Rat von Sufyan ath Tawri

Sufyan ath-Thawri (rahimahullah) schrieb einem seiner Brüder:
Möge Allah mit Seiner Gnade, sowohl dich als auch mich vor dem Höllenfeuer schützen.

Ich rate sowohl dir als auch mir Allah zu fürchten. Und ich warne dich davor, dich der
Unwissenheit zuzuwenden, nachdem du gelernt hast; dich der Vernichtung zuzuwenden, nachdem du die Wahrheit gesehen, und sie anerkannt hast; und dich vom geraden Weg abzuwenden, nachdem er dir deutlich gemacht wurde.
Lass dich nicht täuschen von weltlichen Menschen, und sei nicht übermäßig beeindruckt von ihrer Art nach irdischen Dingen zu streben und diese gierig anzuhäufen, denn der Terror (der sie am Tage der Auferstehung einhüllen wird) ist wahrlich schlimm.
Die Gefahr (am Tag des Gerichts) ist in der Tat ernst, aber viel ernster ist, dass sie nahe ist. So beschäftige dich ausschließlich mit dem Jenseits, und leere dein Herz von
allen anderen Gedanken; sobald du das getan hast, arbeite hart!

Verschwende keine Zeit! Und fliehe vor der Welt und ihren Versuchungen! Reise ins Jenseits (mit deinen Gottesdiensten), bevor du dorthin gebracht wirst …. Ich habe dir wahrlich den gleichen Rat gegeben, den ich mir selbst gegeben habe. Und begreife, dass der Erfolg von Allah (subhanahu wa ta’ala)
kommt. Der Schlüssel Seine Hilfe zu erlangen ist Du’a (Bittgebete), Gebet, Reue für die vergangene Nachlässigkeit und vollkommene Unterwerfung.

Deine Tage und Nächte sind gezählt, so nutze die verbleibende Zeit weise, und sei nicht nachlässig darin, die Rechte deines Herrn zu erfüllen. Ich bitte Allah, der uns damit segnete Ihn zu kennen, uns nicht
uns selbst zu überlassen; und ich bitte Allah unser Beschützer und Helfer zu sein, so wie Er der Beschützer und Helfer seiner geliebten, rechtschaffenen Diener ist.

Hüte dich davor etwas zu tun, dass die Taten zunichte macht, und wisse, dass es die Prahlerei ist, die die Taten einer Person vernichtet; und wenn es nicht die Prahlerei ist, dann ist es die Eitelkeit – zu glauben, dass du besser bist als einer deiner muslimischen Brüder, obwohl er in Wirklichkeit mehr gute Taten verrichtet als du; oder vielleicht hält er sich mehr von Allahs Verboten fern; oder vielleicht verrichtet er seine Taten mit einer reineren Absicht.

Und selbst wenn du nicht eitel bist, hüte dich davor, die Liebe zu Lob zu entwickeln. Nimm dich in Acht davor Gefallen daran zu finden,
wenn andere deine Taten loben, oder Respekt für dich empfinden und entgegenbringen, wegen deiner guten Taten. Und hüte dich davor, dir zu wünschen, dass andere dir bei deinen persönlichen Angelegenheiten helfen sollten, nur weil sie von deinen guten Taten beeindruckt sind. Du behauptest ja schließlich (wie jeder andere), dass du die guten Taten nur um Allahs (subhanahu wa ta’ala) willen verrichtest; nun, dann lass diese Behauptung Wirklichkeit werden.
Wenn du diese Welt (Dinge, Reichtum und Vergnügen) weniger begehren, und mehr
das Jenseits (das Paradies und seine Wonne) begehren willst, dann denke oft an den Tod.

Wisse, dass du langfristige Hoffnungen für diese Welt hegst (was nicht sein sollte), wenn
du Allah nur wenig fürchtest, oder wenn du unbekümmert Sünden begehst. Man wird es am Tag der Auferstehung ausreichend
bedauern und elend sein, wenn man Wissen hat und es nicht in die Tat umsetzt.

[Übersetzt aus der Biographie von Sufyan ath-Thawri; Autor: Salahuddin Ali Abdul-Mawjood]

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