Es war einmal ein König

Es war einmal ein König, und er hatt einen Gefährten, dem er vertraute, und mit dem er oft Spaziergänge unternahm.
Dieser Gefährte sagte immer „khair inscha Allah“, egal was auch passierte. Ob es gut oder schlecht war, immer sagte er diese Worte.

Eines Tages verlor der König durch einen Krieg einen Finger, worauf der Gefährte sagte: „Khair inschaAllah!“
Der König wurde sehr wütend und sagte: „Was soll denn daran gut sein, dass ich meinen Finger verloren habe?!“ Ich werde dich einsperren lassen!

Daraufhin wurde der Gefährte ins Gefängnis gebracht.

Der König ging nun allein in der Nacht spazieren und traf dabei auf ein anderes Volk. Das Volk näherte sich, und der König erkannte es waren Götzendiener.

Die Götzendiener sahen sich den König an und sagten unter sich:
„Welch eine gute Opfergabe für unsere Götzen! Er ist sogar ein König. Welch Glück wir doch haben ihn hier zu sehen!“
Daraufhin nahmen sie ihn mit und wollten ihn ihren Götzen opfern. Allerdings haben sie schnell gemerkt, dass ihm ein Finger fehlt, worauf sie ihn dann doch gehen ließen: „Ihm fehlt ein Finger, und wir brauchen doch einen vollkommenen Menschen als Opfergabe. Der bringt uns nichts“ sagten sie und ließen ihn frei.

Als der König zurück in seinem Palast war, ließ er seinen Gefährten aus dem Gefängnis holen, und erzählte ihm was geschehen war.
Er fragte ihn: „Woher wusstest du, dass es doch gut für mich ist, dass ich meinen Finger verloren habe? Sie hätten mich sonst sicherlich geopfert!“

Der Gefährte entgegenete: „In allem, was Allah Subhanahu wa ta’ala für uns bestimmt, steckt Gutes auch wenn wir es nicht immer erkennen. Sei es gut oder schlecht, denn manchmal denken wir Dinge sind schlecht für uns, während sie doch gut für uns sind, und manchmal denken wir, etwas ist gut für uns, während es doch schlecht ist.Und Allah Subhanahu wa ta’ala kennt uns am besten.

Der König sagte: „Doch was war daran gut, dass du im Gefängnis warst?“

Der Gefährte: „Wäre ich nicht im Gefängnis gewesen, hätte ich dich begleitet, und dann hätten sie doch mich geopfert.“

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Kategorien: Für Muslime, Geschichten - Biografien - Erzählungen, La Tahzan - Sei nicht traurig, Moralgeschichten | Schlagwörter: , , | Hinterlasse einen Kommentar

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