens von Männern und Frauen in Qur’ān und Sunnah finden sich folgende:

…Wenn ihr die Frauen des Propheten um etwas ersucht, fragt sie hinter einem Vorhang! Das ist für eure Herzen und die ihren lauterer… (33:53)

Als ibn Kathīr (rahīmahullāh) diesen Vers erklärte, sagte er: „Das bedeutet, ‚so wie Ich euch verbat, ihre Räume zu betreten, verbiete Ich euch, sie überhaupt anzuschauen.‘ Wenn jemand etwas von einer Frau nehmen will, so sollte er es tun, ohne sie anzuschauen. Wenn jemand eine Frau nach etwas fragen will, so muss er es hinter einem Sichtschutz tun.“

Der Prophet (ṣallallāhu ʿalayhi wa sallam) setzte die Trennung von Männern und Frauen durch – selbst an Allāhs meistgeehrten und bevorzugten Ort: in der Moschee. Das wurde erreicht durch die Trennung der Reihen der Frauen von denen der Männer; Männer wurden gebeten, nach den Pflichtgebeten in der Moschee zu bleiben und eine Tür wurde speziell den Frauen zugeteilt. Die Beweise für das Obige sind:

Umm Salamah raḍiyAllāhu ʿanha sagte, dass nachdem Rasūlullāh ṣallallāhu ʿalayhi wa sallam zweimal „as-salamu alaykum wa rahmatullah“ sagte, er aufstand und ging. Bevor er ging, blieb er noch eine Weile. Ibn Shihab sagte, dass er dachte, dass das Bleiben des Propheten ṣallallāhu ʿalayhi wa sallam den Zweck hatte, dass die Frauen, die weggehen wollten, vor den Männern gehen konnten. (al-Bukhary Nr. 793)

Abū Dawūd überliefert den gleichen Hadīth in Kitāb as-Salāh unter der Nummer 876 unter dem Titel „Insirā an-Nisā’ Qabl ar-Rijāl min al-Salāh“ (Das Weggehen der Frauen vor den Männern nach dem Gebet): „Wir sollten diese Tür der Moschee den Frauen überlassen.“

Nāfiʿ sagte: „Ibn ʿUmar ging nie wieder durch diese Tür rein, bis er starb.“ (Überliefert von Abū Dawūd unter der Nummer 484 in „Kitāb as-Salāh“ unter dem Kapitel „at-Tashdid fī Thālik“.
Abū Hurayrah sagte, dass der Prophet ṣallallāhu ʿalayhi wa sallam sagte: „Der Beste aus den Reihen der Männer ist der Erste und der Schlechteste ist der Letzte und die Beste aus den Reihen der Frauen ist die Letzte und die Schlechteste ist die Erste.“ (Überliefert von Muslim unter der Nummer 664).

Das ist der stärkste Beweis dafür, dass das islamische Gesetz (Sharīʿah) das Treffen und Vermischen von Männern und Frauen verbietet. Je weiter die Männer von den Reihen der Frauen entfernt sind, desto besser und umgekehrt. Wenn diese Prozeduren und Vorsichtsmaßnahmen in einer Moschee, die ein reiner Ort der ʿIbādah ist, wo die Leute so weit weg wie möglich vom Erwecken von Verlangen und Versuchung sind, vorgeschrieben und eingehalten wurden, dann müssen dieselben Prozeduren an anderen Orten zweifellos noch strenger befolgt werden.

Abū Usayd al-Ansarī überlieferte, dass er hörte, wie Rasūlullāh ṣallallāhu ʿalayhi wa sallam auf dem Weg aus der Moschee zu den Frauen sagte, als er sah, dass Männer und Frauen sich auf dem Heimweg mischten: „Macht Platz (d.h. geht auf die Seiten), denn es ist nicht angemessen für euch, in der Mitte des Weges zu gehen.“ Danach gingen die Frauen so nah an der Wand, dass sich ihre Kleider darin verfingen. (Überliefert von Abū Dawūd in „Kitab al-Adab min Sunanihi“, Kapitel „Mashyu an- Nisā’ Ma’ ar-Rijāl fī at-Tariq“)

Auszug aus einer Fatwa von IslamQA

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