Ermahnung: Frauen sollten bei Familienbesuchen getrennt von nicht-mahram Männern sitzen

Ermahnung:Frauen sollten bei Familienbesuchen getrennt von nicht-mahram Männer sitzen
Ermahnung: Frauen sollten bei Familienbesuchen getrennt von nicht-mahram Männern sitzen

Frage (Nr. 1808):

Welchen Rat könnt ihr muslimischen Familien in Bezug auf Familienbesuche und Familientreffen erteilen?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

Menschen sind ihrem Wesen nach gesellig: Sie müssen Freunde haben und Freundschaften beinhalten, dass man sich gegenseitig besucht.

Wenn Besuche unter Familien stattfinden, müssen wir einer wichtigen Angelegenheit unsere Aufmerksamkeit widmen, welche dem Übel die Tür verschließt, indem es den Geschlechtern nicht gestattet wird, sich zu vermischen. Eines der Anzeichen dafür, dass dieses Vermischen harām ist, ist in der folgenden Āyah zu finden (ungefähre Bedeutung): „… Und wenn ihr sie (die Ehefrauen des Propheten) um einen Gegenstand bittet, so bittet sie hinter einem Vorhang. Das ist reiner für eure Herzen und ihre Herzen. …“ (33:53).

Wenn wir die üblen Folgen des Vermischens bei Familientreffen näher betrachten, werden wir viele Beispiele von Verdorbenheit und Unmoral finden:

In den meisten Fällen ist der Hijāb der Frauen in gemischten Versammlungen entweder nicht vorhanden oder nicht korrekt. Die Frauen stellen die Schönheit zur Schau, die zu zeigen Allah ihnen vor jedem verboten hat, vor dem sie sich nicht entblößen dürfen, wie es in der folgenden Āyah heißt (ungefähre Bedeutung): „und ihren Schmuck nicht offen zeigen“ (24:31). Es kommt sogar vor, dass Frauen, die sich für gemischte Versammlungen herrichten, sich nie für ihre Ehemänner schmücken.

Wenn Männer Frauen in gemischten Versammlungen sehen, zerstört dies ihr religiöses Bestreben und ihre Moral und es provoziert verbotene Gelüste.

Schreckliche Streitigkeiten und eheliche Trennungen können daraus resultieren, wenn jemand auf die Frau eines anderen schaut, er ihr zuzwinkert, mit ihr lacht und scherzt. Wenn das Paar nach Hause kommt, beginnt die Auseinandersetzung:

Er: „Warum hast du über die Worte von So-und-So gelacht, obwohl sie überhaupt nicht komisch waren?“

Sie: „Und warum hast du der So-und-So zugezwinkert?“

Er: „Wenn er mit dir redet, verstehst du ihn sofort, wenn ich aber mit dir rede, verstehst du mich nie!“

So nehmen die Anschuldigungen ihren Lauf, bis das Ganze oftmals in Hass oder Scheidung endet.

Manche Männer und Frauen beginnen vielleicht damit, ihre Heirat zu bedauern, wenn sie ihre Partner mit denen ihrer Freunde vergleichen. Ein Mann könnte zu sich selbst sagen: „So-und-So nimmt an Diskussionen teil und ist gebildet, meine Frau aber ist unwissend und überhaupt nicht gebildet…“ Und eine Frau könnte zu sich selbst sagen: „So-und-So ist glücklich, ihr Ehemann ist so wortgewandt und elegant, wobei mein Mann langweilig ist und ohne Nachzudenken redet…“ Dies zerstört die eheliche Beziehung und führt zu einer schlechten Behandlung der Ehepartner untereinander.

Manch einer könnte vor anderen angeben, indem er vorgibt, etwas zu haben, was gar nicht stimmt, sodass er z. B. vor anderen Männern seine Frau herumkommandiert, um eine starke Persönlichkeit vorzuspielen, während er zu Hause wie ein Schmusekätzchen ist. Eine Frau könnte sich Gold leihen, damit andere bei diesem Treffen denken, dass sie viel besitzt, doch der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Derjenige, der behauptet, etwas zu besitzen, was nicht ihm gehört, ist wie jemand, der ein Gewand der Lüge trägt.“ (al-Bukhāri, al-Fath 9/317).

Solche gemischten nächtlichen Versammlungen sind oftmals Zeitverschwendung, angefüllt mit sinnlosem Gerede und anderen Sünden der Zunge, während kleine Kinder zu Hause zurückgelassen werden (damit das Treffen nicht durch ihr Geschrei gestört wird…).

Solche nächtlichen Treffen können sogar noch schlimmer sein und andere große Sünden beinhalten, wie z. B. Alkohol und Glücksspiel, insbesondere bei der so genannten Unterschicht. Eine weitere große Sünde, die daraus resultieren kann, ist das Verlangen, den Kuffār zu folgen und wie sie zu sein hinsichtlich der Kleidung und der Sitten und Gebräuche. Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Wer ein Volk nachahmt, gehört zu ihm.“ (Imām Ahmad, al-Musnad 2/50; siehe auch Sahīh al-Jāmi` #2828).

Bei Familientreffen sollten die Frauen von den nicht-mahram Männern getrennt sein und die Treffen sollten einem sinnvollen Zweck dienen, wie z. B. dem Gedenken an Allah (Dhikr), dem Streben nach nützlichen Wissen oder die Diskussion von sozialen Problemen oder Dingen, von denen die Familie in diesem Leben profitiert. Wir bitten Allah darum, uns sicher und gesund zu bewahren. Möge Allah unseren Propheten Muhammad segnen.

Anmerkung des englischen Übersetzers: „Mahram“ bezieht sich auf Blutsverwandte, mit denen die Heirat dauerhaft verboten ist, wie z. B. der Vater der Frau, ihr Bruder, Sohn, Onkel etc.

Islam Q&A

Scheikh Muhammad Salih al-Munajjid

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