7 Fallen des Shaytan

Shaykh Ibn
Qayyim Al-Jawziyya ~ 7 Fallen des
Shaitans

Der
Mensch sollte über denjenigen nachdenken, der ihn zum Ungehorsam
überredet, ihm die schlechten Taten schön erscheinen lässt und
dessen Pflicht es ist, eben nur dies zu tun. Das ist der Schaytan,
welcher für ihn zuständig ist. Aus diesem Grund müssen wir gut über
ihn nachsinnen. Der Mensch muss ihn als seinen Feind ansehen,
vorsichtig ihm gegenüber sein, sich vor ihm in acht nehmen und im
Klaren darüber sein. Ebenfalls muss man darauf achten, was der
Schaytan einem heimlich vorbereitet, ohne dass man es merkt. Dieser
Verfluchte will den Menschen ins Unglück stürzen, durch eine, von
den sieben folgenden Methoden bzw. Fallen, die er ihm auf dem
Geraden Weg stellt.

Man sollte wissen, dass es kleinere
und größere (leichtere und schwerere) Hindernisse gibt. Jedoch wird
der Schaytan nicht aufhören, dir die größere Falle zu stellen,
damit du in sie hinein fällst, bis er vollkommen machtlos wird,
dies zu tun.
1. Falle: der
Kufr
Kufr oder Unglaube
(Glaubensverweigerung) an Allah subhanahu wa ta’ala, Seine
Religion, die Begegnung mit Ihm, Seine vollkommenen Eigenschaften
und an das, worüber uns die Gesandten berichtet haben. Falls der
Schaytan in dieser Sache erfolgreich ist, wird er sehr zufrieden
sein, sein Feuer (der Begeisterung) für dich wird sich abkühlen,
und er wird sich ausruhen können. Falls du jedoch, durch das Licht
des Iman und die Reinheit der Rechtleitung, dieses Hindernis
überwindest, wird er, der Verfluchte, dir mit dem nächsten
entgegentreten.

2. Falle: die Neuerung in der
Religion (Bid’a)
Dies erreicht
er, indem er dich entweder von einem Glauben überzeugt, dir einen
Glauben einflößt, der im Gegensatz zur Wahrheit steht, nach welcher
Allah subhanahu wa ta ‘ala Seinen Gesandten geschickt hat, und nach
welcher Er sein Buch offenbart hat. Oder er überzeugt dich davon,
dass du deine ‘Ibadah an etwas bzw. jemand anderen richtest, was
Allah subhanahu wa ta ‘ala, verboten hat, wie z.B. Statuen und
Bilder. Dieses stellt eine Neuerung in der Religion dar, und Allah
wird davon nichts annehmen. Diese zwei Neuerungen sind häufig
unzertrennlich und geschehen nur selten vereinzelt, jede für sich.
Aus diesem Grund haben bestimmte Gelehrte gesagt: „Die Neuerung des
Wortes und die Neuerung der Tat haben eine Ehe geschlossen, welcher
sich das „Brautpaar“ hingegeben hat, so dass auf die Welt
unzüchtige Kinder kamen, welche die islamischen Länder verwüsten,
und wegen welchen Diener und Städte Allah subhanahu wa ta ‘ala
bitten, Er möge sie davor bewahren“. Ibn Taymiyya
rahimehullah sagte: „Der Kern von Kufr hat die sündige Neuerung
geheiratet, so gebären sie zusammen das Verderben dieser und
jenseitiger Welt.“ Falls du
diese Hürde meisterst und dich von ihr, durch das Licht der Sunnah,
befreist, und dich zudem noch mit aufrichtigem Gehorsam beschützt
und mit dem, was unsere tugendhaften Vorfahren gefolgt sind, die
ehrenhaften Sahaba und Tabi’in, dann wisse, dass in den
vorausgehenden Zeiten, sich nur schwer jemand davor, in diese Falle
retten wird. Doch falls du dich trotzdem rettest, erst da werden
dich die Neuerungsträger umzingeln und anfallen. Sie werden dabei
rufen, dass du derjenige bist, der Neuerungen in die Religion
bringt.

Die dritte Falle – die großen
Sünden
Falls dich Allah
subhanahu wa ta ‘ala rechtleitet und du diese Hürde überstehst,
dann kommt schon die Dritte. Die dritte Hürde sind die großen
Sünden, al-Kabair. Der Schaytan lässt dir die großen Sünden schön
erscheinen, schmückt sie aus, ködert dich damit, und öffnet dir
danach die Tür der Hoffnung, indem er sagt: „Der Glaube ist nur das
aufrichtige Bezeugnis mit der Zunge. Ihn können deine Taten nicht
zerstören.“ So lange der Mensch lebt, flüstert der Schaytan ihm
Worte zu, wie: „Die Sünden schaden nicht, wenn du gläubig bist,
genauso wie die guten Taten nichts wert sind, wenn du ein Muschrik
(Götzendiener) bist.“ Trotzdem ist die Neuerung dem Schaytan
lieber. Sie ist ein Unheil und ein Hindernis für den Menschen, weil
sie dem Glauben schadet und weil sie die Verneinung dessen ist, was
Allah dem Gesandten (sallAllahu alayhi wa sallam) offenbart hat.
Ein Neuerungsträger, derjenige welcher die Neuerung ausübt, bereut
weder diese Sache, noch will er sie verlassen. Im Gegenteil, er
ruft andere sogar dazu auf. Die Neuerung beinhaltet das Sprechen
über Allah subhanahu wa ta ‘ala ohne Wissen. Sie vernichtet die
Sunnah und greift diejenigen an, die der Sunnah folgen. Die
Neuerung versucht das Licht Allahs zu löschen. Sie versucht
diejenigen gut darzustellen, von denen sich der Erhabene abgewandt
hat, und sie wendet sich von denjenigen ab, welche bei Allah gut
angesehen sind. Die Neuerung nimmt das an, was Allah subhanahu wa
ta ‘ala und Sein Gesandter abgelehnt haben und lehnt das ab, was Er
angenommen hat. Die Neuerungsträger beschützen diejenigen, die
gegen Allah subhanahu wa ta ‘ala kämpfen, und greifen diejenigen
an, welche Er beschützt. In der Neuerung wird das erlaubt, was
Allah verboten hat, und jenes verboten, was Er erlaubt hat. Die
Wahrheit wird verleugnet, die Lüge wird zur Wahrheit ausgerufen und
bekämpft die Wahrheit. Dabei werden die Wahrheiten umgestürzt und
die Herzen verblendet. Allahs Religion wird negiert. Es wird nach
den Schwächen des Rechten Weges gesucht, und es wird langsam
versucht den Glauben vollkommen zu ändern. [1] Alle Neuerungen
beginnen mit kleinen Dingen, um sich so allmählich auch in die
größeren Dinge einzuschleichen. Und dies geschieht so lange, bis
sie diejenigen, die sie verrichten, völlig vom Glauben entfernen.
Ihre Haupteigenschaften sind demnach die Allmählichkeit und ihre
stadienhafte Steigerung (Entwicklung). Sie entwickelt sich vom
Kleinen zum Größeren, bis sie letztendlich den Gläubigen vom
Rechten Weg abbringt, genauso wie man ein Haar aus dem Teig ziehen
würde. „… Und wem Allah kein Licht
schafft, für den gibt es kein Licht.“
(24:40) Falls dich Allah
subhanahu wa ta ‘ala vor diesem Hindernis bewahrt, oder du dich mit
aufrichtiger Reue davon rettest, wird der Schaytan mit der nächsten
Falle kommen. [1] Die verdorbenste und schädlichste Neuerung ist
blinder Glaube. Sodass die Taten im Bereich des Glaubens, der
‘Ibadah, der Vorschriften und des Dhikr, die von den Vorfahren
geerbt wurden, keinen Wert haben. Diese Taten schöpfen nämlich ihr
Licht aus der Erklärung von Allahs Worten und den Worten Seines
Gesandten (sallAllahu alayhi wa sallam). Und genau deswegen begehen
die früheren und heutigen Völker Schirk in ihrem Glauben (weil sie
blind folgen und ihr Wissen nicht aus Allahs Worten und aus den
Seines Gesandten (sallAllahu alayhi wa sallam) schöpfen.

Das vierte
Falle – die kleinen Sünden
Das
vierte Hindernis (die vierte Falles des Schaytan) sind die kleinen
Sünden. Mit diesen wird der Schaytan sich doppelt an dir rächen. Er
wird sich dir mit Worten nähern wie: „Was ist denn bloß mit dir
los, Mensch. Wieso überlässt du dich nicht den kleinen Sünden, wenn
du schon den großen Sünden abgesprochen hast. Oder ist dir etwa
nicht bekannt, dass die kleinen Sünden durch gute Taten und das
Fernhalten von großen Sünden gelöscht werden?“ Er wird so lange auf
dich einreden, bist du in kleinen Sünden beständig bist (sie also
dauerhaft tust). Doch jemand, der in kleinen Sünden beständig ist,
ist in einer schwierigeren Lage, als derjenige, welcher eine große
Sünde begeht, sich fürchtet und sie bereut. Das Bestehen auf
kleinen Sünden, ist abscheulicher als die Sünde selbst. Die große
Sünde verschwindet, falls du sie ehrlich bereust und Allah
aufrichtig um Vergebung bittest. Die kleine Sünde verwandelt sich
jedoch in eine große, falls du beständig in ihrem Tun bist. Der
Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte:
„Nehmt euch vor kleinen
Sünden in Acht …“ Daraufhin
erwähnte er das Beispiel von Leuten, die sich auf einem verlassenen
Ort niederlassen. Dort benötigen sie Holz, so dass einer von ihnen
Äste holen geht. Das tun auch die anderen, bis sie schließlich viel
Holz einsammeln, ein Feuer anzünden und ein Brot darauf backen.
Genauso ist es mit den kleinen Sünden, welche der Mensch
unterschätzt. Diese häufen sich an, bis sie ihn endlich ins
Verderben führen. (Ahmad, Tabarani und andere) Falls der Mensch
sich vor dieser Falle rettet, und zwar mit Vorsicht, mit ständigem
Istighfar (Allah um Vergebung bitten) und Reue, begegnet ihm das
fünfte Übel.

Die fünfte Falle – die
erlaubten Dinge
Das fünfte
Falle des Schaytan sind die so genannten mubah- (erlaubten) Dinge.
Das sind erlaubte Dinge, die, wenn wir sie tun, wir keine Sünde
sind. Der Schaytan versucht dich mit ihnen zu beschäftigen, anstatt
dass du deine Gehorsamkeit mit guten Taten erhöhst, dich ihnen
verstärkt zuwendest und dich mit ihnen versorgst. So versucht er
dich schrittweise dazu zu bringen, dass du die Sunnah-Taten
vernachlässigst und danach ebenso die Taten, welche wadschib
(verpflichtend) sind. Sein geringster Nutzen von diese Methode ist,
dass der Mensch sich auf diese Weise große Nutzen sowie Belohnungen
entgehen lässt. Wüsste der Mensch um den Nutzen und Wert dieser
‘Ibadah-Taten Bescheid, so würde er sie niemals verlassen, jedoch
weiß er es nicht. Falls der Mensch diese Hürde durch das Licht der
Rechtleitung überwindet und seine Aufmerksamkeit und Vorsicht
festigt, sich das Wissen vom Wert der guten Taten aneignet, welche
man oft verrichten sollte, dann wird er sich davor retten können,
falls er kurz in diesem „Hafen“ verweilen sollte. Ist die Falle nun
überwunden, wartet der Schaytan schon bereits am nächsten
Hindernis.

Die sechste Falle – Den
Vorrang den guten vor besseren Taten geben
Die sechste Falle ist, dass man den beliebten Taten
Vorrang gibt, vor guten und frommen Taten. Der Schaytan verführt
den Menschen dazu, diese Taten zu verrichten. Er verschönert sie
ihm, schmückt sie aus und hebt ihren Wert und ihre Bedeutung
hervor. Alles dies tut er, nur um den Menschen von besseren und
nützlicheren Taten abzubringen, welche eine größere Belohnung und
einen größeren Nutzen bringen. Wenn der Schaytan nämlich einsieht,
dass er den Menschen nicht davon abbringen kann, gute Taten zu
verrichten, setzt er sich ein anderes Ziel. Er versucht die
Belohnung für die guten Taten zu vermindern, sowie die Stellung der
‘Ibadah desjenigen, der sie verrichtet. Er beschäftigt ihn sodann
mit weniger wertvollen Dingen. So tut der Mensch das Gute und nicht
das Beste. Er verrichtet das, was Allah subhanahu wa ta ‘ala
gefällt und nicht das was Allah am meisten gefällt. Er tut das,
womit Allah subhanahu wa ta ‘ala zufrieden ist und nicht das, womit
Er am zufriedensten ist. Doch dann muss man sich fragen, wo solche
Menschen zu finden sind (welche die besten Taten verrichten, die
Dinge die Allah am Meisten gefallen und mit denen Er am
zufriedensten ist.) In der heutigen Welt sind diese Menschen in der
Minderheit. Die meisten Menschen sind schon vor den genannten
Hürden stehen geblieben. Diese Hürde überwindet nur derjenige,
welcher sich ausgezeichnet mit dem Wert der Taten auskennt, und mit
ihrer Wertschätzung bei Allah subhanahu wa ta ‘ala. So ein Mensch
erkennt den Unterschied zwischen beliebten und guten Taten,
zwischen den nebensächlichen und wichtigsten Taten, zwischen den
weniger wertvollen und mehr wertvolleren Taten, zwischen guten und
ausgezeichneten Taten usw… Wahrlich können alle Worte und jede Tat
gut sein, aber sie können auch die Besten sein. Sie können
nebensächlich, aber auch die Hauptsache sein. Sie können wichtig
sein, jedoch auch am Wichtigsten. Genauso wie einige Taten das
Höchste aller Dinge darstellen und andere wiederum nicht, wie es in
authentischen Überlieferungen des Gesandten Allahs sallAllahu
alayhi wa sallam gesagt wird: „Das beste Istighfar ist, dass der
Diener spricht „Oh Allah, du bist mein Herr und ich bin dein
Diener. Es gibt keinen Gott, außer Dir …“ In einem Hadith steht:
„Der Jihad ist der Gipfel des
Islam“ (Tirmidhi), oder in
einer anderen Überlieferung: „Gute Taten haben sich
untereinander gerühmt, doch die Sadaqa (Spende) hat sie in allem
übertroffen.“ Deswegen
überwinden diese Hürden nur die ausgesuchtesten unter den Guten und
Aufrichtigen, die besten Gelehrten und diejenigen, welche den
höchsten Sieg errungen und jeder Tat den Platz zugewiesen haben,
der ihr gebührt.

Die siebte Falle – die Armee
des Schaytan
Nach dieser Falle
kommt nur noch eine letzte Hürde, welche der Schaytan zwangsläufig
stellt. Wenn sie jemand überwinden könnte, dann wären es die
Gesandten, die Propheten Allahs, sowie die edelsten Seiner Diener.
Diese Falle ist nämlich die Armee des Schaytans, welche er dazu
benutzt, den Menschen auf alle möglichen Arten in Unruhe zu
versetzen und zu stören. Sie tun dies Mit der Hand, mit der Zunge,
mit dem Herzen und abhängig von der Stufe eines Menschen in der
Religion und im Guten, tun sie es auch mit guten Taten. Wenn auch
immer sich der Mensch in seinem Glauben erhebt, stürzt sich der
Schaytan auf ihn, treibt seine Armee und seine Verbündeten auf ihn.
Je mehr der Mensch sich dem Glauben widmet, beständig im Glauben
wird und verstärkt zu Allah subhanahu wa ta ‘ala aufruft, desto
stärker treibt der Schaytan seine Gewissenlosen an, ihn anzufallen.
In so einer Situation tritt der Mensch in einen Krieg ein. Er
kämpft im Namen Allahs und kämpft gegen Seinen Feind. Diese ‘Ibadah
können nur herausragende Gläubige empfinden. Diese ‘Ibadah wird als
‘Ibadah des Stolzes und des Trotzes bezeichnet. Ihr widmen sich nur
die herausragendsten und scharfsinnigsten Gläubigen. Und die
liebste Tat bei Allah ist soeben die, dass Sein Diener sich erzürnt
und dem Feind trotzt. Auf eine solche Art von ‘Ibadah, hat Allah
subhanahu wa ta ‘ala auf mehreren Stellen im Qur’an hingewiesen.
Eines von den Beispielen ist der folgende Vers:
„Wer auf Allahs Weg
auswandert, wird auf der Erde viele Zufluchtsstätten und Wohlstand
finden. Und wer sein Haus auswandernd zu Allah und Seinem Gesandten
verlässt, und den hierauf der Tod erfasst, so fällt es Allah zu,
ihm seinen Lohn (zu geben). Allah ist Allvergebend und Barmherzig.“
(An-Nisa, Vers 100) Hier
wurde der Auswanderer, der Mensch, der seine Zuflucht in die
‘Ibadah an Allah gefunden hat, als ein Trotzender bezeichnet, mit
welchem Allah Seinen Feinden trotzt. Deshalb liebt es Allah
subhanahu wa ta ‘ala, dass Sein Diener dem Feind trotzt und gegen
ihn kämpft, wie im Qur’an gesagt wird:
“Dies (ist), weil sie weder
Durst noch Mühsal noch Hunger auf Allahs Weg trifft, noch sie einen
Schritt unternehmen, der die Ungläubigen ergrimmen lässt, noch
einem Feind etwas Schlimmes zufügen, ohne dass ihnen dafür eine
rechtschaffene Tat aufgeschrieben würde. Gewiss, Allah lässt den
Lohn der Gutes Tuenden nicht verlorengehen.“ (At-Tauba, Vers
120) Seinen Gesandten und
seine Gefährten beschreibend, sagt Allah subhanahu wa ta ‘ala:
„Und ihr Gleichnis im
Evangelium ist das eines Getreidefeldes, das seine Triebe
hervorbringt und dann stärker werden lässt, so dass sie verdicken
und ebenmäßig auf ihren Halmen stehen, so dass es den Anbauern
gefällt. (Dies,) damit Er die Ungläubigen durch sie ergrimmen
lasse. Allah hat denjenigen von ihnen, die glauben und
rechtschaffene Werke tun, Vergebung und großartigen Lohn
versprochen.“ (Al-Fath, Vers
29) Daraus wird ersichtlich,
dass das Zeigen von Trotz gegenüber den Kuffar, das Hervorrufen von
ihrem Zorn, eine Handlung ist, die bei Allah subhanahu wa ta ‘ala
beliebt ist und welche Er von den Gläubigen fordert. Derjenige,
welcher diese Tat und das Ziel ausführt, vervollständigt seine
‘Ibadah. Der Gesandte Allahs hat ebenfalls zwei Sujud-as-Sahw
vorgeschrieben, falls der Betende im Gebet etwas versäumt und
sagte: „Mit ihnen wird das Gebet
vollständig, und diese zwei Sujud werden dem Schaytan trotzen und
ihn erniedrigen.“ (Muslim)
So haben sie auch den Namen „Sujud des Trotzes“ bekommen.
Derjenige, der seine ‘Ibadah an Allah richtet und Seinen Feinden
trotzt, er hat sich der Siddiqiyyah [die Stufe eines tugendhaften
Menschen, die niedriger als die Stufe der Gesandten ist, jedoch
höher als die Stufe der „Waly“] genährt. Soviel, wie der Mensch
seinen Herrn liebt, Ihm dient und gegen Seine Feinde kämpft, soviel
wird auch sein Anteil am genannten Trotz sein. Aus diesem Grund ist
auch das Stolzieren zwischen zwei Feindlagern (im Krieg) erlaubt.
So eine Tat erzürnt die Ungläubigen. Diese Form von ‘Ibadah kennt
erst nur ein kleiner Teil der Menschen. Und derjenige, welcher
einmal ihren Geschmack und Genuss gekostet hat, wird weinen, dass
er diese nicht früher ausgeführt hat. Und nur von Allah ersuchen
wir Hilfe und nur auf Ihn verlassen wir uns, denn Macht und Kraft
sind nur bei Allah. Derjenige, welche diese Stufe erreicht, der
trotzt dem Schaytan mit der aufrichtigen Reue, wenn dieser ihn bei
einer großen Sünde sieht. Und dieser Trotz führt zu einer noch
stärkeren Ergebenheit an Allah. Und
Allah subhana wa ta ´ala weiß es am
besten.

Auszug
aus dem Buch ‚Madaridsch
us-Salikin‘

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