Ghirah (Eifersucht) für den Islam ist zu einer Schwäche geworden

Ghirah (Eifersucht) für den Islam ist zu einer Schwäche geworden – Dr. ‘Abdullāh ‘Azzām

„Es ist eine Katastrophe, dass dein Herz stirbt, ohne, dass du es bemerkst. Es ist, als ob du sagen würdest: ‚Yā Rabbī ! Wie oft handele ich Dir zuwider, ohne, dass Du mich dafür bestrafst.‘ Und Er (ta’ālā) antwortet: ‚Wie oft bestrafe ich dich, ohne, dass du es überhaupt merkst? Habe ich dir nicht das Leben aus deinem Herzen entzogen?‘

Der Tod des Herzens, der Mangel an Handlung nach den Texten der Šarī’a, dass dein Gesicht nicht rot wird (aus Zorn) um Allāhs Willen… das ist es. Dein Herz ist tot. Es pumpt kein Blut mehr. Tatsächlich ist dies (die Eifersucht für Allah) nun sogar etwas Schändliches geworden. Es ist nun tadelnswert geworden, wenn jemand Eifer hat und heftig reagiert, wenn er etwas Verdorbenes und Böses sieht. Dies wird heutzutage als eine Schwäche der vielen Schwächen betrachtet, die jemand in seinem Charakter haben kann. Die Leute werden sagen, dass du ein armer Kerl bist, der sich schnell aufbringen lässt oder, dass du heißblütig bist oder enthusiastisch oder unbedacht oder ein Fundamentalist usw. Ja! Es ist nun etwas Tadelnswertes!

Ja und deshalb benutzen wir jetzt diese Bezeichnungen ohne zu realisieren, was wir (wirklich) sagen. Diese Person ist zu naiv, diese Person ist zu heißblütig, der ist ein Fanatiker, lässt sich schnell aufbringen und ist enthusiastisch etc. Aber wird dieser Religion durch bloße Vernunft der Sieg gegeben oder durch Eifer und Leidenschaft? Die Vernunft sagt dir: ‚Wie kannst du dich gegen Russland stellen?‘ Mālik ibn Nabī sagte, dass der Zeigefinger von Bilāl (raiya llāhu anhu), der zum Himmel erhoben war, sagend: ‚Aad, Aad!‘ („(Er ist) Einer, (Er ist) Einer!“ ; meinend, dass Allāh nur einer ist und keine Teilhaber hat) , nicht die Stimme der Vernunft darstellte. Vielmehr war dies die Stimme der Ergriffenheit, der Emotion, denn die Vernunft hätte ihm geraten, Umayya ibn alaf zu täuschen und dann in der Nacht zu kommen und seinen Islām bei Muammad (allā llāhu alayhi wa-sallama) zu erneuern.

Einst sagte jemand zu mir: ‚Bruder, wir sollten nicht so offen mit allem sein, was wir sagen. Ich habe zwei Jahre in einem Büro gesessen, ohne, dass mein Mitarbeiter meine Denkweise kannte.‘ So sagte ich zu ihm: ‚Möge Allāh deine Angelegenheiten erleichtern. Dies bedeutet, dass du zwei Jahre lang nicht ein Wort gesprochen hast, um das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten, denn wenn du gesprochen hättest, so hätte er deine Denkweise gekannt?‘ Und er dachte auch noch, dass dies clever von ihm war…. *Der Feigling denkt, dass Feigheit Intelligenz bedeutet* *Dies ist die Irreführung der sündhaften Seele*

[aus „Fī ilāl Sūra at-Tawba“ ; Dr. ‘Abdullāh ‘Azzām (raimahu llāh)]

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